Band 
Zweyter Theil
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Sock, Hain und andere orte wieder ein, dergestalt / daß Melanderdie Westphaltsche lande verlassen muste. Ihm fehlte auch an.iü;?der versuchte entiatz auf Ehrenbreitstein , hingegen eroberte er den <;jun. selbigen jahrs die Münstcrische vestung Rechte , nebst Lemgauund Bileftld. Weil aber bey hcrannäherung der Käyserlichen ar-mer mehrgedachtcrLandgrafsich nach den Niederländischen grämtzen zurück ziehen muste / rückte er mit denselben in Ost-Frießland,und nahm die schantze von Werden und Stückhansen ein, woraufsie die quartiere in solcher Grafschaffk bezogen. Es starb aber seinHerrzuLiereden 21 sept. an. 16x7,und ward um eben selbigezeitdurch mr-rputttion der General-Staaren der vereinigten Niederlan-de mit dem Graf Ulrich von Frießland ein vergleich getroffen,daß man in dessen landen derHeßischenarmee aufs monat quartierund unterhalt geben solle,zu welchen rrsctLcen er verordnet gewesen.Er wurde hieranfvon der Heffen-Casselischen wiktwe in vörmund-schafft ihres sohnes in der vorigen kriegs-bestallung gelassen. An.i6;8 ,.ba er die quartiere auch aufMeppen, so kurtz vorher» derChurfürst Carl Ludwig von Psaltz au sich gebracht hatte, exc-ncti-ren wolte, wurde er von dem Printzen von Oranien zu einem an-dern entschluß angewiesen ; Wie denn auch in selbigem iahre derwaaffen-stillstand zwischen den Käyserlichen undHeßischen völckemerfolgte, woraufer Paderborn , so er kurtz vorhero eingenommen, zudes Churfürsten von Cölln , als Bischoffs daselbst, Händen überlief-ferte, auch Lippstadt evscu-rie, und bis an. i6zy sich ohne kriegs-sLlonen in Ost-Frießland befand. Als aber im selbigen jähre dasLündniß zwischen dem Hause Braunschweig und Lünebura und derLandgräfin zu Hessen geschlossen worden,weswegen er selbst zu mehrgedachtem Hertzog Georgen von Braunschweig eine reise gethan,ward die bisherige neütralität und stillstand der Waffen aufgehoben,auch conjung-rte er sich den 6 may an. 1640 mit der Französischen,Schwedischen und Braunschweigischen armer, und befand sich indem lager bey Saalfeld , wider die Kayserliche armee, und widerErtz-Hertzog Leopold Wilhelmen von Oesterreich . Weil man ihnaber verdächtig hielt, als inclinirte er auf Kayserliche feite, wurde ernach Caßel beruffen, und bekam daselbst seine erlassung. Er befandsich hierüber nicht wenig mißvergnügt, begab sich aber zu Pfaltz-grafWolffgalw Wilhelm zu Ncuburg, blieb eine zeitlang in demHertzvgthum Jülich , und erkauffte von dem Pfaltzgrafen das amtÄngevort, von dem Grafen Hans; Ludwig von Nassau aber, einigegüter in dem Hadamarischeu. Als nun an. 164; der KayserlicheGeneral-Feld-MarschallGrafvvnGelen in Chur -Bäyertsche bleu-ste trat, bekam er das Generalal in Westphalen, wurde auch in denGrafen -stand erhoben, da er den «amen Melander fahren ließ, undsich wiederum Holtzapffel nennte. Er stellte hierauf neue Werbun-gen an, entsetzte an. 1646 Zons, eroberte auch Eiskirchen, Heins-berg , Münster-Eifel und Nodeck, muste aber vor der stadt Durenwieder abziehen. Als berKayserlicheGeneral-Feld-MarschaUGrafMatthias Gallas gestorben, kam er an dessen stelle, rückte hieraufgegen den schwedischen Feld-Marschall Wrangel in Böhmen ,lag bey Eger eine zeitlang demselben gegen über, und hatte daselbstden 14 aug. eine glückliche sLion. Weil auch die Schwedischearmee endlich aufbrechen muste, verfolgte er dieselbe, nachdem ersich mit dem Chur -Bayerischcn General, dem Grafen von Gronß-feld, zwischenCaclan undSatz,vorher conjunZtret, durch dasVoigt-land undThüringen bis in Hessen , worinnen er, und zwar,wie manvermeint, aus begierde der räche mit der armee ligen blieb, vielörter sehr verwüstete, und das schloß zu Marpurg belagerte, durchtapffere gegenwehr aber des Obristen Johann Georg Srauffs wie-der abziehen muste, und nochdazu eine harte wunde am topffem-xfienge, welche ihme von einem balcken wäre geschlagen worden,den unter währender kostbaren Mahlzeit, so er zimlich unvor-sichtig , in der stadt Marpurg angestellt, eine stuck-kugel aus demschloß loßgerisscn hatte; wie dann der Commendant, der die fachleicht erfahren, eine zimliche anzahl stücke dahin richten, und alseben eine grosse gesundheit solle geiruncken werden, auf ein gewissesaus der stadt empfangenes zeichen abfeüren lassen. Wie er in die-sem krieg von ansang biß zu ende, und zwar unter beyden partheyengedient, also endigte er darmn letstlich noch kurtz vor desseiUieschliitzsein leben. Dann als den 8 May an. 1248 die vereinigte Schwedi-sche und Frantzösische armeen auf Bayern loßgiengen, die Kayser-liche und Bayerische aber sich vor denenseloen zu beschutznug deslandcs über den Lech ziehen wollen, fielen die erste den letst'erenzwischen Susmarshausen, und Augsburg in die , und

machten davon einige tausend nieder, wobey dann auch Melanderdurch 2 schüsse in die schütter und rechte brüst getrvffcn ward, wo-ran er zu Augspurg in dem qasthvff zur trauben »och den,ewigennachmittag verstarb. Sein leichnam wurde den 17 M>. von bannenauf seine güt.r in der Grafschafft Nassau Hadainarischen antheilsqeführet. Er blieb bis an sein ende der Reformieren rekgwn zuge-than, und hatte sich an. i6;8 zu Groningen in den Niederlanden mit des Obigsten Bernhards Bogslasis von Plattn wittwe, einergebohrnen Hallin, Frau von Essern, vcrehttchet, und mit leidigereine eintzige tochter Elisabeth Charlotten erzeuget , weiche sich anden Fürsten Adolphum von Nassau-Siegen vermahlet, und selbt-gem dessen guter zugebracht hat. -E,». r-b. 8 u«.

/mscss, noc. proc. !,; c. 6 Lcc. *

^olnavffel/ eine Reichs-fteye Grafschaffk in dem Fursten-chMt Nasiw / welche vor diesem Esther gchelffen/ und em amtvon 14 doJ m aeweien. Nachde.-n aber drc wittwe des berühmtenG^ ^s vv Ho tzapffcl ftwtqes/nebst den Vogkeyen Mlbachmrd Zpmrodä/von dem Fursicnvon Naffau-Hadamarani^;erkaum / bat üe demselben den tetztgen namcn beygelegt. Jh-k ein-2 wchktt / Gisabetha Cbarlot-a/hat nach ih^Sg-inahIs/Avoi.phl von Naffau-S'chaumburg tvde/ die stadt Holtzapffel erbauet/

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ri?von^'aw^^°'^^ worauf deren älteste an Wilhelm Mo-

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Spanten und Polen ausgebreitet / und von dem Labst ^mween»tio XI bestätigt worden. Erwaran. iüi; geböhren/undstudir.teu- Onaolstadt/ward auch daselbstnoch dasselbe jähr / nemttch an. 164 °/ nach Saltzbura / im cdachte «ng-s-w» zu stiff-en. P verwältt-c umUdMene geift-liche stellen / und zuletzt machte ihn der Ertz-Dischoff von Maynkzum zu Bmgcn / da er denn an. 16 ; 8 gestorben

/ vor alkerSLoltdorp /, eine uralte ansetzn,ltche Welche famtte/ soll nach einiger Meinung Sächsischer an.kunfft und von den edlen Schadewachten entsprossen seyn. Allein

gelegen. Sle wird unter diejenige Welche gcschlechler gczehlt/ mitwelchen an. 926 die stadt Brandenburg besetzt worden / nachdemdie Wenden daraus vertrieben worden. Bruno von Holtzendorffist an dein Hose Graf Siegfrieds vonRingelhcim (der um das jähry4s dre Marck Brandenburg besessen /) in grossem ansehen Man.den/hat sich auch vorhero m der Macht mit den Ungarn bey Mer.sedurg an. 9z; Munden. Achim von Holtzendorff Schloß-Haupt,mann zu Stendal / befand sich an. 1240 in dem wessen bey Mitten,walde/ darmn Otto Marggrafvon Brandenburg / wider Hern.rieh / Landgrafen in Thüringen / das seid behalten. Albrecht wur.dc an. 1410 / als er mit denen von Quizow einen Anfall in Sachsen gethan / nebst l i reutern von den Sächsischen Hertzogrn gefangen.Dteser Albrecht mag sich nachgehends in Sachsen niedergelassenhaben / denn man findet Albrecht und Marqoard von Holtzendorffunter denjenigen Meißnischen vom Adel/ welche an. 141; mit demChur-Fursten zu Sachsen aufdas nach Costnitz gezogen.Dietrich stund um das jähr 14;° bey dem Churfürsten zu Bran-denburg in aisschen / und wurde/als dessen Obrister/ dem HertzogWilhelm zu Sachsen mit einer anzahl reuter wider dessen bruverden Churfürsten zu Sachsen zu hülffe geschickt. Bernhard von Hol«tzendorff auf Stolpenhahn in der Marckgclegen/Hirtteriieß Die-wich aufSidow und Kolken; dessen söhn Lidorins auf Sidow hat2 söhne hinterlassen; der jüngere/namens Claus/aufFalckendcrg/Pretzschen und Jagow / hat seinen stamm in der Marck Branden,bürg mit drey söhnen / Zabeln/ Adam und Hansen fortgesetzt. Derältere aber/namens Antonius auf Sidow und Kötten / ist anhercder Meißnischen t>mr.cti-worden ; von seinen beyden jüngern M-nen/Dietrich und Joachim/findet man ebenfals keine weitere nach.richt / als daß der erstere 2 söhne verlassen / der älteste söhn aberSiellanus hat das Ritter.gut Dröschkau inMeiffen an sich ge»bracht / und dem Chur-hause Sachsen anfangs als Stallmeister /und hernach als geheimderCammerherr und Amts-Hauptmannzu Mühlbcrg getreue dienste geleistet; auch sind die beyden Chur-fürsten Augustusund Christianus I in seinen armen Morbcn/lautseines cpirrjwn in der Sophien-kirche zu Dreßden / allwo er an.i6oz verstorben. Sein jüngster söhn gleiches namens hak 7 männ-liche erden hinterlassen / die aber alle erbloß abgegangen; Christin-miS htngcgcn/der attestesohn / hat sernen stamm beständig fortgc»setzt. Er besaß das gut Wmmannsdorff / und gierig am 1662 alsAmts-Hauptmann zu Rochlitz und Leißnig mit lüde ab/einen söhn/Christian Sigmund auf Thalwttz / Chur-Sächsischen Cam>merherrnund Amts-Hauptmann zu Eilendurg nnd Diebcn/Hin-keriaffend/der an. -68; verstorben. Dessen eintziger sohn/ChristophSigmund auf Dalwitz/Ävnigllcher Polnischer uiwChur-Säch-sischer Cammerhcrr/vrrließ an. 171z das zeitliche. Seine beyde ge-mahlinnen sind gebobrne von Schonberg gewesen; die erstere ausdem Hause Maxen/die an. 1696 verstorben/hatte ihm 2 söhne hin«terlassen/davon der eme auf der Universität Witlenberg am 171;mit rode adgegangen/der andere aber die groß-väterliche Schön»bergische Ritter-guter Bärenstein / Daruth/CnnnerSdorft rc. geer-det. Lon der andern gemahlin aus dem Hause Bibcrstein/Hat er ei-nen söhn / namens Gottheiff Sigmund hinterlassen.

ckrvn. kM-Ltr. 8 <ix. gen. rs'o.

-^oltzfuß / (Barthold) ein Neformirter ri>-oiogu-, war den i rdec- anHö^zu Rügenwalde in Hinter-Pvmmern Mohren. An.1684 erhielt er zu Oxfort die ^Zuter. wurde / welche ihm das jahcdarauf zuFranckfurt an derOber bestätiget wurde. An. > Ü85 ward

xx MlN ?roi. OÜüol. LxcrLoi cl. jn geDLlchtklN vkilkük! / kl>

hielt aber an. 1686 die Hoj-Prcviger-steüezu Stvlpen in Pom-mern; doch an. 1696 wurde er wiederum als pk> t. 016m. und

Tk°o>. exr,-orä. nach Franckfurt beruffen/nnd ward Noch selbigesjähr 'rb-»!. «rain. Endlich starb er an. 1717. Man hat ver-schiedene schafften von ihm/als ä n-rr. Csinlttan» ; -is

ps^cjeüiNÄrikinL ,öL bin

gemacht/wie sie dann fürnemlich aufdteVereinigung der Proteitte.rcnden zweckten; auch vtel-i!jk>u!a 6 c-nen> nemttch a-s-

retiLlonc, cte 8 . nominivus Otzl z lle 88 . 'rrlnilsce ; üs

sceiAu ckrilli-a intsros; -le kcie; ll-nscesLate bonvium opeiuu,; llsszcrrmencis in gen-rc; -tcbzprllmo ^uäLlco-Lkritti-ino ö-c. Ler/«.von gsiciirten lscllen 1718.

Holnhalb/ ein altes und ansehnliches geschiecht in Zürich /von deine sich schon an. silrich bekannt gemacht/der sich tu

der Morvnacht daselbst so rühmlich gehalten / daß lhme das bur-gerecht darfür zu lohngegedm woMn^Nachdeu.e nun htttauff