Band 
Zweyter Theil
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tzoqen von Savoven und Mantua angreng, und der Spanische6ouv'ru°ür des Hertzoqthums Mayiano sich des letzter» annahm,riech er ihm , die vestung A»i zu belagern, vor welche er auch an.iöi4 rückte. Als in währender belagerung zwischen beydenHertzo-aen ein gewisser vergleich erfolgte, wolle solchen die,er Horosco vorerlangter besonderer Königlichen mliruLtion nicht unter,chreiben.Da nun der krieg bald hernachvon neuem angieng,zog er mit 5000Spaniern und z°oo Italiänern aberinals zu seid, warst, indem derHertzog von Savoyen an-161; Brestagno belagerte, sichln solchevestung, und ä-fc„-tirte sich dergestalt, daß man die belagerungwieder auffheben müssen. An. 1616 siel er dem Hertzog von Sa-voyen in sein land, und nahm Canello, Colosse nebst Cortemigliaein. Weil aber der Maragrafzn 8. Georgio das csllcU zu Corte-miglia entsetzte, und die Savoyische völckcr inzwischen Calois undAlda eroberten, verließ er die eroberten örter wieder, setzte die ge-gend, wo er bisher gestanden, an vielen orten in brand, und warddaraufdie vestung 8. Damiano, welche der Hertzog von Savoyen mit Frantzösischer stillten- belagert, zu entsetzen abqejchickt, kamaber zu spät, indem der ort übergieng. Unter dein neuen 6»uver.neur, Don Pedro von Toledo, befand er sich an. I6i7indcrbelage-rung von Vercelti. An-1619 wurden sie beyderseits nachkamenrevoc-rct, und gab man ihnen schuld, daß sie die wenigste zuneigungru dem Italiänischen frieden gehabt hätten. Er diente hernachdem König Philippo IV in «Spanien in dem Veltlini,chen krieg,und halst unter dem Admiranten vonCastilien die an. iü;8 von denFrantzosen belagerte stadt Fucntarabien in Biscaja entsetzen, da eram ersten in das feindliche recrcncllcmenc gesetzt, und den Frantzo-sen eine grosse niedcrlag dabey verursachet. An. iSzg wurde er inGascognc einzufallen co-nmsncl ret, von dem Grafen von Gram-mond aber zurück getrieben. Er führte auch des Spanischen k-v»ri.tcn, des Grafen von Olivarez, leib - regiment eine zeitlang, und alsam 1641 der König in Franckrcich die vestung Perpignan in derGrafschaffc Roussillon belagerte, ward er nebst dem Marggrafenvon Torrecusa zu provisniirung selbiger stadt gebraucht, auch zum6ouv-l,icur zuColiure und General der CsvsU-ris jn der GrafschafftRoussillon gemacht. Er wurde hierauf in selbiger vestung von demFrantzösischen Marschall Meilleraye belagert, und genöthigel, dte-ftlbe samt dem darinnen ligendcn csltcll 8. Elmo durch sccvrll auf-zugeben. Er befand sich hierauf an. 164z in Aragonien bey der Kö-niglichen armee, und gerieth nebst dem Marggrafen von Inojosa,mit demMarggrafen von Torrecusa in streit, daß auch derselbe sichvon der armee weg an den Spanischen Hof begab, an dessen statt erdas commsn6o beweinen theils der armee erlangte, daher Marg-grafvon Leganes die andere Haupt- armee commsnllirte. Es waraber diese csmpsgne vor die Spanier gar nicht glücklich, als welcheden 27 sept. von dem Frantzösischen Marschall lle i- Motte Hon»dancourt eine niederlag erlitten. An des Johann von Garny statt,als solcher in ungnad fiel, ward er an. 1644 General - Feld- Mar-schaü in Catalonien , und hatte aufdie von den Frantzosen damalsbesetzte stadt Lerida durch hülffeiniger co»kp,>snten einen anschlag,weshalben er sich auch unter dem schein,als ob er auf Flir msrzcki-ren wolle, solcher stadt näherte, seinen zweck aber nicht erreichte.Hierauf rückte er nebst o»,- Felipe llcSylva folgends vor die stadt,belagerte sie, und eroberte sie mit sccorci. Wenige zeit nach der ero-berung von Lerida entsetzte er auch die von demFrantzösischcuMar-schall äü is Motte Houdancourr belagerte stadt Tarragona in Ara-gonien , und conrimiirte unter des von Andreä von Cantelmo ober-xenerLlsr auch an. 164; seine dienste in Catalonien und Aragonien .Sie waren aber in ihren con>llill„icht einig, und erfolgte an. 164;die Wacht bey Lorenzo, da der Frantzösische General, GrasvonHarcourl, den sieg erhielt, dieser Marggraf von Mortara gefan-gen wurde, und Cantelmo ihm die ursach der niederlag zuschreibenwolle. Als an. 1647 der Printz von Cond- mit der Frantzösischenarmeedie belagerung vor Lerida auffheben müssen, brachte er 1000mann zu verstarckung solcher stadt sinnt vielem Provisor »nd muni-rion hinein, und ward au. rüzo abermals in Aragonien und Cata-lonien gebraucht, da er Flix, Torlosa, Fulset und Miravel wiedereingenommen,ob schon seine damalige armee nicht über 1000 mannstarck gcweftn. An. 1652 belagerte er die stadt Barcellona,vor wel-cher t)on Juan llc Lullris auch anlangte, und selbige mit sccoro ein-nahm ; nach welcher zeit er nicht lang gelebet.

HOR.ONstIssL8, eine Persische gottheit, sihe

, heissen bey den alten Römern mszsrmcn undxrovislir-hauser, dergleichen so wohl der gantzen «.epublic. als auchdiesem und jenem privsc-mann zugehörten. Man hatte aber nichtallein körn darinnen, sondern auch alles andere, welches zur nah.rung und Unterhaltung der soldaten gewidmet war; dahero sichin allen Provintzen dergleichen fanden. Sie wurden mit grossemfleiß verwahret und bewachet, als wovon in den gesalzen und Ver-ordnungen der RomijchenKaysern gar offtmal Meldung geschiehet.Es waren sonderbare Personen darüber gesetzt,welche cuitoller. auchwohl I-Lkronl korreorum pukiicmum, genennct werden. Wegen derguten sicherheit wurde wol auch etwan privsc-leuthen erlaubt, ihregrösie kosibarkeiten dahin zu bringen, n--". ^nnsi. 1. 2. /.«m,

in /Ucx. §ev. c-rFo-/. vsrisr. l.lo c. 27. c 7 o<i. L:pslknn sll Vcger. *

Horsham / ist eine grosse marck- stadt in der EngelländischenGrafichafftSussex, welche 2 glieder in das Parlament schicket.

Horsey/ ist eine kleine, insul vor Harwich in der Enaellßnb»schen Provintz Essex sud-warts gelegen. MW»

^orst / eine uralte AdelicheundnunmehrFreyherrlichesmiii-

an dem Rhein , deren stamm- ,ch,oß gleiches namens in dem?tzogthumWestphalen an dem stutz Jtchargelegen.Bertholdusnimin einem von an. 1292 als zeug angeführt. Theodor z

lst der 2iste Abt des klostcrs Sigcbcrg gcwe,en. Richmvdis 0deren schwester, Anna Johanna, haben gegen ausgangdes - ? Lculi dem kloster 8. ^sccsbLorum zu Cvlln, nach einander, als M,tißinnen vorgestanden. Dietrich war an. 1620 Chor-Risckoff-.,Trier und Probst zu Emmerich. Erasmus war an. iszs ZonuDechant zu Speyer,,unfeiner von Horst diente im dreyßig-gen krieg dem Churfürsten von Bayern als General-Major. Carl

Luvwlg,Freyherr,waran.i7i;Chur-Trierischcrgeheunbder'M

General - Feld - Marschall - Lieutenant und oouvcmcurbreirstein. /!»ce/r». Qerm. kscrs p. I p. r,z. Lcie!. üurop,

p. 697. ^

^orstius/ (Grcgorius) ein berühmter Teutscherwar an. 15 78 in Torgau gebohrcn,allwo sein vater,gleichfallsGre-gorius genannt, ein glied des Raths, und biß zum siebenden mlBürgermeister gewesen. Nachdem er andere schulen, als die zuGöttingen und Halderstadt, durchgangen, wurde er durch einra-then und Vorschub seines Vaters druders JacobiHorstii,ehe,naliaenIvtcllicios- prokcssvi,5 in Helmstädt, in das berühmte kloster Jlesel)aufgenommen, woselbst er in seinen llullill guten fortgang gehabt,bis er an. 1497 die univ-rlssät Helmstädt, und an. iüood,eWiitcn-bcrgische scsllcmie besucht hat, an welchem letzter» ort er sich achmit collcgiis pwiolbpkic.j berühmt machte, und i» die/jähranss-hielte. Damit er aber in der meUlcw um so viel weiter koin-men nwchte, that er einige reisen,und zwardurch Oesterreich,Bay-ern, Schwaben, Elsaß und die Schwatz. Als er nun zu BasrlvoÄnr worden, reisete er wieder nach hauß, und wurde zu end des-selben lüoüten jahrs in Wlttenbergzum v,c-ücinL uwkcssorcmie«,net, das folgende jähr aber nach Saltzwedcl in der alten MrckBrandenburg beruffen, und an. i sog zum pro 5 armc,n Giessen ge-macht, auch endlich gleich in dem folgenden jähr vonLandgrafLud-wig von Hessen zum Leib-Ktcäico angenommen. Seme rcom-iioswuchs von tag zu tag, daher die stadt Ulm ihn zu ihrem oberstenkiellico verlangte, welche idsrion er an. I Ü22 antrat, und biß an sei-nen tod, der in das jähr i6;6 den 29 aug. einfiel, verwaltete. Erhat sich das erste mal an. iüi; verhcyralhet, und aus dieser ehe gsöhne und 2 töchtern erzeuget- Er verlohr seine stau an. i6;g,rcr-beyrathete sich aber zum andern mal an. 16;;, und würdeerm-streirig das vergnügteste leben auch in dieser ehegeführt hadeiymmnicht sein alter feind,die gichter, das jähr darauf den 9 aug- sei»leben ein end gemacht hätten. Man sagt von ihm,daß er die; gut-täten eines guten Ivl-äici, ehrllchkeit, gelehrsamkeit undglückiinhöchsten grsll besessen habe. Unter seinen schrifften find folgende:

^ccurskitlims univerk-e elsblii-srio, locis Lslenico ä: Nix-

poccsr. illulki'srL; cemuris problcmsrum mrvoü

z libri lluo äc nsrurs bumsns; trsärlur Arucn<ts Isnlksce likersroruns ls:pius rccukus z UliAsrics-Iui;,

a^kcnteriL, vsriolsrum mocbiliorum cnoüsciones; tibellu! <lc Icor.buko germsnicus ; oblcrvskionum mcciic. I- r; Obkeiv. pbsrmr«»-licsrum urilir ctecss. mem. mell.

^orstius/ (Grcgorius) Gregor» jüngster söhn, wardzulllnian. 1626 den 2c>dec. gebohrcn, promovwte zu Padna unter Fortn-nio Liceto den umay an.r6;c>,undward zuUlm^issicuzundk'w.fcllor plivkiccs an. Iü;;, in welchen bedienungen er an. 1Ü61 deinemay verstorben - Er hat einen rrsKsr msais ellirt, und l-iiiomAZweck, versprochen. ciisr.

^orstius / (Jacobus) ward an. 1^7 den 1 mayzuTMligebohrcn. Er ward an. 1556 zu Franckfurt an der Oderund an. Ivü2 Ouotor in der kiellicin . woraufer diepesxin zuS-gan, zu Schweidnitz in Schlesien , und zu Jglau in Mähreu mtgutem fortgang trieb, bis er an. 1580 Ertz-Hertzogl-Oesterreiel»»scher Leib-eeicciicui wurde, in welcher llsrion er vier jähr verdankte,lind nach diesem eine mcllicinische prok-Mon zuHclmstädk scc-p-irte.Seine antrits - rede äs remoris aikccmlurn roccllcmsm L csmm rc-mcäiir ist sehr wohl geschrieben. Er verheyrathete sich zum erste»mal an. 1562, zeugte mit dieser stauen 10 kinder, und nachdcmersie an. i;8; vcrlohren, nahm er sich an. 1587 die andere. Ermrungemein gottsfürchtig, ruffte den lieben Gott bey -üst>°MWgseiner artzneyen inbrünstig an, und meinte, seiner art heute halte»göttliche hülsse gar sonderbar nöthig, wie er denn zu diesem eiid siedie rvic6>cvr ein besonder gebet-buch in druck ausgehen lasseu-Leuieandern schrisstcn sind commcotsrius in libmm liippvcisiiz siecorc:;lr. czuslcm ptlsrrnscopotsm eile convcoisk; lls morbo episew>cokM>cskksrrsli per torsio Luropsm grsllsmc; äs virr vmikc»; ciünvchm-bulonibus ; öe ctenre sureo pueri Lilclii > bey welcher Historie,die »l>jeinen betrug,hinaus gcloffen, er etwas zu leicht-gläubig gewemi,und diesen guldnen zahn vor eine Vorbedeutung von dem »istch«'den Untergang des Türckischen Reichs gehalten hat

LätkoIicL 6e rebus lecunciüm öc prsrcer' »LturLin;

pkicL öc me^icinäles; com^encliuiu meäiesrum intiilucionum;

bsrium; ein Teutscher er-List von den hülffs - Mitteln wider rispcst, und eine Teutsche veriion von Lemnii bu ch s- vcculi» Mir-

wirsculis.

^orstius/ (Johann Daniel) Gregoril Horstii ältester Mward zu Giessen gebohrcn, und erhielt anfangs eine ,xwMi.on zu Marpurg , nachgehends inViOch >v» ^