worauseran.r^mittodab^
»sich nrerckwürdig JohannesHcnricus II,Kayser!lche^Ralh, Ober-Rechtssitzer uü Landes. Aettcstcr derFurstenthumerSchweidmtz unJancr,welcher an.168; mit demReichs-grafllchen-lxiomscc begna-diget worden,undan.i698 gestorbcn.Von seinen söhnen lebten nochan. 1719 r» Rohnstock Johannes Henricus III, undzumirsten-stein und Fricdland Conradus Ernestus Marimiliannö, Reichs»Grafen von Hohberg und Freyherrn auf und zu Fücstenstein/ wel-che beyde mit erben gesegnet sind. -
Die Guttmannodorfflsche lime, so Ka-o-usirt ist/ stammt ob-aedachter Massen von Johanne II, Johannis I söhn, her. Er hin-terließ Fridericum, welcher 15 kmder gezeugt, darunter sonderlichrnerckwücdig 1) Balthasar, dessen kinber alle in Schlesien geblie-ben, ausser dem ältesten Johanne, welcher sich in Oesterreich nie-dergelassen, und bey dem Kayser Marimiliano II Furschneider ge-wesen. 2)Henricus, welcher der Kayser Ferdinandi I und Maü-wiliani II Cammer - Rathin dem Hertzogthum Schlesien gewesen,und an. i^üy gestorben. ;) Melchior, welcher bey dcn KaysernFerdinando I und Marimiliano II die stelle eines Hof- Cammer-Raths bekleidet, und in Oesterreich die Herrschafft Ottenschlag ,Dürrenbach und Windorffbesesscn. Er gab den ansang der in Oe-sterreich fortgepflantzten Hohbergischen lime, und hinterließ bey sei-nem an. izos erfolgten tod unter andern ; söhne, von welchcnMcl-chior die linie zu Dürrenbach / Ferdinand die zu Veldcck / undFrlderich die zu Ober-Thumrietz/ gestifftet. Des letzlern enckel,Wolffgang Helmhard, Freyherr von Hohberg und Guttmanns-LorffaufRohrbach, Klingenbrunn, Siessenbach und Ober-Thnm-rietz, verkauffre an. 1664 alle seine guter in Oesterreich , und begabsich an. iüü; nach Regenspurg, allwo er an. 1688 im 76 jähr seines«Iters mit Hinterlassung einer einzigen tochtcr gestorben. Er war.ein gelehrter Herr, und schrieb unterschiedliches, als 6eo,§ica cu.riols, oder das Adeliche land-leben; den Habspurgischen Otto-lbert; lust- und artzney- garten des Propheten Davids rc.
Die Buchwaldische linie, so von einem in dem Fürstenthumlkiegnitz gelegenen schloß den namcn führt, hat obgcdachler Massengkicolaus um das jähr i;yo gestifftet. Derselbe hinterließ 2söhne,von welchen Melchior seinen stamm in Schlesien fortgesetzt, Fri-dericus aber in Böhmen verheyrathel, und ein stamm - barer derHerren von Hohberg in Böhmen und Lausitz worden. Von desletzt-gedachten Melchiors nachkommen war Ligmund aufFuchs-rnühl zu ansang des r? ftculi Königlicher Dänijcher Cammcr-iun-cher, und ein großwater Johannis Sigismundi, der an. 1674 alsFürstl.LiegnltzischerRegierungs-Rath gestorben. Des letzter» söhn,OttoConrad, n-ron von Hohberg auf Pohlschüldcrn, erhielt an.1714 den Freyherrlichen cK-Ec-, und fiorirte noch an. 1719 alsLandes-Aeltister in dem Fürstenthum Liegnitz . Um eben diese zeitwar Otto Heinrich von Hohberg auf Schützcndorff, des Fürstcn-Ihums Neisse hoch - meimrter Landes - Aeltester. LcNKl.
eurioil
Hochburg/ (Christian) war den 2; jul. an. 1607 zu Lüncburgvon einem luchmacher daselbst, Georg Hohburg, gedohren. Erwurde gar frühzeitig zu einem wäysen, aber durch vermittlung ei-tles Predigers daselbst, IVI. Locken, als welchem seine mutter diesenihren söhn auf dem tod-belt anbefohlen, zur schul gehalten. Dieserverschaffte ihn, auch, da er nur 1; jähr alt war,eine cvnöMoo zuiiikormiren. Nachdem er sich eine zeitlang allda aufgehalten,kam er«Mich in die klostcr-schule, und weil er eine schöne stimm hatte,auchdie wutic wohl verstund, muste er in dem chor siiigca.Daselbst legteer nun die tunäsmems seiner ckuäien; weil er aber keine Mittel halte,auf univcrtzkäten zu ziehen, wurde er nach Lauenburg zu einem zoll-einnehmer als inkorm-uor rccommenäirsbey welchem er sich so langaufhielt, biß er so viel erworben, daß er seine reiß weiter fortsetzenkonte. Hierauf begab er sich nach Königsberg in Preussen, undnachdem er sich eine zeitlang allda auffgehallen, kehrte er wiedernach Lauenburg , allwo er omo- wurde, und darbey die früh - undWochen - predigten verrichten muste, da er sich denn mit CasparDreuers, gewesenen zoll - einnehmers, tochter verlobte. Als ihmemstens nach gehaltener predigt, darum er des Schwenckselds ge-dacht, ein buch dieses namens gereicht worden, soll Hohburg derge-stalt gerührt worden seyn, daß er so gleich aller weltliche» dinge, sogar auch seiner verlobten braut, vergessen, und in stätem weinen,feufftzen und andern buß-übnngen die zeit zllgebrachr.Hieraufwurdeer an. 1640 LutzCourcetor zu Ultzen, da er denn ebenfalls die srüh-«nd Wochen - predigten bekam. Weil nun die straffen der grossensicherheit und boßhett überall überhand nahmen, machte er deßwe-gen ein allgemeines gebät, und that selbiges allezeit ugch der pre-digt, welches gebät in dein büchlein vomTcutschen krieg noch stehet.Die Geistlichen legten sich darwider, und begehrten,er solle mit deingebät umhatten, von welchen er aber verlangte, man solle ihn an»weisen, ob etwas darinnen, so wider die schrifft wäre. Weil nunHohburg vermeinte, daß er nicht mit gutem gewissen folgen könte,relvlvirte er sich, das predigen gar zu unterlassen, da er denn auchseines schuldienstes entsetzt wurde. Er begab sich hieraufnachHam-durg, und wurde bey dem Commendanten allda intormsror, st, wel-chem dienst er auch verschiedene bücher schrieb, worunter seine p-s-xis/ir,,ci,LNL> meäulls Lsulcri, das ärgerliche Christenthum, wel-ches er unter dem nanien Bernhard Bamnanns geschrieben, wieauch unter Elia Pratorii »amen seinen spicgel der mißbräuche beydem predig-amt, in welcher letztem schrifft er grosse hcfftigkeit ver-spuren la>,et. Weil aber der Commendant nicht länger in Ham-burg blechen konte, gieng er nach Lüncburg, und wurde in derStcr-michcn druckerey c»rr«aor. Doch auch hierbey konte er nicht langbleiben; da es sich denn fugte, daß Hertzog Augustus von Wolffen-»utlel ihn vonrte, nnd »hm den r^r z„r prvb-predigt selbst aufsetzte,
welche er auch mit allerseits vergnügen abgelegt haben soll.gegebener, wähl unter dreyen Pfarren, erwählte er die geringste auseinem dorff, Borne genannt. Als indessen eine Super,
stelle ledig wurde, trug ihm Hertzog Augustus solchefelbstman-
er schlug es aber aus, um der ursach willen, daß er sich fast „ick?tüchtig genug fände, nur aber einfältige bauren die wacht zu hal-len, geschweige denn über so viel andere lehrer, daß auch der Her'tzog sagte: der soll es haben, und will es nicht, hundert andere wol-len es wohl gerne haben, und können nicht. Kaum saß er daselbstein paar jähr, so wurde er auf vielfältiges anhalten einiger?i>eoWZorum fort geschafft. Seine gegner zogen viel Puncte aus seinenschafften,und forderten, er folte sie wicderruffen. Er aber weigerte
solches und verlangte, man »ölte nnt Gottes wort und der that er-weisen, daß feine lehre nicht der warheit gemäß sey. Endlich setzteman ihn ab, warffihm seinen hauß-rath und andere fachen aufhjegaffen, und muste er mit Hinterlassung aller aufdie pfarr-güter vor.geschossener unkösten und unter den bauren häuffig stehendengel»der», so er ihnen bey dem damaligen kriegs-wesen vorgestreckt,überhals und kvpff, und zwarmit 8 kleinen kindern,aus dem land ziehe».Da kam erstlich ein aus Quedlinburg zu ihm, welcher ehe-mals sein schul-camerad gewesen, der sich alles guten erbot, undihnbewog, daß er sich dahin zu ziehen retoivwte. Allein da er gar wenigreiß-kösten hatte, fand sich ein ihm unbekandter mann aus Nmn«berg, welcher auf der Leipziger meß seinen zustand erfahren, iintzihn, in Braunschweig hundert ducacen zu empfangen auwieß, da.von er aber nicht mehr als 50 thaler annehmen wolle. Daraufbe-gab er sich nach Quedlinburg ; allein weil er seinem freund gestan-den, daß er unter des Eliä Prätorii namen steckte, und dieser solchesentdeckte, wolle man ihn auch daselbst nicht dulden. Es geschahe,daßihm ein kind allda verstarb, dasselbe muste wohl 14 rag »»begrabenligen, biß endlich der befehl ertheilte, daß solches in der
stille solle beygesetzt werde». Weil er nun nach anderer gclegenheitsich umzusehen genöthigt ward, brachte er es endlich dahin, daßseine familie daselbst solang geduldet wurde, bis er wieder käme, daer sich indessen bey Joachims Betkio zu Linum aufhielte, und alldaseine -potogism pMoiiLllLm verfertigte.Es wurde ihm hieraufun-versehens anlaß gegeben, in Gelderiand an einem ort zu predigen,da ihn ein gewisser Landsaß aufseme schloß-capel! zumPredigec an-nahm, doch mit der bediiigung, daß er mit dem cnnlillorw »iid denstreit-articuln der Resormirten nichts zu thun haben, sondern nurChristum und seine nachfolge predigen wolle, da er den» ftine sa,mitte nachholte. Dieses währte wiederum eine kurtzezeit/bisersel,bigcnHerrn eines Verbrechens wegen erinnerte, undihn gar ».coMivullicirie, da es denn so weit kam , daß derselbe Landsaß demHohburg den ort verfchliessen ließ,allwo sie sich zu versiunmlen pflegsten. Also fieng er an in feinem wohn-hauß zu predigen, so ohngc»fähr ein halb jähr währte,bis er wiederum in dem sieckenLatuniMeben dcnftlbigen conällioncn zum Prediger bestellet worden, allmer in die > 6 jähr gcpredigel. Ais er aber daselbst anficng, seine -li-o.logi-m zu schreiben, verbot ihm das conlillorium, ohne
ihre cenlllr nicht weiter hierinnen fortzufahren; allein er kehrte sichnicht daran, sondern gab noch verschiedene bücher in druck, und un-ter andern feinen unbekandtcn Christum.Man drungc auf ihn, sol-ches buch zu revociren, und als er es nicht thun wolle, lüssenÄtMsie ihn von »einem dienst, verboten auch dem Rentmeister, ihmnichts weiter von »einer bcfolduiigzu zahlen, worauf er frcuwilligabdanckte, und »eine rück-ständigc beiöldung im stich ließ. Daraufbegab er »sich nach Am»Ierdam, lebte allba eine zeitlang sehr küm-merlich, und wurde hernach zu Middeldurg durch »einen söhn, derein färber war, ernähret. Bey einbrechendem Frantzöstschmkrieg zog er mir den »einigen nach Hamburg , und wurde von denMeimonisten zu Attenau zum Prediger angenommen, jedoch, Wer mit ihren ccremomen keine gememschant hätte, da er auch mitdcmLabadic und Antoinelte Bourignonbckandtworden, kviewvler sich mit ihnen nicht recht vereinigen könncn.Er starb endlich den29 oct. an. 167;, und ligtaufderResormirten kirch-hofbegrasen.Erbat viel fchrisslcn hinterlassen, als da sind ausser den bcmis-ge-dachte», bcrtz-wcckcr; pr-xl; Osviäica ; hcimiichcr Prüfung vor-trab, unter dem namen Andreas Säuberlich; von Ursache» MTeutschen krieges; Teutsch-evangelisches Jüdcnthum; Fursill-cher iugend-lpicgel; rKcoiogiL Herold; hertzens-rbcolog!-;
llicrz; crklärung einiger lieber unter dein name» Ehru-stiani Montaltii; von der wieder>gcbnrt; Vaterlandsxottill» myüics; davon aber die meisten von den Lutherischen rkeo.kogir. Glaßiv, Sauberto, Müllers und andern sind widerlegt wor-den. Sein lebens - lanffist von »einem »ohn Philippo belchrMi,und an. 1698 gedruckt. klLrvnilck kersisc. LknllcnwlW
p. i p> rz8. H. LUoüe-«- in iisgo^. sä ttiikor. (.licriönck. Limdk- k- rp. 144. icecrer- liittoric ?. z c. iz.
^ohenbera / eine Schwäbische Graffchafft in dem Schwachwalb a» dem Neckar / welche man insgemein das land yoM-derg nennet/ und von dem mmmehro ruinirten Mpedrii»«»bar. Sie wird in die untere und obere Graffchasst cuMMki/und gehört meistens dem Hause Oesterreich. Die ehemaligen vmfen drcses namens werden von einigen mit den MalMM vmHochbcrg / so von den Hertzogen zu Zartngeu hergestamlnek/ ckunäirt. Sie haben aber lhrcu Ursprung von den Grafen von Hmingcn gchabt/welche vor altcrs mächtigcHerren inschwam ^dein Elsaß gewesen. Von denselben ist vor andern Mrechl/ m mdas jähr i2g8 gelebt/ anzuführen / dessen wchter/ Anna/em smahlin Kaysers Rudolphr l/ und eine stammmuiM dcö MPOesterreich worden. An. 1486 starb Siaismundus / der »M
dieses geschlcchts / die Graffchafft aber batte schon an. n/l
hanK Oesterreich käuflich an sich gehracht/ öaW d>e