Äofinatttt / (Caspar) mess'c-n-.' voÄor lind Professor in Alt-dorff. Er war an. i;?^ zu Gotha gebohren, und verlohr gleich daSnächste jähr darmifstinen vater, also daß er von dcmgroß-vatermütterlicher stits,Joh.Leuffer, erzogen werden müssen.In dem ryjähr seines alkers begab er sich zwar aufdie uni verirr Leipzig,muste aber so wohl wegen arinuth, als Unpäßlichkeit, nach dem ersten hal-ben jähr diesen ort wieder verlassen, und würde die ttuciis aufzuge-ben gezwungen worden seyn, wofern nicht das folgende jähr ein
^ ' be!/undam lü;c> die ^Mer-wurde erhalten/ auch an. lS;;e die kirchen-diener aufgenommen worden; well er aber M
student aus Straßburg ihm und feinen freunden die bejchaffenheitund gute concbrionc» dafelbst gerühmt Hätte; wannenhero er sich
besuchet/und anunter'manerst
fcssor
. gute con-...... r,—,..,
nach Straßburg begab, und mit privat-inkocmrrionen 2 jähr, sogut er konte, fortbrachte. Hieraufwendete er sich nach Nürnberg ,
und bekam daselbst alifrecommenULkion Des procoiiocsrii einige un-tergebene- mit welchen er sich 7 jähr in Altdorff aufgehalten, bis erdas den ür-siicis gehörige ssipenssu,» empfangen, und seine weißin Italien angetretten hat. Aufder rück - reife erhielt er in Basel den OoÄorir. und langte in Nürnberg an-1606 iviederum«n. Weil nun noch in demselbigen jähr dorr herum die pest regierte,so wurde er zum pest - vicMco gemacht, und das folgende jähr zumkroLsso^ rnAltdorffernennetzwelcheS fein amt er so -eißig verwal-tet, daß er es auch bey abnehmung der kräfften im hohen aller nichtunterlassen hat. Er starb an. 1648. Unter feinen büüMi sind: v-.
liacum ieötiün. !ib.6; clccsiorÄeccommencrnu; cripzrticur; (.'ommeor.in Lrlcnum cle ulu psrrium cocporis IiuinLni- sie gciierrrion: Komin,;;ootL^crperu«:,ni22lrni lle otlibu; Iibruw;p 2 kbologi 2 z-srv». inlticmio.nc; mcsiicL; cl« mellic-mencis oüicinsl, ssss»//« memor. wellicor,in l-insicu. renvvsr. P. Is6.
^ofmann/ (Melchior) ein Patriarch der WiedertaHrinHolstem und den Niederlanden. Er war von geburttin Schwab/lernelc anfangs das kurschner-handwerck/warff sich aber nachmalrfür einen Prediger aus. Er fieng erst in Liefiand ohnecintzigmie-ruff an zu lehren / gieng von dar nach Magdeburg / und an. i;,?tn Holftein/iüurde auch von dem König ^ -
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nöthigsten stücke Christlicher lehre/ sondern handelte vondec äuf.nchlmig der Hütten des stiffts/ von allerhand gelichlern äusseres,fenbahrung / und vergleichen dinam. Er aak nor/
^ofmann/ (Daniel) Supcrmkcnllen; und Professor tkeoloxiL zuHelmstädt, war zu Hall an. i;;8 gebohren. Er fieng bald il! feinerfugend an zu Jena pnvLrim zu Nocken, wurde hieraufp-ot.ssor 0,2-IcÄicL und ekk-c.r. auch nachmals an. i ;79 lloevor und Professor»KeoloM zu Helmstädt. Er war das Haupt einer rkeuioxischenf-Kion - welche zu end des 16 seculi daselbst viel Unruh machte. Alsihm nemlich die formulL coneorUiL zu unterschreiben vorgelegtwurde, wegerte cr sich dessen beständig, und konle sich mit dem Ja-cobs Andrea gar nicht vertragen. Er »volle die allgegenwart Christinicht zugebe», sondern mir, daß er an vielen orten zugegen wäre,welches zwar einigen streit nach sich zog, so aber bald Miller wur-de, jedoch war dieses der ansang zu vielen folgenden streitigkeiten.Er griff aber nicht allein die Hclmstädtischen prvssssorcs an,wildernauch viel andere, sonderlich den Hunnium, daß er von der p>Lc,ctt>-oskion anders lehrte, als es der verstand der tormui« concoi-u.L mitsich brächte. Er warff ihm vor, er habe auf des Lutheri earheder
l dergleichen dingen. Er gad^vrVderMgsim,wurde an. -;;4 kommen- DiczeniLen / so wider ihn schrW/
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griff er sehr heffiig an / wonmttr insonderheit Nicolcms von AAdorff und Marquardüs WchuldorptuS / Prediger von Schleswig /wareii. Diesen strettrgMen nun adzuhelssen stellcte König We-inens 1 ein coilocjuium zu Alensvurg an / welches an« IZ29 den dvit-ncrstagnach <CuLfi-<noclo.^nic> indemFrancistaner'klvsier geholtenwurde- Die llircÄorcs des coiloczul, waren der Cron-Printz W.stlännS U 1 / bey weichem vck Cantzler Detlev Nevenstau/derL!»neral Johann Ranzou und Johann Dugenhagm/k>°sissvr ck-o.>»8^ von Mittenberg/ wären. Des Hofmanns divständewMJohann von Campen mit Jacob Hegge/ ein Dautzlger/ welcheaber durch dieses coUoquwm -u bessern gedanckcn gebracht wotdm.Wider ihn waren Herchä'nnus Tastius/ Pfarrer von Husum / wel-cher das meiste wort fuhketc/ Slepstanus Kempe/ Prediger vsnHamburg / Sticolaus Boie / Pfarrer von Wesselbur / und anderemehr. Es soll auch v. Caristadr von Wlttenbcrg aüfHvfmannsbegehren in Holstein gekommen seyn / sich aber Nicht nach FM
^IN'N Ni'kt'-iirt'k ^ .
viel gefährlichere lehren auf die bahn gebracht, als vorherv in der bürg getrauet haben. ES wurde auf diesem coiin^uo nur von den!sinsterniß, indem das concoissm - buch lehre, die urfach unserer er, heliigcn abendinahi gehaudeil; denn alS.Hofmanit in diesem v»wählung sey ausser uns zu suchen,Hunnius aber und Myims jagen, lcn mchl sorlkommen kunic / wolle er nickt weiter aeben. Au«Laß die erwählung aup die Vorsehung des glaubens gegründet siy-Hunniusund Mylius brachten es dahin, daß er an. 1; 9; von einerVersammlung der rsicoiogen conllemmrt wurde. Denn als einige»keaivßi von Leipzig, Jena und Wlttenberg an. i;9i SamuelHubers anderer Hochzeit beywohnten, verfammleten sie sich besdal-ber bey Polycarpo Lystro, da einige der Meinung waren, man fvlceDanielem Hofmannum durch eine öffentliche schrifft vor emenCal-vinisten äeci-nrcn, und daß er unter diejenigen ketzer um zu rech-nen, die man meiden müste.Die meisten vocs aber giengen da hin-aus, man solle ihm ernstlich zuschreiben, und ihn ermähnen , ihrerMeinung beyzutretten, widrigen falls er in den bann gethan wer-den folte. Hunnius schrieb ihm deshalben einen sehr langen brief,wornssder Hofmann in dem folgende» jähr eine apoing.c pusslcirte,darinnen er die Ursachen zeigte,warum er den Mittcndctgern nichtbeytretten könte, indem er vorgab, er habe in ihren schrisiten mehr
k .^^nicht weilergehess Biigm
vagen vejchloß das coiloquium mit einer orrnon. worinnm erbstHomiaiinS »-xumcnrz ins besondere widerlegte; woraufHofmmaus Holstein gejagcl würde / uNV sich nach Straßburg wandte/woiclbst eran. i z ry eine falsche rci^iian von dlcscm colloguio dniKnließ/vorgebend/ als hätte er deut Bugenhagcn das maul gestopffel/und die notsr» aus haß gegen ihn nicht recht prow-oiiircl. Meinbugenhagcn ließ die -urkcnstschxn dieses colloqu,, drucken/mid wieß ihn ab. Von Straßburg gieng er um das jähr iz n naibEniden / und brachte solche schwa'rmcreyen am ersten in die Nieder»lande/ nahm auch seine anhänger daselbst dergestalt ein/ daß sieEliam hielten / welcher vor dem jüngsten tage komme«lhui aber ein alter Wmast aus Friidland zuvor sage»wolle/ daß der Magistrat zu Straßburg den Hofmann inamßlegen und nach Verlaufs von 6 monaten wieder loß lassen / Memer wte der andere Elias das evangclium über den gantzen crdböde«
zu^c.n.imoczuwu», ,vc,eyc iyn anrlagle, er unruycil verur,achete/wurde IM )U"W amizzrd ßlaldELätte in feinen lbegbu- ä°v-o Sc ei>r,tto am 1598 von der psisiow. n»c»u; angestellet/ allwo man thm vergönncte/ mit oen PttviMpsiic gar verächtlich geschrieben, sie unter die wercke des flctsches ge- zu ässpmircn. Od er ltün gleich nachdrücklich ubmwget war/ ur?
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sem, vorgegeben, sie sey der galt, zuwider, auch cnlfprün- er doch nicht nach / seine leHrm äuswdMch/weHaibcnnian l
gen aus selbiger alle ketzereyen, welches alles zur veraebtiiiisi ,v-p-,
.. linddcr t.cui.äl ielbstuachdA Macschrgliche hasst zu bringen/ zumaibascke
-auwoes^ur- anhanger vorgaben/die stadl Straßburg solle das neueJerusM
im,
pllitolopliischen äliciptiucn
ffen, als psrroni, und der gantzen univcrlllät gereichte. Weil nunkaselius bey Hof gut gehör fand, wurde er auf crkanlniß der Fürst-lichen regierungverurtheilet, öffentlich zu revocssc», welches auchden 19 mertz an. 1601 geschahe. Er mustc sich hicranfin das klostcrAmelunxdorn unfern Eimdeck begeben, allwo er sich eine zeitlangaufhielte. Jedoch bekam er befehl, wieder nach Helmstädt zu kom.wen, um den wittwewklcum allda in ordnung zu bringen, erhielteauch erlaubniß pnvscim zu lesen, wiewohl solches nicht mit so gros-sem zulauff geschahe, als er vermeinet. Er bekam aber zuletzt eins
kenn /1,1 ,v>>» v»v...».Jerusalim
den ^unb^t-.^ü.. ^ st^ue Reich Christi würde aufgerichtet >M.te / ld ^ Hofmann der Elias wäre/der da kommen so!»
AIS sss Henoch / welcher ihm solle beyttcuen.
er w, rb, kett gefaliglllß sahen / wölken sie versichern/
dermss? wiederum aus selbigem heraus trettcn/und alle hin.Eliao ^umen. Sie sagten/ unser Cnochund unser
welche i ^e 2 lichter aus der offmbnhruU
dessm schaden zufügen/ und so fern ich
M understchett sötte / wtt-d.ein Der aus ihrem mM-
schware spraach, daß man ihn kaum verstehen kume, weshalben er gehen / und ihre feinde verzehren. Als sie aber sahen/ daß HofMsich zu seiner tochter nach Wolffenbuttel wendete, bey welcher er im innert der zeit / die von einigen ihrer Propheten war verkundWvct. an. 161 - starb. Er bat viel sacken aesckricben, a„ck ,„ii d>-„, worden / nicht wieder aus dem actänaniß befreyet ward / warm
«i- e-i>» ^ ... 7 ... . 7 , 4 .
starb. Er hat viel fachen geschrieben, auch 'mit demTheodors Beza einige conr-overlien gehabt. Seine schriffren sind:
lzuLitionum lechongonum stn g-LviltirriL conrroverg» lle fgcro-tänÜL c«ns pLrs prims; Lpologis millH sll Hieollorum Leram ; rc-fponlio öc rscioncr scl iigns Llliissopliori pcLslil ; cle >7 erroribus crss-ssoribuz ^sc. crnllreie; Ne usu 2c applicscione norionum loAicrium »äres rkeoiogicLs; über Lpologericus ressonllens clisrcis minissrorum cc-rtellL Lrcmcnüi; ossicinL locorum kbcologicorum; ex^licLkio ssnren-ri«in epiNois canoiiicr joliLnniz /epottoii. 6^»«^ cie unicl vcrilsrL.
memorir ^uüz p. ^ lliss. eccl. lib. z f. r
p. 87i. pr^k. q.r p.r^;. pllil. I. 6 c. 17 p. zri.
Ld»»"»/-ir-eworatz.scclsL f,c. 17 o. »i. Lq/t«. tcerssr. kiüori»
k. , I.17 c. S. tz.
sie sehr bestünft/Häss^ ».-"«-»-r ---
nur noch r kr ste wissen/sie sollen „iS
Esdrä ^ lmd ber-est jich aufdasemB
reit cinziisteifn tcmpel»bau auf eben eine so lange
und machte worden. Er starb aber lm gefangniß/
andcrni Lchttt?cr Öffnung zu schänden, ll«
genommei,/m/c ^ habe von dcrMarla nlchtsansich
rurqclL sündlrch; Christus habe nur eine na»
und daß der ^ erlangen / läge bloß an den menschen/
brauchen wuie /c!^ ^achdem er seinen freyen willen recht zu ge-rne viclwcbr ^. c^.?^^ verdammt würde; die kuider-tauffe kom«uiid der menschen feind her/ a!S von SB
L> » Uilt, Lllertva. Lilobr, p. - c. Ä vliF,
. ,. — Historie/aÄgn,
lüg; tkeoloZ,« voÄor worden/da er die prossssionem liigorii,A
biß an sein ende / so den ic, may an. 1706 erfolget/ mit rühm »er»sehen / und sich durch sein compcncliiim tiissvricum, , '
aber durch sein in druck gegebenes l»icoa umv-rs,ie!macht.
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