Band 
Zweyter Theil
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Wen. Cr wurde bald hierauf Lonrccior zu Wolffenbüttel, abernach ablauff eines jahrs an lä; I zum krokeNorc fstsoiogirs und derkirchen.historien bestellet. An. r6;; «ahm er den titul eines o»cto.ris rkcoiog^an. An. I6Ü2 wurde er zum Prediger der Teutschenkirche in Coppenhagen vocwt; allein weil er solches ausgeschlagen,wurde er bald zum Gelieral-suxeri,>cen6s-ir-n nach Zell beruffen.Erstarb den 2? oct. an rüyi. Seine schafften sind: 6sp«lc«öL

xiimiliv« ecclell« tscris ^ublicis , cemplis <Se Msbustski;; 6 s prs-cibus vererum Lllriliianorum ; riruLie orsnkiuw ; Zi-r beiis moi-isn-6 i; 6 s nu^riis vererum Lkrilkianorum ; 6 e nsrslitiis vererum iacris öcxroksnis; Lugulli L«lsris Oötsvisni Lc.^uZulli Oucls Lruniuic.z vils«cerna ex iumiac N3tur« ollcnls; tvsuloFiL 6»gmLilc3 ; primitiveecclell« ollcttorium pro 6 ekun<Ais; 53 cr 3 pubsica veierisecclsÜL ; 6 ereligiös eorumguc vsriis or 6 inibu->; 6 c llisisrcllia vec. ecclell« Lc.memor. rlleot. ^>, - 98 .

8- Äldegardis / war eine Teutsche von geburt, aus derGraf-schafft Spanyeim gebürtig. Ihre eitern waren Hildebert undMechtild, von welchen sie an. 1098 gebshren. Sie hat sich vonihrer ersten lugend an Gott gewiedmet , und wurde unter der Aeb-Wn Jutta - des Grafen Megerhardi von Spanheim schwester, indem achten jähre ihres alters eine Nonne, hernach aber Aebtißmdes klosters 8. Ruperti auf dem berg bey Bin gen an dem Rhem-strom, welches sie selbst an. 1148 gestifftet. Sie ist so wol wegenihrer gclehrsamkeit als frommkeit in grossem rühm gemessn, inson-derhett aber von ihren offenbarungen berühmt. Dieses bewog denPabst Eugenium III nebst den vornehmsten Bischöffenund Aebrenvon Teutschland und Franckreich , wornmer auch 8. Bernharöuswar/ ihr wesen etwas genauer zu untersuchen/ und als selbiges rieh»tig befunden wurde/ aufdem (.»»ciuo zuTrier zu couRwiren. Wiedenn solche auch die Päbste Anastasius IV und Hadrianus IV be-stätiget / ja sich und die gantze kirche ihrem gebet gar sorgfältig an-befohlen haben. Sie starb den 17 sept. an. 1180. Man hat von

jhr viliomun übror rres ; vicsm 8. Kvbs-ri LonkeNoris ; spillolss I ;expoflli-onum rsZu!« 3 . Nene6iÄi ; 5 . 6s rsrum r> 3 kur 3

lidros 4. clircm, I-IirtsuZ. , L/ri/e bili. lirrer.

x. 476.

^ildegardis/ war Kaysers Caroli N- andere gemahlin. Werihre Eltern eigentlich gewesen/ ist noch nicht ausgemacht/ indem sieeinige vor des Hildebrandi/ Hertzogs in Schwabe«/ lochter ausge-ben; andere aber sagen/ sie sey der Jinma tochter / und des Neby /einessohns des Heryogs Godofredivon Alemannien/ enckelin ge-wesen. Sie wurde an. 772 vermählet / starb aber den ;o april an.78; zu Tbionville/und wurde in der Abtey 8. Arnulphi zu Metz be-graben. Er bat mit ihr gezeuget Carolum/ Köiug m Ost-Francken /Plpinum, König in Italien , Ludovicum 1 / Römischen Kaysir, undLotharium/ nebst etlichen töchtern. L-Fms.

^enesj.

tlildegastus / soll ein alter Gallischer ?!>lio<oplius und Poetgewesen seyn, so um das jähr 240 gelebt, und des Königs Suno-nis leben versweise geschrieben haben / wie es Simler anmerckct.Weil er aber nicht meldet / wo er wichen bericht her habe, und sol-ches werck weder von andern gültigen »».b-men angezogen wirb/noch auch sonsten zum Vorschein kommen istsso wird nicht unbillichgezweifelt , vbje ein solcher Poet und sein buch gewesen. Äwi-r«- in

sxpsnci, 36 Libl. Lsinsri 6s tnik. I_Lr. l.z. c, >2. *

^ildegrin oder Hildegrrno / erster Bischoff zu Halberstadt /war ein gedohrl>erFrleß!ä!ldec,und hieß sein vater ThiatgriM / seineMutter aber Eiafburg/stin ältester bruber Lndigcr/Abt zu Werthenund Hclmstädt/ auch endlich Bischoff m Münster. In seiner ju-gend wiedmete er sich dem studieren/ und begab sich mit seinembruder bey dem einfall des noch heydnischenWiltekindi inFrießlandnach Rom , und obngefehr an. 78; in das kloster 8. nene6iÄi m»nc.c-Min. Als sein bruder; iahrdaraufvonCaroloN-berliffen wurde,in Frießland und West-Sachsen das evangelium zu predigen/ hatihm vermuthlich unser HildcgriN/als v),3conu8, hülfliche Hand ge-leistet / wie er denn noch an. 706 diesen namen geführet. Hierbei)hat er sich zum öfftern in dem kloster Werthen an der Nur / welchesvon seinem bruder und ihm auf das väterliche erbe gestifftet wor-den / aufgehalten / bis ihn Earolus M im y lcculo zum Bischoffzu Chälons in Franckreich gemacht/ wie er den an. 809 noch Lpi-KvpW OcieioiisnL heisset, in ivelchem jähr er seines brudersLudl-geri cörpcr in Werthen begraben. Nach dieser zeit ist er zum erstenBischoffin Halberstadt / vermuthlich um das jähr 814 von Ludo-vico ria bry antritt dessen regierung verordnet worden. Das 6ipi»-wr aber/ so er in diesem jähre darüber erhalte» haben soll / und wo-rinn das Stifft von aller weltlichen jurisö-Ltion eximirtwird, »stwol schwärlich genuin. Von Hildegrini übrigen Verrichtungen istkeine Nachricht vorhanden/ausser/ daß ergelobt wird,daß er fürsemBißthum nebst seinerAbteyWerthen fleißig gcsorget/iind es mit viel6on3n»nen zu vermehren bemühet gewesen , an. 827 den ry jun.verstorben / und zu Werthen begraben worden. sm-guir.

tt 3 lbsch 36 . p. zl.

Aldericus/ so auch Hunerrcus genennet wird, weil sein vaterdiesen namen führte, war ein König der Vandalen, und wc-s-uriedem Thrasimundo an. 152;, »velcher ihn eyvlich verband, die Bi-schöffe, so er verbannet hatte, nicht wieder zurück zu rufftn. Jedochdamit Hildericus sein versprechen nicht brechen dörffce,so ricff er siewieder zurück, ehe er noch den Königlichen Namen angenommenhatte. Er regierte 7 jähr, und wurde durch Güimcrs i-nr-Zuen vondem throne gestossenc ssihe Gilrmer.)

^ildesherm / eins grosse und wohlgebaute stadt in Nieder-Sachstn, nebst einem unter das Ertz-Skifft Mayntz gehörigen

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Bißthum. Es ist eine neue stadt, und daher nichtwahrscheinlich,daßes ptoiemarsey, wie einige davor hallen. Sie liatan dem fluge Innerste, 7 ober 8 Meilen von Zell, und in dem Biß»thun, gehet die Catholische reiigion im schwänge , wiewohl desgroste tbest der stadt Lutherisch ist. Sonst ist die Habt zimlich groß,wird in dis alte und neue eingetheilet, und eine jede hat ihren eige-nen Rath, wtLsie denn mitgnv iÄhvnm pk'ivNeAien vetiehektM/Uttd ehemals unter den Hausse-städten begriffen gewesen. ESHütte selbige vor zerten einen, grossen 6 iüriÄ:, wovon die HertzoüKvon Braunschweig seit dem Teutschen kriege ein gut stück desmemIndem dreyßlgiahngen kriege hatderKäyserliche General Pap»penherm an. 1H2 diese stadt mit sccurg eingenommen, Herko«Fridrich Ulrich von Braunschweig aber an. rög4 dieselbe eben aufsolche an wiederum erobert, und die UgMischen solcher, die sslbssge entsetzen wollen, bey Sachssnstätt geschlagen, worauf die Je-suiten aus der stadt weichen müssen. Weil nun die stadt viel strei-tigkeiten mildem Bischoffe hak,wie nicht weniger die bürgerlchafstmit dem Rathe, so haben sie dem Hause Braunschweig-Lüneburg die erb-fchutz-gerechtigkeit darüber aufgetragen, weshalben sie beyentstandenen unruhen zum öfftern mit Lüneburgischen völckern be-sitzt Worden. Fe/v» comio. in rei. Qsrm. lsilgssti, tiickcL«»

6s urb. N3nk.D>//<>zi'. rwse»'.

^ildesheim/ein Bißthum und unmittelbaresStifft inTeutsch--land, dejsen Bisihvff sitz und stimme auf der geistlichen Fürsten --banck führet. Es hat selbiges Kaysir Carblns M. anfänglich zitEltzen, einem lustigen und fisch.reicheu borff, gestifftet; sein sohwaber, Kaysir Ludwig der fromme / an. 822 nach Hildeshcim ver-legt, und daselbst eine neue kirche der jungsrau Marrä zu ehren ein-geweihet. Es ist dieses Bißthum zimlich groß, ligt in dem Nieder-Sächsischen crävß, und sind nach der zeit viel Grafschaffien darzitgekommen; Wie denn Graf Dernhard von Rvtenburg die Graf«schafft Wintzenberg und die stadt Alvcld an das Stifft gebracht»der Bischoff die Graffchaffl Homburg, Bischoff HeinrichII die GrafschafftDaffel,BischoffJohannes die GrafschaffrPcyne,der BischoffOtto II, Grafzu Wvldenberg, als der letzte seines g»>schlechtS, die Grafschaffl Wvldenberg samt der stadt Bockelum/desgleichen Lütter , Baremberg und die Grafsihafft Poprenburg-und BischoffHeinrich III die Grafschaffl Schiaden. Wannenherodie Bischöflichen lande dergestalt angewachsen, daß Bischoff Jo-hannes IV aus dem hauß Sachsen-Lauenburg 7 Grasschafften und21 schlösser besessen. Worüber er dann so übermüthig wurde, daßer dje Hertzoge von Braunschweig gewaltsamer weise anfiel, abeedarüber in die Reichs - acht gerieth, deren cxecuc-oa man HertzvAErich dem ältern und Hertzog Heinrich dem jüngern auftrug, wei-che denn dem Bischofs von Hilbesheim über 18 schlösser, 7 städteund ;c>oo dörffer abnahmen, dergestalt, daß die Bsschöffe an landund lcuten mehr nicht,als die; schlösser, Peync, Steyerwalb undMarienburg, samt der stadt Hildesheim übrig behalten; Wie denrrauch das hauß Braunschweig von Kaysir Carl dem V über solcheconque-en, ohnerachtet aller Päbstlichen prorellÄtlon an. i;;o b!Sleben empfieng/ und selbige durch das cammer-gerichl zuerkanntwurden AIs aber an. iü;s wider das hauß Braunschweig ein wi-driges urtheil ausfiel,und seidiges nachmals die fach nicht mehr mitsolchem ernst trieb, kam es an. 1642 zu einem gütlichen vekgleich»vermög dessen dem Stifft fast alles ausser den ämtern Coldingen«Lütter , Baremberg, und zwar als Stiffls - lehn samt dem haußDachtmissen und Westerhof zurück geliefert und abgetrettcn wur-den. Die flüsse in demselbigen Bißthum find die Brockgrave,Eine,Gosi, Innerste , Pamine, Lein«, Ocken, Oder, Wesir. An gcbür-gen und Wäldern find die vornehmsten die Sieöenberge, der Sackund Heinerwald. Das cvUcglllm csnc-nicorum bestehet aus mehvals 40 Domherren, welche alle vom alten Adel seyn müssen. Die2 Erb - Beamten des Stlffks sind die von Schwiegest und die Rit-ter Kram, deren iene das Erb - Marschali-amt, diese aber daSErtz-Truchsissen-amtzu bedienen haken. Die Bischöfliche rc>, 6 enr«ist entweder Hildesheim , oder das davon nicht weit entfernte lnst-schloß Himmels-thür. Die beste vestung selbiger lande ist Maricn-burg, welchedie stadt Hiidesheim zur straf ihrer emporung widekBischoff Heinrich II aus ihren Mitteln hat erbauen lassen. Peynaist nicht weniger bevestiget, worinnen das hauß^Braunjchweig-Lu»neburg das besatznngs-recht s>r 3 -ren 6 >ret, und Steyerwalda- DceBischoffund das Dom-Capitul ist zwar Catholisch, aber so wo! diestadt als der gröste theil des Adels sind der Lutherischen religwn zu-gethan,wie man denn auch wegen der religion an.- 64; gewisse ver-trage anffgerichtet, welche durch den Westphastschen fnedens-schluß bestätiget worden. An. 1711 entstunden zwischen demChur-und Fürstlichen hauß Braunschweig-Llinedura, und dem Dom-C<vpitul zu Hildesheim,wegen vielen den Lutherischen emwohnern de§Stiffls zugezogenen religions - beschwardcn, wie auch wegen desbrali.wesins der stadlHiidesheim einige a-Scrsnr.cN/deswegenChur-Hannoverische und Fürstliche Braunschweigische vvlcker m dasStifft eiliM^rcbirteli, die stadt Hildesheim nebst andern srteu be-setzten, und ein und andere cxscurio» darin« vorn ahmen. Es sindaber alle diese s^vsmina m eben diesem jähr durch aufgerichtete -----ccilL in qüte beygelegt, und die lroupxen wieder zurück gezogen wor-den. 83X0». vz/ielilctze cvro-nc.

3,0». M--SÄ?, i p- ZZ -

der Bischöffen zu Hildeshe»m.

r Güntherns von an, 822 bis 8 );; einige sitzen den ansangseiner regierung um das jähr 814.

2 Frembertiis oderRemibertu

- EbooderEppo,warvortzerEr«><i-.,>v-ii«.«reich, und wurde von dem Kaysir Ludovreo p>» und von demPadstxRciraii I nach Nieder-Sachscn gesendet, um die Lauen zu Christs

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