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> » dessen stelle Marfchall von Franckreich, dem flecken MeduZa zuzeiten RomM nach Rom begab,
und ward zurvergeltunga^ ' P. js eine stimme schloß gegen die Vadmer tapffer -l-tenäiren halff. Aus diesem iss
mit dem rechte , oaß ", All gchabtt An. -ü. 9 ward schlecht ist der König Tullus Hosi.'ius auch enOroffen. ZM-Ü
I» dem ,Ä- «l>,iw->l>g,- -- >«-<>
An. i6;r bekam er
wider die ttugonor«-n
«ecaeäü ?Sancerre und etliche andere platze. An. 16;-das 80u-rne-e»- von Provence , hatte aber daielbst nut dem Lrtz-Mschoffvon Bourveaur, Henrrco von Escoubleau, grossen streu.Weil er auch denselben zimlich grob rrsÄ>rct, fiel er m des Hofesmianade, und ward, als er nach Paris kam, den 27 oct. an. iü;7srrcitiret, und in die bslliNc gesetzet, aus welcher er auch Nicht eherdefrcyet worden, als bis der Cardinal Richelieu den 19 jan. an.164; gestorben. In dem folgenden iahre ward er zum Hertzog nm>i'sir von Franckreich gemacht, und diese wurde seiner HerrschastlEbateauvillain inChampagne beygelegt,wiewol er solche nicht langegenossen, sondern noch selbiges jähr den 28 sept. zu Nandy bey Me-tan im 6; jähr seines altcrs gestorben. tMdo/gen. o-n. p. r6,.
/,///. 2N. >704. p. Nr-
Hospitale / hieß in den mittlern zeiten das gebäude in denklöstcrn , da hinein man die fremden wgicrte. Man hatte deren im-mer zweyerley, eines vor leute von conlliuvn. das andere aber vorschlechte pilgcr und reisende. NolpiisiLrius war der Geistliche, dersolche gebäude in seiner aufsieht hatte, und die fremden versorgenmuste. «i« tt, I. p. 874-
HQ8?HIlssN.Zu alten Zeiten hatte man in städten keine gast-Höfc, darinnen man leute von conNicio» nach würden hätte bewir-then können ; daher wurden die leute genöthiget unter einander ei-nen vergleich zu machen, daß sie einander aufnehme» wollen, unddas hieß Iioihuium LUIII siiguo tLcere. DalNit sie nun einander destobesser kennen, und kein betrug vorgehen möchte, io machten sie ge-wisse teirerLstioipitLiir-tts, oder langlichce stäblein von helsjcnbein,oder anderer Materie,aufsolchen stundenlgewisse buchlraden,und einjeder nahm also die helffte zu sich, die man hernach bey vorfallendergelegenheit brauchen konte. Man hielt aber von dieser art derfreundschafft fast eben so viel,als von der bluls-freunbjchafft, daheres ein grosses verbrechen war, wenn das ju§ boipmi verletzt ward.Man hatte aber auch eine art des iioipicu, welches städte, Revu-bliguen, und Könige mit einander machten, daß sie einander oderLeren Gesandten aufnahmen, und wohl r^ctirten- 6c
teÜerir j. 917, 918.
H 08 ? 0 I)^K. ist ein titul, welchen die Türcken denen Für-sien von der Wallachey und Moldau beylegen. Es soll derselbe nichtso wohl deren vorzug vor andern,oder deren gemalt über ihre Unter-thanen, als vielmehr diejenigeunterthänigkcit andeuten, welche dieOttomannische Pforte von ihnen xr-rici-Nirt. Wenigst siehet mannicht leicht, daß sich diese Fürsten diesen titul selber beylegen, son-dern nennen sich vielmehr Principes v7L>Lcb,L 6cc. Doch, nach and-rer Meinung, bedeutet so viel, als einen Feldherrn oder
Kriegs-Obriste». In der Polnischen spräche heist es soviel, als einWirth. t)»r. clign. > 11 . ciiill 11. c. §.^l. *
Hosschius/ (Sidronius) ein Niederländischer Jesuit, waran. 1596 in der Menschen n>«ces gebohren,und hat sich durch seinevortrefliche Lateinische gedichte, so zu Antwerpen an. i6zü in 8heraus gekommen, sonderlich in g-ncre eieZiac», darinnen er sowohlals die 2 andere aus seinem Orden, welche ihme gemeiniglich bey-gefügt werden , Wallius und Bccanus, gar wenig seines glei-chen hat , grossen rühm erworben , wie denn sonderlich auchPabst Alexander VII , so selbst ein guter ?oi-c war, viel auf ihm ge-halten. Er starb zu Tongres an. i6?9. Loxric/E n,ss. z. ll-pocr.
Lrr. retlex. llir is pocrigue. jugemenk cles iLvsns tue
Iks kockes mocierncs.
Hoffen/ des Ali aus Persien söhn; (sihe Hocen.)
Hostasius / ein soldat von Ravenna in Italien . Er ließ seinetapfferkeit bey der delageruug der stadt Pavia sehen, als selbige vonden Frantzosen eingenommen wurde. Er war der erste, welcherdurch die vr0ckc j„ das schloß, und von dar in die stadt eindränge;wiewohlcn jedoch die that so gar ungemcin groß nicht ist, weilen da-mahl dereommcnä-mBalbiano schon c^piruNert halte, und nirgendgrosse gegenwchr geschahe. Indessen erzehlct Jovius, er hätte hie-rauf von Lautrer, dem Frantzösischen General,begehret, daß er ihmzur belohnung des Kavsers Anconini ii^rue zu pftrdc, so vorzeitenvon Ravenna nach Pavia gebracht worden, scheuchen möchte, wel-ches ihm verwilliget wurde; allein die einwohner wollen solchedurchaus nicht missen, und deschencktcn ihn davor mit einer cronevon maßiv-goldc, die er endlich annahm, und »1 der kirche zu Ra«venna aufhangen ließ, daß selbige ein ewiges denckmahl seiner tapf-ferkeit seyn solle. biss. li!,. r;. *
Hoste oder l'Hoste / (Johann) war zu Nancy zu ausgang deslü lccui, gedohren. Er lehrte anfangs die rechte, und hernach dien,2c>iem.^c zu Pont a Mvusson, von wannen ihn der Hertzog Hein-rich von Lothringen nach Nancy kommen ließ, und ihm die aufsichtüber die bevestigungs-werche im gantze» lande auftrug, ihn auchzum obersten Mgcmcu- „nd Kriegs-Rath machte. Er devestigteNancy , und schrieb viel mrchcmarischc bucher, die zum theil nochnicht gedruckt sind. Wir haben von ihm ic t'ommaire 6s i» spkcre
srtihcicllc ; I» pczriquc cie gsomcccic; cicscriprions 6c iilzges llcsprincipLux iiillrumsiiz lle gsomcccis; 6u Lsllcsi, 6c c^usire; rszon
; gnomon; NLron llc Ircob i inlcrprersr. 6u scznll srcclc r.ulle 6cc. "
§ H 08 ssIIstj) ssöö-IIIstst , zu Rom , gehörte zu den pstrinistsa-llus. <2»e hatte ihren Ursprung von Host» Hostilio, der sich aus
„ , / welche durch die zynanim
derer K1snc>noiu,n.e2coi>um,1 ubuiorum und 8Lic^Lrumi,ntercÜ,i-
den werden. Der leiste kommet ausser den alten lcnh-^en «>!» ,»einigen müntzen vor, welche ein gewisser L. Hostilius Ät-m-. MRömischer muntzmeister, wo Nicht vorgesetzter oder (PMor «n«Provlntz hat prägen lassen, cx numwiz
Lrxc»»»-» 6 c gcncivus Kom. 6c llx/r»«« 6c frmil. 8,om * '
PI 08 HssI)sscV,. eine gottm. Die Heyden glaubten von ihr,daß !>e die ansucht über das getrmde hatte,wenn die letzten äbren ssgroß wuchsen,als die übrigen,und solcher gestalt alles im feldealeickDer name kommt her von dem alten Lateinischen werte
würde.
lltMirc.welches so viel hieß, als gleichmachen/ wvvvn^mmrum, die gleichheit hergeleitet wird. p«^->.^«L»/r. 6 cciv.v-i.
Hostilius / ( Cajus) .vl^cinus zugenannt- Er war imsis jähreder stadt Rom Bürgermeister daseid,t, und hatte mit den Niinian-tinern einen vor die Romer höchst-fchimpflichen vertrag gemacht,so lponlloraumLnrwg genennetwird. Er wurde deshalben densclhe»ausgeliefert, weil die Römer solchen vertrag nicht vor genehm hol.ten wollen; allein weil sich die Numantiner weigerten, ihnnehmen, kehrte er wieder zurück nach Rom , woselbst man ihnkaum dulden wolle, /--i-ix-epir. 59 . iw. 4 . i/«.
üb. r. c. 18.
Hostivitius/ verletzte unter den alten heydnischenHertzogen in
Bohmen,führte erstlich krieg mit dem Kayfer Ludovicv?io,hernachmachte er an. 840 mit demselben friede. Mit einigen grossen in demlande hatte er gleichfalls zu thu». Zuletzt verfiel er wieder mitLudo-vico LccmLnicu IN krieg, und ward von ihm geschlagen. Lx-i-u.
cliron. Ln. 846 . Löbm. ckion. p. 84 . repp,
c. 8 . p. Z 44 - mitcell. 6 ec. i.I. 7 . lc 6 l. I. c. il, p. zr.
Hottentotten / werden einige von den einwohliem der Utl.ran,scheu kuste der Caffern gencnnet/ sonderlich von denen/weichtum das vorgcburge der guten Hoffnung herum ihren sitz haben. Siewerdcnm gewisse n-cw,>en eingetheilt/deren in der zahl i7sind;eine icde hat ihren besondern obcr-herren oder icou^ui. und eine je«dc Krsu- oderdorssihren Vorsteher oderObmann/welcherdieübec-treuer straffen barst: die gemeinen angelegenheiten aber werden inder Versammlung aller Obmännercn bey dem kouqui abgehandelt/welcher auch der gantzen vistio» Feld-Obrister ist/und bey blasungemcr knimmen zincke comm-nllirt/ oder das volck zum streit anststschet. In einer irden x.rsiie wird ein mann/öfflers auch ein weidbestellt/wclchcs an statt des wcllici dienen und die krancken besuchenmuß / uiigeacht solche pcrson in der artzncy wenig erfahren hat; fer«ncr ein geistlicher oder 8 uri, welcher alle ihre sitten und gebrauchepolaren / auch bey Hochzeiten / kindbetterimien und todeS.Wlenseinem amt vorstehen muß. Daß aber nach dem zeügnuß einigericribc-iicn dic,e lcmh keine crkaimlmiS Gottes noch Gottesdiensthaben sollen / ist falsch / sintemalen sie einen Gott erkennen/den sieQoums Dcquvs. oder den grossen Os-IILM neimm/rum unterscheiddes mondes/den ,ic auch für einen Gott halten und nennen.<Lie cigucii auch dem oouni- rricquoL so wohl die schöpffung/ alscrhaltung und rcgierung aller dingen zu. Ihr gottesdienst bestehe!in dem tantzeu / jmgen und Hände klopffen / welche cercmonicnsiealle ncu-und Vollmond unangesehcii des wettcrs fleißig veccichlen.Allen mannk'.personen / die 8 jähr alt sind / wird der lincke>us außgeschiiiltcn / entweder / damit sie desto schneller lausten / wiesie dann in der that den pferdleu gleich zu rennen geschickt Wd/odecaber eine bcschncidung darum anzudeuten / sintemalen dabey einschaaf znm opffer geschlachtet wird. Die neügedohrenc kinder wer«den mit kuh-mist uberschmicrt/ und zum trocknen an die wannesonne ansein stück fell gelegt/ hernach / wann sie gesäubercl/Mfett wlder der sonnen hitz gerieben. Der ehebrnch wird bey ihnenmit dem lod gestrafft/ und also eben so scharffals der diebstaU eSkan aber ein mann so viel weider nehmen als er will / auch Mnach belieben wieder zurück schicken; das weib hat gIMalS mfreyhcit ihren mann auszugeben/ darffabcr künffligs nicht inGhcyrathcn,; so ostt sich eine witlib von neuemverheyrathel/nutzstesich ein gläich von einem fingen abnehmen lassen. Sie beobchlcnauch gewisse verdoltciie g^ll. und straffen die mit dem tob/ sodar-wldcr hanblm. Ihre spraach ist sehr seltsam/ und dem geschmjdccwelschen hanen gleich. Der älteste söhn ist der -i-Kime und ciNMerb / und bekommen seine brüdcr nicht mehr/als er ihnen gMMcclliren will; die töchtern aber bekommen gar nichts / auch NWeinmal das sonst übliche heyralhs.gul; ja wann eine »imer r lMlern auf einmahl gcbicrct/so wird das einte bind eMwedervon!»an lebendig begraben / oder sonsten in eine wildniß versteckt; ro -men aber2 knaben zugleich auf die welk / so ist in dem baust amsonderbahre frcüd/ und wird/jeboch mit auSschliessmig der wMweine köstliche mahlzeik gehalten. Die lrammg der neucu ebelleli "geschiehet auf folgende weift: Die manner machen emcn kreist >mden bräuligam/ die weiber aber um die braut; daraufkomme,8 ur> zu einem jeden besonders / benetzet seine Hand mit seinem W ,und salbet sie also dreymal mit dem wasscr/ welches sehr ste«mihre haut gerieben wird; aus diese ammithige ccrcmnm-Mgm"ßrLruiÄrions.compiimcmen; die weider machen sich Mit Miernueinige runde flecken in das angesicht/ und vermeinen also »0,schönhcit zu prcLm,ren. Der mann bedienet sich sitmeimM ,stillen Müßiggangs / und lasset dem weid in guttr ruhe alleu»ardeits.sorge auf dem hals; bey der Mahlzeit sitzet das mm r ..aus der erden und muß ihren hungrigen bauch so lang mirsre