NchWg dieser Republic gemacht, Wozu der Mutz VönSraniettnicht wenig beytrug. Die Staaten von jeglicher Provintz maffe-teu sich die fouv-rsinen rechte an, die fönst denenKönigen vönSpa-nien gehörten, Und pr-ekrv.rte dem Printzen Wilhelm von Nassaualle gemalt, die er als vlco.ue und Gouverneur dieser Provintzenhatte. Denn weil die vereinigten Provintzen ihr aufnehmen mei-stentheils demselben zu verdancke hatten, haben sie auch diePrintzeüvon Oranien nach einander zu demStadthalter-amte b eruffen,undsie zu Häuptern erwählet, jedoch allezeit mit der deschaffenheit, daßsie nicht Herren des Staats gewesen, sondern unter der Provintzaefatzen, gewohnheiten und louvcreinität behalten worden find. ESwurde zwar anfänglich Wilhelinus III, König von Engelland -,vermittelst des an. 165° aufgerichteten ewigen eciiets, von allengrossen staats-cli-rZen , insonderheit aber von dieser Stadthaller-fchafft, ausgeschlossen, muste auch dannenhero an. 1672 bey antrittder angetragenen General-Capitain-und Adimral-cysrZs vermit-telst eines eydes der Stadthalterschafft absagen, weil selbige nachdenen von der Witlifchen parlhey geführten prmcipM mit jenenincompsiibie war. Allein es muste sich solches bald änderst schicken,indem die städte der Provintzen Holland undSeelanddiese endliche«.oniLc-rion der stadthalterschafft erliessen, und dem Printzen sel-bige würde antrugen, wormit der ansang den 29 jun. an. r 072 ge-macht, und daraufvon den übrigen stäbtm bald nachgefolget wur-de. Es war aber der Stadthalter nicht nur General zur fte und zülande, sondern auch das oberste Haupt in policeymud gcrichts-sa-chen, und berechtiget, die tncisten obrigkeitlichen Personen in denstädten von Holland , Seeland und Over-Pssel zu erwählen,da man
ihrer seyn sotten , davon er denn die Helffte erwählte. DieStaatengaben ihm zu seiner Unterhaltung alle Monät ivoooo pfund , undwenn er bey der armee war, bekam er noch 40000 pfund mehr, anst's« den looooopfunden, so zu geheimen dunsten bestimmt, wormiter nach gefallen handeln kunte. Er 6-rißirte die armee, dorffte aber'ohne der Staaten einwilligung nichts wichtiges unternehmen. Erführte einen zimlichen staat, und hätte viel puvil-ßl-. Nicht weni-gerhaben sich dieHolländer in Ost-Indien veste gesetzt,und daselbst'auf der inful Java in der stadt Batävia eine eigene regievung an-gerichtet, welche stadt auf denen rmnen der alten stadt Jacaträaufgebauen worden, nachdeme sie den Kayser von Mataran , unddie mit ihme verbindete Engelländer, von welchen sie in ihrem >1-.gärln waren belageret worden , nach erhaltenem entsatz untermGeneralKöhn/gäntzlich geschlagen,und sich also der gantzen gegendtmjahr lüiy meister gemacht. Sie griffen hieraufm der insulJava noch ferner um sich, und hielten die Könige von Bantam inder vestung Bataviagefattgen, woselbst die zwey jungen brüder infichereverwahning genommen wurden. Denn der letzteKayservonMataran hinterließ ; söhne; unter diesen rebellitten die beydejüngste, der älteste aber rieff die Holländer Um hülste an , und gabihnen die stadt Japara , üo meilen von Batavia ltgend, woselbstfie ein k-'i-r baueten, und darein eine starcke besatzung legten. Derrrieg währte so lange, bis einer von den brüdern getödlet, und derandere gefangen bekommen wurde. Als nu» aber der Kayser denHolländern eine grosse summa geldes schuldig war-, so gab er ihnenauch die stadt Chertbött, die 20 weilen von Batavia ligt,durch wel-che beyde städte fie mächtig wurden , den Kayser selbst unter Wjoch zu bringen. Sie find auch meister von der insul L-umatrawoselbst sie ein ck>rr zu Padan und 2 contoi-- haben , so daß die Kö-nige von Achcn und die übrige kleine Herren der insul ihren Pfefferund gvid niemand anders als allein den Holländern verkauffenborsten. Über dieses haben sie noch 6 ZenerLt-ßouverne,neus inIndien , worüber sie »bloim ^ befehlen haben. Das erste ist au fder küste von Coromanvel, allwo Paliacate die Haupt-stadt ist; dasandere ist zu Ambonavder Amboyna, einer von den Motuckischeninsuln, wovon Victoria die beste stadt ist, von wannen ungemeinviel würtz-nelcken weggeführet werde» ; das dritte ist aufder insulBanda, worinnenmüstaten-nüsse wachsen; das vierdte ist zu Ter-nate, so eine von den kleinen Moluckifchen insuln, worinnenGama-letne die Hauptstadt ist, allwo sie die nelcken-däume verwüstet haben-um die nelcken vonAmboyna desto theürerzu verkauffen; das fünff-ie zu Ceylon, allwo Cvlumbo die beste stadt ist und da- stchste istzu Malaca in einet JndiaUifchen Halb-Jnstil. Eolumbonahmenfie gegen der mitte des 17 ckcuii den Portugiesen weg, aufwelcherinsül sie; vcstungen haben. An, 1641 nahmen sie Malaca ein, Undvertrieben die Portugiesen daraus. Ausser diesen ß-neral-xouvcrnc-öder allgemeinen regierungen haben sie auch einige abson-derliche , allwo der Oouvcrneur Commendant genennet wird,, alsauf dem vorgebürge guter Hoffnung - zu Macassar in der insul Ce-lebes, zu Padan in der insul Sumatra , zu Timot, so eine von denkleinen Moluckifchen insuln, zu Andtagirv in der insul Sumatra -und viel andere mehr auf den küsten von Malabür- Nebst dem ha-ben sie auch einige conroir- an verschiedenen andern orten, als zuJspaban und Gaumaron oder Bandarabassi in Persien,von wan-nen sie seide bringen; zu Suratte, Agra und Amadabat in demgebiete des grossen Mogols; zu Bengala; zu Palimbang undJambi in der insul Sumatra; zu Banka, einer insul unweit Su-matra ; und endlich zu Siam und Ligor MTonquin und MJapan.In China brachten sie hiebevor ihre waaren bis in die benachbar-te insuln, von wannen sie die Chineser heimlich wegholten. An.168; schickten sie 4 schiffe dahin nebst einem /cmb»U 4 cieur und vot-ttestichen aeschencken vor den Kavser und dessen rvNmittos, weil sievernommen, baß die Chineser sich entschlossen, ihnen ihre Häfen zuöffnen Jn bemeldten gouvenicmens muß alles geschehen , wie esvon dem Rath zu Datavien befohlen worden. Es bestehet solcheraus dem General , welcher alles zu befehlen, und niemand rechen-
schafft zu gebest hat; dem o-ucrzi-osteÄo're. welch« M einkünffteunter Handen hat, und davon rechenschaffl geben muß; und endlichaus den 6 vr-imLir.und einigen extrsorciinLi v Räthen, deren bis-weilen 2 und manchmal 4 sind , Nachdem es den 17reÄoren, die allezeit in Europa sind, gefället. Diese Versammlungran alle amter vergeben, jedoch mit der cvmpagnie bewilliguvg ,welche gemelUlgllch alle dessen schlüffe billiget. Der General wirdnur auf ; lahr erwählet, bleibt aber Loch seine gantze lebens-zeil-weil es der cvmpagnie nicht zuträglich wäre, wenn sie alle; iaheccnen mann bereichern solle. Er bekommt zu seinem tractament allemonat Mo fronen, und cronen zu feiner laset; seine gantze fa»
milie aber und Hofhaltung wird noch ä von der compagme er,hallen. Er hat den schlüffel zu allen Magazinen, und kau also da-raus nehmen, wenigst zu dem gebrauch seines Hauses , was ihm be-liebet, ohne jemand davon reche,sschafft zu geben, für sich selbst ab«darffer nicht handeln. Er fahrn niemals aus,daß er nicht ;c> leid-tradantm vor seiner kutsche, eine compagme fuß-tradanten hintennachgehend, und ir s-Lg-- zu bkyden seilen lauffend hat,und nimmtdie /lmbsMaeu-r der Indianischen Könige mit einem „»gemeinenpracht und staat an. Ausser dem bemeldten Ober-Rath ist daselbst
noch ein-gerichts-coü-ß,um , welches aus einem Präsidenten, vlcs.
Präsidenten und 12 Räthen bestehst -, die beydes civli-md krieges-fachen ohne fernere L^pelistton entscheiden, auch macht haben , denGeneral selbst zu verdammen,wenn er des hvch-verraths überzeugetworden. Die Holländische Compagnie hält in gantz Ost-Jnvicktnur i2oöd mann von rechten cHsclpi-nirten soldaten ; allenthalbenaber, wo sie eine g-rmion haben , gibts auch viel mannschafft , diegeschickl ist ,-beyvorfallender gelegenheitben degen zu führen. DekGeneral-Major commsnalret alle unter dem General stehendecrouppen. Darnedenhalten sie in Indien allezeit i üo kriegs-schiffe,deren jegtiches so bis üo stücke traget, und können zu kriegs,zecke«gar leicht 40 der allergrösten ausrüsten. 8s»v>-.
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rsmargue, für l'etarckes vrnvincez unlos. kick. mstslligut
ck ttollanZe. iie LkoiA- 6s A»m su 168; -Si 1S8S.
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lieh zwar stund selbiges land, welches ehemals Batavien genennetwurde, unter den Römern, Wiewohl mit dieser freyheit,daß sie ihreMagistrats » Personen und Regenten aus ihrem Mittel erwähle«Lorffcen, und der Römischen Monarchie zu mehrers nichtals zu einer kriegs-sckocisrion verdundett gewesen. Zu des KayserSNeronis zecken haben so wohl die Batavier, als ihre Nachbarn dieFncßländec sich dieser gemalt der Römer und der auf sich habende«-fthatzung entbrochen. Nach der zeit aber ist Holland unket die Kö-nige von Fricßland gekommen, dis Carolus k-ls-tLiiu? die Fcieß-länder bezwungen,ihren König RatbötUm verjagt,und sichTeulsch--lands dvn dem aiisgang des Rheinstroms an bis zur Wechsel be-mächtiget. Carolus R. wiewohl er zum ösftcm der Sachsen re»bellion erfahren müste , behauptete dennoch durch seine glücklichewaaffen die herrschafft auch über dieHollästder.Ansanglich räümtbbemeldter Earolus N. dem Bischofs;» Utrecht bey nahe die her-schafft übet Ho'ltand ein,Md gestattete ihmdiemelsten inrrk6cn sel-biger Provintz, aus kein« andern ütsach, als das Cbtlstenthunr
glauben zü bekehren. Mein bet Bischofs Gottfried von UtrechtMachte viel 'Unruh im land, so daß bet König Carolas c-i vus sichgenöthigt fand- solche unnöthige fehde dürch einfttzüüg eigenerGrafen über die Provintz Holland abzuschaffen, wotzu noch kam,bäß die Normannet Um selbige zeit einen einfall in diese -landethaten, wie denn auch nach einiger muthMssung von ihnen dername Holland Und Seeland aufgekommen seyn soll. Es wolle«zwat einige, daß Graf Dietrich, Graf Gerolfs in Frießland sohn,den littst des ersten Grafen von Batavia geführet, welchem KönigCarl det AnfälttZe in Franckreich an. 91s nicht nur dieUusbenalten Friesischen landen zu einet neuen Grafschafft gemachte lände,sondern auch das kirch-sviel von Egmond, undwas.darzo gehöret/verehret haben sott. Allein es,st sicherer zu sagen, daß der ersttGrafvon Holland -, Dietrich I , Hertzogs Sigeberti in Aqüitanien soh«gewesen. Er fand zwar von dein Burggrafen zu Leiden Und einemvon Falckenburg, weicher der vornehmste indem land war, viele«widersprach, drünge aber unter Caroli-e-tti hülffe durch. Hierauf-empörte« sich die Friesen, und jagten ihn zum land hinaus. Ihmfolgte sein söhn Dietrich II , welcher die Äbtey Egmond stifftcte^Er hatte eiüen söhn Dietrich III , welcher «icht mit Unter dicRe-genten gerechnet wird.. Er hatte aber Mit feiner gemähliU Hilde-gard, König Lüdwigs V in Francken tochter 2 söhne - EgbertuMUnd Arnoldüm. Der erste trat in geistlichen stand, und ward ErtzsBischoffzü TrM, ArnoldUs aber ckicre6>rteseinemgroß-vaker; erheyrathele Graf Dietrichs zn Ringelheim tochter Lüitgard, welchedes Kaysers Ottönis N. Mutter -leibliche schweflet war,wodurch erin die Kayftrliche freundschafft «nd in grosses ansehen kam. Ermachte sich von der Fränckischen ober - herrschafft gantz loß , Undbegab sich unter die Teutschen Kayser. Nach fünff- iähriger regis-tilng gerietb er Mit deN widerspenstigen Friesen in ein hitziges ge»fecht, worinnen er erschlagen - und an. 99; in dem kloster Eqmondbegraben ward. Er hinterließ ; söhne, Dietrich IV Uüd Sigeftkbum, welcher die Herrschafft Brederode zu seiner bekam»
Der erste söhn, Dietrich IV, folgte an. 99 t dem bat« in der tegie--rung im 12 jähr seines alters. Et führte unter seiner Vormünder an»führüng milden Meßländern krieg, bekam auch den Bischoffend-lich gefanaen.Er hinterließ von sein« gemahlin, welche desKaysetsOttonis Ü tochter war, »söhne, Dietrich V und Iloreiitium.Die»Lllll » " '