Band 
Zweyter Theil
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nen-nn-um; und der Grafvon Arundel vor einen Herold oder

-rmiquLrium. /«k-o/Oen. Lrirsnu. ^ ^

Howard/(Thomas) Grafvon Suffolck, Groß-Schatzmeisterin EngMnd, des obigen Philippi jüngerer bruder. Er war vonTbomä Howard III anderer gemahlm, Margarecha And ew desGroß-Cantzlers in Engelland, Thema Andley zu Waiden tochter,wodurch die Herrschaffl Waiden aufihn gefallen, und er m deriugend der Lord Howard zu Waiden insgemein genennet worden.Er ward an-1;8; von der Königin Elifabeth in die durch seinesvaters verbrechen veriohrne ehre relliruicet/Und an. i>mt s Kö-niglichen schiffen wider die Spanischen ausgesendet,da er denn beyden Azorischen insuin unglücklich war, und das Haupt-schiff unterdem Ritter Richard Granvill von den Spanischen unter Alpbonso6c Bazan übermeistert wurde. An. izy6 war er bey der eroberungCadir vicc-Admiral. An. 1597 wurde er nebst dem Grafen vonEsser und Walther Raleigh mit 2° kriegs-schiffen geschicket, um dieAzorischen insuin den Spaniern wieder abzunehmen, aufwelcherreise er den Grafen von Esser und Raleigh,welche m grosse Verbitte-rung zusammen gerathen, wieder mit einander verglich. Der neueKönig Iaeobus »enge ihn den 21 üil. an. i6oz zu einem GrafenvonSnffolck, machte ihn auch in selbigem jähre zu seinem geheimenRathe, gab ihm viel von seines vaters conklci-llen guten, wieder,und nahm ihn in den erden des Engelländischen hosen-dandes auf,auch ward er durch des Grafen von S>alisbury,Roberti Cacilli,be-förderung an. 1607 KöniglicherOber-Cammer-Herr. Er verhey-rathcte sich mit Elisabeth, Henrici Knevet , Herrn zu Chariten,tochter und erbin, so vorhero den Ritter Richard Rieh zur ehe ge-habt, aus welcher ehe sein lucceüoc, GrafTheophiluS von Suffolr,Graf Thomas von Berckshire, Henricus, Carolas,Robcrtus,Wil-helmus und Eduardus, von denen die; letzter,, Rirter vonBalh ge-wesen , und 4 töchtern , von denen Elisabctha, Wilhelm Knolln,Grafen zu Dambury, und hernach Eduardum, Herrn von Vaur,geehlichet; Francisca, von welcher ein absonderlicher articul fol-get ; Catharina, die mit Wilhelm Cäeiln , Grafen von Shrews-bury, an. 1603 vermählet worden; und Margaretha, so jung ver-storben. Er verhcyrathete bey seinem leben an. 1619 seinen lohnTheophilum mit Georg Humey, Grafen zu Dumbar,rechter, undtrachtete an. 1609 seinem vetter, Carl Howard., Grafen von Not-tingham,von der Admiralschafft ab,und sich an dessen stelle zu brin-gen, so ihm aber nicht angehen wolle. An. 1614 ward er an desabgelebten Grafen von Salisbury statt, durch beförderung seineseydams/desGrafen vonSommerset, Groß-Schatzmeister inEngcl-land, wiewohl er zu diesem amt gar nicht tüchtig geachtet ward,unddurch seine schärffe und geitz viel Unordnungen machte. An. 1618,oder, wie Dugdale will, 1620 ward er nicht ohne schimvff wiederabgesetzet, und ihm zoooo pfund sterling zur strafe zu erlegen zuer-kannt. Er rLnrirte sich hiernächst auf seine land-güter, und lebte alseine privLt-verson, bis er den 28 may an. 1620 in seinem Hause zuEharimerow mit tode abgegangen. ^cneriog. Lrirann.

Howard / (Francisca) eine tochterThomä Howards, Grasenvon Suffolck. Sie vermählte sich anfangs an Robertum-fEvreur,Grafen von Essex, desjenigen söhn,welcher unter der Königin Eli-sabeth regierung enthauptet worden. Sie war von persohn sehr ar-tig, aber von einem sehr lasterhaftsten gemüthe, dannenhero gleich-wie jenes den Printzen von Wallis , Iacobi I ältesten söhn, anfangsbewog, sie zu lieben, also vcranlassete ihn das letztere, und absonder-lich die bey ihr wahrgenommene Vertraulichkeit mit dem vicomrcvon Rochester, daß er anfieng sie zu verachten. Der ietztgedachteVicomre. Robert Carr , welcher nachgchcnds Grafvon Sommersctward, undIacobi 1 v^vorir war, hatte sie dermassen eingenominen,daß sie, um ihn heyrathen zu können, anfänglich ibrem gemabl mitgisst nachstellte, und, da ihr solches fehl schlug, gerichtlich von ihin,als von einem, der zu dem ehestand untüchtig wäre, geschieden -uwerden begehrte. Wiewohl nun diese bcschuldigung falsch war,indem der Graf von Esser nachmals mit seiner andern gemahlineinen söhn gezeuget, so brachte sie es dennoch endlich dahin, daß dieehescheidung,und bald darauf, peinlich den 26 dec. an. 161z, ihreanderweitige Vermählung mit Mylord Rochester erfolgte. Vorderaber hatte sie nebst diesem ihrem liebhaber noch eine andere schänd-liche that begangen, indem sie beyderseits den Ritter ThomamQuerbury, (welcher aus redlichem gemüthe und aus einer wahrenfreundschafft wider die crwchnte ehescheidunq geredet hatte,) nichtnur unter einem falschen vorwand in das gefängniß, sondern auchin demselben durch gisst um das lebe» gebracht hatten. Eine Zeit-lang blieben sie deswegen unangefochten, wcll.RobcrtCarr von den,Könige allzusehr geliebt, und dannenhero von jcderman gefürchtetwurde; doch endlich überließ der König sie beyderseids der Mir-da man sie denn der besirgten vergifftung überzeugte, und deswegenden 2^ may an. 1616 zum tod verdammte. Es ward aber diesesurtheil nicht vollzogen, sondern aus einer absonderlichen Königli-chen begnadigung blieben sie bis den 22 ja,,. a„. 1622 in den, covvcrgefangen sitzen, und erhielten hernach frcyheit, die übrige zeit ihreslebens m Schottland zuzubringen. i»ll. wm. 2.

k» 8 > 6 - 7 , 705.

Thomas IV ) Graf von Arundel und Surre»,Relchv-MarschaU n, Engelland. Sein groß-vater war ThomasHoward III , der in Engelland enthauptet wurde. Sein vatecPhi-llvpus, welchem alle lerne guter eingezogen wurden, starb im gc-vo» »einer gemahlin,Thomä Dacres,Frey-herr» zu Gillesland, tochter, dlcstn einigen söhn, GrafThomamHoward. Als er ,e,ne rei,en in Franckreich und Italien abgeleget,ter ^0" dein Kötzige Jacobo in alle seines Vaters gi'l.

»»» N^.^o^u-ret. Er führte hiernächst den titul eines Gra-fen von Arundel und Surrey, Freyherr« von Howard, Mowbrav,

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Segrave, Ckarck, Brewes, Gorpes, MallraverS und GraniteEr warb an. 160; ein Engelländisches regiment von 1,00 mafuß, und führte es dem Ertz-Hertzoge Alberto von Oesterrc ck »hülffe zu, befand sich unter dem General Ambrosia SpinvIabenÄbelaqerung von Wachtendonck und in andern kriegs-verricbtunamErwürbe hieraufvondemselbigen Könige zumgeheimenSwMRath gemacht, und erlangte an. 1611 den OLrrer°orden,wardamÜsolgends Oouverneur von den Provintzen Norfvlck, Surre«, ss,,asex, Northumberland, Cumberland und Westmorland . Er beultete an. r6i; des Königs tochter, die Printzeßin Elisabeth,nackib.rer Vermählung mit Churfürst Friderico V vonPfaltz bis in d -Niederlande , und war an. 1614 einer der vornehmsten, hiebenGeorg von Villers, so nachmals Hertzog von Buckingham wordensnimirten, den damahligen Lvonten,ben Grafen von Svmmerstt,aus der Königlichen gnade, wie auch erfolgte, zu heben. Er aenvLauch selbiges jähr seines verstorbenen Vetters, GrafHemrichHo-wards zu Northampton , erbschafft, und that im nvv. desselbinenjahrs mit seiner gemahlin eine reise in Italien . Er ließ Las«durch Wilhelmum Pettäum viel alte Griechische und Lateinischemsrmors zusammen kauffen, die er nachmals in die gärten desArundellischen pallasts zuLonden setzen ließ. Sein enckel aber,GrafHeinrich von Norfvlck, schenckte selbige der s-g-lemie zu Oxfordund nachmals haben sie Humphrid Prideaur und Johannes Sel-dcnus in einem eigenen erkläret. An. 162° empfiengeri»des Königs »amen den Frantzöstschen Gesandten zuLonden, underlangte den 29 aug. an. 1621 das Reichs-Marfchall-aint m En-gelland, nach diesem wurde er auch Schatzmeister. An. i6rr ver-ordnete der König, daß bey währender v-c-nx des Groß-cv°Mz.b>--amts in Engclland, er alle zu solcher kunüion gehörige Verrich-tungen exerciren »ölte. An. 162 z ward er Ober-Richter über allegehöltze und wäldcr in den landen von North und Trente. Er wareiner "von den Königlichen OommliUrien, die an. iür; mildenSpanischen Abgeordneten Don Carlos Cvloma und FerdinandsBonhout wegen --cklrurion des obbemcldten Churfürsten vonPfaltzund dejssen lande crLÄirten. Als er an. 1626 wider mehrgedachtenHertzogvon Buckingham und dessen ->Äi->»eii im Parlament eysrigredete,ward er von demKönige Carolo I auf eine Zeitlang in stimmHaine zu Haltung des arr-N; verwiesen, jedoch als seine Mitgliederim Parlament steh »einer annahmen, der pöbel zuLonden »ich auchdeshalben unwillig erwiesen, wurde solche Verordnung wieder auf-gehoben. An. 16z; wurde er von demselbigen Könige an »eineschwester die vcrwittwete Churfürstin von Pfaltz, wie auch an dievereinigte Niederlande als Gesandter geschickt, um jene über denlod ihres ehegeinals zu conkoiircn, und diese, sich desselben »»mün-diger söhne anzunehmen, zu bewegen. In demselbigen iah«huber auch den Königlichen Printzen, Iacobum,Hertzog zu Vorck,imnamen Churfürst Carl Ludwigs von Pfaltz "und PrintzFridnchHeinrichs vonOranien, aus der tauffe. An. i6;6 wurde er an denKayser Ferdinandum III wegen rcstiruno» der Chur-PfWschenlande ge»endet. Er that hieraufeinc reise in UngarnaimdastWdievestiingcii zu besehen, und zog abermalszu dem Kan»striiach Regen-spurg , richtete aber nichtsaus. An. 16;9 machte ihn der Mnigbey sich damals ereignendem, doch bald wieder gcdämvffcen kriege,zum General wieder die Reichs-Stände in Schottland . An. 1641wohnte er dem Parlamente bey, als der v,ce-k.e von Irrland, derGraf von Stafford, zum tode verdammet wurde, muste auchaufdcs Königs befehl das todcs-nrtheil mit unterschreiben. Jnscl-bigem jähre war er auch cinervon den Königlichen v-puiatm,diemit denen in Engelland angelangten Niederländi»chen GestMcndie heyralh zwisthcn der Königlichen Printzeßin Maria nnd PrmtzWilhelmovon Oranien, »Euten. An. 1640 wurde crzumGene-ral der Königlichen armee erkläret, und zog an. 1642 mit derMl-glichcn gemahlin,als sie »olche ihre tochter nach Holland fuhrleMdahin, und von bannen wieder zurücke in Engelland. An. 1644wurde er von dem Könige zu einem Grafen von Norfolcr cmrel;Er zog aber bey damaliger innerlicher unruhe mit Königlicher cr-laubniß in Italien, und starb zu Padua den 24 sept. an. 1646 ms9steu jahrescincs altcrs. Sein lcichnam wurde hieraufnach W-gelland gebracht, und zu Arundel begraben.

triin. poll. c. 4. zisg. 74.

Howard / ( Henricus) Hertzog von Norfolk,,Grafvon Arm-dcl, Surrcy und Norwick, Baron von Mowbray,Hoivard,^M»ve,Brewfe, Fiz- AlamWarren, Clun, Osivaldestre, Malir»s,Greystvck, Furnlval, Verben, Lovcrot, Strange und .yoward mCastle Ristng, Ritter des hosenbandcs,Groß-und Erb-Mar»Mvon Engclland, Königlicher geheimer Rath, om

Oouverneur von Norfolk, Surrey und Barckshire, auch -neur des c-lleiz von Windsor. Er bekam alle diese tttnls IM Mden nach seines vaters Heinrichs, Hertzoas von Norfolk, abltem".Er vermählte sich an-1677 mit Maria Mordant,Grat Hcnmwvon Pelerborongh und Penelopä O-Brien, einerGräfin, eintzigen tochter, führte aber init selbiger eine >gnügte ehe,indem ste die »chrancken ehelicher pilicht ubcnchmmuan. 1692 wegen ehebruchs gerichtlich von ihm gelchlemiMEr Ware nachgchcnds willens, sich mit eines SchoinMiia umamis, namens Browne, tochtcr-kind zu vermahlen. Er Wv .den 1; apr. an. 1701, und folgte ihm, well er keine erben Me Xin den Hertzoglichen und andern titnln »eines drndcck, rjb r«Thomä Howards,söhn. /«öo/geu.Lricsnn. '

unll 1701.

Howard/ (Wilhelmus) Vicomre von Stafford. ErwarTh^

ma Howard IV vierdtcrsohn von Alathca Talvot, GOMbvMftn vonShrewsbury tochter. Erwürbe wegen