Band 
Zweyter Theil
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zu lasse», vergoß es den eestern dergestalt, daß er einen aufstanderregte. Aber Henricus wäre ihm zu mächtig, und als er densel.den rn seme gemalt bekam, setzte er ihn nach Giebichenstein gefan-gen / gab auch nicht allein desselben, sondern auch seines bruders«»theil an andere. K) An. i°?z ließ derKayser seinen ältestensöhn Henricum zum Teutschen König wählen, und gab dem jüng-sten , Conrado, das Hertzogthum Bayern, nachdem er dasselbeConrado, der mit den Ungarn in Verständniß lebte, genommen, l)Im jähr 10;; wurde er nach Italien zu gehen genötyiget , weilder unruhige Gvzzelo von Lothringen , so'sich aus der gefangen,schafft zu Gieblchenstcm loß gemacht, daselbst neue Händel machte,und sich an dre Gräfin von Thuscien Beatricem verhevrathete.Nachdem sich derKayser über ein jähr in Italien aufgehalten,nahm er gedachte Beatricem mit sich nach Deutschland , begna-digte aber doch Gozzelonem, und gab ihm Ober-Lothringen wie.der, m) starb aber kurtz hernach den ; oct. an. io;6 zu Bothseldin Nieder -Dachsen.,") Seine erste qemahlin war Cunzelindaoder Kunigunda, Königs Cannti in Dänemarck und Engellandtochtcr, die er noch bey des vaters lebzeiten an. io;ü geheyralhetharte, o) die aber zwey jähr hernach in Italien an der pest starb,nachdem sie ihrem gemahl eine tochter gebohren, die hernach Aeb-tißin worden, p) Hierauf heyrathete Henricus III zum andernmal an.104; Agnes, eine tochter Wilhelmi V, Hertzoqs von Aqui-tanien, g) mit welcher er zeugte 2 söhne, Henricum IV , der ihmfolgte, und Conradum, Hertzog von Barern; und ; töchtern, wor-unter Judith mit dem König Dalomon von Ungarn , Mathildisnut Rudvlpbo, Grafen von Rheinfeld, Hertzog von Schwaben ,Itha aber mit Leopolds IV, Marggrafen von Oesterreich vermäh-let wurde. ( 2 l-Vr/t'o vit. cüvnrastj 8s>. acl an. loro s>. 4-zr öc all an.1028 0.4;6- > 430 . ap. in anriguir. 6os-

lar. >. 1 p. ;8 conk^lli^loms ibicl. g<Z an. 1049 Lc »iplomata sp.in anri^uir.krunlvic p. 117,229 A omnino p. 2,4. (l> <l. z> 4z6.

e^>. a». Zs red. ttlrrajeÄ. p. .89. (c Ä-

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l. 2 c. 8f. Lo»tt. all an. iv^. (lc 8r^es>ctt. all an. 1044 ier;g.

Lo-rr^. all an. 2048. all an. 104; feqq.

all an. 246. (! all an. ioi;. (m L-r»rK. 8-^4/»^. all

an. !c>;6- (n co»tt». Oo-rtt. L: Lk4tt4». 8ctt. all an. loch. Otto

!>,/. !. 6 c. zz cont. Kttseoc» annai. Qoslar, all ll. a. (0all rn. !or6. ^r//-o in vic. Oonr. 8al. all ll a, (p ^,/>/>o all rn. loch.(0 LelM. Oo^r^. tte/llaK». Lamdell. all an. 104z.

Lott all an. ,044.

henricus I V, der ältere und grosse zugenannt, wurde den 10nvv. io;o gebohren, und bey lebzeiten seines vaters Henrici desschwarten an. io;z zumTeutschcn König erwählet,(side den vor-hergehenden articu! Henricus Ilt.) Sein vatcr starb, da er kaum6 jähr alt war. Seme mutier Agnes erzog ihn hierauf sehr wohl,und führte an seine'stadt die regicrnng biß an- ioür mit grosserklugheit, worbey ihr BischoffHenricus von Augsburg, und Otto,Hertzog von Sachsen an der Weser, am meisten zur Hand giengen.Aber einige neidische Fürsten bemühcten sich das regiment an sichzureisscn, und den jungen Printzen von der Kayserin zu entführen;Daher ihn der Ertz - BischoffAnno von Cölln bey Speyer auf einlust-schiff, so auf dem Rhein war, lockete ; so bald aber der jungePrmtz daraufwar, stießen die schiff-leute vom land, und führtenden ^nutzen weg. Dieser besorgte etwas ärgers, und sprang des-wegen mitten in den Rhein , worinncn er auch würde ertrunckenseyn, wenn ihm nicht Marggraf Egbert von Sachsen nachge^sprungen wäre, und ihn mit äusserster gefahr wieder in das schiffgezogen härte. Seine mutter nahm sich solches dergestalt zu ge-müth, daß sie darüber nach Italien m ein kloster gieng. Jene brach-ten ihn unterdessen nach Cölln , und setzten ihn daselbst anfden Kay-serlichen thron im i z jähr seines alters'. Er wurde hierauf von An-none sehr übel erzogen ; insonderheit aber verleitete ihn der Ertz-Bischoff Adelbcrtus von Bremen zu allem bösen, da er indessen dengrösten antheil an der regierung hatte, solche aber nur nach seinemeignen Vortheil führte. Denn er suchte sich in seinem Ertz » Biß-thum gantz louverain zu machen, und alle Grafschasscen darinn ansich zu bringen; dahero er den König zu vielen verschenckungen derllomllncn beredte, bloß um diejenige, so ihn in seinen ablichten hin-dern tönten, zu befriedigen; wodurch aber dem Reich unsäglicherschaden geschahe.Dieses verfahren des Adelbcrts bewog dieNeichs-Stände, daß sie auf einem zu Tribur gehaltenen convcnt Adclber-tum vor einen ftind des Vaterlandes erklärten, auch Henricv zured-ten, daß er denselben von sich ließ, wiewol dieser schon selbst seinerVormünder müd war, und kurtz vorher, da er im 15 jähr seines al»ters wehrhafft gemacht worden, den Ertz-Bischofs Annonem zuCölln erstechen wollen. Sonst ist unterHenrici vormundschafft auchmcrckwürdig der streit zwischen dem Abt von Fulda und dem Bi-sthoffvon Hildcsheim, wegen der ^«c-ll-nr, dadurch in der kirch?u Gvßlar am Psingst-tag in gegenwart des Kaysers ein grossesbiut-vecqiessen erregt worden, (sihe auch Fulda .) An. roüs gleichnach der abstkung des Adelberti heyrathete Henricus eines Italiä-nischen Marggrafen tochter Bertbam, ward ihr aber gar bald uber-drüßiq, und suchte wieder von ihr geschieden zu seyn. Damtt ernun solches desto eher erhielte, trat er dem Ertz-Bischoffzu Mayntzden zehndcn in gantz Thüringen ab, welcher hieranfkein bedenckentrug die ehescheidung für recht zu erkennen. Doch es hinderte solche

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".E allein der Pabst, sondern es wurden auch die Sachsen wegenves an Mayntz »berlassenen zehenven unwillig. Und weil diese ohnedem schon seit Henricv III , der Königlichen familie nicht kavm ,l>r«ke», Henricus I V aber ivlche mit gemalt bezwingen wolle, und zndem end mchl ^ allem beständig in Dachsen , und insonderheit znGvßlar hofhielte , londcrn auch hin und wieder festiingen anlegte,und solche mtt gebohrnen Franckcn besetzte, so ward d-e gantze ->a-uon ichwmlg. Hierzu kam, daß, als Bernhard der Hertzog znSachse» an der Nteder-Elb inzwischen starb, seine beyde söhne Or-dulphus und.yecmännus dessen lande aus eigener amlioricat theil-ten, welches aber der Kaysi-r nicht leiden wolle, und des inzwischenverstorbenen Hertzogs Ordulphi söhn, t^a^nu,,,, lus gesängnisisetzte, um ihn zu zwingen, nicht allein das Hertzogthum, sondernauch seine »>!->ll,a m dem Lunevurgischen abzutretten. Deßgleichenwolte der Kayser auch Ottoni von Göttingen, Hertzog zu Sachsen (weil solcher noch aus Henrici äucup» stamm, und ihm daher sehrgefährlich war, auch alle mißvergnügte sich an ihn hiengen) dasHertzogthum Bayern, so demselben die verwittidte Kayserin Agnesgegeben hatte, nicht lassen, und damit er einen vorwand habenmochte, ihm solches zu nehmen, bestach er einen, namens Egino,welcher denselben anklagte, als hätte er den Kayser wollen hinrich-ten lassen, auch sich erbot, «dessen gewißheit durch ein llu°i zu bewei-sen. DerKayier bestimmte hierauf an. 1070 den r aug. daß Her-tzog Otto zu Gvßlar erscheinen, und daselbst sein recht durch einenkampss mit seinem aegentheil ausmachen solle. Allein weil bieferes leinem stand verkieinerlich zu seyn achtete, sich mit einem gerin-gern einzulassen, und also nicht erschien, wurde er deshalben, alsein der Kionie »verwiesener, in die acht erkläret, und dahero genö-thiget, sich in Sachsen zu reririxen, um daselbst schütz zuhaben.Henricus aber gab das Hertzogthum Bayern Welffoni,'einem vor-nehmen Herrn aus dem alten Welfischen hauß, daraus Ludovicigemahlin schon herkam. Alle diese Ursachen brachten endlich dieSacbsischeFürsten und Prälaten zu einem allgemeinen Mißvergnü-gen, daß sie sich sämtlich wider den Kayser zusammen schlugen, undvon ihm öffentlich durch eine Gesandschafft degehccen, daß er die inSächsin erbaute festiingen llsn,.,ureii, dasjenige, was er benSäch»sischen Ständen genommen, wieder hergeben, ihre freysten unge-kränckt erhalte», nicht beständig in ihren Provintzen residiren, diefremden diener ulid coneubine» wegschaffen, sich a» einer gemcchlinbegnügen lassen, den zehenden, welchen er dem Ertz - Bischofs'vonMayntz zugesprochen, abstellen, und ein bessers leben führen solle;oder widrigen falls wollen sie ihn bekriegen. Weil aber derKay-sir sich zu nichts erklärte, hielten die Sachsen und Thüringer an.107; einen eigenen land - tag zu Nokmesloven, beschlossen daraufden krieg wider Henricum , und überfielen ihn in dem schloß zuHartzburg ohnfern Goßlar unversehens, daß ergenöthiget wurde,sie durch freundliche und angenehme Versprechungen zu besanffti-gen, biß er und seine Hofleute ein mitte! fanden, heimlich davon zukommen, woraufdie Sachsen das schloß belagertcn.Henricus,wel-cher sich nach Hirschfeld rsririressammlete hieraufeine armee,konte.aber wenig volck zusammen bringen, weil die Schwaben , Bayrer,Lothringer und andere ebenfalls nicht iraueten, sondern befürchten,Henricus möchte nach bezwingung der Dachsen auch mit ihnen soverfahren. Zu allen diesen unruhen kam auch der Pabst AlexanderII und cir-rte Henricum, weil er dic Bißtbümer nur nach geld undandern ungleichen ablichten meist an schlechte, untüchtige leute ver-geben, als einen der llmonie schuldige», nach Rom , um davon re-chenschafft zu geben. Nun starb dieser Pabst zu allem glück fürHenricum kurtz darauf, und nach dem der Kayser an. 107; auf ei»nem Reichs-lag zu Oppenheim seine fehler, die er in seinen jungenjähren begangen, «-xcullret, und versprochen, sich hmführo besseraufzuführen, auch inzwischen eine armee zusammen gebracht, undsich auf den Dächsischen gräntzen gelagert, so kam es endlich umdie fast-nacht an. 1074 zum frieden, und zwar unter folgenden de-dingungen: daß der Kayser die mauren von denen aufdem Hartzerbauten schlössen! Hartzburg, Wigantenstein, Sassenstein, Asen-berg und Heimdurg niederreißen, das Reich durch einheimischeRäthe regieren,nicht allezeit in Sachsen residiren, und endlich auchkeine gelegenheit sich zu rächen suchen solte. Allein weil der Kayseran Hartzburg nur die mauren nmwerffen ließ, und sonst vielleichtmit der exLcurivn des friedens verzögerte, brachen die Dachsen den-selben, steckten den Kayserlichen pallast zu Hartzburg an, plünder-ten die kirche, gruben dendaselbst begrabenen Kaysirlichen Printzenaus, und hauseten gar übel. Dieses nöthigte den Kayser,daß er an.107; einen grossen Reichs-tag nach Bamberg ausschrieb, aufwel»chem er vorstellte, wie die Sachsen mit ihm umgiengen, auch einegrosse armee von Schwaben, Bayern , und Lothringern zusammenbrachte, wormit er wider die Sachsen anzog, und sie den O um.an. i°7c an der Unstrut bey Neustadt gantzlich schlug- ,Die Sack"sischen Stände musten hieraufinsgesaml aufdem Reichs-lag zuWorms vor dem Kayser fußfällig um gnade bitten, welcher die vor- -nehmsten Häupter gefangen sitzte, die geschleiffte ftstiuigen wiederaufbauete, und seinen söhn Conradum an. 1076 zum König wäh-len ließ. Doch dieses glück währte nicht lang. Dte Sachsen nah-wen ihre zuflucht zu dem Pabst Gregvno VII, sonst Hildebrandgenannt, welcher auf einem zu Rom an. i°?> gehaltenenii» die Verordnung seines vorfahren wider dlelimomeerneuerte,und befahl,daß alle verehlichte und durch weltlicheFursten mv°a,cheBisiliöffe abgesetzt werden sollen, auch diesem befehl zu folg unter-schiedliche Teutsche B-schöffe verstieß, und seme legalen zu demKavsir nach Gvßlar schickte, mit befehl, die gefangenen Sächsi-schen Visthöffe wieder loß zu lassen, die,enigen aber, so aufbemeld-tem conciii» verdammt worden, abzusitzen, und dann vor seine Per-son auf den fasten-somitag nach Rom zu kommen, um daselbst vonll theil. Dyvv «A