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fchalls, und Gertrudis, einer Gräfin von Eberstein. Erbrachtees in den Kayserlichen diensten so weit, daß er vor tüchtig gehal-ten ward / die stelle eines Commendanten in der festung Raab zuverwetten; da er dennstch sehr vergnügt erzeigte, als die Türckenin dem begriffstunden, ihn zu belagern, indem er durch eine retoiuc-gegen»wehr seine tapfferkeit der gantzen welt zu zeigen entschlossenwar. Er that ihnen auch 2 monat lang ungemeinen widerstand,biß er sich den 19 sept. des gedachten jahrs wider alles vermuthenrelaivirte, den ihm anvertrauten ort mit sccorll zu übergeben. Weiler nun weder an mannschafft noch andern Nothwendigkeiten den ge-ringsten Mangel gehabt,und der ort hingegen von sehr grosser Wich-tigkeit gewesen, <0 fiel man aufden argwohn, daß es nicht mit rech-ten dingen zugegangen, worinnen man um so viel mehr gestärcketward, als ein Cammer-diener des Bassa, ein gebohrner Schlesier,der zu dem Ertz-Hertzog übergegangen, aussagte, daßseinHerr,der Bassa, rsäcke voll ducaten an 2 Personen überliefert hatte, da-von einer ein mahl - zeichen in dem gesicht gehabt, dergleichen sichunter des Commendanten dienern befand. Es ward hieraufdervon Hardeck nach Wien «mixt und bey seiner ankunfft nebst allenseinen bedienten so fort fest gesetzt, da es denn endlich dahin kam,daß man folgendes urtheil über ihn sprach: er solle nemlich, nach-dem man ihn die Hand abgehauen, und dieselbe auffgesteckt, mitdem sträng erwürget, linderst nach z tagen begraben, alle seineaüter aber coEciret werden; allein der Kayser änderte es derge-stalt, daß ihm den 16 jun. an. 159; der kopss, und zugleich in ei-nem augenblick die Hand abgehauen wurde, nachdem er vorher»eine kleine rede an das volck gethan, und die ihm auffgebürdetever-rätherey von sich abgelehnet hatte. Es ward ihin unter andermschuld gegeben, daß er an dem ort, wo sich die feindliche minirerangehänget,damit man selbige nicht inne werden möchte, die trom-mel starck rühren und die niedergeschossenen werckc nicht hätte rep».nreu lassen; daß er unterschiedliche an pfeilen übergeschossene briefeempfangen, und ohne vorwissen der bcsatzung mit dem fcind vonder übergab gehandelt u. s. w. lllll. üb. 1,4. scllsuxl.
671. in conrin. Lleicl.
Hardegsen / eine kleine stadt nebst einem amt und alten schloßin dem Hertzogthum Lüneburg zwischen Eimbeck und Minden, ge-legen. Hertzog Otto der gnade nahm sie an. i;8o Christoph vonRuslwrp ab, als er seinen bruder Friderich in dem bett erstochen.
Hardenberck/ (1) eine kleine stadt in der NiederländischenProvintz Ober-Mel, an demflußVecht, zwischen Cövorden undZwoll, etwan anderthalb Teutsche meilen von dem ersten und5 biß6 von dem letztem ort gelegen. An. 1708 ist sie, biß aufdie kirche,abgebrandt. (2) Ein schloß und flecken, nebst einer Herrschafft, indem Hertzogthum Bergen, zwischen Elverfeld und Werden gele-gen, welches den Herren von Berensau zustehet. 2--7. r»p. cllc.
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Hardenberg / eines der ältesten und ansehnlichsten AdelichenHäuser in Nieder- Sachsen, deren stamm-schloß Hardenberg imHertzogthum Braunschweig i mcil von Norten aufdemberg Lang-fast gelegen. Es ist zu unterscheiden von dem Adelichen gefchlcchtvon Hardenberg, so vormals in Bayern florirt hat, und vorzeitenvon dem Ritter-fitz Beverstein den namen der Iuncker von Bever-stem soll gehabt haben. Bvldewin lebte an. 829, und war ein vaterBodonis (welcher an. 892 Sieghard von Swanringen erschossen)und Cunonis. Jener hat seinen stamm in Dänemarck, dieser aberin dem Stifft Hildesheim fortgepflantzet. Von dessen nachkommenfind unter andern anzuführen: 1) Hans, der an. 14;; dem Ertz-Nsthoffzu Magdeburg als Obrister gedienet, und das schloß Gie-bichenstein als Commendant tapsser n-fenci-ret. 2) Friderich, deran. 1522 Bischofs zu Brandenburg worden; ;) Christoph, der an.1666 geheimder Rath und Stadthalter in dem Hertzogthum Lüne-burg gewesen; und4)Friderich Assur, deran. 1679 alsLünebur-gischer Obrist-Lieutenant mit tod abgegangen. An. 1714 lebte ei-ner dieses geschlechts als Königlicher Groß-Britannischer undChur -Hanoverischer Ober-Hof- Marschall, und ist er vermuth-lich ein söhn des vorgedachten Christophs oder Friderichs Assurn-
Lkelerr Lmiq.plcgsnf. TieL , sxxLnll. llar 3 ceinbsrglscllen gensLl.
Htzelth. p. r p. 2,9.
Hardenberg / (Albrecht) ein Protestantischer Prediger zuBremen indem 16 seculo, hatte nach der Augspurgischen contcillo»18 jähr seine gemeine gelehret, erklärte sich aber aufeinmahl fürdie lehre des Calvini, führte selbige auch in Bremen ein, ungeach-tet alles Widerstandes, den ihm der Rath und seine LoUcgB thaten.Er hatte sich die gunst des gemeinen volcks, so gar biß aufdie mägdeund andere dienst - hotten erworben, mit dessen hülste er alle diejeni-gen im Magistrat, welche der Augspurgischen cont-tlion nicht ab-sagen wollen, absetzte und verjagte. Endlich bekam doch der Lu-theranerparthey wiederum die ober-hand, und Hardenberg wurdeals ein aufrührischer sacramentirer aus der stadt gejagt. Er hatausser verschiedenen streit - schrifften des Wesselii leben beschrieben.Von den Bremischen »»üblen hat man eines vertriebenen Bremi-schen Bürgermeisters Oillimsri Kenctzelii krevem, ciilucillsm Lc ve-rrmnarrsrioncin, tzeinikiis Lc prog-elluconcroverli« Krem« On. Al-berto ttLillenbergio mokL, oppolltsm rccenki tcripro ejurssm bis-clen-dergi! cle ubiquitsle L c«ns Oomini. Was bißhew vermeldet wor-den , ist aus den schrifften und erzehlnngen der partheylichen fein-den des Hardenbergs hergezogen; Wann man aber die kirche zuBremen sechsten höret, so kommet die fach gründlich also herauß:Hardenberg ist von dem Dom - capitul zu Bremen durch beförde-rung dessen Lcmorll. GrafChristophs von Oldenburg an. 1547rum Prediger in dem Dom daselbst heruffen worden; Als er da
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biß in das achte jähr ohne das geringste Mißvergnügen gestanden,und nnt guter erbaunng geprediget hatte, liesse ein anderer Bre-mrscher Prediger, namens Johann Timann , sonst auch Sote.melck genannt, von Amsterdam gebürtig, ein buch in Latein vondem H. Abendmahl ausgehen, darin» er sonderlich die allenthal-benheit des Leibs Christi weitlaufftiq behauptete, solches auch vonder gantzen Bremischen geistlichkeit unterschrieben haben wolle.Da wegcrte sich nun Hardenberg und mit ihm 2 andere Predigersolches zu thun; Timann aber und seine anhängere siengcn so baldan ihne aufden cantzeln zu verketzern, so daß Hardenberg letztlichkein besseres mitte! fände, als sich zu erbieten mit Timann und an.dem nacher Wittenberg zu gehen, und allda ihre lehre verhörenund untersuchen zu lassen. Als er auch muthmassete, daß seine an-fangs nur schrifftiich dahin abgesandle erklärung von dem gegentheikunterschlagen wurde, machte er sich in dem harten Winter selbstdahin,und erhielte eine schrifft von r>. Joh. BugenhagioPhilippo Mclanchtone, Paulo Ebero, Vebast. Froschelio, kr. Lu.ca und Kl. Sturione unterzeichnet, darin» sie die von jenem inaußdruckunq seiner Meinung gebrauchte Worte: Das Brodt istdie gemeinschafft des Leibs Christi/ ^robirten, seines ge.gentheils Worte aber, welches gesprochen hatte, baß brodt undwein das wesentliche Leib und Blut Christi wären, nicht gleicherMassen gut heissen wollen; jedoch konte darburch die unglücklicheVerbitterung nicht gehoben werden, und das lästern wider Harden.berg horete nimmer auf, ja selbst der gröste theil des Raths und derPrediger, wäre ihm zuwider. Dessen ungeachtet aber waren fürihn einer der 2 Bürgermeistern samt verschiedenen aus dem Rath,insonderheit aber fast die gantze Bremische burgerschafft. DerRath cicirte Hardenberg zu mehrmahlen für sich, worüber sichaber, weil er Dom-prediger wäre, die es»»»-», als über einen ein-griff in ihre H,ris-llK>o» beschwärten; Auch drangen dre städteHamburg, Lübeck, Lüneburg und letztlich der Nieder - Sächsischecräyß-tag, zu Braunschweig an. 1561 gehalten, sehr hcfftig darauf,daß Hardenberg durch das Dom - capitul zu Bremen innert 14 ta.gen aus dasiger Dom - kirche solle weggeschaffet werden. Er zögehierauf auch würcklich ohne Verzug von Bremen weg, hatte aberschon etwas zeit vor diesem cräyß - schluß, als er wegen seiner lehregar zu viel ansechtung erdulden muste, dieselbige lehre, wie er fieaus Wolfgangi Musculi Worten über den 68 Psalmen und über dasig cap. Matthäi, und wie solche so gar auch sein Widersacher Ti-mann vorhero in dem obgemeldten buch mit lob angeführet, auföffentlicher cantzel wiederholet, und nachdem auch aufpapier ge-schrieben , vor der gantzen gemeind an die cantzel angenagelt. Beyseinem ausgehen aus der stadt soll er auch deutlich vorgesagt ha-ben, daß noch ein rauschendes blatt seine gegner jagen wurde. Erfür sich gjenge daraufnach Rastede zu eben diesem Graf Christophvon Oldenburg, welcher ihn vorhero nach Bremen gebracht hatte;Nach 4 jähren aber machte ihn ein gewisser JunckerTido von Kni-pens zum Prediger zu Samwerden; Und als er auch da 2 jähr ver.harret, vocwte ihn der Rath der stadt Emden, welche eben umdiese zeit ihre meisten Prediger durch die pest verlohren hatte, zu ih-rem 8upermrenll-,iten, und behielte ihn 7 jähr biß an seinen tod, deran. 1574 erfolgte. Seiner feinden triumph über seine außtreibungwährete in der that nicht lang. Dann als sie mit Hardenbergs ver-stossung noch nicht vergnügt, auch den Prediger Antonium Gre-venstein und andere, so die gleiche lehre geführt, von ihren dienstentrieben, und bald hernach gar den Bürgermeister Daniel von Bu-ren und übrige Reformirte Räthe entsetzen wollen, und zu dem end^-»6^ ausgehen liessen, daß bey Verlust des bürger-rechts kei-ner sich zu Hardenbergs lehr bekennen, noch dieselbe vertheidigensolle, versammlete sich den 19 jan. an. 1562 der gröste theil derbürgern, begehrte die auffhebung des obgemeldten k^Uses, sowohl als die wieder-cinfttzung Grevensteins, welchen ihren Pre-diger und Seel - sorger man ihnen wider ihr wissen und willen ge-nommen , und daß vielmehr einige Prediger von dem gegentheik,welche in dem schelten und verketzern so gar keine maaß noch zielhielten, möchten weggeschaffet werden. Es wurde hierauf durcheinen zwischen dem Rath und der burgerschafft aufgerichteten ver.glich das erstere bewilliget; und als die schon angedeutete Geistli-che, welchen man in dem verglich noch verschonet hatte, auch hier-wider sehr starck schrycn, und die verglichs- articuls für ketzerischvon der cantzel schalten, mußten auch sie den abscheid nehmen. Ammeisten aber war zu verwundern,daß sogar der einte Bürgermeisterund die meiste raths - gliedere, welche so sehr wider Hardenberg unddessen lehre gewesen, ob ihnen gleich niemand zu schaden begehrte,nach allbereits gestillten Händeln von sich selbst aus der stadt zogen.
ciererlien KcÜAlons-moruulN. ^
Harder/ (Joh. Jacob) ein berühmter ^icu-, wurde den 17sept. an. 1656 zu Basel gebohren. Sein vater wäre Joh. Conrad,anfangs Stadt - schreiber und Oepur-r, hernach aber des Rathsund Dreyerherr dafelbst, ein mann von fürtreflichem verstand, ge-sundem )uciic,o und grosser Staats - erfahreuheit, welcher nebenseinen wichtigen amts - geschafften auch in unterschiedlichen an-sehnlichen gesimdschafften dem vatterland mtt lob gedienet. Alsdiefer sein söhn schon in dem irten jähr (welches sonderlich damalsetwas rares wäre) in den sibum Nu-tiowrum recipwt wurde, undzu gewöhnlicher zeit auch den grssum klsMcrii erlanget hatte,legteer sich so bald unter anleitung des berühmten Banhins und Gla-sers aufdas und wurde nach einer inFranck»
reich der/mLtnmie und cwrurZie halben gethanen reiß an. 1676OoÄor mctzicinL. Man liesse ihn hierauf nicht lang k-rivmim leben,sondern beförderte ihn nach und nach von einer academifchen eh-ren-stelle zu der andern ; wie er dann an. 1678 die rrolcilltzkslsricR, an. : 68 L rk/sic«, an. 1687 21m- öc »„»nie«, und