Band 
Zweyter Theil
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lullen selbige Manichäer und Vertheidiger der absoluten gnad en>Wahl nennen. Einen andern streik haben sie wegen der sittcn-lehre,welche sie, nach der Jansenisten vorgeben, gantz verderben undverfälschen. Ferner sind sie nicht einig mit den Dominicanern we-gen gewisser Meynungen und gebräuchen, welche der Jesuiten ir >>5i-oozni den neudckehrten in China erlaubet, als solche , die mit derChristlichen religion wohl bestehen tönten / die aber von den Dv-niinicanern als abergläubisch und hevdnisch vcrworffen werden.Lindere Widerwärtigkeiten/ so sich zwischen ihnen und den Beue-diclinern - Tbeatinern und ksrrivuz Oracor» entsponnen, zu ge-schweigen. Nicht weniger sind sie auch von eintzcln Personen un-ter ihren religions,verwandten hcfftig angefeindet und verunglimpftfet worden, als von Pascasio, Pascali, Scioppio, Arnäldo rc.die sie in ihren ichriffen mit den alierheßlichsten färben von der weitabzumahlen bemühet gewesen; allein es ist die societät in der postelsihrer reputalion und ungemeinen meriten um die Catholische kirchedennoch »»verrückt geblieben. Endlich kan man auch anmerkten,daß, wiewohl svnstcn dieser erden eingerichtet zu seyn geglaubtwird, dannoch schon vor mehr als hundert jähren der bekannte undfür den orden sehr cyfrige Mariana noch vieles darin» zu änderenund zu verbesseren bat finden wollen; wovon das buch erstlich inSpanischer sprach auskommen, und nachmahls in mehr andereist übersetzet worden. vica8. lAnarü. bltkor.

8. st. Lonilmunoner 8. st. äs ONA, inonacb.

bild. I. Lc I; I. chrw- cle oriA. 8. st. orclio. rel'l-

Kiotor. caralvAUs. bild. stetuic. bitt. Islames.

lirei ss provjncisle». lVI^tieria stestmarum. steluintinus.rnonsrcb. lotips. äs ttrsisAsm. ste-

tuil. ttukker. l in bitt. kspsr. I)is-

tercsrio cie tuperttmoto mormor. s^ucl Lllineat. culcu in analeäk«kitior pküokopk. p. rü; l'ec^^. *

stL8blni88L, oder wie sie in denNiederlanden genennet werde,patersNboppen, ist eine art von Nonnen, welche um das jährr 540 lhren ansang genommen. Denn als um diese zeit der Jcsui-ten Urheber, Jgnatius Loyola, zu Rom seine confirmation erhal-ten , begab sich in gleicher Hoffnung eine weibs.persön, namensElisabeth» Rosella, von Barcellona dahin, welche vormals demgedachten Loyola viel gutes erwiesen. Von dieser zeit an hat sicheine besondere Versammlung von solchen Nonnen hervor gethan,die sich nach und nach durch viele theile von Europa und sonderlichdurch Deutschland ausgebreitet. Gleichwie sie aber den Jesuiten in allen stucken nachzuahmen suchten, also richteten sie nach ihremexempel die verschiedene sowohl hohe als niedrige bedienungcn ein,verbanden sich auch, die gelüdde der armuth, keuschheit undgehorsams zu halten. Nachmahls hatten sie ihren besondern babit,den sie aber heut zu tage nach gefallen verändern mögen. Weilaber allerhand Unordnungen bey ihnen eingeschlichen, als hat sichendlich Padst Urbanus VHI genöthigt befunden, die gantze socie-tät durch eine eigene bulle an.iözo aufzuheben. Dem aber ungeach««ndct inan sie noch hin und wieder, sonderlich in den Niederlanden ,gleichwie auch zu Cöln, Wien , Präge und Breßlau.jstli. I. in exsrn. bull« tjrbsni Vkt! contra stetui-

^sta;. comrnenr. äs?rech)'lerilst vercr. ecclek. cp/e-

clistert. cle letumllis. bilkor. psp>ar.

'Jesus/ ein söhn Sirachs von Jerusalem , lebte an. ?7y8- Ersammleke einige spräche der weisen zusammen, und verfertigte inHebräischer spräche das buch, welches im Lateinischen Lcclebstti-cu;, von den Griechen aber»5, das ist, ein mit allen tu»genden erfülltes buch genennet wird, worauf es von dessen enckel,der, wie einige dafür halten, gleichen namen gehabten die Griechi.sche fprach übersetzt worden. Die scribenten komen wegen des jahrs,worinnen dieser letztere gestorben, nicht überein. Er selbst bezcu-get in dem x>rc>!c>§c> von sich, daß er in dem ;8 jähre, unter demKönige Ptolemäs Evergete nach Egyptcn gekoiumcn , welchesgleichwohl etwas zweiffclhafft gesetzet ist; doch scheinet vieles derverstand zu seyn, daß er m dem ;8sten jähr stines alters, unterdem gedachten Könige nach EgYPten gereiset sey.

pro«m ecclek. /o.

prolex. in Lccleliawcum, in encbinä. bibl. inrroäuÄ.

sä bitt. phüos Lkr. p. 79

"(esus Christus / wahrer Gott und mensch, dessen name eunenSeligmacher und Gesalbten bedeutet. Er wolle von einer inng.stau, die einem manne verlobet war, und Maria hieß, gebohrenwerden. Seine empfängniß wurde selbiger durch den Engel Ga-briel zu Nazareth angekündiget, berste versicherte, daß der heiligeGeist über sie kommen, und sie schwanger werden wurde. Ob nunaleich die Evangelisten in anfuhrung der geschlechts-ordmmg desLern, Christi mit einander zu streiten scheinen, indem Lucas mel-det - Joseph wäre gewesen ein söhn Hell, Matthäus abereanfuhret,er wäre gewesen ein söhn Jacobs, so geschiehet solches entwedernach einer doppelten art der gcschlechls'erzehlung bey den Israeli-ten indem selbige ihre geschleuster nach einer natürlichen und ge.schlichen ordnung zehlten, da man durch die erste ordnung die na-türlicbe und eigentlich vatter verstünde, durch die andere aberdk , so nach dem gescch oder vermög der gewohnheit der Juden fürsolche musten gehalten und aus dergleichen ursach als vatter qeeh-ret werden; wohin dann vornemlich zweyerley arten von vatleren... reblen wären, deren eüstwedere neben der qualitat eines Natur-Ib vattrsnc.nem der beyden Evangelisten platz haben kan. iNi chae welchen, da sie ohne kinder gestorben, ihr nächster bm-der! öder and rer anverwandter, wie das gesatz geredt und be-fohlen hatte , saamen erwecket; und 2. die ichwlegervat-wr Da dann dieses letztere am wahrscheinlichsten vorkommet,und nach sÄ m der Evangelist Lucas das geschlecht-register der

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Maria, als des schwähers, des großschwäbcrsund so jerners beschreiben wurde; wie Matthäus hin«hoturliche vätter oder vorfahren. Daß aber dasEeä lihrlsti.nichl von Maria allein wäre hergeleitet worden,hatten wir zu gedencken, daß es vielmehr bey den Jüdcn ae-^ohullch , das geichlechte der jväter anzuführen; und ivetl sie alsausgemacht voraus setzten, daß Joseph und Maria cmvcrwandtenund aus emenigeichiechte waren,,v folgte, baß Christus von Mariagedohren, vonDavib herstamen müste,wet>Joseph aus diesem hautewar,und alsoMana auch nothwendig aus demselben seyn musie Diezeit der gebart Chr.stlanla-.gmd, so schuhe >b,che tndemö abder regierung Kaysers August,, da dieser eben das Römische Rcicüschätzen ließ, und Cyrenms Land. Pfleger imSyrien, ode? wst sichdie Worte der gründ.,prach ebenfalls übersetzen lassen, ehe noch'Cn.renius Landpfleger ward, und da auch HrrodeS kAssnu« neck, amleben war. Der tag aber der geburt Christi wird von ellicven aufden 6 jan. von dem Scaliger zu ende des ftpt. von andern in denjunium: von den meisten aber auf den rz dcc. gesttzct. Der vrtwo er gebohren, war Bethlehem . Seine geburt geschahe in qrvs.ser armieligkeit, Massen er daselbst in einem elenden stalle gebohrenwurde, und war seine wiege eine krippe. Ein Engel von, Himmelverkündigte solches den Hirten, so des nachts ihre heerde auf demselbe hüteten, und befahl ihnen, sich nach Bethlehem zu dem neu.gebohrnen Jesu zu begeben. Zu gleicher zeit höreten sie in den lüff»ten die Engel singen: Ehre sey Gott in der höhe, friede auf erden,und den menschen ein Wohlgefallen. Als nun acht tage nach seinergeburt verflossen, wurde er nach dem gesetze Mosis beschnitten, undempfieng den Namen Jesus . Hieraufkamen; weisen aus Mor-genland , so durck, einen ausserordemlichen stern solche reise anzu«tcctten waren angereitzct worden, der sie auch nach Bethlehem füh»rete. Daselbst beteten sie den neugebohrnen Heylanb a», undbrachten ihm geschencke. Als nun 40 tage nach seiner Igeb urt ver-flossen , wurde er in den tempel deS Herrn gebracht nach dem gesetzMosis. Einige zeit hierauf, als Herodes nach dem leben Jesutrachtete, erschien dem Joseph ein Engel im träum, der ihn erin-nerte , er solle das kind Jesum und seine mittler nehmen, und inEgYPten fliehen, damit er des Herodis grausamkeit entgehen möch-te. Nachdem Herodes verstorben, kehrcten sie wieder aus Egvv-ten zurücke; und weil die eitern Jesu alle jahr aufdas oster-fest nachJerusalem gicngen, so nahmen sie ihn, da er zwölff jähr alt warmir sich dahin < da er sich denn in dem tempel mitten unter denlehrern fand,und mit ihnen sich aus gottes Wort befragte, auch einesolche weißheit durch fragen und.antivorten von sich spühren ließ,daßsich iederman über seinen verstand verwundern musie. Er wurde,nachdem er wiederum aus EgYPten gekommen war, zu Nazareth auftrzogen, und war daselbst seinen eltern Unterthan. Es ist auchsehr wahrscheinlich, daß Christus daselbst so lange verblieben, biser ftm prebiqamt anzettelten hat, wie denn die heilige schrifft vondem übrigen nichts meldet, was er eigentlich biß in das ;o jähr ge-than. Die meisten Archen.väter halten dafür, er habe gleich undneben seinem pfleg, vater, das zimmer.haiibwcrck getrieben. Daßauch dieses zur zeit der alten Christen müsse eine bekannte traditiongewesen seyn, erhellet aus der Historie eines Christlichen schulmei-sters und des sophisten Libanii, besKayserSJuliani bedienten-DennJulianus und seine hof.leute pflegten Christum den zimmermann zunennen. AIs nun Julianus in den streit wider die Perjer zog,so frag-te Libanius den Christlichen schulmeister, was der znnmermaimmachte. Der schulmeister erschrack darüber, und wüste nicht, waser antworten solle; da aber Libanius mit fragen anhielt, fo sagteer: dieser verfertiget einen sarg vor deinen Herrn. Darauf bliebauch würcklich der Kayser in einer schlackst. Nachdem aber Chri-stus von dem geist in die wüsten geführek worden, 40 tage daselbstgefastet, und die Versuchungen des satans überwunden hatte, sofieug er bierauffau in Judäa zu predigen, die apostel zu er wählen,und viele wunderwercke zu thun. Von den jähren feines predigt-amts sind verschiedene meymmgen, indem einige behaupten wol-len, er habe 4 oder s jähr und etliche monate gelehrel; andere aberwollen ihm io jähr beylegen, und daß er im zosten jähre seines ak»ters sein predig.amt anzettelten, und im 4vstcn jähre gelitten ha-be. Da hingegen sind andere, welche vorgeben , er habe nur i,2 oder; jähr gelehret- Am sichersten aber ist zu sagen, daß er inder mitten des 4teu iahrs gelitten, weil alles, was bey den Evan-gelisten erzehlet wird, in der besten ordnung also kan gefasset wer-den , wenn wir diese zeit dem nllmttecko Christi zueignen, auch sel-biges also mit der Weissagung Daniells wohl übereinkömmt, alsnach welcher dem ininiikeckc» Christi eine halbe jahr-woche zuge-schrieben werden muß, welche vierdte halb jähr ausmachen; nickstweniger schreibet auchJohanncs dem m mttenoChristi -c osterfest zu.Die haupt'snmma seiner lehren kommet darauf a», daß er die gna-de Gottes den menschen verkündiget, und qezeiget, daß nun sol-le erfüllet werden, was Gstt den vättern verheißen, und bestätig-te seine lehre mit lauter wunderwercken. Er richtete sich aber mseinen predigten nach dem verstand der menschen, daher er sich mei-stens der Parabeln bcdienete, hielte auch unter seinen zuhören, einenunterscheid, und lehnte stets mit lebeudiger stimme,nicht aber durchschnfften. Denn ob gleich viele vorgeben, er habe einige schrifftettverfertiget, säuberlich aber einen briefan Abgaram, den König mEdessa, so ist doch dieser briefvor dem ; seculo nach Christi geburtaans unbekannt gewesen. Ob er nun gleich andern viel geistlicheund leibliche wohlthaten erwiese, so lebte er doch selber in grosserarmuth, und besaß vor sich nichts eigenthümliches. Als er mitfeinen jüngern in Jerusalem eingezogen war, sein leiden daselbstanrutrctten, so hielt er bald darauf, nemlich am 14 tage des Mon-den Nssan, und also einen tag vor dem osterlamm der Jüdcn,das pascha mit seinen jüngern. Er wüsche hiervey seinen jungem