Band 
Zweyter Theil
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hör

M'd Mfamnien verfchworrnhatte. Sie thaten in Böhmen sehrSiäschaden, und wüteten arger als die Hußicen, absonderlich gegen dieCatholsichen, denn wenn st- Priester oder ordens -leute aufsiengen,verbrennclen sie dieselben,oder bunden sie und stellten sie hernach imkalten Winter auf das eiß. Ob gleich der Pabst Martinas V das«nutz wider diese rotte predigen ließ, konte sie doch nicht getilgetwerden, endlich schlug sie sich zu den Husiten und wurde von derenHeerführer Zifchka zimlich im zäum gehalten. 2 -"-^ eLllmwckL

rkroii. P.Z74. lLLesKsÄr ljuitiren-jcricg^.- 9.17 .

Morgen / ist ein grosser und schöner marck.flecken/ anderthalbmerlen über Zürich an dem see gelegen. Er hak vor diesem samtMaschwanden und Ruschiickon zu der Herrschaffl Schnadeidnrggehort/welche denen Freyherren von Efchenbach zustande; als aberdieses hanß durch die Königin Agnes und die Ertz-Hertzogen vonOesterreich außgetilget wurde/ käme dieser ort an die von Haliwyl/denen leidigen nachgehends an.1406 die stadtZmich abgckanffr/undneben Dallwcii und Kirchberg zu einer oberwogkcy gemacht. Hor-den hat die zahlreichste und weitläuffigste pfarrcy rn dem gantzettZurich'gediet/ ernen strengen paß / sonderlich mitwaaren in bre VCarhollsche ort / einen sehr schönen und sichern scc-port samt einemrauff-und zoffhauß. Um das jähr 119° ist daselbst ein fraucn-klo-sier Dcrnharbiner-wrdcns gestanden. Er hat auch sein eigen gecrcht/so auß dem Statthalter und 8 ncben-richlern bestehet/die über seid,schulden sprechen / und jährlich 9 mal ihre anNoE halten. Es wer»den allkier auch sehr gute stem-kohlen gegraben / und hat die stadtZürich an diesem und angräntzenden orten sehr schöne Waldungenund höltzer/ daranß jährlich viel «oo klassier auf dem durchlanffen»den Syl»fluß kommlich biß in die stadt gcflösset werden / worinnauch der oberkcikliche thicr-gartcn / darin» viel hoch»gewiw undsonderlich eine grosse menge rehm sich aufhalten. An. 1440 in demalten Zürich -krieg ist dieser flecken von den Evdgnoffrn eingenom»Men worden» l. 6 x> 14«» mLrclcvvürll. vvn M-

«cb p. irr. *

^ormisdas/ gebürtig von Frosinone / äns Omp-gns äi rr»-wZ. Er war anfänglich O-aconusder kirchc zu Nom/ und wurdehierauf den 26 jnl. an. ; «4 nach des Synlmachi absterben / zumPabst crwMet.Er bemühcle sich gleich anfänglich/wie er die Occi»dentallsche kirche mit der Orientalischen wegen einigen über die Eu»rvchianischen irrthümcr entstandenen zwistigkciren wieder mit ei»nander vergleichenmöchte/und trieb dannenhero durch verschiedeneGesandschäffken und briefc/vte er deshalden an den Kayser Anasia-slnm und die Orientalischen Bischöffe abgehen ließ / die fache heff-kig/fand aber von selbigen den großen widerstand. Er schickte bre»raufan.; I;/und wiederum an.; 17 den Ennodlnm / Bischoff vonPavia/a » den Kayser Anastasium; es war aber alles vergebens/undwurden die Gesandten nicht ohne schrmpffwieder zurück gesendet.Als Anastasius verstorben / und Justinus an seine stelle Kayserworden war / sendete HormisdaZ die dritte Gesänbkschassr an dreOrientalische kirchen. An. 91; schickte er den Bischoff Germa-num von Eapua/ um von selbigen die conllrmanon des Chalcedo-Nensischen ss--r,m zu ersuchen / welche er auch leichtlich erhielt / undbrachte es endlich/ iedoch mit grosser mühe / dahm/ daß Acacii undanderer Bischöffenamen aus den kirchen-buchern ausgerhan wür»den/welches der Kayser um friedens willen zustund. Er starb den;o avrrl an. zrz. Man findet einige eprfleln und ckecrer^ von chm.

L/sr,»« vit. koncitt. i<om. LnnLl. tiiii. lirc. x>. 278.

^ormisbas I, König in Persien/tu ^LNiike an. 27; seinem Va-ter Sapvres / und regierte nur ein jähr/ zu der zeit / als der KayserAurelimuio Antiochicn/Edessam und Palmyram wieder einnahm/nachdem er die Zenobiam bezwungen.

Äormrsdas II > war des NarseS söhn/und lucceMrte sclbrgMan.; io in der regierung von Persien . Er regierte 7 jähr und ; mo-nat/that sich aber durch nichts hervor. Sein söhn Sapvres IIceMtteihman. zig.

^ormisdas III. war König in Persien/und üicceMi-te an. ;8äseinem varer Choiroi dem grossen. Er wurde öffters von den Ro»mern geschlagen/und schickte dqher das letzte mal in grossem gnmmdem Varani/seinem General / weides-kleider/welches die Persianervor ein zeichen einer unauslöschlichen Ungnade ihres Königs hat»ten. Allein Baranes erregte hierauf einerebellion / ließ der gemah»lin des Königs vorseinem angesichte die äugen ansstechen / underönte dessen söhn/ Chosroen II > welcher seinen vakcr Hormlsdaman. zu kode prügeln ließ. 4.^-xdo»-. Iw. 18. Ld-

Formisdas IV. sonst auch Jesdegirdis genannt / SiroeSsöhn / kaman.özo zu der Peruanischen crone/undwurdean.6;Lvon den Saracenen ausgestoffen. ÄLeLe^cKroi,.niü.82rLc. im. 1 c. z,

^ormisdas/dcs Königs Saporis in Persien druder/ist aus ei»nigen besondern, redcn/sv er geführt/ bekannt. Denn als KayserConstanmms zu Rom einzog / und aufdes Lrajanl marckt gekom-men / verwunderte er sich über des Trajanl bild zu Pferde / welchesvon metak aufgerichtet daselbst zu sehen/ und gab vor/cr wolle lymdergleichen machen lassen. Allein,Hormtsdas/oer bey ihm stunde/antwortete ihm / der Kayser solle sich zuerst nach eurem varzu beno»Mqlen stall umsehen / aisdcn» wurde es sich mtt dem Pferde wohlschickm.Eben dieserHormisdas/als er gefragt ward/was ervon derstadt Nom dielte ? antwortete / das gefiel ihm wohl / daß ore men»schcn daselbst stürben / wie an andern orten. ^«»,«»«»

iid. isc.lo.

HI 0 IIM 08 » k^ionilL, wareintantzbcy den Griechen/da junge gesellen und jungfrauen eine bundte reihe machten/und un»

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Urund "oäK-tt bMlguna!

Mncben / welcher Lheseum/ zusamt denm mll wZ än^»

CreW-n germeten siede» päa m r sismh n/ Eauf drese art / um rhc aller fteude zu bezeugen / solle ge el ret wbentantzcn. cis 8-tk-rr, 26 Uvm«r. ,f l. iS.

ciicllrs. *

Horn / eme stadt/ Ploß und ämk in der Grafschasst Livve /Grasen zur Lippe gehong. Eine viertel stundedavon liat das allemonumeni- Uupes Nicgruw oder der Etternstein genannt.

6orn oderHoorn,gleichesnamensiirl

Src irgt an der Maas / nicht wert von Ruremont / und gehöret zuhsvl üfstermchlschen Brabant. Es gehören aber zu dieser Graf»schäm Werth/ Western/ Nere und andere Hcrrschafften nebst unter»schredenen dorffern.

^om oder Hoom / eine Wohlgebaute stadt in Noch-Hollandan der fuder-fte,/ welche ihres guten Hafens wegen grosse handel-schastt treibet. Sieist die 1; stadt in der vrdnung/ unter denenjeni»gen / welche Deputirte zu der Versammlung der Staaten von decProvlntz Holland abordnen. Sie ist um das jähe 1 ;cx> erbauet/und an. 1426 mit mauren umgeben worden. An. r; 5 7 gicng siefast gantz unter / als durch ein groß ungewitker die dämme aufgc»brechen / an. 1577 aber hat man sie regnet. Sie ist auch durchdie kE-on deriesncmsrsund oll-rsins bekanntworden / welchesstreit sich an. 1441 geendigek. An. 1482 ward sie auf Crtz-HertzogZMaximtliani von Oesterreich befehl erobert und ausgeplündert»Eswrrd jetzv allda fürNord-Holland geld gemüntzer/undwöchent»sich ein kase-marckt gehalten / anch die Holländische käse von daedurch die gantze well geführct. namviL. «o-rdo»». rk^er. »oii-,

Neig. gctcr. circ. LurZ. Los 2nnst. auttr, I. 9.

Zgorn/ Oxo, e»puc Üol-MÄNUM, das äusserste vorgedürge in deeI'crrs -lei Fusgv / in Süd-Ameriea/ welches Jacob !c Maire/ eiltHolländer / aus der stadt Horn gebürtig/ an.-6-s erfunden hat»Die Spanier nennen es auch c-xo lle s. Salvador.

Horn oder Hornes. Das gefchlecht der Grafen von Hornesin den Niederlanden , woselbst sie die Reichs-Graffchafft gleichesnamens, unter dem Westphälifchen cräyß gehörig, und die würbeals des heil. Rom . Reichs Obrist-Erb-Jägermeister besessen,stammet her aus dein Haufe der alten Hertzoge von Brabanr, vonWilhelms I, Herrn von Horn, und Weert , einem bruver Arnold!,Grafen vonLsoß,welcher um das jähr 1090gelebet,und pon Agnesvon Cuych Johannem I; HermannUM, so an. nzo BifchoffznUtrecht worden, und Wiihelmum Horn von Goor hiuterlajftn.Jo-dannes I hinterließ Wilhelmüm II - so des Rom - Reichs OdristeLErb-Jägermeister worden, und mit Marggretha- der erb - rochierTheodorici Grafen von AltenaWiihelmum III, Theodoricumj-Engelvertum, BeatriceM, so Alfardi Herrn von Brederode, undMargarctham, so Arnolphi vonWachlendonck gemahlin worden,gezeuget. Wilhelmus III wurde ein Vater von ; töchtern und ? söh-nen , darunter Theodoricus Herr von Altena, Gerhard Herr vonCranendonck, und Engelbert, Onon-cus bey 8. Lampert zu Lültichwar, der älteste aber Wilhelmus IV allein das gefchlecht durchMargarctham, Arnolphi Grafen von Lodz und Ehiny rochier, fort-psiantzte,indem er zu söhnen hatte Wiihelmum V, Herrn von Safi -stmbergsso ohne erden vor dem vater starb; Gerhardum undThev»doricum, der löw von Eleve genannt, cänoMcuM zu 8. Lamperkin Lültich und Probst zu Mastrich ;Gerhard starb an. rfzzzSeinLerste gemahlin wär Johanna von L/uvain oder Löwen- erh-tochteeHenrici Herrn von Louvain, so ein enckel gewesen von Henrico lund V, Hertzog zu Lothringen und Brabant , Herrn zü Löwen; dieandere gemahlrn warErmengarde vonCleve,frau vou Cranendonck,welche ihmTheodoricum von Hornes,, Herrn von Perweiß, gedoh-,ren, so keine nachkommen gehabt. Aus erster ehe war Johannesvon Hornes, Grafvon Saffemderg, so ohne pEsricht gestorben;Wilhelmus VI und Otto von Hornes, Herr vsü Moncomet, Ad-miral von Iranckreich - unter dem König Philippo v-iciw ; W;l-helmus VI, Herr pon Hornes, heyrathere an. Ode, stau vonPutten, und an. i zrr Elist oder Adelheit, Theodorici- des letztenGrafen von Eleve,und Margarethä,Gräsin von Habsburg,rochier /so an. i;4; starb. Aus erster ehe hatte er Gerhardum- Herrn vonMoncomet, so nebst Ludövico- Grafen von Holland , an. i?4;mder schlacht wider die Friesen blieb, und 4 töchtern. Aus der andern»he Wiihelmum VII, Herrn von Altena ; Theodoncum, HerMvon Perwciß; und Dietericum, Herrn von Beauc-gnies, davonjeder eine eigene linie fortgepflantzet; ferner Arnulphum oder Ar-noivum von Hornes, so an. 1)78 zum Bischoff zu Utrecht,und her-nach zu Lüttich erwählet, und an. i;8; -»--tecr-rt worden, wolewirer an. i;89 gestorben, von welchem ein eigner artrcu!; Erhardum-L-nonicum -ü Cölln, und eine tvchtcr. Die erste liM» fieng an

I Wilhelmus VII, Herr von Hornes, Weert, Altena , des heil.Röm. Reichs Oberster Erb-Jägermeister, sonnt I>abrlla,Mansitts Herrn von Arckel und Ermcngarde von Eleve tochter. Milhel--wum VIII; Theodoncum von Hornes, Bischoff zu Oßnadrüg,und Godostedum Rittern, zeuget. Wilhelmus VIII wurde durchDorotbeain, Gottfrieds, Herrn von Heinsbergen, tochker, ew va-

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