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«er niedermachen ließ, biß auf diejenigen, so in kühnen entflohen.Seit dein Acre verlohren gegangen, so ist kein Christlich knegschecrmehr nach Jerusalem gekommen, sondern allein pilgrim. Derletzte besondere König von Jerusalem war Johannes von Brienne,dessen tochter der Kayser Friedrich II zur gemahlin hatte / welcherdadurch den titul und das wapen von Jerusalem auf die Könige vonNeapolis und Sicillen gebracht hat. Es kam hierauf das heiligegrab in die Hände der Egyprijchen Calisss oder Fürsten , und bliebunter ihnen biß an. i; 17, da der Lürckische Kayser Seiim sich mej.Ser darvon machte, und amtzo stehet sie unter dem Bassen vonDamasco- Die neue relationen, so wir von Jerulalem haben,versicheren uns, daß diele stabt voritzo sehr schlecht bewohnet, unddaß der qröste theil der einwohner auS der tolstscesca und dcu bedien»ten des Last, bestehe, wie auch, daß eine grosse anzahl von vervlx,8Lnwnr und andern Türckischen München sich daselbst aufhalte,welche ihre mosqueen allda haben. Die andern einwohner sind Ara-ber, Jaden, Avyßiner, Griechen, Armenianer, Marsnüen, Nesto»rianer und einige Franciscaner-Münche, welche daselbst das schö«ne kioster 8. Falvscor > wie auch noch eine andere Wohnung beyFem heiligen grabe besitzen. Es werben noch biß äruo viel öner da»selbst gezeiget, deren in der heiligen schrifft gedacht wird. Sie istnoch die Haupt«stadt im gelobten lande, liegt auf einem ftlsigtenberge, uud ist wegen der liessen thäler, damit sie umgeben, vonnatur veste.Sie liegt nicht mehr an dem alten orte, «»dem der Ca!«varien.derg , welcher sonst ausser der stadt war.- itzund fast mittendarinnen ist. Wenn man aufden andern benachbarten bergen ist,so hat es das ansehen, als wann die stadt in der mitten eines ->mpki-ltieam läge. Ausser ost>feite ist der öbberg, so von der stadt durchdas thal Josaphal abgesondert ist, welches sich gegen norden zu er»streckt und den bach Kidron hat. Gegen süden liegt der berg Scan»dal, das thal Gehinnon aber westwärts. Das heilige grab stehetzwar unter der Türcken hcrcschafft, es haben es aber bishero dieFranciscaner innen gehabt. Jedoch will noch gezweifelt werden,ob es das wahre grad Christi sey. In dem vorigen kriege zu endedes 17 leculi wollen die Türcken selbiges den Christen verkauffen;weil sie aber grosse geld-summen forderten, kam es nicht zum stau»de. *
Die kirche zu Jerusalem , welche die heiligen Apostel gegründethaben, ist vor die erste in der weit zu halten. Sie wurde durch dieausgieffung des heiligen Geistes, durch der Apostel predigten unddurch 8. Jacobi des kleinern martyrer-tod geheiliget, welcher dererste Bsscvoff gewesen seyn soll- Nichts destoweniger stund sie unterder von Cäsareen. Auf dem Nicämschen Loncillo erhielt zwar derBischofs von Jerusalem den titul uud rang eines Patriarchen, je»doch blieb die jurisdiction dem Patriarchen zu Cäsareen, wie er die»selbige vorher über andere Bischöffe seiner Provintz gehabt hatte.Allein aus dem fünfften allgemeinen oder ConstantinopolitanischenConcilioan «ollen, wie Wilhelmus von Tyro berichtet, dieBischöffe, nach Verdammung der so genannten ; capitel der kirchezu Jerusalem , die städte Cäsareen im gelobten lande und Scylho»polls, so zuvor unter dem Patriarchen von Anliochien gewesen, wieauch Beryius uud Tvrus in Syrien , die vorhin unter dem Bi»schösse zu Aleraudrien gestanden, uuterworffe» haben. Damit nunCäsarea ein-eczmvslenr dafür haben möchte, so machte es der Kay.str zu einer so genannten civirme proccmiulsri, welche würde sieschon zuvorhero gehabt hatte. Diese kirche hat berühmte Bischöyegehabt, und von den Hcyden, Ketzern, Saracenen und Lumenunterschiedliche Verfolgungen gelitten.
Loncilia zuIerußrlem.
Das erste conolium daselbst hielten die Apostel, um einen an«dem Apostel an Judas stelle zu erwählen,da denn das loß Matthiamwas. Aufdem andern erwählten sie 7 O'-aconos, in welchem esklar ist, daß auch denen gemeinen Christen, die gantz keine Priesterwaren, das recht ihre stimmen zu geben seye gelassen worden. Dasdritte, so insonderheit der Apostel veriammlung geuennel wird,wurde um das jähr 49 gehalten, weil einige die neubekehrten Chri»sten zu Haltung des gesttzes nöthigen wollen, woraufder schluß fichsie sollen sich enthalten von dem opffer, von dem blute, von erstick»tem und von der hurerey. In dem vierten schlössen die Apostel,daß man um der schwachen willen aus dem Judcnthum die ceremo.nie» des gesätzes annoch einige zeit zulassen solle, ungefehr rm ,ahr-8. An. 1L7 hielt ber BischoffNarcissiis daselbst ein covc-lmmwegen der Osterfeyer. An- ;;; ließ der Kavstr Constantmus IA.den zu Tyro ver-sammleten Morgenländischen Prälaten anbefehlen,daß sie nach Jerusalem kommen, und allda der emweyhung emerprächtigen kirche, welche er nahe bey dem heiligen grabe auffuhrenlassen, beywohnen sollen. Eusebius berichtet, daß dieser akkus mitallen kirchen»ceremonien gefeycrt worden, und daß in wahrendemfeste einige von den versammleten Bistboffen geprediget,andere hm»aeaen mit einander sich unterredet, und die H. schnffr erkläret, unddiejenigen, so keine gaben hierzu gehabt, die heilige läci-smemaausgespendet hätten. Als die rechtgläubigen Blsthoffe von Jeru»salem weggegangen, so hielten die Arianer, so damals Enstbianergenennel wurden» einen tffnollum, und nahmen Armm in die ge»meinkchafft der kirche aus. Andere halten davor, daß diese versam»lMg einerley mit der zuTyro, oder doch derselben fortsttznng gewe»ken . melcbe Atbanasius exorclium ssnollorum Ln.-mzrum nennet.An. hie t MaMusvonJerusalemeinens^oclum . da diejeni»aen, welche zu Tvro bey des Athanasii absetzung leiden musten, al»kes dasjenige, was sie w.der ihn gethan und geredet, öffentlich wie»derrieffen , und es der Arianer und Enstbianer gewaltthatigkert zu»schrieben ^ An 454 dielt Juvenalis, derBsschoffdreser stadt, einconcLum prssinciale, um die wahre und reine lehr daselbst wieder
ier ies 909
auszurichten, und das Lonciliuin Lkrlceäsnenle eitirufübren
schrieben die Bischöffe einen ss nocial-brief an die PriesterMunche «n dem gelobten lande, um ihnen dasjenige, so be»schloffen worden, kund zu thun, und sie zur bestäudigkeit in der Ca.Wolischen lehre zu ermähnen. Es ist auch noch ein kvriollal - briefvon einem an. ^ 18 unter des Kaysers Justini reglerung zu Jerusa»gehaltenen Loac,I.o vorhanden. Nachdem der Bischoff vonJerusalein, Petrus , vonMennas deu> Patriarchen zu Constanti»nopel, driefe bekommen, worinnen ihm drrselbige kund gethan, daßSevems Antiochenlis, Petrus von Apamea und Zvara nebst denandern Lcspk-illr auf einem in seiner stadt gehaltenen concilio per.dämmt worden, versammlet«: dieser auch einen h nollum, worin,nen alles dasjenige angenommen und bestätigt wurde, was mattaufdem Loncilio zu Constantinopel beschlossen halte. An.-ii? wur»de zu Jerusalem ein cvncilium gehalten, welches das fünffte all»gemeine Lonollum billigte , so, daß in diesem letzten (?oi,ci!>o dasBißthum Jerusalem mit der Patriarchen.würbe begabt wurde AlsmanSophroniumnach Modesto an.szz zum Patriarchen erwählthatte, hielt dcrselbige ein L.'okicilium wider die Monothelcten, undschickte ihre acken den Päbsten Honorio und Sergio von Constanti»
nopel zu. Wir finden auch unter den colleÄioniKus der Lonciiio»rum einen kxnollum. welcher an.726 zu Jerusalem wider die söge»naunie Agonycliten gehalten worden, die immer stehend beteten.Wilhelm von Tvro gedenckt auch eines Loncilli, welches man an.royy/Nachdem Jerusalem von dem Hertzoge von Bouillon erobert-und Daibert zum Patriarchen gemacht worden, gehalten. Nachder zeit sind noch unterschiedliche andere versammlet gewesen, alsan. 1107, an. rm wider den Kavsec HenricumlV, welcher sichder Archen einkünffle anmaffete, an. m? wider Arnoldum, wel»chen man mit gemalt zum Patriarchen machen wolle, und an.n;6oder 1142,welcher letztere s/naclu, durch Albericum,des Padsts Ab»gesandten , zu einweyhung einer kirche beruffen wurde, wobey einstreit wider Maximum, einen Armenianischen Bischoff, entstund«Die anzahl der Patriarchen zu Jerusalein von 8. Jacvbo dem klei«nern an, welcher an.;; zmn ersten Bischöffe verordnet worden seynsoll, biß aufAmericum 11 an. 1194, welcher ihr letzter war,erstrecktsich ohugefähr auf 70. 11. iibri /k-FE«
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Kittor. Hierok. rkemr. rerr« kLNÜse. Fe/eE-
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rnse. ik4isceIlL»eor. r. 2 . ckorogr. in lVlsrtkikum.
äs Is. rerre sainre. nor. orb. ant. *
Jerxheim/ ein Braiinschweigisches schloß, mit einem amte,an den Haiberstädtischen gräntzen, welches die verwittibte Hertzo»gin-von Braunschweig,Sophia,eine Königliche Printzeßin aus Po»ien, zu ihrem witthums'sitz erhalten und an. 1571 anbauen lassen.
Jesadel, war des Königs der Sidonier tochter, welche Sulpi«tiusSeverus Basa, andere aber Elhbaal nennen, -i. lVl. ;n-wurde sie an Ahab , den König von Israel, vermählet, welcher schonvon natur sehr qottloß war, aber durch diese hcyrath noch ärger ge»macht wurde.Dm wieJesabel der abgötterey überaus ergeben war,also beredete sie auch ihren gemahl dahin, daß erden abgokt Baalanbetete, demselben einen altar aufrichtete, und gewisse hayne wid»mete. Ja er ließ seiner gemahlin zu gefallen die Propheten desHerrn tövtcn. Ellas muste die flucht ergreiffen, und erhielt endlichnach einer dreyjährigen dürre von Gott einen regen. AIs nun hier«aufselbiger 4?c> Baals-Pfaffen zu bestrafung ihrer goltlosigkeit hin»richten lassen, wolle dieses Jesabel durchaus rächen, und ließ ihmdahero sagen, daß siechn, ehe noch ein tag vorbey gehen würde,eben so lractiren lassen wolle, wie er ihren Propheten gethan, we!«ches verursachte, daß er abermals die flucht ergreiffen muste. Nach«gchends wurden die fünden Ahabs und Jesabel immer grösser, unvkam endlich noch dieses darzu, baß gedachte Jesabel den unschuwi«gen Naboth umbringen ließ, um ftinen Weinberg dem Ahab zu ver»jchaffen, darauf die von Ella propheceyele göttliche räche erfolgte«Denn Ahabs hauß kam an. ;i;8 im kriege um, und als Jehu indie stadt Snmarlen gekommen war, ließ er die Jesabel von einemseniler herab schmeißen,da sie dann von den bunden gefressen wurde«I 16,18,19- 21,4, y. /i»-«ie/. Fs/rs». Lc LM,.« sNNLl.
Jesi/ lat.tLtts oder Liüum, eine Italiänische stadt in der MarckAncona, an einem flnß gleiches namens gelegen. Sie ist von mit»telmäßiger grosse und hat einen Bischoff/welcher dem Pabst un«mittelbarer weise unkcrworffen.
Jesselmere oder GiUemere, eine Ost-Jndianisthe stadt mchKönigreich, liegt in der halb-insul disseil des Gasiges, in des grossenMogöls lande. Die stadt ist groß und wohl bewohnet, liegt 40 Lenk«sche meilen von dem ffusse Jndo gegen osten zu, und fast eben so weitnordwärts von GuZurate.Jn bemKomgreiche sind noch unterschie»Vene ansehnliche örter,als NabaMpour,tt.^„L-9Ä Kitt.lvcl.Onenk.
Jessen/ ein siädklein und 8upennkepllur im Chur »kreise, unvdem Chur » Sächsischen amt Schweinitz, liegt unterhalb Lochattoder Annaburg , bey Schweinitz über, ; meilen von Juterbock.Ihr name ist aus der Wendischen spräche herzuholen, und HeisterJessen darinen eine senst./'-^-^ÄrKestr. 8sx. k.; ps§. ,54.^/-^»Meikn. Isnä-ckron. pLA.yl. ropor;,.8ax. psZ.io?-
Jessenins/ (Johannes) oder Ießinsky von Groß »Jessen ,iriÄicmE vodtor, Kaystrs Ruvolphi II unv Matthiä Leib» undChurfürst!. Sächsischer HoMeckcus , wie auch und Cantz»
ler der academie zu Präge, war ein söhn Balthasars Jessinsky, dersich nach Breßlau aus Ungar», woselbst sein vater Stephan Rich»ter oder Hauptmann der Gespannschaffk Thurocz gewesen, begeben.
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