Band 
Zweyter Theil
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wurde er schon damals sehr berühmt, dergestalt, daß der PabstDamasus in verschiedenen schwären dingen ihn zu rathe zog -> wieer hingegen in der damaligen Archen'trennungzuAnttochla, daMeletus, Paulinus und Vitalis sich desselben Biß hums zugleichanmaßten, an Paulinum allein hielte /weil Damasus dessen wählqebillichet hatte. An. ;?8 machte ihn Paullnus, Bischoffvon An-tiochien / zum kre-bycer, welches er auch mit diesem beding an-nahm , daß er an keine gewisse Arche gebunden wäre, auch nichtgenöthiget würde, sein einsames leben zu verlassen, welches er, wieer an den Pammachium schreibet, deßhalben angenommen , daßer die sündcn der jugend beweinen, und GOtt zur barmhertzigkeitgegen sich bewegen möchte. An. M gieng er nach Constantinopel,um Gregorium ktsriLnrcnum daselbst zu hören. Als Paulinusund Epiphanius an. ;8r durch Kayserliche brieffe nach Rom be-ruffen wurden, nahmen sie Hieronymum aus Orient mir sich da-hin. Daselbst lebte er gantzer; jähr bey Paula, einer vornehmenund frommen > und erhielt grossen rühm, weßhaloen ihnDamasus zu seinem SccrciLrio machte, wie ihn dann auch allesvolck und die gantze ci-rlsen anfänglich des Römischen siuhis wür-dig achteten. Als aber Damasus an. ;8-; verstorben, muste ervon den anhängern des Origcnis viel ausstehen. Denn weil cr dieboßheit der ci-rssey in feinem schreiben an die Eustochium nachverdienst entdecket, und sonst nicht nach derselben sich richten wol-le, so bekam cr nicht allein keine besvrderung, sonder» wurde „ochüber dieses verlästert, als lebte er mit Paula, Melanin, Asella,Macellina, Fclicitas, Bläsina, Rufina, und andern weibern, wel-che er in der gottesfurcht fleißig unterrichtete, in verbottencr lieb?.Darum machte er sich aus Verdruß von Rom weg, setzte sich mitseinem bruder Pauliniano zu schiff, und segelte in Covern, allwoer von Eviphanio aufgenommen wurde. Von dar gieng er nachLlntiochien, und wurde mitten im winter von Paulino nach Jeru-salem gebührt, allwo er selbst bekennet, daß er viel wunder geäst,en.In dem folgenden jähr gieng er in EgYPten, besuchte einige kloster,und hörte zu Alerandrien Äidymum; allein, weil er sahe, daß dieMünche daselbst mehrentheils dem Origeni zugethan, gieng erbald wieder in Palästinam, begab sich in ein klouer zu Bethlehem ,lag den stndien «ehr emsig ob, schrieb ,ehr viel bücher, und unter-richtete viel vornehmer leuten Ander, die ihm zugeschickt warcn ;wie er denn auch so berühmt war, daß er fast vor ein "^cui in der»licoloßie gehalten wurde. Insonderheit ließ er «ein.:, fleiß in ütts-legnng und Übersetzung der heiligen schnffc, auey ausbesscnmg derschon vorhandenen Übersetzungen sehen, durch welche arbeit er sicheinen grossen »amen gemacht. Er schrieb auch wieerVigilantium,(den er osstmals spotts-weise l>.rn>uLnr,u,» nennte) Iovmianumund Pelagium , welcher letztere deßhalben eine versolg.mg widerihn erregte. Nicht weniger bekam er mit seinem alte» freund, demRnsino, und mit dem BischoffJohanne von Jerusalem , wegendes Origenil'mi strcitigkeilen, und ob gleich Theophilus ^XLI,^rinur sie wieder mit einander aussöhnte, währte es doch richtlange, sondern, weil Hieronymus allzu hitzig war, sclstuw solcherstreit zu grossem ärgernis aus. Er hatte auch mit Augustino eini-ge h»st'"en von dem Ursprung der seelcn, und sonderlich wegen sei-ner neuen Übersetzung der Bibel aus dem Hebräischen gründ-tert,welche Augustinus , der kein Hebräisch verstünde, und al<o gern beyder alten vo-iiou und den 70 Dollmetschen bleiben wolle, zimlichmißbillichte, worüber ihme aber Hieronnmus scharffgenug geant«wertet, und deine seine schlechte wissenschafft und frevel, nci, allzugrosser fachen zu unterstehen, wie auch die begierde, sich durch an-zäpffung grösserer und gelehrterer Männcren , eine» rudm zu er-werben , deutlich für die äugen gelegt. Als an. 4>o Rom von denGolden eingenommen war, und sich daher viele nach Jerusalem verfügten, nahm er selbige in sein kloster auf, und that ihnen vielgutes. 'Er starb endlich an. 420, alt und lebens satt, iin y i stcn lahrseines alters. Er war sonst ein gar eifriger mann, und der seineskKNen nicht wohl bezwingen tonte, welches er, zumal in semcnstreit - schrissten, bezeuget. Er hat sehr viel geschrieben, welcheschafften durch Vermittlung Erasini Norccoö.'mi zu Basel a». i <; 16undizzz, durch Marianum Viciorium zu Antwcrven an. 1578,zu Paris an. 162;, und auf Unkosten Hcrtzog Friedrichs vonGothazu Franckfurt an. 1684 in ir romls zusammen gedruckt worden.Letztlich hat auch der vrerl^rcc congregskioniz 8. i JohannesMartianay sich um den Hieronymum wollen verdient machen,und ist der erste romus von dieser cllllion an. iüy;, der andere an.rsyy, auch die übrige in den nachfolgenden jähren, zu Paris gedruckt worden. cliron.

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^ieronvmus . hieß ftinem rechten „amen nach Hic-ronymus Faulfisch/ wurde aber von seinem Vaterland nach da-maliger art vrLgcniis benennet. Er lag den studien mit ernst ob,und als er verschiedene acsllemie,, in Franckreich so wohl als inDeutschland besuchet, gieng er in Engelland, und brachte bey sei-ner rückkehr verschiedene von des Wiclefs schrissten mit sich nachPrag . Er setzte sich sonderlich durch seine predigten bey seinenlands«leuten in gutes ansehen, wurde auch wegen seinem gutenWandel von Johann Hussen sehr qeliebet. Er wurde hierauf klr-xilicr, und fieng an öffentlich in Bohmen, wie auch in Ungarn undNeusten, zu lehren und zu predigen. Ob ihn nun wohl der KönigSigismundus in Ungarn dem Erk - Bischoff von Gran überant-worten ließ, so schrieben doch die Böhmische und MährischeHerren so hesstig vor ihn an den Bischoff, daß er ihn in 14 tagenwieder ,loß ließ. Nach seiner zurückkunsst wurde er auch zu Prag ins gefangniß gelegt, aber bald wieder loß gelassen. Er fieng hier-auf an, des Hussen lehre eifrig zu vertheidigen. Als aber Huß auf

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das Concilium zu Costnitz beruffen war, und die zeitunamsr^men erscholl, daß man ihn ins gefangniß gefetzet, gien» Lie2!'mus auf der Bohmen emrathen ebenfalls dabin, nut der w 2 °dem gefangenen Hnß beyzustehen. Als er nun daselbst erfuhr ^es dem Huß an das leben kommen solle, suchte er sich ang demstaub zu machen , wurde aber an der Böhmischen gräntze erwv-pet, und gefangen nach Costnitz gefuhret, daselbst fast ein am Ujähr meistens zu Göttlichen, eine halbe stul.d wegsvonss ?in einem tieften gefangniß gehalten, endlich vorgeführt, und Lviel dmge schuld gegeben, die er solle gelehrt haben. Ansän» ckbrachten sie ihn zwar mit vielen drvhungen und hartem traclamMdal„n, daß er des Hussen lehre abschwur. Allein er widerriefabschworung öffentlich, bezeugte darüber seine reue, und hielt „ackdiesem über des Hussen lehre weil beständiger als zuvor. Als enun endlich zum tod verdammt war, gaben ihm die v-nn d-zconc.i,, noch zwey tage bedenck-zeit, in welchen ihn viele von desHussen lebre adzuitchen ermähnen wollen; allein weil alles verae-bens war, wurde endlich das todes - urtheil den zo may an 14,5an ihm vollzogen. Hieronymus gieng mit grosser freudiM n,dem scheiterchauffen, als er darzu kam, zog er sich die kleider selbstaus, und kniete nieder. Als er an den pfähl gebunden war, undder scharff-nchttr den scheiter-hauffen von hinten zu anstecken wol-le, sagte er zu ihm: Romm hieher/und zünde diesen scheuter-hauffen vor meinen äugen an/ denn wofern ich michvor dein feur gefcheuet hatte/ wäre ich an diese stelle nichtgebunden worden. Als das feur brannte, fieng cr an zu singm,welches auch bis au sein end währte, wobey er eine sehr grossefrcudigkcil und bestäudigkeit von sich spühren ließ. r/-»«--»

clc VI>ccoii^>ni n>»m <Sc äisisNicio. -T-reM big Lobsm,

Lobcm. llerrcr-biüorie ?. 1 I.c.;. vs» L,

concüü Lonllsnc.

IIIssjfO?sI/äX1-ä > von »itzoc, lllcer, und s-t/"«, gppzr-a,oll.nclo. eiogunr. war einer der vornehmsten Priester z» Athen ,der den leuten die m, ccrer,5 lernte, und ste >->iowte. Er misstevon Atbcn gebürtig seyn, und niemals heyrathen, dahero er sichauch. die kcuschhcit desto besser auszuüben, nut mfft von derbeset'nucrct, oder auch wohl gar einnahm. Man wüste dessen na-iven gar selten, denn die >>nr>->r>' durffcen ihn memanden sagen;er zog stet' ganl; absonderlich an, und yr.i.-lcnärte die fignr desSchövffers, weil cr die lenke gantz zu andern men'ch.'iimackte,und sie also gleichsam von neuem schuft'. Diese würde behielt ieb-wedcr die zeit seines lebens. Der erste rt'crnpkLML hieß Luw.«>-v»s, dabcro dessen nachkommen Lumolpill? genennet werden.Sonst hieß cr auch tvtM-xvLus. Linor. poü. c. ;i.

Lleullnis.

^ievophilus / ein alter kicllicu; zu Athen , ist nicht weiter be-kannt, als daß Agnodice , die erste Hebamme in dieser Revudllc,bey ihme in die schul gegangen. Es ist aber zu wissen, daß dieAlbenicnscr ein gcsatz hatten, daß keine weiss-verson und kenirnccht diese Anist erlernen solle. Agnodice halte eine trechche de-liedung zu dieser wisieuschaffl, steckte sich in manns-kleider, nndgieng zu Hicrophilo in die schul. Die Athcnicnstschcn weibermach-ten scluvurigkeiteu , männer in dergleichen 'allen zu gebrauchen,und stürben offt die srauen über der geburt wegen solcher schain-hafftigkcit. Allein Agnodice, wenn sie'crfordcrt ivurbe, offentarledenen sshwangcren vorher ihr geschlccht, und verurmchte dadurch,daß ste vielfältig, und vor allen andern so wohUn kmds-

nölhen a's bey anderen umständen gedolct wurde, so daß tic an-dern f>.ft nie bey dem weibliche» geschleckt rmob-

ren. Diß machte schäle augeim und wurden der guten AMrtt

vor da» /er<-o,^g eu allerhand lasier, coliuiion-§, und ein lickmi-chcr umaang u.ic den weibera scbuld gegeben, so daß sie ein Banurtheil würde erhalte» haoeu wenn sie sich nicht durch cntdccknngihres gcichlechts von diestii aufladen besreyct bäite. Ihre ank.a'ekhielten siw hieraufa» das bcmcldle gesitz, unv wollen ihr mnsol-ch ' art das handwerck liicderlegeu ; allem die weider zu Mui "-lc-cthrteu sich deracstalt für Pre ärtztiu , daß das gantze gesitz >»ansehe» des wc.bl'cheu gekchiechls aufgehoben ivurde.

z^iecvo / sonst gemeiniglich Fcrro genannt, eliie vcu dm§'0naricn. insnln, die 6 weilen im umfang Hut und dem Grasen»Gomcra gehöret, vie bat viel zicgcn, und nur cmcn ci>M»Weinberg, welcher von einem Engclländcr, mit namcnselbst angelegt worden. Das wnnderwürdiaste auf dieser iMdieses, daß, da sie sonsten kein wasser hat, und alio zunMmlchen Wohnung gantz unbequem seyn wurde, die weise lurM nGOttes allda einen bäum von sonderbarer art ^ordnet, »gleichen sonst nirgendwo anzutreffen, auch in dicstr mlm whist, dessen blätter, so immerzu frisch und grün, eine MsiM sWassers geben, daß menschen und Vieh vollkommen BBhaben. Die einwohnere haben dieses gehcimnus vor dem>u^pniern bey deren ersten ankunftt mit fleiß gesucht zu verbergm >Hoffnung, sie dadurch zu baldiger verlassnng derselben zu now g

allein ein liederliches weibs«bild offnibarte die fach emcw v-

nier, und blieben dadurch die einwohnere für '^wer Mren joch. Die Frantzöstsche sA-cn nisgmmn

den ersten ^lerilliLnum. Diß alles gehöret eigrntlich >ß ^Ferro.

^iesmois / vdcr rag»? oximeni», eine gewisse Herssch^

der Frantzösischcn Provintz Normandie, welche die«en>>a>'kommen von Hiesmes, einer stadt in besagter Prmntz , _^weilen nord - wärts von Mans, und 16 sud - ost - wam ventfernet ist. MB