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4N 170; ^eäicia« chli-oredic-e erhielte. Schon an.16?; wurdeer in das coiiegium r»ie<ticum aufgenommen ; Inzwischen hat erden vecsiimum I-Küoiopli. einmahl - den L-Ltorarulu aber dreymalversehen. Es suchten auch fremde Universitäten seiner zu geniesstn,weswegen er an. iü8z als ein mit-glied der academie n- «.icovrsriZu Pavia und an. 1687 unter dem namen i^o»iz der »caN. 8. n.Imp. n-tturL Luriosorum coopcirt wurde. An. lSy4 wurde er vonKayserLeopoldo zum Lomile?stLti„o erkläret. Seine pr»xiz, wel-che er vortreflich verstünde, wäre die ursach, daß er auch an vielengrossen Höfen beliebt wurde; Schon an. 1682 ersähe ihn derMarg-grafvon Baden - Durlach zu seinem Leib- bi-g-co, und nahm ihnan-1707 so gar zu seinem Hof- Rath an, welche zweifache ehr erebenfalls an dem Würtembergischen Hos genossen. Er wurde fer-ners Leib-Klcäicux des Grase» von Leiningen an. 1701, und an.170; des Land» Grass von Hessen- Cassel, Christiani Augusts Her-tzogs von Holstein und Bischosss zu Lübeck , wie auch endlich Ioh.Reinhardt, Grafen von Hanau . Er starbe allbereics in seinen be-sten jähren an. 1711 an einem ; tagigen fieber mit Hinterlassung2 von 8 söhnen und z von eben so viel löchtern. Von ihme sind nebsteinigen UiiiLiracione» auch verschiedene c„r>»lLobli:rvLrioni:s in denwiiceilLneis »sr. curiolor. zu finden ; weiters sind bekandt sein ^piL-
rium in 4 ; I-roctromur ?k>lio!ogicui „LrurLM explicLns kumoruüinurririoni ^ ^cnerscioni UlcLruruni in 8; LxLmcii Lnrtoinicuni cvcli-
lece rcrreckr. Lc. Er hatte 2 brüder , Hieronymum und Nicolaum,welche beyde in ihren ckuciiis ebenfalls schöne protcüus gemacht;Jener, so an. 1648 den iSsept.z» Basel das licht erblickte, legtesich nach Ldloivirten innnLniorivus aufdie «büoivßie, übte sich aberfürnemlich in den Orientalischen spraachen , und brachte es da-rinnen so weit , daß er nach Leyden, erstlich zum Urotcüorc bono-isrio, nachgehends aber zu der v-of. iingusi-. OliLnkLi. beruffenwurde; Er war auch willens selbige anzunehmen, zuvor abernoch eine reiß in Arabien und Persicn zu thun, um solche spraachenaus dem gründ zu erlernen, und sich die bcn ihnen übliche rebcns-art sechsten bekandl zu machen; Er begab sich auch würcklich aufden weg, und käme biß gen Constantinopel; Der tod aber wieseihm eine andere straffe, und forderte ihn mitten in seinen gelehr»tenUnternehmungen durch ein hitziges fieber der weit wiederum ab,woraufsein cörper an gedachtem ort sehr ehrlich begraben wurde.Seine .vwnulcr-pr- sind nach seinem tod der bibliothcc zu Basel vcr-ehrctworden. Nicolaus sein noch lebender bruder, )u7. mriu^^eDvÄor, bekleidet dißmals die hohecbL^ eines Obersten Zunfft-meisters in seinem vatterland. *
Sarderwick oder Hardebonas / ist eine kleine stadt in Gel-dern. Sie ügt in der Dclaw an der süder.-see, 6 meilen west-wärtsvon Dcvcnter. An. 1229 ist sie von Ottone llI, Grafen von Gel-dern, zu einer stadt gemacht worden, und GrafRheinold von Gel-dern hat ihr hernach von dem Kayser Rudolpho I die muntz-gerechtigkeit zu wege gebracht. An. brannte sie von gründaus bis auf wenige Häuser ab, ist aber nachgehends wieder aufge-bauet , und weit vestcr und schöner gemacht worden, als sie zuvorwar. Sie ist zimlich wohl bewohnt,und hat eine Universität. Q,»>-
Lc>Z. <te rcp. blLnl. p. 4 t'. »7, 2c//cx» copogr.
»irc. Lurguntl. p. 85.
, oder Hardicnut/ siehe QEU1U3.
^arding/ (Johannes) ein Engelländcr, welcher sich indemi; l--uio so wohl in Waffen als schrifften hervorthat. Man findetverschiedene werckc seiner arbeit, als eine chronick in 2 büchern; Uc
tubmNkione regum 8coria:; Ucscri^cionem 8cvciL,L:c. öc Icrchk.
tzarding/ (Stephanus) der dritte Abt zu Citeaux , war eintzngelländer, und zu Shirburn in den geistlichen stand getretten.Er wurde in Schottland,und von dar in Franckreich geschickt, wo-selbst er verschiedene jähre studirte. Von dar that er eine reisenach Rom ; »ach seiner rückkebr aber wandte er sich nach Cluni,und weil er einen cifer zu reformircn hatte,gieng er nach Molesmc.Wenige zeit darauf gesellet«:» sich einige andere geistliche Personenvon gleichem eifer zu lhm, giengen mit einander nach Citeaur, undlegten den ersten gründ zu selbiger Versammlung, aus welcher soviel berühmte leute entsprossen sind. Er wurde an. 1109 der dritteAbt,und versammlet«: an. mü das erste gencral-capitul, pukbc.rteauch an. n 19 die co,iiHrur,oneL der Cistcrcicnser, unter dem titul:
ciiari»,,';. Er starb in grossem ansehen den 7 apr. an. 11;;,nachdem er einige zeit vorher die würde eines Abts fahren lassen,und i; klöstcr seines ordcns gestifftet hatte. Es werden ihm ver.schiedene wercke zugeschrieben. Als: exkorr-rionum pri-
var-umm 3ci monLckos ; virm monLliic».' ritt,;, utus Ac.in tlitc. isnA. vics cicx komme; iUulii'. cie QiceLux. cle
Icript. Ln§>. 6sII. ckrick. v'/scl, bibl. Qilterc.
i» 211Ä.
^ardioleben/ ein schloß nebst einem dorff und amt in Thürin-gen,an der Lossa, gehöret zum Fürstcnlhum Weimar. Vor altcrswar es den Grafen von Orlamünda, nachgehends haben solchesdie Landgrafen von Thüringen bekommen. An. 1548 hat esWolfMulich als ein rckler-gut besessen, und in solcher qualität ist«s an. i;8; von Wilhelm Curt Mülich an Hertzog FriedrichWilhelm von «Lachsen verkaufst worden. Es ist zwar darnachwieder verkaufst worden, aber mit dem cinlösungs-rccht, dahcro cSan. 167; wieder völlig in Sächsische possem»., gefallen.
Äarduinus / (Dionysius) von Gent, war äu-ürcurj,, Flan-dern , wie auch obrister Schöppc in Gent, und von grosser gclehr-sa«nkeit,ob er gleich bey seinem leben wenig <-uiret. Er starb im jan.an. I S»;. Man hat von ihm einen Uc nobUir-r-, nebst ver-
schiedenen andern, als äsmsMrsnbu5 klLnilr!«; p^kslkm ceprovincislis ; cie cLncellrrÜL LurgumilL Lc. die er interlassen. ^»,/xeL bibi. LeiZ. " "!!»
^arfleur / lat. »-rUevium, eine kleine stadt in der Normal-in dem landlein Caux, bey dem ausfluß der Seine, ; meflen 2warts von Honfleur , und ohngefähr 2 ost-wärls von Lavr^Grace gelegen. Sie ist anjetzo in keinem sonderlichen ansehen Misie keine grosse schiffahrt haben kau, und über diß Ham I Lden Handel an sich gezogen hat. Gleichwol ist sie in der Englische »Historie berühmt, weil sie die erste stadt war, welche der sieamchHenricus V aus Engelland in Franckreich angriff, und km voder schlacht bey Azincourt eroberte; allein an. 1692 ist sie dMdie Niederlage, welche die Frantzösische flotte unter dem TvmMvon den Enqell-und Holländern unter dem Admiral Ruffel be»dem vorgebürge Harfleur litte,noch berühmter worden. "
harigunda/ des Königs Clotarii I aus Franckreich qemMnSelbiger hatte sich schon mit dieser Harigundä schwestergunda vermählet; als aber selbige von ihm back, er möchte simschwester an eine vornehme Person von seinem hofverehlichen,»».langte der König die Harigundam zu sehen, da sie ihm denn so lie.benswurdig vorkam, daß er sie ohne eintzige weitiäuffigkeit selbste»heyrathete. Ber, seiner rückkunfft sagte er zur Jndegunda, er halteihren willen erfüllet, und weil er keinen vornehmem finden könnenals sich selbst, hätte er sie auch genommen; wie er denn Chilpechcum mit ihr erzeugte. D,xs». 1.4 c. z.
^arimedewat / siehe Amadabat.
^armgus/ (Slfndt Synnama) war aus Frießland gebiM,wurde Ooetor und?--okcssorM,szu Cölln,und hernach Kaystrlicheecammer-gerichls-LULssor zu Speyer . Er hat verschiedenes geschrie,ben/woruntel! Mich öeclär-LNones riruIorumucnu^ULjul-ü.L^fnti?^/--r lci-ipt. bris. LclZ.
^ariri/ oder mit seinem völligen namen, Abu Mohammed/-> Rüsem/l M All/k» Mohammed/kU. Othman/-«Harlri/ein lehr berühmter Arabischer scribensist gebohren in Basic«,einerstadt in Babylonien , tt-Z- 446, d. i. an. Chr. 1054, undieblmdenen zecken,da die «tuM» bey den Arabern ungemein 3 o,irten. Er >hat geschrieben xi3icLm2r oder c:onn-gus, gn der anzahl ;o, welchesallerhanderzehlungen und niorsiische Uiscourssind, vonssvielbe»rühmten städten her genannt, darin» der äurkor dilchtet, Laß er al-lenthalben einen alten, klugen und sehr erfahrenen mann, wit na-menAbuSaid/angetroffen,welcher durchgehends trefliche mm-n.sehe reden gehalten. So wird der erste comessu; xsnsn-iiL von derHaupt-stadt des glückseligen Arabiens,Sanaa , genannt, ist von Er«lio mit einer Lateinischen Übersetzung zu end QrLmm.Lrsb.TH.Erpcuii heraus gegeben worden. Der Lurkor hat diesen umschnieiffgebraucht um desto sicherer und frcymülhiger die lasier seinerzeitzu bestraffen; Es wird dieses werck für ein muster der Arabischenwohlredenheit und zicrlichkeit gehalten; es pflegen auch die Ara-ber in Asia und Africa den studirenden kein buch so viel zu r-cvm-llien-ilrcn, weil darinn ber gantze reichlbum und prox-ieräi ihrersprach enthalten; dahcro auch darüber sthr viel Araber c°wEtirt haben,als: Li Schirasi,->i Schariri und andere. Golms mulh-masset, es seye eben dieses buch, welches die Rabbiner ^-»bb-wilijkkici ttsrir, nennen, und von Ch«msi in das Hebräische istübcr-setzet worden; wormit auch übereinkommt, was in kwimck. n-b-bin. Nuxro-Ii, berichtet wird: es seye ziemlich diß werck ss wohl inArab. als Hcbr. sehr -ioqucnr; Cbariri habe den poetische»des Alcorans ausgetruckt, Eharisi aber habe dessen woklredenheitin Hebräischen vcrscn noch übertreffen; es werde sonst auch aufHebräisch Kcmon, genannt. Es hat dieser LuMm auch die rciMerrarionen verfertiget den rcichthum der Arabischen sprach ;uzeigen, in deren einer alle Wörter ein Scbi,,. in der andern aber alleein 8-n haben. Er starb an. »cZ. 919, oder nach anderer bericht916, d. i- an. Chr. 1122. (?->/. ; Spcc.; biblioili.
Oricni. *
^ariulphus / Abt von 8. Peter zu Arburg in Flandern , stachan. 114;. Er hat virLis L.LrnuIpbl und Qcrvini II, LboLtirLlic».burxcnlis, geschrieben, Llciex«, üb. 4 snn. tit,. r Iilü. bst.
bibl. kelg.
^arklcp/ (Andreas) war ein gebohrner Schottländcr,Manfangs ein Ritter, nachmals conttsbic von Carlisle, und endlichGrafvon dem letzt-gcmeidrten ort, nachdem er in dem kriege, wel-chen der König von Engelland, Eduardus II, wider die Baronenfeines Reichs führen muste,an. izardcn Grafen vonHerefvrdge-tödtet,und den Grafen von Lancastcr, nebst unterschiedenen andernLords, gefangen genommen. Gleich das folgende iahr i;a; warder überwiesen, daß er,in Hoffnung einer vortheilhafftlaen heyrath,mit den Schottländern wider den gemeldeten König sichm B"-mc traetatcn eingelassen. Weil nun ohne dem die zwey Spencers,welche damals an dem Englischen Hof das meiste zu siigen hatte»,sein glück beneideten, so kam es dahin, daß man ihnxr-cUrte ( dergleichen vorher in Engclland noch nicht geschehenwar) nachmals aber, als einen verräthcr, nach dem richt-platz vonLonden schleiffce, daselbst aufhenckte, und endlich viertheM.
/„)/. 0 /^»^/. vol. 1 p. rc> 7 , 288 - ; 6 o.
^a.rlay/ist eine fthr alte familie in Franckreich. Ihr msvEist eben so gar klar nicht. Einige sagen, sie sey aus EngellM ent-sprossen. Andere hingegen, wollen aus den alten öocum-nim oHäupten, es habe selbige von der stadt Arley, in der krsnch«^gelegen,ihren namen,welche anfangs zu diesem Hause gehorüM,nachmals aber an das hauß Ehalons gekommen stv- So v'ch'i