Die vornehmsten geschlechter sind AhlefeldBuchwald, Bülowe, Damm,Gadendorp, Hartem HestemHockui,Melmann, Magnnssen, Meinsdorsser, Pentzen,^)etersen, ^.lessn,Dazwischen/ Qualen, Rantzowen, Ratlotven, Reventlowcn/Ru-moren, Sehstedt, Wedel , Wensien/Wrsch/Wlttovpen/Wonbflelhe,Wvyen rc. A-/M->/-i. L»oec. c-r/e,
Ls//Ä1. so Tierörrrl. in sccccki liilkor. Lrxo 6^»r-»-rr. Viol-
en. ckrc>n.'L/,Ä^e»i>. Zclisumd. cbron. ^Ee/,„Er Sc ^/»c/'c/-Ol^cnh. cl,roo. O/c-rck-rtolkkcin. cticon. iLncter-
beschreib, von 3cli>clvv. uncs ttollkein. Lke«-,»- ropozrspli. cicc. 8sx.jnf. >Io//-rr inrroö. in kik.clierlon.cimlzr. §/e»e« tyUog. Kitt. genesl.H,. 108. nocik. proc. Imp. I. 4 c. y p. 2,62. Lr-^o/Lz/c/ic»'
x. I 5cA. - p. 517 öe ?. r p. 7;8.Li/»r§s8.cicI,i.srckiv p»"- sxcc. 2 con.tin, r lorcü 4 Ldrlisü. 20 sbssrr x>. i - Z41 öcc.
^olftemus / (Lncas) war zu Hamburg an. 159.6 gebohren.Er setzte sich anfänglich so wol auf dem Mmnsiw m ,einer vate-e-stadt, als auch auf verschiedenen Teutschen scannen fest, uiwhatte sich durch seinen flciß, ingleichen durch seine rclsen,elne grosse«ruclirion erworben. Als er nun die meisten lande von Europa bese-hen, that er mit dem bekannten o-ogrspiio. Philipp» Ck:verlo,emereise nachItaiicn, mildem Vorsatz, sich m selbigem lande in E'P"-rstlbus Komsnis zu pcrfe^ionire». Weil er sich nun durch seine-ru-lirion zu Rom bekannt machte, auch bald daselbst zur Catholi-schen religion bekennte, machte ihn Urbanns VlII zuin o-ooo,co,Jnnocentius X aber zum LMHorlic-srio der Vaticamschen bidlio-thec. Alexander VII schickte ihn an. 1655 nach Jnspruckdie Konl-ainChristinam zu empfange,welcher sie auch daselbst in offentlickzer«ersammlung in den schooß der katholischen kirche aufnahm. Erstarb endlich zu Rom den 2 fcbr. an. 1661, da ihm denn von demCardinal Darberini, dem er seine vortrefliche bibliothcc vermacht,ein prächtiges grabmahl gesetzet wurde. Er hat viel schriffte» hin-terlassen , worunter seine s-nciiciscionez in iüulckii Iibrum conics tiic-
roclem ; kc>rxli>rii scriprs clc Ap);Iunnrum commu,
«iione tub unics spcci'e ; ^tlisnsgi llomili.v tcpcem ; csksloß!,, <zuo-runssm librornm msnulc-iprorum vsriorum; nors: in Scexl,. K)22n.kinum 6e urdibus. Leo ^//->ck«« in Spill. Urksn. p. >8l. Lsm/---'-«»om. >. bil>I. Vinöod. x. 12. in vics Uci-cscii I. 4. Lsiüel
jucicment iler Z^svsnz. in cpick. sc! 6sckcn6.p.!.Iik>.i7.c.I.§.5.
rom. z. -/er e/-ri/in-L p. 78.
^olsten Landrccht / ist ein gewisses recht, dessen man sich inHolstein unter den baurs-leutcn zu bedienen pflegt, und nach wel-chem ihre rechts-händel kurtz und anfällig entschieden werden.Die Gelehrten vermeinen in selbigem viel fußstapffrn des altenTeutschen Processe! anzutreffen; wie denn die nördlichen Provin-tzien Teutschlandes überhaupt mehr von ihren alten gcwohnhcitcn,übrig behalten, und die Römischen rechte in selbigen nicht so sehr,wie bey den andern durchgedrungen. Daher Ulricus Huttennsnoch zu seiner zeit gefugt, daß Nicder-Sachftn nichts von Bartolound Baldo wisse. io prs/ssr. s6 Ssrvrsm k4cmo. x«//-ir61Ü.
scs-lcm. p. z8;. in prasssr. scl coiilliis ssüonicngs.
^olte/ein ehemaliges Freyherrliches gcschlecht,welches in demSt.fft Oßnabrüg eine Herrschafft und vcstes schloß dieses namensbesessen. Es sind von demselben absonderlich berühmt gewesenWicholdus, Freyherr von Holte, ein gelehrter mann, der an. 1298Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cölln worden, uiw an. -;c>6zuSoest verstorben; FernerLudolphns, der 28te undWillielmus, derzote Bischoff zu Münster. Gegen die mitte des 16 «-cn!, war Her»mannus von Holte Abt zu Werden und Helmstadt . Wenn eigcnt«lieh dieses geschlecht abgegangen, findet man nicht aufsczeichnet.Vorgedachtes schloß aber hat an. -144 der Bischoff zu Oßnabrügwegen der vonHolke verübtem muthwillen angefangen zu belagern,und nach 7 jähren erst gewonnen. o«»L» mciropoi.!. c. z^. 1. 8.
r. ,4. ik. zq. Xltci-st>icgcl ?. > öc r. lismm-buck
zc,. ckron. kei'gcnli'. p. ZIZ.
^oltz/ eines der ältesten und ansthnlichsten Adclichen Häusernin Schwaben , von welchem Siegfried an. 1120 bekannt gewesen.Seine tochter Marquarda hat zu des klosters Holtz crbauung an.iizo den platz hergegeben; sein enckcl aber Fridrich von Holtz aufHindern-Holtz hat an. 1165 dem tnrnicr zu Zürich beygewohnt.Don Georg Fridrich handelt der folgende articul; desselkvn cn.ckel, Eberhard Fridrich, starb an. 1707 als Margqräflicher Bayrcu-Ihischer Rath und Landes-Hauptmann zu Neustadt an der Aisch,lind hinterließ z^öhne. An. 169; verkaussle er das Rittcr-gutMühringen in Schwaben nebst einigen lehnstücken in Franckcn,anMarggrafGeorg Fridrich zu Brandenburg vor 56000Rhelnische
gülden. iicick? grcbiv. psrc. Isicc. comin. z ZI^. L«ce/. gcin-
,nsr. ?. 1. sbii-n-ttfül gorcr von tZolcr.
^oltz / s Georg Fridrich von) Cbur-Bayerischcr General-Feld-Marschall-Lieuteiiant, ein söhn Georg FridriMS, und Anna,Johann Georgens von Geißberg tochter, begab sich in'Cbur-Bayc.rnche und der Catholischcn ügu- dicnstc,ohngeachtet er der Lutheri-schen religion beständig zugethan blieb. Er verstünde die srciMeLu.rsm niUiksrcio wohl, und nach bedienung einiger geringen cbsr^cnward er Gmeral-Quartier-Meistcr und Obrisrer über ein regi-ment, befand sich 011.164; bey den, einfall zu Duttlingcn, allwo derGeneral Rantzau mrtder unterhabendenFrantzösischen armee qäntz-lich rniniret wurde, wobey er durch seine Vorsicht, weil ibm die lie-gend sonderlich bekannt gewesen, überaus gute dienste gethan. Erverennete und occ»x»rte auch damals das schloß Homburg , undwurde an der knicken feite mit einer kuqcl verwundet. Hieraufward er General-Wachtmeister, und als an. 1646 die Cbur-Baye-rssche Generals Jean<l-Werth undSporck, wegendes mit Franck»
reich getroffenen si-w-fl-l» und n-uersiität, sich von ihremuepsriren wolten, koicwte lhnc gedachter Werth dahin,daß?r NLnr-rie. welche er damals -°Ems,,g.rte, schrWiche v^^H-muste, zu msrckiren. Ob er nun gleich solches ohne vordernen lP-cisienChmfürstlichen befehl zu thun verweigettL Lthm seine mißgünstigen doch hernach, daß es nicht aus zwana.^dern mit seinem heimlichen wissen geschehen.Er befand sieb bu -2beyder Conjunctiv, der Bayerischen armee unter dem Keld-M-/schall Grafen von Gronßscld, mit den Kayserlichen inhalffauch die Schwedische armee in Hessen verfolgen. Und 2die Frantzöstsche und Schwedische vdlcker an. 1648 in Beingebrochen waren, -lcfcnci.rte er den ström Jnn, damit Maevon den feinden nicht p^ret werden konte. Nach ersolatem sricdmrcüZoirte er die Chur-Bayerischen dienste, in welchen er zulettan1647 die cksrxc eines General.Feld-Marschall-Lieutenantsbed^nct, und begab sich auf seine unter der freyen Reichs-RitkerschMim Schwäbischen crayse gelegene guter, und wurde Land-Obrilierdes Hernogthums Würtemderq. Er war mit Anna Ciummida,Johann Philips Grock von Kockendorff tochter, verehlichet, niiwelcher er gezeüget Johannem Veit, Gottfried, Annam Srbil.lam, vcrhcvrathet an Wilhelm Emmerich von Haustein, und Ca.tharinam Margarethain. Sein tod erfolgte au. 1666.
rsoltzapssel / eine Adeliche familie ini Uttter-Elsag, welche denbcynamcn von Hcrrheim, sonder zweifel von einem also benamilenalten stam-sitze, führet. Heut zu tage besitzet sie die güterSchwein-henn, Landersheim li. a. m. Ihr alrerthüm erhellet daraus, daßHeinrich Holtzavffel au. r; 11 zu Ravenspurg,und Johann an. -',74zu Es;lingen,aüfdem turnier ccschicncn. Zu ausgang des iH-cuüflorirtenPbilipJacob undWolssJacobHoltzapffelvonHerrheim.
In Ober-Hessen ist eine alteAdeliche familieHolyavffel bekannt,aus welcher der Kayserliche Gcneral-Feld.-Marschall GrafPctrusvon Holtzapffel, von dem ein eigner articul folgt, entsprossen gewe-sen. Er wird eines Schulthcisscn sobn gcnennet, welches seinemAdel nichts benimmt, Massen im Rhcinlande das Schultheißen-amt in den städten cineAdcliche cUa^c jst.Ob abcrdicHolravffelmHessen und in,Elsaß einerley ankunssr haben, kan man nicht sagen.
'choltzapsscl / ( Petrus Grafvon ) Kavserlichcr General-Feld-Marschall. Er war aus der Grafjchaffl Nassau, HadammischenanlheilS, gebürtig, eines Schultheisse» söhn, und an. 1585 gebüh-ren. Er widmete sich von jngend aufdcm kriege, und nennte sichMelander. Er stunde anfänglich in der stadt Basel besiallnng,undward »ins jähr 1620 über deren Lc-ni/on als Obristcr gesetzl,welche damahl wegen den gefährlichen Zeiten über tansendmannwäre vermehret worden. Weilen aber dieser stadt die unkösien end-lich zu schwär wurden,auch solche wohl derObriste selbst ohne nchmochte haben vergrössccii helffen, ivurdc er bey abdanckung einestheils der bcsatzung, eher als ers gewünschet, auch erlassen, welches,wiewohl es aus höchst wichtigen Ursachen, und recht dringendernoth,geschehen war, Melander hernachdannoch an denen Laßlcri-schen raths-gliedern,welche dazu gcratheii,immer gesucht hat zu rä-chen. Indessen warb er guten theils aus eben diesen zu Basel vor-hin unter ihme gestandenen und nun abgcdanckten soldaten, an.162; ein regiment Teutsche vor die Revublic Venedig , und wurdedarüber Obrister. In dem Vcltlincr-kriege solte er das land vonDasso beschirmen, muste sich aber, als der Kayserliche GeneralPavpenheim ankam, weil er steh zu schwach befand, zurück ziehen.Er befand sich hieraus in dem Mautuaiiischcn kriege, da er au. -6--ncdst Petro Quiriuo 600 Kayserliche schlug. Am ,6;; machlsibn derLaiidgrafWilbclm von Hcsseu-Caffel zu seinem Gcmral-Lientcnant,un ward ihm das regiment,so zuvor der OdrisieMermrgcführct, gegeben. Hierauf stellte er einige Werbungen an, wvhnlrnebst Hertzog Georg von Brannschwciq in selbigem jähre der be»lagerung der stadt Hameln an der Weser bcn, und als die KaMli-ehen Generale, der GrafMontecucnli, der Grafvon GronßftlduiidBöiiiiiashaiiseii den entsal; verrichten wolten, gcrieth es beyAldcndorffzu einer sehlacht, in welcher gedachter Hertzog Georgsiegte,und dieser Melander nicht wenig dazu balss. Er sühne »ochselbiges jähr einige Hessische völcker dem Priutzen von Oraiurn!»hülsse in die Niederlande , langte auch den 1 iul- in dem jagn beyBortet ohuftrn Hertzogcnbusch an; weil aber in demDigeu Mnichts besonders vorgicng , wurden diese völcker gegen MG600000 Holländischer gülden wieder in Tentsebland Wchm.W-16,4 ->Htte er wider den Kaystrlichen General Grafen vo»M»
inWestphalen, der ihm aber bevNiben 2regiinentekunkerdM
Obristcn Eratzenstein und Dallivig ruinirte, 8 von seinen fahuc»erbeutete, auch Hain und Lnncn cinbckam. DaraufHeßische völcker zusammen, co,i,ucgwte sich mit Hcrtzog Georgvon Braunschwejg, entsetzte Coesscld, halffHam und Linienwiev °
erobern, und erledigte die bcvdc gesangencObristenCratzenstenn >w
Dallwig. Er war auch wieder die Ligistiscbcn völcker >m Lu»Münster gar glücklich, und nachdem er auf seines Homi besweine reise in Holland gethan, marschirtc er aus WcsrMlc» »Mdem Rhein und Mayn-strom. Da aber inzwischen der "ayuruchgrosse sieg bey Nördlingen erfolgte, führte er die armee in HM"'und folgcnds zurück in Westphalcn, da cr Lünen , so der GMi""Gelen wieder eingenommen hatte, anderweit belagertc,uno so wort nebst Camen und Unna eroberte, auch mit einigenLuncvmg 'scheu völckern sich folgcnds in derGrasschasst Pvrnwut co->!Us-.'und an. 16;; Rhencn in Westphalcn,welches die KaystrsluM"ckcr den 15 ian.dnrch einen anschlag occuvirct hatten, ihnennlabnahm. Als nach erfolgten: Praqcrischcn friedens-stlM !>" ..Landgraf Wilhelm mit dem Kavser nicht aussöhne» wolle, uder Kayserliche General , Graf Johann von Götze, wPder - ^General-Lieutenant Melander, nahm Paderbsrn, DormM"'