die, mit dem rühm einer gar sonderbaren gelchrsamkeit und tllgcndzugebracht, auch ein reiches Bißthum in Eugellanv- so ihm der Kö-nig daseM, Wühcimusl, angeboren, ausdemuth ausgefthlaaenhat In dem 6 rum» bidiwin. »».findet man unterschiedene schrit-ten von ihm, worunter sonderlich die; bücher, so er von dem herl.abendmahl wider Berengarium geschrieben, ihm einen grauen ua-men erworben- Er starb in einem hohen alter an. 1084.
c-/«»r«5. Ne Hcrir. miN'e in e^>iN.
Mt. cp. 78. »»ro». VÄenc. ttir«/. Nick- eccl. i- c. 17- O-/-
Gutta oder Guta/ein befestigter ort in Ober-UNgarn , an derDonau , zwischen Neuhäuset und Comorra, auf der grossen Schüttiiisel gelegen. Zu ansang des 18 >ccui, hakten ihn die Malconten-ten noch mehr roriiNctt; er ward aber an. 1706 durch dckKay-strlichen eillgmommcn. Z/kLn«/. t. r8. rer. tt.ing-r.
Guttenberg / eine Adeliche und theils Freyherrliche familie inFrancken, weiche an. 968 zu Merseburg und an- ic-8« zu Äugspurgden thurnieren beygewohnt. Achat;muste sich an. i;rr verschrei-ben, daß er sich wegen zerstörung seines schiosses an den Ständendes Schwäbischen blindes nicht rächen woice. Gottfried Wilhelmwar an. 1667 Bamberoischer Rath und Pfleger zu Bodenstein.Iohauii Gottfried gelangte an.1684 zu dem Bißthum Würtzbnrg,und an. 1697 bekleidete Wilhelm Ulrich die würde eines Dom-Probsts zu Worms . Philipp Valentin Freyherr von GuttenbergWaran. 1709Dvm-Prodst zu Bambcrg und Chur -Mayntzischergeheimer Rath. »lÄiic. reciiv. u. -c. park. l^cc.
coiir. 8- ». ir;.
Guttenberg/ (Johannes) wird von den meisten vor den er-findcr der blichdrucker-knnst gehalten. Von ftiner anknnffr meldendie stribenten fast insgemein, daß er zu Straßburg gebohren , undhernach bürger zu Mayntz worden; allein Humbracht will, daß eraus dem nunmehro Freyherrlichen geschlrchce zum Jungen ent-sprossen gewesen, sich von seiner wohnmig zu Mayntz Guttenberggenennet, und noch ums iahr 14;; gelebethabe. Erwirb auch ineiner alten Cöllnischen chronick, so an. 1499 in Nieder-teutscherspräche bey Johann Köihoss gedruckt worden, Iuucker JohannGutenburch genennet. Trithemius sagt, daß dieser Guttenberg zuMayntz im Hause zürn Jungen gewöhnet. Es werden sonsten vonihm wegen erfindung ver buchdruckcrey viclerley erzählung ge-macht. Denn die Straßburger, die ihrem Johann Mcntelm die-se erfindung zuschreiben,sagen, daß Johann Genßfleisch solche kunstdem Mentelin abgestohlen, welcher solche dem Johann Änttenbergoffenbaret, der darauf bücher zu drucken angefangen. Allein weilman lange vor Mentelin bücher zu Mayntz gedruckt findet, kau die-sem wvhi nicht also seyn. Den Guttenberg mag wohl LaurentiiCvsteri neue erfindung, da er an. 1440 anfieng bücher aufhöltzer-ncn formen und zwar gantze feiten auseinmal abzudrucken, bewo-gen haben, der fache besser nachzudencken, damit er eine bessereund leichtere art, bücher zu drucken, erfinden möchte. Allein, weiler alle seine haabe bereits daraufgewender, und die sacke doch nichtzu stände gebracht, und es nun an dem war, daß er das werck garweite ligen lassen, verglich er sich mit Johann Fausten, einem rei-chen bürger zu Mayntz, dergestalt, daß selbiger zu fortfttzung deswercks auf halben gewinn und verlust geld herschiesseu soltc, undwurde endlich durch dessen Vorschub die erfindung vollends zu stau-be gebracht. Anfänglich zwar haben sie die duchstaben auf höltzerneformen ordentlich cingeschnitten, und ein worter-buch, c-tnusicongenannt, gedrucket. Weil sie aber auf diese formen nicht mehr dru-cken komm, griffen sie es nachmals subtiler an, erfunden eine art,die formen oder matriccn aller duchstaben des Lateinischen alpha-bets zu verfertigen, und darinnen die buchstaben von ertz oder zinnzugiessen, so viel ihnen von uöthen war. Es hatte aber auch diesesim anfange grosse schwärigkeitcn, indem, da sie die bibel druckten,schon 4020 gülden ausgelegt waren,ehr sie den zwölffccn bogen zu en-degebracht.Da es aberendlich im stände war,gieng alles weit besser,sonderlich als Peter schäffer eine leichtere an von schrifftgieffen er-funden. AlsJohanFaust sahe,daß von dteserkunst ein guter »rollr zumachen, suchte er selbigen vor sich allein zu behalten. Die jache kamwar zur klage, allein, weil Faust mittet hatte, und also einen bes-sern Nachdruck geben kunte, fiele der spruch für ihne miß, und schei-net dieses wohl die Ursache seyn, daß auf den erstgedrucktcn büchernnicht des Guttmdergs, sondern des Faustens name befindlich, weiljener die mitte! nicht hatte, die druckerey für sich fortzufttzen. Wiees mit dem Guttenberg weiter gegangen, und wenn er eigentlichgestorben,kan man nicht finden; es scheinet aber,daß er nachmals inzimücher armuth geledet; wie er den von einigen mit dein JohannGenßfleisch, welcher vor alter gantz blind worden seyn soll, voreinepersv»gehalten wird.Serrarius führet von ihm ein monumcncün,welches in dem Juristen--»»-^» unter derinnern dach-rinne zuMayntz befindlich, von einem »wkeüo^ daselbst gemacht seyn soll,und also lautet i Ivsi-nni ttutrsnd-rACnli !>4c>ßunrmv, cjlli
PNmm omnium lirrer-s ä:re imp^imenciss invenir, kLL srce <lLkoio orbc brne mereml Ivo Iioc taxum pro rnonu-
wtznw pokuir LN. i;o8. sihe den artiml Buchdruckerey.Weilen man bey dem articul Buchdruckerey für gut befundenhat, selbigen ohnverändert zu lassen, und was darin» außzusetzenoder zu verbessern schiene, absonderlich beyzufügen, so wird Nichtungereimt seyn, auch allhier ein gleiches in acht zu nehmen, unddie vorkommende anmerckungen ebenfals, wie dorten, mit zahlenzu unterscheiden. 1 Daß Guttenberg von Straßburg gebürtig ge-wesen , hernach aber gen Mayntz gezogen, meldet auch Wimphe-ungtus, so wohl als die hierüber vielfältig cirirte Cöllnische chronic,Mderlich auch die alte bißhcr nur geschrieben vorhandene geschicht-
bücher, bettn das eine Daniel Specklin , das andere aber einen an-deren unbekannten M'heder hat; es scheinet zwar hicrwider ru strei-ten der Lateinische vers, >0 schon an. 1403 hinter Le» zu MaviK
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^rotoelisrSAmsticos;
Jedoch lasset sich ein solches noch wohl vergleichen, wann Man an-merctct, daß der amor diejer versm sich an den, ende derfelbiqen füreinen A-rantzosen außgidt, der bey Schäster car-ecror geweftn, undzwar zu einer zeit, da so wohl Gultenderg als Faust allberens tovwaren, und also sich leichtlich ohne genügsamen gründ hac einbil-den können, Guttenberg wäre an dem ort auf die well kommen,wo er znletst Sorirt und gestorben; ohne der Poetischen freyheil zugedmckeu , deren sich der sursior bedient baden kan , als deme esnicht so viel um das Vaterland dieser ersten erfinderen, als um ihrePersonen und ersonnene nützliche arbeit zu thun wäre« 2. Daß der
dieser letstern stadt, darin» er seine wvhnung gehabt, stye beyge-legt worden, ist schier nicht zu zweifle», daher sich umso viel destoweniger zu verwunderen, daß einige auf die gedancken gefallen,der,euige Johann MenreliN, welcher die kunst zu Straßburg sollerfunden haben, wäre eine perso» mit Johann Guttenberg, undhalte, als er sich nachwärts in Mayntz besetzet, von seinem wohn-hauß, nach einer in leidigen zelten sehr üblichen gewohnheit, auchNoch den z-»namcn Guttenberg empfangen, und weilen die Mäytt-tzcr mehr diesen leisten - als seinen vorigen und ersten namen Men--telm von ihme gebraucht, so habe er ihnen hierum endlich selbst ge-folget; dergleichen auch sonsten von viel hundert andern mehr ge-schehen ist; worzu noch ftrncrs kommt, daß die stribeNteü, welchedes einten von diesen beyden Meldung thun, den anderen gemeinig-lich verschweigen; jedoch kan man es darum noch nicht für sicherhalten, weil so wohl Mentelin- als seine ehestau, laut unwider-sprechlichen Urkunden, zu straßburg verstorben sind, sie zwar am14-z, er aber erst am i4?8, da er in dem sogenannten sibro puiLumlvorruoru»! (barmn rnan die todten, bey deren leichdegangniß mattdie glocken geläutet, verzeichnet findet) üümwu 8 )osiLEs^i«e^Ilus iMliressor genennet wird.; Eben diese zeit des tods dieses Men-telins samt dem titul l-r^cssor, Drucker / scheinet bey nahem eineprob wider ihne abzugeben und zu erweisen, daß er kaum der ersteerfinder habe seyn können, weil er sonsten zu einem sehr hohen altermußte gekommen seyn, und gleichwol, welches wohl zu bemercken,kein einiges abgedrucktes buch, darauf sein name stuhnde, jemalsgesehen worden. 4 Auß allen obigen umständen siHcmet das glaub-würdigste zu seyn, daß, wie nach denen einmal in Übung gebrach-ten holtzcrnen tafeln des Laurentn Küsters von Harlem und ande-rer mehr, ohne zweifel mehrere leüle, die etwas von dem stechenlind graben verstunden, auf eine bequemere art bücher zu druckenmüßen bedacht gewesen seyn, auch Mentelin unter solche zahl ge-hören könne, wiewo! er in dem übrigen weder der erste davon ge-wesen , noch auch die kunst vor denen von Mayntz in stand gebrachthat. Wer einer noch nicht öffentlich bekannten kunst nachgrübelt,und um deren außfindung bemühet ist, ja mich wohl einigeöbschonNoch unvollkommene proben davon sehen läßt, oder endlich, wer ei-ne solche anderwärts erfundene kunst in seiner stndt zuerst aufbrin-get , der kan von seinen laiids-leuten, die immer für den rühm ihresVaterlands eyferen, leichtlich für den ersten erfinder ausgegebenwerden. Die Buchdrucker-kunst sechsten, ohne weiters zu gehen,gibt uns dieses fals sattsame proben und exempel an die Hand; Mas-sen dann auch die Jtaliäncr einen und den andern Teutschen, ja sogar den Frantzosen Mcolaum Janson, nur weil fle die erfindung zuerst über das Alp-gebürge gebracht, eine zeit lang für die erste urhe»berc dieser kunst angesehen und gerühmet haben. ; Ob ein es-NoMco» auf die in obgemeldtem articul beschriebene art würcklich ge-druckt und ausgegeben worden, wird sehr gezweifelt; das aber istgewisser, daß die dritte durch Faust und Schäffer gedruckte außgab,welche nach den Lateinischen Psalmen Davids von an. 1457 Unddem viirLnci, des jahrs I4;9, erst an. I4öc>zu ende ge-
bracht worden, eben die von dem LLlNollcon gewesen, welche aberso wohl als die beyde vorhergehende nicht mit höltzernen formenoder buchstaben, sondern, wie es noch heut zu tag geschihet, mitzinnernen nußqedruckt ist. S Von dem streit und rechts-Handel zwi-schen Faust und Guttenberg wünschte man einen klareren beweißz» haben, ehe man die fach für gewiß ansitzet. Das von Faustenstochtermann und einigem Nachfolger oder erden in dem gantze»druckcr-werck zu end der mehrgemcldtm inttirueionum all.
1468 abgelegte zeugnuß, worinn Guttenberg schlechterdings, wieFaust, ohne diesem letstern den geringsten vorzug zu geben, für ei-nen der zwey ersten erfinden, dieser kunst außgcgeben wird, scheinetsolches nickt wohl zuzulassen, und machet vielmehr glauben, Gut-tenberg seye vor gäntzlich zur Vollkommenheit gebrachtem werck to-des verblichen, weilen ja andern fals, und da dieser wider seinenwillen nach dem zu stand gekommenen werck auß der gemeinschafftwäre geflossen worden, Schäffer wider seinen fchwicger-vater, jaauch wider sich stlbsten wurde gezcüget haben. vvrmkcm
wllel rom . 47. snn. liirlLu^. L csiron. LjEliLln.
/««-»» öc -Itei-iu« ckron. Lrz. » 18 cr.; -vr/.
c!e orru Lum. ÜÄtzstz. öc in ?LNLZ. LstülinÄdin cNironoZr. Qsrm.; LIHK. cklon.;
Ni<5r. öc memor. 1.8. c. n. Nc rcr. invcnc. f
< 7 occ. Lrt-eL Lnncs<!. iv. I. 6. epit. rct. Oerm. c. 6s. 6- in
Latsl. Lp./crg.; Le-F-F«»«- in curmine cie csicogrLpK. vit. pktt
loL Nick. ^/kog. I. rc. Z7. -i sie kspoßiüpk. WeÄ-rt
tsikskri von llsr buclnPuclcer. siunlr. iolroll. all rcm lic.
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