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die belagerung aufzuheben. Hierauf führte er fein regiment unterdes Feld-Marschalls Banniers cor^o einige jähre. Nach dessentod befand er sich an. 1641 bey der Kinqu^öe der veftung Wolssen-büttel, weil er aber mit seinem Obrist -Lientenant Jordon in streitgerietst, regZmrte er sein regiment, und wandte sich wiederum nachOßnabrück. Bey dem Westphälischen friedens - schluß ließ er sichzwar sehr angelegen seyn, selbiges Bißthum zu behalten, musteaber, weil ihm der Frantzösische Gesandte, Grafvon Avaur, zuwi-der war, und die Königen von Schweden ihn gleichfalls»>rte, solches wieder abwetten. Als er an. 1646 eine reise inSchweden that, machte ihn gedachte Königin zum Reichs-Rath,und zum Grafen von Niestadt und Wasaburg. Aus Schweden that er an. 1648 eine reise in Pommern, und ferner in Deutsch-land , gieng aber nach erfolgten: Teutschen frieden wieder zurückin Schweden , und pr«rcncstrte die Reichs - Admirals - . so
aber dem Grafen Gabriel von Openstirra conckr-rt wurde. Ersuchte sehr, sich bey der Königin Christinn in gnade zu setzen,meynte auch einsten nach ihrem tod zu lucccMren; es soll ihm aberselbige nie recht gewogen gewesen seyn. Nachdem er eine anderereise nach Teutschland gethan hatte, starb er daselbst an. 165z,noch nicht 4° jähr alt, und ward sein leichnam zu Wisimar zuschiffe gebracht, und nach Stockholm geführt, woselbst er auch be-graben ligt. Von seiner gcmahlin Anna Sophia, Gräfin zu Wied,hinterließ er einen söhn, Gustavum Adolphum, Graftn von Wasa-burg , welcher kurtz vor seines vatcrs tod gebohren worden; überseine fernere pockerität lise den art. wasaburg. cuu>.
wcnr. rer. Lucc.
Gustav Larlson/ Graf von Borringhen, Herr von Lind»Holm, u. s. w. ein natürlicher und legickmirler söhn des Kömgsvon Schweden , Caroli Gustavi, gebohren an. >648, ehe noch ietzt-gedachter sein vatcr den Königlichen thron bestiegen halte. Der-selbe beschenckte ihn mit ansehnlichen ländcreycn und einkünfften,welches ihn in den stand setzte, an den vornehmsten Europäischen Höfen eine grosse figur zu mächen. Er brachte 10 gantzc jähr mitreisen zu, und erlangte auf denselben nicht nur eine genaue wis-senschafft von den meisten in Europa gebräuchlichen sprachen,neben welchen er gleichfalls die Lateinische überaus Wohl verstund,sondern auch die erkäntniß vieler andern studien, und zuförderstder politischen angelegenhciten, welche er über alle Massen wohlxoN-llwlc. Nach endigung seiner reisen blieb er eine zeit lang inHolland ; als aber an. 167; König Carolus XI, dessen natürli-cher bruder er war, in einen krieg mit Dänemarck und Branden»bürg verfiel, gieng er zurück in Schweden , und erwicß bey unter-schiedenen gelegenheiten seine tapfferkeit. Als nach geschlossenemfrieden der letzt-gedachte König eine allgemeine r-llnetion der ver-äußerten Cron-güter vornahm, kunte er nicht verhindern, daß sienicht auch ihn betreffen solle, welches ihn bewog, sich wieder inHolland zu begeben; da er denn die frcundschafft Wilbelmi, da»maligen Printzen von Oranien , erlangte, auch an. 1688 denselbenbey seiner exWckion nach Engellanb begleitete. Nach diesemwohnte er auch der ersten c-mprgnc dieses Printzen in Jrrland bey;als aber dieselbe geendigcl war, beschloß er seine übrige lebens-zeit in einer ruhigen einsamkeit zuzubringen. Zu solchem ende ließer sich in Frießland auf dem schloß rcr Hoorn nieder, und lebtedaselbst mit Sophia Amalia , einer gebohrncn Frcyberrin vonSchwartzenberg, mit welcher er sich an. iü8; vermählt halte,auf eine gantz eingezogene art, wobey die auserlestne bibliothec,so er sich angeschafft, eine» grossen theil seines zeit - vcrtreibsmachte; er zeugte mit ihr» kein kiud, und starb auf dem erwehn-ten schloß den I jan. an. 1708. lle s an. 17öS
»ux moir lle )gnv. üc kevr. p. Ily,
hcrtzog zu Mecklenbttrg:
Gustavus Adolphus / der eintzige söhn Hcrtzogs IohannisAlbcrti II zu Mecklenburg-Güstrow , von dessen dritter gcmahlinEleonora Maria, FürstcnsChristiani zu Anhalt-Bernburg toehter,den 26 sehr. an. 16; z gebohren , ward nach dein tod seines vatcrsan. i6;6 von seinem vclter, Adolph Friedrich, Hcrtzbg zu Schwe-rin , in der Lutherischen religivn aufcrzogen , jedoch Widerwillenseiner mutter, die ihn gerne in der Reformirtcn, welcher auch dervatcr.beygcthan gewesen, erzogen hätte. Anfangs war er zur -n-miniffrLiion des Stiffts Ratzedurg cl^lgnirt, begab sich aber, umder Verordnung des Westphälischen friedens willen, seines rechts,und erhielt dafür zwey c>no»,'cLiz in dem Magdeburgischen undHalbcrstädtischen Dona - Capitul. Als sein vctter zu Rostock dieHuldigung einnahm, begab er sich gleichfalls dahin, um daranvermog der erb - Verträgen theil zu nehmen. An. 166; proceckirteer nebst den übrigen vetteren wider des Hcrtzogs Cbristiani,zuSchwerin vorgenommene eheschcidnng und projeKirte Vermäh-lung. Er selbst vermählte sich den 28 nov. an. 1674 mit Magda-lenaSibylla, Hcrtzog Friedrichs III von Hblstein-Gotlorp tochter,mit welcher er a1 kinber zeugte: 9 Dnntzeßinnen, darunter Mariaan Hertzog Adolph Friedrich II zu Strölitz; Sophia an HertzogChristian Ulrich zu Würtemberq in Bcrnstadt; Christina an Lud-wig Christian, Grafen zu Stolberg ; Hcdwig Llcdnora anHcrtzogAugustum zu Zörbig; Louise an König Fridcricum IV in Danc -naarck; Elisabeth an Hertzog Henrieum zu Sachsen - Mörseburgin Svrcmberg vermählt worden; und 2 söhne, Jobanncm, derim zten jähr seines alters au. iüse> gestorben, und Carolum, ge-bobren den >8 nov. an. 1604, der sich an. 1687 den 8 ang. mitMaria Aemilia, Churfürsts Friderici Wilhclmi zu Brandenburg tochter, vermählt, aber kurtz darauf den V mart. an. -688, ohnekindcr zu hinterlassen, mit tod abgegangen. Zinn folgte der vaterden rü oct. an. 109;, und hinterließ seinen vettern eine streitige
gus gut
erbschasst, davon unter dem Wort Gustrow Nachricht zu
iz,UoZ. >>. 1-4 c.; ,z. Lej.ß
k- ? 4 » - 569. ''
Marggraf von Baden:
Gustavus Adolphus / Cardinal und Marggrafz» Bade«,war em söhn Marggrafs Friderici V zu Baden-Durlach , undan. iü;i von dessen andern gemahlin Eleonora, Gräfin vonstis, sibbohrcn. Nach zurück gelegten reisen diente er der Re.pnblic Venedig , und hernach der Cron Schweden im damaliaenBohlmichen krieg, und war eine zeit lang der
Preußischen vestung Morungen. Nach diesem krieg bekannte ersich an. 166; in Rom zur Catholischcn religivn, welche er schon; >ahr vorher in dem kloitcr Hcrmolsheim unweit Moltzheim indein Elsaß heimlich angenommen hatte. Bald darauf wurde erKayjerlicher General-Major in dem damaligen Türcken-krieg,als in iveichem er sich absonderlich in der Wacht bey 8. Gvtthardwohl verhalten, wie er denn dazumal im gesteht hart verwundetworden. An. >6ü8 begab er sich in den Benedictiner- ordcn, undnahm den namcn Bernhard Gustav an. Er wurde hernach Lo-i!-juw- der Aebtc» zu Fulda und Kcmpten, welchen er auch c»«-.cin-te. An. 1672 erhielt er den Cardinals - Hut, und an. 1677überfiel ihn auf dem weg nach dem schloß Hammelburg eine heff-tige kranckheit, welche ihn nach wenig tagen wegnahm.
noc. proc. imp. I. 4 c. 8 §. zz. st-N. Nick.
Gustedt / eine Adeliche familie in Nieder - Sachsen, welcheschon in dem 10 seculo bekannt gewesen, wie denn um diese zeitRira,,Arno!di vyn Gustedt tochter, an Danielem von Westerhoftnvermahlt gewcjen. Man will auch vorgeben, es sey einer von die-sem geWecht mit Hcrtzog Hcnrico dem Löwen nach Engellandgegangen , und daselbst geblieben, von welchem der Englische Rit-ter , Philippuä ll- Bonavilla, entsprossen, der Kayfer OttvmIVviel jähre getreue dienste geleistet. Rasche hat an. izyi sei» in demStlfft Hildesheim gelegenes stamm - gut Gustedt dem klostcr Rin-gelheim übergeben, und dafür eine tägliche messe zum gedächinißseiner und seiner eltern seelen, wie auch aller seiner vorelteren vonAdam her, aesrifftct. Nachgehends ist er nebst Bninen an. i4°Svon dem BisthoffRudolpho zu Halbcrstadt mit einem bürg-lehnzu Schwanebcck, wie auch denen dvrffern Derschen und Bereu,st beständig bey seiner p«ttcntät geblieben, bestehen worden.Johann Joachim war an. 1628 Ober-Hauptmann der ämlerSchöniugen, Hessen,rc . und nach diesem bey dem Ertz-SlifftMagdeburgund Landschaffts-vckeccknr. Erzeugteaus 2 eben 2z kinder, von welchen 1) WolfHildebrand, Cdur,Sächsischer Cammcr- Herr und Hauptmann der Teutschen leib«garde, an. 1691 ohne erben verstorben; 2) Erdmann Wilhelmaber, Chur-Brandenburgischer Hof- und Regierungs-Ralh, wieauch Ober-Land- undKriegs-commissarius in demFürstentbumHalbcrstadt, hat sein geschlccht fortgepflantzct. Seine söhne sindErnst und Johann Wilhelm, davon jener anfangs bey Sachsen «Weissenfels, an. 171z aber bey Cbur-Braunschweig die stelle einesHof - Raths erhalten, und mit erben so wohl als sein bruder er-freuet worden. LlUiy. Llsncckenb. icrijir. xea. 6»-
Gutenberg/ ein geschlccht in Francken, siehe GultenberZ.
Gutensteiit/ ein geschlccht in Vöhinen, siehe Guttenstcin.
GutenzeU/ ein Stifft in Schwaben , siehe Guttenzell.
Gutherius/ (Jacobus) ein berühmter Parlamentscsr zi, Paris, war von Chaumont in Vaßigny gebürtig, und haksich durch seine gelehrten schrifftcn in gutes ansehen gebracht.Denn er verfertigte an. 1612 vier bücher von den zu der Religionund dem Gottesdienst gehörigen Personen, gesätzcn und gebrau-chen der alten Römer, oder -Ze vcrcri jure sionnscio. Solcheswurde zu Rom so wohl aufgenommen, daß der Rath daselbst,zu dczcugung ftiner danckbarkcit, ihm und seinen nachkommen bisehre des Römischen bürger - rechts mittheilte; welches von,demKönig in Franckreich, Lndovico XIII, anfcinrathen der König»lieben mutter, Maria llc Mcdicis, krafft eines öffentlichen patcnts,bcstättiget wurde. Als er in die 40 iahre mit L-lvoc>ren zugebracht,verfügte er sich aufs land, setzte sich zur ruhe, und lag mit grossemflciß den büchcrn ob, bis er endlich an. is;8 starb. Seine übrigenschrifflen sind t cie jure Minium; cie ockZciiz clomus/zuAuckL; enco-mium ckrciigti; ; LKLartiu; msjur, stve lle nrbikL'e rolciLnsz;
es findet sich darinnen viel gcschicklichkcit und grosse lcÄur. dochnicht allezeit ein sattes lind vernünsstiges urtheil; es sind auchseithcro viel von denen stachen, so er kractirt, besser erlauterl m>?bewiesen worden. llc ckripr. rcrum 8.0MLN. *
Gutrere;/ (Johannes) ein Spanischer Jurist um das Mi?9v. Er war von Placcnz gcdürtig, und »llvocirte danveine zeit lang, nachmals wurde ee MeollW zu Ciudad-Real .Er hat verschiedene stachen geschrieben, welche an. 16S1 z» vonin 8 romiz sind zustimmen gedruckt worden. Ein anderer uejesnamens, Johann Gutierez, von Godoy gebürtig, ist ein SM>»scher gewesen, und hat an. 1629 einige schrifften E,
als d pvitwlle iic in i-^Iickniium urjni; cLNss parvos ßü^crsri ;<Zc m^nickrAnlls sizuL nive reckigerLkS LZroto llie eüpurßgtwnU«tzikl. IgistlLN.
Gutmund / von gebnrt ein Teutscher, wiewol einige eiueNFkantzoscn, andere aber einen Jtaliäncr aus ihm machen woucn,empfieng an. to6r von Alcrandro II die Cardinals-wurde, uno oe«saß dabey das Ertz-Bißtbüm von Aycrsa, nachdem erbäume zeit indem Bcnebictiner-kloster s. Leuftedi in der Nonna