hör
Grafen von Solre tochter , Philippum Cmanuelem von Hornes,pursten von Beaucignies, so sich mit Maria Anna Antvinetta,Hmncr Ernestl/Fursten von Ligne, Gouverneurs vesHertzogkhumsLimburg, lochtet, vermählet, welche ihm Marimilianum Emanue-»em, Grafen von Bailleul, den ;i aug. an. 169; und PhilippumMaxnmlianum Iostphum,Freyherr» von Lesdain, zur weit geboh,
. ^svtt/(Arnoldus, Grafvon ) Cardinal und Bischoff von Lüt-tuch. Anfangs war er Bischoffvon Utrecht . Als aber an. i;?8eben zu der zeit, da er sich in Rom befand, durch absterbenJohannisvon Ärkel, das Bißthum von Lüttich sich verledigte, gab ihm solchesUrbanus VI , welcher seine wissenfchafft, sonderlich in der juri^ru.cknr, seine ansehnliche Person, seinen verstand und seine kriegs-er-fahrenheit zu einer grossen Hochachtung gegen ihn stch hatte bewe»gen lassen. Allein unterdesien war Eustachius kenk-acius von Ro-chefort durch die Domherren zu Lüttich zum Bischoff erwählt,auch von dem Gegen-Pabst, Elemente VII , bestätigt worden- AlsdemnachArnoldus sich meldete, ward er nicht angenommen. Zwardie Uneinigkeit so zwischen seinem gegner,und dessen bruderWalthe-ro, entstund, nebst den bündnüssen, so jener mit den benachbartenFürsten, vhne derLütticherwillen, geschlossen hatte, brachlensoviel zu wege, daß diese zu ausgange des jahrs i;?8 Arnolds, alsihrem Bischoff, den eid der treue schwuren. Doch aus politischenUrsachen, und wegen der starcken innerlichen sEo-ici,. so er nochhier und da merckte, begnügte er sich mit dem littst eines kr«6äenrenvon dem Capital, und zog, nach Hinterlassung eines Statthalters,in die llirsces von Utrecht , um allda den unruhigen nachbarn ausGeldern einhalt zu thun. In währender solcher zeit überrumpeltesein gegner die fladt Mastricht, und hausete beydes daselbst, als anandern orten des Lütticher gebiets, so übel, daß vollends alle gews-genheil vor ihn sich verlohr, und an. i; 79, an dem tage 8. Severini,Arnoldus von dem Capital,ingleichem von dem Magistrat und vondem volck zu Lüttich , in dem besitz der Bischöflichen würde voll-kommen befestigt ward, worzu die mit seinen mütterlichen anver-wandten, WenceSlav, Hertzoge von Drabant, und dem Hertzogevon Iülich, geschlossene siiisnr ein grosses beytrug. Einige zeit her-nach that er eine reisenach Engelland, kam aber zurück, ohne daßer, nach seinem verlangen, zwischen dem Könige Richards II undLudvvicv, Grafen von Flandern , einen vergleich hatte stifften kön-nen. Weil er allezeit mit grossem eifer wider den Gegen-PabstClementem VII die parthey Urbani VI gehalten hatte,so ernennteihn dieser an. i;8; zum Cardinal-Priester. Vier jähr hernachstarb er zu Lüttich , an einem geschwär zwischen den schultern, indem ;2 jähr seines alters. Sein cörper ward in der GrafschafftHorn, in dem Cistercienscr-Nonnen-kloster, Kayser-bos genannt,begraben. ae e^ilc. I.eoa,
, /'M'vrs., elencli» (Üsr6ln.
i^orn / ein Gräfliches und Freyherrliches geschlecht in Schwe-den, welches von denen vonHorn in Pommern herstammt. Sigis-mund von Horn ist mit dem Hertzoge Albrecht von Mecklenburg ,der seiner Mutter bruder den König Magnum von dem thron stieß,zu erst nach Schweden gekommen, und hat seinen sitz auf der insulOeland erhalten , allwo er 2 schlossern Kleinmnd Groß Horn den«amen gegeben. Er ist an. 1)44 gestorben, und ligt mit seinemsöhn Clandiv in dem kirchspiel Peßnes begraben. Gregvrms vonHorn, zu Kraboo, des vorigen söhn, war ein vetter Olai Gregersonzu Anmine, so das geschlecht nach Finnland brachte. Er hinterließ2 söhne; des einen, nemlich Gregor« Oloffons, pokentat, tst mdem dritten grade erloschen, der andere aber hat die familie fvrtge-pflantzt, und hieß Heinrich Olofsohn zu Aumine,war Stadthalterüber Norder-Finnland , und soll seine eigene frau an» 1420 habenverbrennen lassen, welche eine von Dechen, aus einem Westphali-schen geschlecht gewesen. Dessen söhn, Claudius Heinrichlohn, zuAumine, war an. 1412 Reichs-Rath und oberster Land-RrchtermSuder-Finnland , und hatte zur ehe Cbristinam Frille, Christian!Frillens zu Hapanien, Schwedischen Reichs-Naths und LagMWsin Suder-Finnland tochter, welche an. 1448 gestorben. HeinrichsClaudii söhn zu Aumine, war Claudius Heinrichsohn II zu Aumt-ne, welcher gleich als sein groß-vater, Schwedischer Reichs-Rathund oberster Land-Richter in Süder» Finnland gewesen, auch an.1497 ein clecr-r und orclre des Schwedischen ssnscs gegen Christi-ernum II, König in Dänemarck, mit besiegelt hat. Er hinterließ rsöhne,ChristiernClaudii sohnzuAumine undHenricumClauttt söhnzu Kancas; von dem ersten stammen her, die erb-und Freyherrenzu Aumine, und von dem andern die Grafen zu Berenburg und dreFreyherren zu Marienburg, Erb>Herren zu Kanckas»
tkearr. nobil. 5usc. Zeriesl. vrsuuscri^r. unä vriZittst-
^ocumeneen.
60m/ (Carolus von) Erb-Herr zu Kanckas, SchwedischerGeneral-Feld-Marschall und Statthalter über Jngermannland,wie auch Kerholmische lehn. Sein Vater war Heinrich Clauditsöhn,Reichs-Rath,General-Feld-Oberster undStadthalter indemHertzogthum Finnland , unter welchem,als damaligem «ouv-rneardes Hertzogthums Estland, dieser Feld-Marfchaü die stadt Reval ,so an. 1577 von dem Czaar, Ivan Basilowitz,mit ;°soo mann be-lagert war, solchergestalt a-k-näiren helffen, daß selbtgerdre belage-rung aufzuheben sich gezwungen sahe. Er wurde an. i; 80 von vemKönige Johanne in Schweden nebst Ponto <le i- Q-r-lie, HermannFlemmingen und Georg Boye, rc. wider den Czaar Basilowitz ge-schickt, in welchem zuge Kerholm und Narva erobert wurde; ernahm auch Loda ein, und halffHam,Jvanogrod,Eoper,Carelogrodin Carelien , und Wittenstein in Ltefland unter Schwedlsche bot»Mäßigkeit bringen, ward auch zum Statthalter über Narva , In-
hör
a^lneÄon^R?^ lehn gemacht. Er ward hernachuucy emer von den Königlichen , welche den 4 iädris
« Delvlgh,emer tochter Eberhards vonDelviqh^ ^^^wgen,^and-Raths des Hertzogthums Estland ,
ttÄw i!kicks-Rach, und Reichs-dNarschaU; Clau-
vlum, jo Reichs-Rath undOber-Dtadthalter ru Stockbolm-Cber-
dein Mvscvwitifchen kriege General-Feld-Marschall ;welcher «n dem zojährigen kriege als Feld-Mar-schall wohlbekannt, unb an. i6;y als ReiMs -Marickiall und Me-neral-Feidherr gestorben.
mn§^^(/^^^aK,von) Erb-Herr zu Kanckas, obigen CaroliM"'Er diente dem Könige Carolo IX inSchwedcn in dessenLief-landlAen und andern kriegen, ward auch von demselbigen als diecron Schweden und der.Czaar,Johann Basilowitz Zusky,an. 1609zu Wlburg, wrder den Koiug m Polen und den falschenDemetrimnem bundmtz geschlossen, nebst dem damaligen Reichs-Feld-Herrn,^acvdoclc i-s-r«lic,mit einem kriegs-heereinMoscau geschickt,undihm das amt eines General-Lieutenants gegeben. Nach einem be-schwarllchen Marsche langten sie in der Moscau an, und eroberten sofort Kerholm, Notenburg und Parckau. Als auch die Polen unterdem Obersten Karnasinky hierauf die stadt Staracussa verliessen,folgte ihnen Horn nach, ereylte sie bey Camencez, unb schlug diesel-be allda, daß kaum ihr Oberster entrinnen konte. Er bekam da-mals eines gefangenen reichen Polen, Stephani Silath, rantzion,und wie hieraufder Polnische Oberste, Alexander Zborovsky, diestatt Torstak mit zooo marin belagerte, schlug er selbigen aus demfeide, und defreyete Torsiac von der delagerung. Er war folgendsbey dem entsatz des klosters TrviS, als der damalige General-Feld»Oberster, Iacobus 6- is o-rUie. den Polnischen General, JohannSapieha, davon abtrieb, schlug auch die Polen bey Twenc. Hie»rauf hatte er mit den Neusten, so auf des Demetrii feiten gestan-den, ehe er nach Sulikow gekommen, eine glückliche Eion, aucheine andere wider Alerandnim Rusiki, nahm Pogrela und Osipowein, griffBiala an, so aber Alexander Gonstcwsky so tapffer cieten-llwte, daß er abziehen muste, und damals forderte er den gedachtenGonstcswky zu einem ciueiie aus, welches aber jener -le-iwirfe. Alser seine völcker nach Zolkiew zurücke führte, rebeiiirfe ein theil da-von, er brachte sie aber bis auf8o,welche zu dem feind übergiengen,unter seinen gehorsam. Hierauf halst er die vestung Smolenskoentsetzen; als aber die Schweden bey Clusin von den Polen geschla-gen waren, eilte er nach Narva , um die gräntzm zu bedecken. Erzagte hieraufden dritten falschen Demetrium bis nach Augdoa undIvanogrod, eroberte nebst dem Feldherrn an. 16 n die stadt Rau-gard mit stürm, entsetzte Pleskow,schlug den Demetrium bey Plyoz,und an. l6is die Cosacken. Hierauf gab ihm der König GustavAdolph inSchweden vollmacht, daß er alsGencral-Feld-Marschall.in demMofcowitischen kriege commsn<z>ren,und in abwesrnheit desdamaligen Schwedischen Gencral-Feld-Oberstcn, JacobLsr6ie, als Haupt das cammsnöo führen solte. Darnach begaber sich nach dem eroberten Nvteburg, bezwäng das c-keil Caporiein Jngermannland, wie auch Augdoa und Jama, endlich den;dec. Ivanogrod, woraufer auch von Gustavs Adolphs zum^ou-vekneur über Narva und Jngermannland verordnet wurde. Erreisete hierauf an. 161; in Finnland , da indessen die Russen Aug-doa eroberten, welchen ort er anfangs vergeblich wieder belagerte,jedoch bey der andern delagerung an. iüi; eroberte. Erwürbe an.i6i; von Gustavs Adolpho nebst dem gemeldten cic is Lsr-lie undCaspar Mathisoln Krusen, zu den »sÄtten, mit dem Czaar ll-puci-ret; als aber selbige nicht zu stände gekommen,auch derKönig selbstden krieg wieder Moscau fortführte, und die stadt Pießkov anfäng-lich belagerte, thaten die Russen einen ausfall, mit denen sich dieserFeld-Marschall in einen scharmützel einließ, darinnen er an. 1616im zasten jähre seines alters umkam. Er hinterließ einen eintzigewsöhn, Gustavum, Erb-Herrn zu Kanckas, welcher an. 1614 von sei-ner gemahlin, Margareten Finke, letzter und eintziger erbin dessel-ben geschiechts, gebohren worden. Sie war eine tochter GöderickFinke zu Pvrkala und Svnnes, Schwedischen General-Feld-Mar-schalls. Der König Gnstavus Adolphus cmpfund seinen tod nichtallein sehr hoch, sondern wohnte auch seinem leich-degängnisse, soaufseinem väterlichen sitze Kanckas gehalten worden,selbst in hoherPerson bey- Als er und GrafJacob -i- «srcke Novogrod belagerthatten, schrieb der König an sie, daß sie gegen Gott und die natursich nicht sollen opi-nirriren, indem ihm an ihnen mehr gelegen sey,als an Novogrod. Locce»» liiüor. äusc» L ilikoc. belli
Lueco-f^olcovir.
60m / (Gustav von) Freyherr zu Marienburg und Erb'Herrzu Kanckas / Königlicher Schwedischer Reichs-Rath / Gencral-Feld-Marschall/ Gencral-«->uvc>-nsurderHertzogkhumer Bremen und Verben / wie auch oberster Land-Richter über Nrryke/ warein söhn obigen Eberhards. Nachdem er scme reffen in Fraiickrerch/Engclland nnd die Niederlande abgelegt / auch aus der UniversitätOxford den timl angenommen / greng er m Schwedischekriegs-dienste/ wurde anfänglich an. i6;4 Rittmeister / und her»nach an. isz; unter des Obersten David Lesle reglmcnk zu pferdt /Oberster-Lmmnant/ welches regiment er zuletzt/ nachdem Leslereiigmrtt/ völlig bekam. An. »64a wurde er in dem treffest.beyPlanen gefangen / und bekam nach seiner befreyung die stelle emeSGeneral-Wachtmeisters. Er wohnte den vornehmsten kriegs-unter-nchmimgmdey/ und als an. 1646 mischender cronSchwedenund Churfürst Maximilians zu Bayern ein geschlossen
wurde / hinterließ man ihn dem Churfürsten als einen gelssel. Nachgeschlossenem Mstphäiischm frieden legte man ihn Mit einigen re»Nnnnn r stmentem