Maria / Henncr, Vicomt« von Stafford, schwesier und «bin, vondem Kmug Carolol an. 1640 zum Freyherr» und vi-omce vonStafford gemacht. Nachdem er sich verleiten lassen in die contoir».
sowrderKonigCarvlumII und die Reformirle religion inEngelland entsponnen war,mit zu treten,solche aber an. 1678 durchTttum Oates und Wilhelmum Bedlow entdecket ward, wurde ergefangen gesetzt,und ihm den 7dec. an. 1680 durch das Parlamentdas leben abgesprochen,er auch im yostenjahre seines alters aufdem
Jacobs
II retirirthatte,zurück kam, und vicnmre vonStassord wurde.Seinanderer bruder, John Howard, wurde an. 1Ü88 von Jacobs II alsAbgesandter in Lpanien geschickt, hielt es beständig mit selbigemKonlge, und starb als Cammer-Herr an-1700 zu St. Germain>
^ ^6. Lrir. ^r. 7^.
Howard/ ( Wilhelmus) ein söhn des unter Henrico VIII sehrberühmten Lhoma Howards, Hertzogs von Norfolk. Er ließ nachdem erempel dieses seines vaters so viel treue und tapfferkeit sehen,daß ihn die Konigin Maria zum Qouverneur von Calais , zum Ba-ron von Effmghain, zum Groß-Admiral, und zu ihrem obristenEammerer machte. Die Königin Elisabeth conrinmrte ihn in die-ser letztem ckrrße, die er aber hernach dem Grafen von Susser ab-trat, da er zu der würbe eines geheimen Siegel-Bewahrers erho-ben ward. Nicht lange hernach starb er an 157; und hinterließ voninner gemahlin, Margaretha, einer tochter des Ritters ThomäGamage, Carolum Howard, Grafen von Nottingham und Groß-Admiral, von welchem ein absonderlicher articul. ^ L^^uik.
6' r. r. p, rS^.
s-Admi-
ral in Engelland. Sein Groß-vater war Thomas Howard II,Her-tzog vonNorfolk inEngelland,soan.rc;4 verstorben;sein vater aber,Wilhelmus Howard,Freyherr zu Effingham,welcher ihn mit Mar-garet», Thomä Gamage, eines Engelländischcn Ritters , tochter,an. 156; erzeuget. Nach semes vaters tobe wurde er Baron vonEffingham, auch noch bey dessen leben an. 1570 mit einigen Engel-ländischen schiffen geschickt, um des Königs Philippi ll in Spanien braut,Annam, des Kaysers Marimiliam II tochter in Spanien zuconvo) >ren. Er intlnuirte sich bey der Königin Elisabeth dergestalt,daß sie ihn zum Ritter des hostn-bandcs machte, auch ihm an sei-nes vaters statt das amt eines Ober-Cammcr-Herrn gab, und ihnin den iee-aLrwen vor vielen andern brauchte. Weil er nun hierin-nen eine sonderbahre wisscnschafft erlanget, bekam er an. i;8; aufabsterben des Reichs-Admirals, Eduardi Olinton, Grafen zu Lin-coln, selbige stelle. An. i;88 hielt er sich wieder die von Philippo IIwider Engelland ausgeschickte unüberwindliche siotte wohl. An.1596 wurde er nebst dem Grafen Robert von Esser mit einer flottein Spanien ausgeschickt, mit welcher er Cadix einnahm. Da eraber wieder zurücke kam, wolle man die ehre demGrafen von Ester alleine zuschreiben , darüber zwischen ihm und demselben nicht ge-ringe j^iouiis entstund. Als an. i-;97 der Graf von Esser mit einerflotte wider die Azorischen insuln ausgelaufen war, blieb er in En-gelland , und wurde inzwischen von der Königin mit des Grafenvon Esser Mißvergnügen den 22 oct. selbigen iahrcs zum Grafenvon Nottingham, das jähr vorhero aber zum Ober- Richter überdieParks,wälber und holtzungen in dem suder-thcile von Engellandgemacht. Erwürbe hierauf zu den wichtigsten aSUren des Reichsgezogen, und Mngirte nebst Robert Cäciln und Walther Raleighfast alles zu Elisabethä zelten alleine. Er war an. 1598 unter den8 Deputieren einer, welche das bündniß mit den vereinigten Nie-derlanden erneuerten, wurde auch in selbigem jähre bey besorgtemSpanischen einfalle zum General - Lieutenant über die -wiicr zuLande verordnet. An. i6oi halffer nebst andern den Grasen vonEssex ruiniren,beredete auch bieKönigm,einen Nachfolger zu ernen-nen, welches der König Jacobus aus Schottland war. Nach derentobe war er der erste mit, welcher dessen partbey hielte,und ihm deneyd der treue leistete. Bey dessen an. 160; erfolgt« krönung ver-waltete er das amt eines Groß-Lllewards, wurde auch an. 1605von selbigem als Gesandter nach Spanien geschickt, da PhilippusII den geschlossene» frieden mit Engelland in der stadt Valladviidbeschwur. In felbigem jähre ward er zu Untersuchung des vorge-wesenen pulver-verraths gebrauchet, und an. 1609 von feinembluts-verwandten, Henrico Howard, Grafen von Rorthampton,
sin Elisabeth, aus Engelland in Seeland, harte auch an. 1614 mitder stadt Londen einen harten streit wegen der jur,zll,Äion auf derThensse. Er wurde auch Ouuv-rneur der Provintzen Suffex undSurrey. Unter dem vorwande aber seines hohen alters wurde ihman. iü2i die Reichs-Admiralschafft entzogen, und Georg Villers,Hertzoge von Buckingham, gegeben, jedoch genoß er von dem Kö-nige eine jährliche penll»». Er starb endlich zu Haiglmg rn derPro-vintz Kent den dec. an. 1624. Seine erste gemahlin war Catba-rina Caren, des Freyherr» zu Hmisdon, tochter, von welcher Wil-helmus Howard, Freyherr zu EffmAam, welcher cmnoch bey ,evnein leben, au. >615 gestorben; Etifabety, Johannis Mordant,Grafen zu Petcrborough, gemahlin; Carolus Howard, sein Nach-folger ; Elisabeth, Hemrici Southwels gemahlm; Hmnca, soanfangs Fitzgeralb, Grafen zu Krldarenmd hernach den Freyherr,,Henricum Lodham, geehlichet; und Margaretha, Richard Leveien,v>ce. Adinrralsin Engelland, gemahlin, gczeuact worden. Seineapdere gemahlin war Margaretha, Jacobl Stuarli, Grafen zu
how hoy 851
tharina^ ^ Katharina ) Königin in Engelland. (siehe La->
lic^n a^md v°nE^ 5 W^^Howden-Wapentake, in der öst»HowdZL genZ^^ 'EU iigende ^i-»,iu..
angesehener EnglischerPrcdiger undn-o.
A 8, t rssb^lsriLnischer Parthey , mag. ,-crr. ist qedokren den I-an.füzozu Loughborough in der Provintz Leicestcr, allwo stin^>are. Er wurde in Inland, und hernach wäl-ren--dem emheiMilchen kneg in Engelland erzogen, KnMrte zu Cambrid-ge und Opsord, da er auch das n-cc-isureac empfangen, wie auchnachgehends das ^-nikerium, ward 80cm- in coiicgin Maqdalenä»und daraufnoch sehr jung, r^mNLi-zu Torrington. Er verrichtetelein Predig-amt bey Cromwcll mit grossem Widerwillen, jedoch be-diente er sich desselben zu beförderung der religion und guter kün»sten, wie auch znn, Vortheil vieler selbst von der widrigen Parthey -deswegen rhne i). Wilkins und andere ansehnliche mann« sehr liebgewonnen. An. 1662 legte er sein amt ab, weil er nicht tust hatte zu-ontorwieren, lind zöge zu Lord Maffarene in Jrrland, da er für ei-ne zett, wie auch nachwerts in Engelland, die freyheit zu predigenerlangt. Bey angehendem stürm wieder die krechylensner, verließer Engelland, und kam erstlich in Teutschland-und darauf nachUtrecht , allwo er vielen berühmten Männern lieb und wärth ware,auch offters Königs Wilhelmi und damaligen Printzens von Ora-men, LMveriscion zu gemessen die ehre harte, und bey demselbigenlebenslang in besondern «Kimen stuhnde. Sein wd folgte den 2 apr»an. 170;. Er war ein mann von grosser gelehrsamkeit in l'lieoiogisund iekiioiopllic,sonderlich aber in ^lst-pk^icis; „eben deme von»»gemeiner penerrsrion und scharffstnnigkeit, daher er sbkruiir M.1-renen mit grossem lust untersuchte, und ob er gleich der kümmernMeinung beygepflichtet, hielte «doch von gelehrten und frommenLxitcopLnten sehr viel; Er bemühete sich insonderheit die Haupt»Wahrheiten und pfusche mscerjen des Christenthums flerffig zuUntersuchen und einzuschärffen. Von seinen schrifflen, welche theilsm allerhand predigten, theils in lubcllen OMristillnen, betreffenddie heilige Dreyeinigkeit, die Vorsehung Gottes rc. theils in orsÄi,scheu vilcurstn bestehen,sind sonderlich berühmt: c.ivinß^-M-
xie ok Qoci, der lebendige tempel Gottes/ in 2 theilen begrief-fen, in welchem er neben anderein Spinosam und andere seinesgleichen gründlich widerleget, und die tvnllswsnt her religion er-weiset ; OeNl-vrinA in Ooä , Freud in Gott ; klellcllnei; ok tksK-lZkteons,Glückseligkeit des gerechten rc. Lx «jus Icripcis Sc vics
per *
^owova/ein Gräfliches gcfchlecht, welches in dem; feculo ausSclavvnien in Böhmen gekommen. Zu ansang des 11 feculj wareiner bey dem Hertzoge Jaromiro Jägermeister, und errettete sowol denselben, als sich selbst aus der mordcr Hände, weswegen ihnLder Kaystr Henricus II mit einem besondern waapen, darinnen sschwache aste, red« von 6zacken,creutz-weise übereinander ge-schrenckt, in güldenem selbe zu sehen, bestehe, und zum ersten HerrninBöhmen oder den nächsten nach demHertzoqe erklärte.Gesa Ho->worez war bey dem Hertzoge Sobieslao geheimd« Rath, und hat-te ; söhne, welche sich in ; Haupt-linien vertheilet, und sich nach ih-ren residentz-schlössern benennet haben. Der älteste, Zdislav, Herdzu der Lcipe, ward ein stamm-vater des Leipischen Hauses; der an-dere, Jaroslaw, Herr zu Ronnov, ward ein anherr des Grafen vonRonnov; der dritte, e-milo, Herr zu Lichtendurg, stifftcte die Lich-tenburgische linie. Von den bcyoen erstem hat man absonderlichearticuis nachzuschlagen; die letztere aber, so von dem schlösse Lich-tenburg, weiches die Hussiten zerstöret, den namen erhalten, ist ge-gen ausgang des -6 feculi ausgegangen, und deren waapen so wolals der tttul an die Grafen von Nachod gekommen. Nachdem auchKönig Johannes in Böhmen an. i;;9 Heinrich, Herrn zu der'Leipe, aufseilte öLlcenllenteu und lUccelttve anf die von dem HauseHowora herstammende erben das oberste Erb-Marschall-amt iitBöhmen verliehen, und in folgenden zelten einiger streit sich deswe-gen unter den geschlechls-verwandtcn «eigner, so haben in dem i?seculo nicht nur dieHerren zu derLeipe und bieGraftn vouRönnov-sondern auch die Herren von Bercka, als welche mit einander glei-chen Ursprung haben, den geschlechts-namen Howora wieder an-genommen. Leck/, wir. liovorr. I>. I, II. c-lb. iisin-
MLtogr. ?, II.
^owson/(Johannes) war zu erst Bischoffzu Orsord, Und her-nach zu Durham . Er ist wegen des buchcs, wonnnen er zeiget,mwelchem falle eine ehe-scheidung rechtuiaßig geschehen könne, wieauch wegen seinen predigten wider den kirchcn-raud und wlder desPabsts wpremar. bekannt, die ihm der Konig Jacobus I zu verferti-gen auferlegt, um sich von der bezüchligung, als ob er der Cache!,-schen religion tsvorillrw, loß zu istachen. Er starb an. 16; 1.
(Andreas)ei» gelehrter Niederländer, gebohren zuBrug-aes,ward Königlich« prott-ist»- der Griechischen sprach zu Douay-und starb zu ansang des 17 seculi, mehr als 8o jahr altt Er war einauter Lateinischer vo-4 und schrieberrago-ciien über Biblilche Histo-rien, ^iesien, eine poerische värLpin'älln »der den Propheten Ezechiel und anderes mehr, so von den gelehrten wohl aufgenommen wor-den. Er hat es Catullo zimlich glücklich nachgemacht; sein llviusist cnrreÄ, und hält zwischen den, hohen und „lederen die Mittel-straß. Er ließ auch zu Verfertigung einer Griechischen 0r-mE,c 4.iziüLllakrovLi drucken, da er in der ersten handelt von den Ursachen
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