Agham Ferrers / ist eine alle stadt von Higham FerrersHundred in der östlichen gegend von der Engelländischen ProvintzNorthamptonshire, welche auf der ost - feite des fluffes Nine liqef.Sie war vor zeiten mit einem castell bevestiget, dessen rullers „ochzu sehen, und hat noch bis anjetzo eine frey-fchule , zur erziehungder jugend, nebst einem armemhauß. Sie fchicket 2 glieder in dasParlament.
Aghlake / ist ein ort in Engelland, in der Provintz Cheshire ,so unter Wilhelms III durch die Überführung der Englischen trouppen in Irrland , zur wieder - eroberung des besagten König-reichs/bekannt worden/ und auf der nord-feite des ausflusses derDee liget.
Ajar oder Jrar/ ist eine kleine stadt in Aragonien . Sie ligtan dem ufer des flusses Marrin, 12 meil von der Haupt-stadt Sara-gossa / in einer an geträyd/ wein, öl, seide und faffran sehr frucht-barn gegend, und hat aufdem Hügel, an dessen fuß sie gebauet ist,ein wohl-beftstigtes schloß. Der König Jacobus I gab sie, mit demtitul eines Hertzoglhums, feinem natürlichen söhn, Petro Fernan-de;, dessen nachkommen sich hernach beständig Hertzoge von Hijargeschrieben. o/M-w^ll-ii-. ll- i'Lip. x. 6,^9.
HII>sskIss, ein fest, welches man zu Rom der kis», vellmoder Cybele zu ehren hielt. Es fiel den 25 mart- ein, und hielt maneine procellion, da ein jedweder, was er in feinem hauß kostbareshatte, vor der Göttin Hertragen ließ. Man durffte sich auch verklei-den , wie ein jeder wolte, da denn manche sich in den Ksbic dererNsgiMacs-Personen einkleideten, so daß man sie von den rechtennicht unterscheiden konte. LEE«, llelullrac. c. -6.
/fi«, in <8r«c.L tcrisla.
8. Alarion/ war um das jähr 291 zu Thebatha, oder Thaba-tha, einem flecken in ohnweit Gaza gebohren, und von fei-
nen Heydnifchen eltern nach Alexandrien geschickt,um die gc-mma-ric zu erlernen. Daselbst nahm er die Christliche religion an, undgieng, nachdem er den 8. Antonium m femer einöve besprochen,wieder in sein Vaterland, wo er nach dem tod seiner eltern ihre aü-ter unter die armen theilte, und sich gleichfalls in eine einöde beyMajuma begab. Er führte daielbst em sehr hartes leben, richtete ini-Li-eltwL und Syrien viel klöster auf, wie er denn der erste gewe-sen,der in diesen gegenden dasMönchs-leben eingeführt,und machtesich so wohl hier als in Egvvlcn und Sicilien, wo er sich eine zeit-lang aufgcyalren, durch viel wunder bekandt; wiewohlen Hiero-nymus in dem leben HlUrionis dieses falls vielen gelehrten allzuleicht gläubig fcheinct.Jn der inful Cyprus, wo er sich gantzverbor-gen hielt, lebte er noch 7 jähr, und starb an- ;7s. Man begeht feingedächtNiß in V0N dem 5 feculo her. vicr Uilsrioo.
L0L0M. l. IZ kill. c. 14 I. s c. y. LsrÄer vier llcs isinrs. *
Alarius/ des Crispiniani söhn, und der kirche zu Rom Diaco-nus . Er war in Sardinien gebohren, und wurde von dem PabstLeone dem grossen als ein Abgesandter aufdas andere Conciliumzu Ephejüsgeschickt, mnden Eutychianern zu widerstehen. Weileraber sahe,daß daielbst alles wider recht und billichkeit zugieng,mach-te er fich nebst seinen geführten heimlich davon, um dein Leoni vonallem Nachricht zu ertheilen. Hierauf wurde er an. 461 zum Pabsterwählet, schrieb wider die Nestorianer ünd Eutychianer, bestät-tigte dle allgemeinen concw» zu Nicea , Ephtsus und Chalcedon ge-halten, und berieffan. 46 ; eines nach Rom , »m die kirchen- zuchtwiederum in stand zu bringen. Es sind auch bis llac» einige von fei-nen fchrifften und briefen vorhanden. Er starb an. 467 , und hattezum Nachfolger Simplicium. in vir- roorllicum.
Kill. lircer. p. r;;-
-^ilarius von Arles , war von gebort ein Frantzoß, an. 4 °i ge-bohrcn. Er gieng aufantrieb des Honorati, welcher der erste Liri-nensifche Abt war, in desselben kloster. Als Honoratus Bischofs zuArles worden, begleitete er jeldigen dahin, kehrte aber aus liebe zureinjamkeit wiederum in fein kloster. Nach Honorati tod wurde erBischoffzu Arles . Er rte an. 4; 9 bey dem Con-wo zu Rlez,und an. 441 bey dem zu Orange, wie auch am 444 bfv einem an-dern, so man daselbst gehalten, auf welchem Chelldonms, Bischofszu Besanwn abgesetzet wurde. Hierdurch verneuerten sich die strck-tigkeitcn zwischen der Arelatensifchen und Viennensifchen kirche,
wegen des Vorrechts der kri m,rie oder des vierropoi.ranars. Auch
->k>p-mrte der abgesetzteChelidonius an den Pabst Leonem I,welchernicht allein von dem Kayfer Valcntiniano ein rei-c.pc auswurckte,Hilarins solle sich in feiner Provintz inne halten, sondern auch ei-nen lvnoclum anstellte, um von dieser fach zu urtheilen. Htlarmsgieng zwar zu fuß nach Rom , und suchte den Pabst anfalle weiß zubegütigen, weil er aber sahe, daß derselbe keinen ausspruch thunwolle, kehrte er, ohne von ihm abschied zu nehmen, ohnverrichterfache wieder nach Arles . Dieses verdroß den Pabst desto mehr, wel-cher dannenhero alles, was H'larius gethan, »ttme, und Mil sel-bige kirche ohne Haupt war, wurde Leontmü Bsschoff von Freius
oder korum tuiü. als der älteste unter den Blfchoffen des ^ecro-
x°li»n-rs von Arles , ersehen, dieses amt über sich zu nehmen.End-lich wurde die fach durch z seiner Priester, welche Hilarins deswe-gen an den Pabst schickte, beygelegt. Es haben einige behauptenwollen, als sey er ein Sem, Pelagianer, aufweiche sme damals diemeiste aeistliche in Provence geneigt waren, und ob er gleich vondem Augustino viel gehalten, doch nicht in stuckenftmermel«nuna aewesen. Er starb den 5 man an. 449 » Er hat verschiedenelljirissten hinterlassen, als ' viram 8 lionorsk. ; -armen kero.cumNInkseokkillori" -Pillo'a- all ^ugultmum; lle mir-cull- 8. Lene.s,i. lle vir.,!wkc.c.69ö-99. ?r<^rm-kron. ^- -P.87.
in cllron. LEE,L4E Lall. clir.lt.
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lliss-rr. -pol. ^ l eonem. lM. kelag. lib. r c.
QrLtor. ucrer. rzi. ^ ^
gebürtig von Sardis, war Diaconus der RömischenL, mi kn^^^°^^d°bst Liberio nebst dem Lucifers von^E nud dem Priester Pancratio an. ;;4 an den Kayfer Con-stantium geschickt. Er vertheidigte bey solcher aesandlcbaffr denr-'i-nen glauben aufdem Mayländischen L»,>c>!m wider die Arianermit solcher hertzhafftigkeit, daß ihnder Kayfer, welcher von den ke»deshalben geisseln lind verweisen ließ.Her-)siA er ,n das kckssma der Cuc-ssoaner, und weidete nicht alleindie gememschafft derjenigen, welche aus schwachheit oder furchtgefallen, sondern behauptete auch,daß die tauffderketzer keine rechtetaust sey, und Musste dahero alle, so von selbigen die taust empfan-gen, aufs neue. 8. Hieronymus nennete ihn den Dencalion derweit. Der commcmsrius über des 8 . Pauli episteln , welcher unter8. Ambrosik ichnfften mit zu finde», und die q»NÜic>E oder fra-gen über das alte und neue testament, so unter Augustini werckenmit anzutreffen, werden ihm zugeschrieben. «l^o»/E allv. cucik.
Alarms von Poitiers in Franckreich gebürtig. Er nahm inseinem alter den Christlichen glauben an, wurde aber durch denfleißigen Umgang mit dem Priester Heliodoro in der schrifft so ge->lehrs, daß man ihn cinmüthiqltch zum Bischofs in seinem Vaterlanderwählte. Es bat selbiger auch,nachdem er schon Bischofs gewesen,seine frau behalten. Wider die Arianer erzeigte er sich gär eifrig,übergab auch deshalben an denKayser Constautium eine besondereschlosst, darinnen er ihm ernstlich zuredete, daß er sich dieser ketzernicht mehr annehmen, hingegen die Verfolgung der recht-gläubi-gen, und zumal des Athanasii, aufheben möchte. Allein diese frey»Heck verdroß Constantium, daß er ihn schon damals verjagt hätte,wie er bereits andern Prälaten gethan, wofern ihn nicht einige Ur-sachen davon zurück gehalten hätten. Indessen geschahe es doch einjähr darnach, als er au. z;6 aufdem Concil.» zu Beziers etwashart wider die Arianer gesprochen,daß er aufanstifften des Satur-nini von Arles,auch Ursatii und Valentis, welche wegen obgemeld-ter irrigen lehr von denen Gallischen Bischöffen wären entsetzetworden, auf 4 jähr lang in Phrygien verwiesen wurde; und als ersich ihnen nachgehenos aufdcn Lo-icUiis zu Seleucia und Confian-tinopel widersetzet, so brachten es die Arianer, um eines so behertz»ten mannes loß zu werden, dahin, daß er wieder zurück in Gallien geschickt wurde, woselbst er den reinen glauben erhielte. Als nach-gehends unter Julians die recht gläubige mehr freyheit wider dieArianer erhielten , versammlete Hüarius verschiedene Luncillz inGallien , darin» so wohl die Arianische lehr, samt denen zu solcherbehuff gemachten schlüssen,anderer zusammenkünfftcn zuAriminumund Seleucia verdammet, als auch absonderlich Saturninus vonArles und Paternus, Bischofs zu Perigueur derentwegen entsetzetwurden. Nachgchends gieng er nach Manland, um Aurentium vorValenttniano, als einen irrigen und gottlosen mann, anzuklagen.Weilen aber Äuxentius,wie ihm wenigst von dem gegentheil schuldgegeben wird, nur um sein Bißthum zu behalten sich verstellete, undin der mit Hilario und io andernBischöffen von dem Kayfer geord-neten Unterredung, sich gut orMollox erklärete, und bingegen Hila-rius immer fort führe, dene, ob wäre er dannoch heimlich derAria»nischen secte zugethan, anzuklagen, erzürnte sich der Kayfer, undschickteHilarium als einen unruhigen kopffwieder zurück nach Poi-tiers, woselbst er den i; jan. an. starb. Wir haben noch einigefchrifften von ihm, so an. 1652 zu Paris in koiio aufgelegt worden,
als da sind! lls liimrsrs libri ir ; sll Contl.ncium über; sllvcilur ^ria-nos öc ^uxemlum über; lls ssmollis sllverf.-trisnoz libLr; comwen»t^rii in piLiinoz; commenrzrii in r^slttiLUM; S. §.
üb. i c. ;; L z 8 srMWÄ.rl»«»«» Qsll. Lliri-Üi,r». sll ,z jsn. pzg. 117. ?/». *
Albre/ Awre oder Albrie/ eine inful von Cheshire , sobey demausfluß der Dee, nahe bey West-Kirby ligt.
».^ilch von Lorch/ eine alte und ansehnlicheAdeliche familie amRhein , deren stamm-reihHumbracht an. 1248 anfängt. Nachge-hendö sind unterschiedene davon Schultheisse und Amtmänner zuLorch gewesen, und scheinet, daß der bey-nam Lorch daher gekom-men , weil sie anfangs zu Lorch gewöhnet, oder daher entsprossen.An. 1548 starb Hans Hilch von Lorch, Kayserlicher und deS Kö-nigs in Franckreich Obrister und Feld- Marschall; dessen bruder,Philipp, anfangs Schultheiß und hernach Amtmann zu Lorch,hin-terließ Diether, der die väterliche -Karge erhalten, und ein ober- al»ker-vater worden Johann Wilhelms des lungern, der an. i68r alsder freyen Rheinischen Reichs - Ritterschafft Ritter- Rath verstor-ben. Von dessen söhnen lebte der ältere noch an. 1717 als Obristerund Commendant zu Coblentz in hohem alter und zwar ledigenstands,; der jüngere aber kam an. 17er als Holländischer unga-llier unverheyrathet mit demErb-Stadthalter von Frießiand/PrintzJohann Wilhelm von Nassau, im wasser um. LEör. vom klism.
Lllel csb. 147. aknen - rakcl.
Alda/ eine Sächsische Printzeßin im achten feculo., Sie lebte
so daß auch ein zu selbiger zeit wegen der oster-feyer gehaltener H-nollus sie coolliiirte. Sie starb um das jähr 68 ».
Aldburghaufen / eine stadt in Francken an demWera - flußaeleaen Sre ist jetzo die rcllllcma emes Hertzogs von Sachsen auSdem Gothaischen hauß, Hertzogs Ernestinachkommen,und mrddiese Sächsische linie dahero die Hildburghausische genennet. Diestadt soll ihren »amen,nach der Meinung emes alten ThurmgsschenGgggg r