Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

höh

ssauffen ist der erste, welcher aus diesem geschlechte bekannt iff.Selbiger lebte unterdes Kayftrs Henricilll regierung, und war«in gar begüterter Herr, zumal er zu Waldhausen seine cantzeieyhatte. Seine gemahlin Hildegards war eine Gräfin von Hrlf-fenstein, GrafUlrich des jungern tochter, wiewohl andere sie vor ei-ne Gräsin von Hohenlohe halten. Seine söhne waren Fridrich,von dem so fort; Ludwig von Hohenstauffen, welcher an. 1080den gründ zu dem schlösse Stauffeck gelegt; Gualterus, Freyherrvon Hohenstauffen aufElisabetbenberg, starb an. 107;; Conradusstarb an. 1070 in der jugend ; Otto, Freyherr von Hohenstauffen,war Bischoff vsn Straßburg , und in der religion verdächtig, da-rum wurde er Klüsmsricuz benennet. Man gab ihm schuld, daß erdes klostcrs Ettenheim-Münster abnehmen verursacht, angesehener dem Kayfcr tsvori6rte,und gestattete,daß selbiger die kloster-güterkriegs-leuten einräumte. . Sonst übergab er samt seinem bruderHertzvg Fridrichen die väterlichen erv-güter an 8. kille^-kirche zuSchlerstadt, welches Stifft hernach dem hohen Stifft Straßburg einverleibet worden. DerBischoff Otto wohnte hierauf dem erstencreutz-zuge in das gelobte land unter Gottfried von Bouillon undan. i°s 9 der eroberung Jerusalem bey, und kam glücklich wiederzurücke. Die kirche, die er aufrichtete, dauere er nach dem moaeUedes tempels zu Jerusalem . Der älteste, Fridrich, der alte genannt,wurde aus einem Herrn von Hohenstauffen/Hertzog in Schwaben .Er widmete sich von jugend aufdem kriege, und diente zumal Kay-ser Heinrich dem IV getreulich; weil er auch in der schlackst widerden Gegen-KäyferRudolphum sich sehr wohl gehalten,und zu dessensiege am meisten beygetragen,gab er ihm zu belsbnung seiner treuendienste feine tochter Agnes zur gemahlin, nebst den HertzogthümemFrancken und Schwaben. Er musie zwar mit Hertzvg Bertholdovon Zäringen,welcher auffeibige lande rEeaiWn machte, darüberkrieg führen, jedoch war er chm überlegen, und behielt selbige.An. i rar vollführte er den angefangenen bau des klosters Lorcha,welches für die Benedictiner gestifftet wurde, und fügte demselbendas Hohenstaufsifche erbbegrabniß bey. Er hatte; söhne, wovonHermannus in der kindheit verstarb, die übrige beyde, Frideri-cus der einäugere und Conradus, Mieten 2 lmien. Conraduswar Hertzvg in Francken, und wurde nach des Käysers Lothar»tobe an. nz8 Kayser. Seine Prmtzen von der gemahlin Gertrudwaren Fridericus, der an der pest, oder wie andere sagen,imOrientgestorben, und 2 Prmtzen hatte, darunter Fridericus an. 1165 ad-gieng, und Conradus ebenfalls jung verstarb; Conradus starb an.114; ; Henricus wurde bereits in seiner kindheit zum RömischenKönige erwählet. Er giengin und Syrien , verharrete

dase!bst,4 jähr und starb; Remboldus starb an. 1140; Wilhelmusund Fridericus starben in der ersten kindheit. Der andere bruderaber, Fndericns der einärmete setzte das geschlechte fort- Er warein tapsserer Herr, und führte mit Kayser Heinrich dem V krieg,muste >lch aberzu Fulda vor ibm aibmirciren. Er bemächtigte sichehemals desgantzen strichs am Rheine von Basel bis nachManntz,und bauete viel vestungen,daher das sprüchwort gekommen: Her-tzog Fridrich ziehe allezeit mit des Pferdes schweiffe eine festungnach. Er verbesserte an. n 1; samt den Land-Herrn und Edlen diebürg ;n Hagenau, davon noch die Burgmänner mit ihrem freyensitze und Wohnung kommen. Er richtete auch die zu §. Wal-purg, welche zuvor Graf Theobald von Mömpelgart allein vor 2Münche erbauet, zu einer vornehmen Abtey auf, wie er denn auchin selbiger kirche begraben worden. Er hatte 2 gemahlinnen, dieerste war Judith, Hertzvg Heinrichs des schwartzen in Bayern tochter, von welcher Fridericus LgckLrnüs , der hernach Kayserwurde; die andere war Agnes, Iriderici, Grafen von Zweybrü-cken und Saarbrücken tochter, von welcher Conradus, Hertzvg inSchwaben , Francken und Pfaltzgrafbeym Rhein. Der jüngereConradus wurde nach PfaltzgrafHermannitode, als welcher ohnemännliche erben abgieng, an. nzü auf einem Reichs-tage zuGoslar mit der Pfaltz beym Rhein belieben,brachte auch stadl undschloß Hcydelberg, so ehemals zu Worms gehörte,an die Pfaltz. Erthat seinem bruder in den Italiänischen kriegen gute dienste,machte viel stifftungen , verwandelte Neuburg am Neckar in e,nIungfrauen-klostcr, und starb den 6 nov. an. 119 c- Seine erstegemahlin war Elisabeth,eine Hertzogin in Bayern,oder wie anderewollen,eine Pfaltzgräsin beym Rhein . Die andere gemahlm Jr-mentrudis wird von etlichen Jrmcngardis oder Agnes genennet.Von diesen beyden hatte er 4 kinder, worunter Conradus, Pfaltz.-grafbeym Rhein, an. 1186 vor dem Vater verstorben, undzuScho-nau im klvstcr begraben worden; Cunigunda war Aebtißin des klo-sters Neuburg ; 'Gertrudis aber starb in der jugend. Weil er nunkeine männliche erben mehr hatte, rcgxmrte er rein von der Collni-fchen kirche tragendes lehen dem Ertz-Bischoffe Philippo zu Cöllnauf, daß er dasselbe änderte, und von neuem seiner gemahlin undtochter Agnes verliebe, wie auch an. 1084 geschahe. Als er nunstarb, so fielen die Pfältzischen lande aufseine tochter Agnes, welchemit Hertzvg Heinrichen von Brannschweig, Hertzvg Heinrichs deskämen söhn,vermählet war. Dessen ältester bruder aber Fridericusder Rothbarth/setzte das geschlechte fort. Er war an. 1121 ge-bohren, wurde nach seines vatersFriderici des einaugrgtm tobeHertzvg in Schwaben , und an. 1152 »ach seines vetters Conradrlll tobe Römischer Käyser. Er vermählte sich anfänglich mitAdelheid Margqrafin von Vohburg , ließ sich aber wegen naheranverwandtschafft gar bald von ihr scheiden. Die andere war Bea-trix , Grafen Reinaldi in Burguudien tochter. Sem ältester söhnwar Henricus VI > welcher in dem Ven jähre seines alters bereitszum Römischen Könige gekrönet wurde. Er folgte dem vater m derregierung, und bekam mit seiner gemahlin Eonstantm die König-reiche Neapolis und Sicilien, starb aber an. n?8, und hinterließ

höh

8n

emen euitzigsn söhn, Fridericum I! > von dem hernach. AnderleiI anderer lohn war Fridericus, welcher zu seinem antheii dasHer-nebst der erbschafft Welphonis undGrafschaffd

erhielte. Denselben ließ der vater von kindes-beinencÄÄ^„.^^'^^?,"^^'Hken,nachgehends diente er dem vaterstz sttzb im gelobten lande; er commsnäirte auch an. ny»^ Christliche armee daselbst, und befochte eine grosse viLtorie wi-

bald darauf. Der dritte söhn warklur Hertzvg in Francken,aber nachauch Hertzvg in Schwaben wurde.Er E regte mtt semes bruders,KayjersHenrici VI, willen,HertzvgBertholdenvou Zanngen; als er aberdarzu anstalt machte, wur-de er getodtet, und lrgt in dem kloster Lvrch begraben. Der vierdtesöhn >var Otto, welcher die Grafschaffl Burgund bekam. Diefolgende; söhne, Wilhelmus, Remboldus und Fridericus II star-ben in der kindheit, und ligen in dem kloster Lvrch begraben. Derachte war Philippus , welchem Henricus VI aufdem tod-betteseinen jungen Prmtzen Fridcricum II anbefahl. Wein weil selbi-ger noch zu jung wär, so erwählten einige Ottonem IV , Hertzvgvon Braumchweig, andere hingegen hiengen diesem Philipps an,welcher auch durchdrang. Er wurde a». 1207 von PfaltzgrafOt-ten von Wittelsbach umgebracht. Seine gemahlin war Irene,des Königs von Dalmatien tochter. Er hatte 2 Prmtzen, Reginoi-dum und Fridericum, welche beyde in ihrer kindheit verstorben.Henrici VI söhn aber, Fridericus II, setzte das geschlecht fort.Dieser wurde wider Ottonem IV zum Kayser erwählet, und starbnach vielen unruhenan. irzo. Erhalte 6gemahlinnen, darunterdie erste war Constantia, Printzeßin aus Aragonien ; die andereJolanta, Johannis von Brienne, Königs von Jerusalem loch-tcr; die dritte Agnes, MarggrafOttonis von Mähren tochter;die vierdte Rutina, GrafOttonis von Wolffrathshausen tochter;die funffte Jsabella, Hertzvg Ludwigs in Bayern tochter; die sech-ste Mechtild, Königs Joharmis in Engelland tochter. Von den-ftlbigen hatte er viel söhne und töchtern. Unter diesen war Agnes,Landgraf Conradi in Thüringen gemahlin, und Constantia, Land»grafLudwigs zu Hessen gemahlin. Unter seinen söhnen waren 2natürliche, weiche er von Bianca, Marggräsin von Moutferrat,erzeugt.hatte, ncmlich Manfrebus, Hertzvg von Tarento , und En-cius/König von Sardinien, Hertzvg in Löngobardien, welcher aberan. 1249 von den Bononiensern gefangen wurde, und in seinem 2ajährigen arreste sterben muste. Seine rechten söhne waren Henri»cns, Iordanus und Conradus. Jordanus starb gar jung, Henri-cus aber wurde an. 1222 zum Römischen Könige gekrönet; alleinweil er sich auf des Pabsts anstifften wider seinen vater verhetzenließ, wurde er vvn selbigem zu Worms arrestirt, hierauf nach Hei-delberg ,. und von dannen nach Aizen, endlich aber in Sicilien ge-führt , allda er nach einer; jährigen gefängnuß starb. Seine ge-mahlin Margaret», Hertzogs Leopoidi von Oesterreich tochter , ge-bühr ibm 2 Prmtzen, Fridericum und Henrjcum, welche aber vonihrem unächten bruder, Manfreds,durch gisst hingerichtet wurden.Der dritte Printz war Conradus, welcher auch an. 12^7 zum Rö-mischen König erwählet wurde. Er suchte zwar nach seines vaterstode die Kayftr-würde zu behaupten, konte aber nicht durchdrun-gen, weshalben er sich in Apulien begab, und daselbst an. 12z; ver-starb. Vvn seiner gemahlin Elisabeth», Hertzvg Ottonis in Bayern tochter, hatte er emen emtzigen Prmtzen, Conradinum, welcher zuLandshut in Bayern erzogen ward. Als er erwachsen war, zog eran. 1267 mit einer armee in Apulien,um das Königreich Neapolis,welches Hertzvg Carl von Anjou erobert, wieder zu erhalten, waraber so unglücklich, daß er von selbigem geschlagen und gefangenwurde, auch endlich an. 1269 aufdem öffentlichen marckte zu Nea-polis durch des henckers Hand sein leben lassen muste. Mit ihmgieng der Hohenstaufsifche stamm gäntzlich ab. Dannenhero Kay-ser Rudolph von Habsburg,als er zu der Kaystr-würde kam,seinenandern söhn Rudolphum mit den Schwäbischen landen belieben.

Otto üe kri'cier. I. ckro». Putins. O«/»

^nn. 8uev. Le-Lvx, NlrzLlcke ctzronic. ckron. 8vir.Ä«M/A»

ckrom'c. ttslv. bist. ?3iLtin3. uisiler kürlten-tLsI c. I.

^ohenstein/ eine stadt nebst einem schloß und amt, an dem ur»sprung der Passarge, in dem Brandenburgischen Preussen. Sie istan. i;i2 erbauet, und an. 1709 durch die pest sehr mitgenommenworden, krculll ÜLLts. Zcngr.

^ohenstein/ ein Heßifches amt und schloß in der niedern Grafl-schafft Catzenelnbogen, eine weil von Schwalbach aufeinem fel-sen gelegen, war ehedessen eine vestung und gancrben-hanß, ist aberiin kriegs-weftn zerstört worden. Unten am festen hangt ein altesschloß, der Greiffenstem genannt, davon man keine nachricht fin-det, als daß es die emwohner vor älter alsCatzenelnbogen ausgeben.

tzlslll belcll. p. »4-

^ohenstein/ ein schloß, ftädtlein und amt desMarggrafthumsMeisten gegen die Böhmische und Ober-Laußlötjche grantzen gele.geil, und der Sächsischen Chur -linie zuständig.Es ist vor di-iem arrvestes schloß gewesen, soll auch eine besondere Hcrrschafft, und demae cblecbt von Clomen, so zu Wila oder Wehlen an der Elb regu,-rec, nebst Königstein, Lilrenstein, Schreckenstein, Rathen und Clo-men oder Lohmen zuständig, gewest» sty«- Nachdem haben es dreBirken von der Dauba, BohMischer ankunN. samt Lohmen beses-sen, wie sie es denn noch an. 1414 mne gehabt,E» hat sie aberCbur-fürst FuderKus kiscillus um das ,abr 1444, .weil sie dem StifftMeisten zuwider gewesen, gezwungen, daß steRühlbera an der Elbe davor nehmen müssen. Worauf gedachter Churfürst Hohenstemeingenommen, und der Cron Böhmen entzog:», weil daraus aroj-ser schaden durch die streiffcreyen gesehen w.r. Hernachmals barKkkrk 2 Heip