Band 
Zweyter Theil
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wal, und eroberte darinnen die Haupt- stadt

aellanda^ ausgeschlossen. Er kam hleraufn; Hol-

LduM an. 1649bey dem KönigeCarololl m dem

/>aaa,welcher ihn zu einer cockcrensmit den General-Staaten dervereinigten Niederlanden gebrauchte.Als sich aber «elbige mit demEngellandischenrroieNor, dem Olivier Cromwell , meme aN'-»--einliessen, und er dergestalt in Holland seine sicherhert l'lcht fand,begab er sich in Flandern, da er denn mr sept. an. 1652 zu Brügge ,mit tode abgicng; Sein leichnam aber wurde m die festung ^iuysgeführet,all>vo er so lange über der erden gestandenHis er nach deSKönigs Caroli II rcsiiturion in Engelland gebracht, und daselbst beyseinen vor-eitern zuWitham begraben worden.Seme gemahlln warElisabeth, ArthuriCapell zu Hadham tochter, und des Rt.lerWu-stiniani Leven wittwe,mit welcher er aber keine kinder ge;eugel,da>;also seine 4 schwestern und deren linder seine guter erbte».

tiill. moc. ^ngl.

HOHsl (siheRuttenberg.)

HOR-L > waren bey den Heyden gewisse,göttinnen,die den vierjahrs-zeitenvorgesetzt waren.Man hielt sie für der,ouncnkammer°fräulein, welche ihre kleider verwahrten, sie anlegten, auch au,„chtüber die blumen hatten; zu einer multer wäre ihnen die ^-".5 ge-geben. ^ci vers.

H0R.L hiessen in der alten kirche, und sind

noch heutiges tages bey Calholischen,gewisse stunden,in welchen dieGeistlichen nach den regeln der heiligen vater ihren gottesdienstverrichten müssen. Es sind deren an der zahl sieben, m-ruc,„>z. die

hielten,prima.rcrriL, ILxr-, nons, v-tzer- und som^icroiiuiu.rsrinn. -t»

waren fest - tage, so man den ttoris oderiabrs - zeiten zu ehren hielt, und sie bat, daß sie das getreide beschü-tzen , die grosse Hitze abwenden, und zu rechter zeit regen bescherenmöchten. Man hat sie im ftühling, sommer, herbst und wintcr, undalso des jahrs viermal gehalten, und bey dem opffer das fleiich nichtgebraten, sondern gekocht. inOraxiL kcriLtL. gc tb-

ttisLr«c.

-^orasowitz / Horadiswitz / einestadt in Böhmen , indemPrachenser crayse,unweit Piseck,än dem fluß Ottau oder Welle,ge-legen, und heut zu tag den Grafen von Stcrnberg gehörig. Dasnähe hierbey befindliche und den Maltheser - Rittern zuständigeNonnen-kloster Bor, ist an. 1421 von den Hußiten verbrannt wor-den. niilcell. kok.

HOH^III- war ein altes berühmtes geschlecht beyde» Rö-mern, woselbst sie sich unter dem «.owuiu feste sctzten.Es theilte sichselbiges in z familieu,dervuiviUerch^rbskerund cociirer- Insonder»heit haben selbiges gefchlechte die z brüder berühmt gemacht,welchesich mit dergleichen ; brüdcrn unter den Albanern, so den »amencunLiii führten, ^.v.86, oi>mp.28,i. ^-bl.zz 16, a.c.üög in einenkampffeinliessen, mit dem bedinge,daß,welche parthey die oberhandbehielt, dessen volck die ober-herr,chaffl über das andere haben solle.Als nun bereits 2 von den «meiern umgebracht waren, und derdritte zwar noch unverletzt es mit den drey noch übrigen cun-nern,deren gleichwohl ein jeder schon einige wunden empfangen,allein zuwagen hatte, ergriffer listiglich die flucht. Als aber die andern, soviel es ihre kräffte zulicssen,ihm nachsetzten, und also sich von einan-der entfernten,kehrte er wieder um,und weil er noch frisch war,töd>tete er einen nach dem andern. Da er wieder zurück nachRom kam,begegnete ihm seine schwcster, welche an einen von den «Ubiernverlobt war, und als sie ibrcs bräutigams waffe,i st,he, welche Ho.ratius triumphirend mit sich führte, wolle sie sich nicht trösten las-sen, welches ihrenbruder dergestalt verdroß, daß sie ihren pr>vac-ck-I-Ä der liebe ihres Vaterlandes vorzöge, daß er sie aufder stelle er»mordete. Es wurde zwar hierauf ein peinliches gcrichl, nur ausL Personen bestehend,angestellt, jedoch dem beklagten dabey erlaubtan das volck zu »?p-iücren ; Da ihne dann die erstere nach demscharffen recht zum tod verbackten,das volck aber,in ansehung seinerso grossen und noch gantz frischen Verdiensten, wie auch daß seineschwester zu erst beydes wider ihren bruder und das Vaterland sehrgröblich gefehlet, vollkommlich Lckckckte. Horatiusvuiviiiur, wel-cher unterTarguinio ickltz» lebte, hatte 2 söhne,worvon der eine desHoratii cocckis vater war; der andere auch Horatius nuivllius ge-nannt, war V 24z, /r.kl.;475, ä,c.<;o9 Bürgermeister, und wei-dete das cLpicollum ein. Er hinterließ einen söhn gleiches namens,lvelcher/-v.277, ^07, ^„cbst dem T. Mencnio i.--nLro Bürgermeister war. Dieser hinterließ 2 söhne, Horalinm ?m-v.iium. welcher ^-,v. 297, /r. bi. ^27,^. e. 4^7 nebst den, Q-Mi»nutio ^ugur.uo Bürgermeister war, und Horatium narbrrum, wel-cher >r.v. ;o;, a. -4. 449 nebst dem L. Valcrio Bür-

germeister zu Rom wurde, und wegen den Sabinen, triumphirte.Sein söhn gleiches namens war l>ibu»us Cockulsn pokcstskc meiner zeit, da es war beliebt worden , dieses amt an statt des Bür-germeisterlichenmnd mit gleichem gemalt,ciuzusührcn.Auch findensich noch andere dieses geschlcchts, die ebenfalls viel wichtige stel-len zu Rom bedienet haben, i,b. 5.° öc,r

onomLÜ Kom. ^ *

hör

horatius/Mit dem zunamen Ock-;, welches Wort einck ein-äugigen bedeutet, war ein Römischer befehlshader in dem kr ^welchen Porsenna wider diese stadt geführet. Als sich dieser duwunversehenen Überfall des berges Janiculum bemächtiget undnnndar über die dort befindliche holtzerne Tyberchrücke, einen vssemüweg in die stadt hatte, hielte coc>«-r. fo eben-die wacht aufder brückecommsvclicrte, erstlich zwar neben Sp. Lartiv und T. Herminiobald hernach aber gantz allein die feinde auf, bis das theil davonso hinter ihm war, auf feine eigene »räre niebergewvrffen worden,um ihren marfch aufzuhalten; darauf sprang er also gewaffnetwie er war , in den fluß, und gelangte auf diese weiß n diestadt, woselbst man ihm zu ehren eine tt-rue aufrichtete, undsovielacker gab , als er in einem tage umpflügen kunte. Polybius saatzwar, diese tapffere that hatte thue das leben gekostet, und er wärem, fluß ertruncken. Allein bey so grosser anzahl deren,die das qe«-the,l schreiben, und noch zum Überfluß von dem geschenck melden,womit er von den Römern begäbet worden,lässet es sich schwärmglauben. 1.2. 1. ; c. 12. ^

cr^ horatius/(klsccuz) ein berühmter Lateinischer Poet,Nr

zu Venusio, einer Römischen coionie an dm gräntzen von Apulien ,

^.v.689,^ i9'9, ^-L.ö; gebohren, und zwar war sein qroi-

vater ein freygelassener gewesen. Sein vater wandte alle sorge an,ihn zu Rom wohl zu erziehen. Hierauf gieng er in den krieg, undfand sich in der Wacht bey Philippis auf Bruti und Caßii feiten.Sein kluger verstand und seine gclehrsamkeit setzten ihuhieraufbeydem Kaystr Augusto, und zumal bey dessen vornehmem Staats-Minister dem Mccönate in sehr grosse gnade. Er war auch fönstwegen seinen herrlichen gaben in der poesie bey jederman wohl ge-litten. Quintilianus behauptet , daß unter den Lateinischen i-ck-clr fast emig und allein Horatius würdig zu lesen sey.Er starb V.746, ä.ki.;976, L. 8, nachdem er; 7 jähr alt worden; und zwaran einer sehr schnellen kranckheit, welche ihme nicht zuliesse sein ie-stainent zu nnterzewhnen; Dahero erAugustum von mund aus zumerben ernannte, e^ciu grosser gönner und freund Mecönas, warin gleichem jabr, und nur kürtzlich vor ihme verstorben.

lle poer. cjislog. clc poer. I-grin. I.ottcü.bil>I. pvsk.

r>. r. onom»si. ^. 4 oz. bibl. p.zo, tsü.

Virs diorLt. *

horatius/ ein berühmter Poet zu Rom , in dem i; scculo,Mder erste, welcher auf des Pabsts Nicolai V befehl ttomm ili^c°>übersetzte. Er schrieb auch ein ponm» unter dem titul i'orc-rlz, dar,innen er von einer coi,«pi>Llion handelt, die von Stephane ror»ckwider crwchntcn Pabst erregt worden. i,b. 27 Kikor. V-.

Nüt. lle bisi. l.2r>n. üb.

^orburg/ lat. ^r,acmuarir, einschloß im Ober - Elsas, an demfluß III. In denen Römischen zeiten war es ein sehr gute stadt,al-lein die viele einfülle der Alemannischen völckern von jenseit desRheins habe» selbige gar stbr hernieder gebracht. Dem KMGratiano glücktecs einst, daß er obiger feinden nächst dabey in dirdreytfig tausend erlegte. Folgender zeit war es der sitz und hauv!-ort einer Grafschafft des namcnsHorburg, welche nach abgang desmännlichen stamms durch erbschajft ans hauß Würtcnbcrg gedie-hen ist. sscr. Lermsn. I. z, Keck»

lopogr. ^Isät. ^

^orburg/ ein Oettmglschcs schloß, eine Meile von DonawerthaufNördlingen zu gelegen. An. 1648 nahmen cs dieKayserlichtiiein, verliessen es aber bald wieder, rop. 8-x. -46.

^orda/einKönig der Hunnen, welcher nebst Wen mitertha«an. 829 den Christlichen glauben annahm.

IIOIsOssl.I 'I, waren gewisse fest-tage bey den alten Mnm,also genannt,weil sie an selbigen eine trächtige kuhe nebst ihren jun-gen opfferten, welche von den alten Lateinern oder kolsr.ge-

licnnet wurden. Diese feste durssten auch an den so genannten un-glückseligen tagen gefenert werden,an welchen sonst alle andere opf-fer verboten waren. üb. z »p. ro.

H 0 K.VONILN 8 L 8 ,cin gewiß volck in Apulien,deres hauvt-stadt Erdonia war.

^oreb/ein bcrg in dein steinigten Arabien, ein stück vom bergeSinai, gegen dem lande der Midianiler über. Kircherus meldet,daß unten an dcmselbigen eine inLkipnon mit alten AmmMbuchstaben gefunden worden,fo unter andern dieses in Uch Wiicu,daß Gott eine iungfrau schwanger machen würde. Bey diciemreuge hütete Moses des Iethro fchaafe, und wurde von einem enMdem brennenden dusche, der doch nicht verzehret wurde,besthMudie Ander Israel aus Egyptcn zu führen. Aufbieten; berge wjiMauch das gcsctz gegeben,wo anders selbiger, nachHierouvmiber>Meinerley mit dem berge Sinai ist. Alhier hörte gleichfals CIia° msanffle stimme. Man sagt, daß er sich von Petra in Arabia bis anAelan am rothen mcere erstrecke. Der namesso ihm von den Ka-dern gegeben wird, ist 6>bvi block- , die Europäer abernenneMSinai. Es sind auf diesem berge sehr viel capellcn - cu>Mr fund Münchs-zellen- Auf den benachbarten bergen halten sichOchische und Lateinische Münche auf, welche auf stlbigengärten haben,die nicht allein sie,sondern auch gantz Groß-Canoden besten früchtcn vcrsthen. Man muß aufdiestn bcrg ourw! >fen steigen, und wenn man gantz oben hinaufkommt, so Donudaselbst eine hätt - capelle und eine gewisse quelle, woraus M»sende zu trincken pflegen. -L. e^oss-c.z., L. ^ -s.r-e

Nbglcg üc Lsnssn. noric. orb.smig.

^orebrten / Ovebiten/ war nach ansang des 1 s/""'Egxder Hußiten eine rotte in Böhmen , welche sich am emrnezwischen Lodetz und Lipnicze, den sie Horeb nennten,