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Wen auch öffters das weltliche regiment anvertrauen. Die Ra»siiontes werden von eistgen mit unter die Banjans gerechnet, «e.hören zu der fette von Samarath, und glauben Mit ihnen die fort»Wanderung der freien. Sonderlich aber geben sie vor, daß die sie»le» der menfchen in die leiber der vögel fahren, welche so dann ih-ren freunden das ihnen bevorstehende gute oder böse verkündigten.Daher körnt es,daß sie aufden gesimg rind stug der vögel fleißig achthaben. Sie pflegen waffen zu gebrauchen; wie denn auch dasWort ratpome eigentlich fo viet heist, als ein kriegerischer mann.Die Ketris oder KatriS essen allerley lebendige thiere, ausaenom»wen kühe und ochsen, und sind durchgehends kaufleuthtt DieBanjans sind mchrentheiis Wechsler und meckler, worlnnen sie denJähen nichts nachgeben. Sie leben von reiß, buttcr, milch, obst,kräutern, eingemachten lachen und brodle, und pflegen sich alletagezweymal zu baden, um dadurch vor ihre fünde gnug zu thun.Die Iogos oderJognis sind gleichsam pilqrame oder geistliche wan»LerS'Icnte, die auS einem Königreiche in das andere ziehen, undsich allemal heiffe länber und einsame örler erwehlen. Sie lebenvon allmosen, und werden vor sehr heilig gehalten, weil sie viel zeitmit strengen fasten zubringen. Etliche halten sich viel jähre langbey dcn thürendcrtempel auf, sind gantznackenv, leiden allesun-gemach von sonne, wind und stürm, und gehen von dar niemalsweg, als wenn sie ihre nothdurfft verrichten. Jedoch sind die mei»sten grosse betrüget, und machen sich durch ihre fchcinheiligkeit beyandern ein sonderliches ansehen. Wann sie aber gewisse jähre insolcher strengigkeit zugebracht, werben sie zu grossen ehren gezogen,und börsten alsdann allerhand lasier frey ausüben. Sie haben ei,nen gewissen kmpeeio-- über sich, den sie jährlich in einer allgcmei,uen Versammlung erwählen. Die Cvarades oder Svudras sindkriegerische leute wie die Raspoutes, jedoch mit diesen; unterschiebe,daß sie sich allezeit zu dem fuß volcke halten , gleichwie die Raspou»tes zur reuterey. Die Verlens leben >n einer gemcinschaffr untersich wie die Münche, halten freywillige armuth dergestalt, daß sienichts als die üderdliedenen stücken, so von anderer leute lischkommen , essen. Sie wollen durchaus nichts, das ein lebenhat , gemessen, daher sie auch allezeit abgesotten wasser trin»cken, weitste sich einbilden, das wasser habe ein leben, wol»len es also nicht eher trinckeu,. als bis solches durch das jenervertilget worden. Dahero haben sie auch allezeit, wann sie gehen,einen kleinen desen in demhänben, womit sie den weg kehren, da-mit sie nicht etwa unter dem gehen einen kleinen wurm zertrettenmögen. Sie gehen weiß gekleidet und mit blossen köpffen. Dar-neben bescheeren sie ihr kien, oder rauffen vielmehrdie haare gantzaus, und geloben stetige keuschheit. Die Faquirs sind eine arrMünche, diessehr strenge leben. Sie pflegen fast niemals aufctwasanders zu ruhen a!S auf einem dicken, seile, welches so hänget,baß sie gleichsam darauf reiten können. Die Mahometaner sind inSouiiis und Chiais unterschieden, deren jene berstete desAbubc-kers/Unddiese.desAli zugethan stnd.Der grosstMogol und diegröstenan seinem Hofe halten es meistemheismit benSounis,welche mir denTürckcn übereinkomen. Hingegen giebt es sehr viel leute in seinemlande, wie auch unter den Alnas oder ihm zinßbareii Fürsten , diesich zu den Chiais bekennen. Die Römisch,Catbolischc religion isthier nicht im schwänge, als nur unter estigen Europäischen kauf,leutenlund etlichen tv-MonLni-., die nach Siam oder an andere In-dianische örter reisen. o,
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lLnons kilboriguez kur cliverz kuje», die üli ,707 zu Rotterdam heraus gekommen , p. 2;7 kecz. /.-! 6>»'LS tur lü Ostriliisnilme cler
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idlvILHO ist, wenn den Unterthanen angesagt wird, daß sieihre gaben abtragen sollen. Hernach bedeutet es auch eine zeit vonjähren, woher aber diese benenmmg gekommen, und ob man insolcher zeit die gaben abgetragen habe, davon können die gelehr-ten nichts gewisses sagen. Denn daß man insgemein sagt, Äugn»stus habe sie aufgebracht, daß die Römischen Unterthanen alle;jähr ihre gaben abtragen sollen, das ist noch nicht bewiesen. Soviel ist gewiß, daß man erst zu Constantini XI. zelten von an. ;-2oder; 1; die incllÄiones zu zehlen angefangen. Man hat aber der»gleichen IncliÄiories dreycrley arten: Lonttrmmopolic-ma fangtvorn ersten sept. LonstLmini-wL oder LEksreL den 24 sipt- kcmriü-cm oder komsna den I jan. zu zehlen an. Weiches in der chrono-logst zu allen zelten vielerlei) simpel verursachet, weil die Pabstlicheein jähr langsamer als jene zehlet. 2 p. 26;.
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nclOlLstl/lc; auch incliALtes, waren gewisse einwohner in Spcstnien, die heut zu tage in Lampourdan, in dem Furstenthum Ea-lalonien, an den Frantzösischen grantzen, nahe bey der GrafschafftRoussillon wohnen. Sie hatten ihre» »amen von der stadt Jndi-cc, deren Slrabo so wohl als des volcks feststen gedencket. /^s-tvlarcs bliss,. I. 2 c. 17. äelicer x.
«i8. *
MOIWILS vll. heissen bey den Römern diejenigen Götter,welche m Italien gewöhnet haben, nach der zeit aber als gölte»anqenommen worden, von inüu, welches bey denen ältesten La-teinern! so viel als m bedeutet, und dem wort sgo. sooffthelsset,Wohnen. Festus erinneret, man hätte diejenigen gvttcr insge-mein also qenennet, deren eigentlichen namen inan nach dem da-maligen aberglauben nicht dorfftc aussprechen. Der erste, der die-sen namen bekam, war Aeneas. ^rnostum I» r
^>. zr. äe kscrik. c> §.9;;.
ind 921
NomwäÄan des grossen Mogols. tzs gräntzet
welimllna ^5^lÄie Hictarey und das Königreich Thibet,üdriam ?ber Cosmite, wodurch es von dem
ien abgesondert wird, und südwärts an den meer-bu«
de schaff? vorgebnrge Maladar. Die grosse han-
n 8 von av!?, m mAb-che getrieben wird, nebst dem, daß man^'deraus fuhren varff, verursachet den dar-reichthum. Denn die Türckey nebst dem
aeiendnstmeu'4!^!^ der Handlung in dlestv
Die kauffmanns.waarcn des KönigreichsArgu, Siam, Macassar oder Celedes,Sumatra , Ceylan, in die Maldivischcn Ehlande, Mozambstueund andere örter mehr versandt, woraus hingegen die einwohnenvon HNdosta» einen unsäglichen reichthum an gölde ziehen. Des»gleichen bringen ihnen auch die Europäer viel gest zu, welches her»nach die einwvhnev landet in lhem manusüLtueen dee ulbermndgold-zeuge gebrauchen, die sie hernach den Hofländern gegen ertz,Muscat-nüsseund ziinmehivelche ste aus Indien dahin bringen,denEngelandern vor bley, den Fcantzosen vor scharlach, und denenmiS USpeck und Persten gegen vferve überlassen und vertauschen,em übrigen ist dieses reich mit innerlichen kriegen und empörungen«ehr geplagt, und zwar dieses wegen der streitigkeiten, die sich öff,ters zwischen den söhnen des grossen Mogols wegen der crone ereig-nen , worzu noch die unruhigen köpffe derjenigen kommen, die sichm den walbern und aufden bergen aufhalten, und niemahls aäntz»ilch lmterstas joch gebracht worden, weil der vornehmste theil derKayserlicheisarmee aus dergleichen volck bestehet, die ihnen alsonicht leichte ablegen. Siehe Indien 'und Mogul. Ki-
ttoire cle graricl stloAo!.
^ndous/ ist eine gewisse art der Heyden in Indien , auf der an»der» leite desWanges, die nicht zu den Bemaus gehören, weil sie al»lerley thiere tsdien und essen, ochst» und kühe ausgenommen. Sieglauben einen einigen Gott und die Unsterblichkeit der sielen, sind a»der dabey vielem csterglauben ergeben. Sie Pflegen in einem k reistzu essen, worein sie keinen Benjan kommen lassen,lals vorsivelchen sieeinen grossen absehen lragen.Sie sind mehre,itbeils svldaten,und dcrgrosse Mogol besitzt mit ihnen seine besten Plätze.
'Iildre/ tat. lnärus, In§er >5 oder Lnger, ein fluß, welcher inder Frantzösischen landschafft Berry, unweit 8 . Sever entsprinat»hernach bey!s Chaire, 8. Chartier, Cbateauronx, Bourg c!e Dcols,Vllle Dien, Bucanxais, Palluau, Herveaux, Cbatillon, le Brist»
endlich aber bey diesem letztem orr, in der landschafft Touraine,stchmit dem ffnß!« Eher vereinigt. In währendem seinem lauffnim»met er einen kleinen fluß in sich, weicher Jndrois gencnnet wird.
^ndulphus/ der 77 König in Schottland , fieng seine regierungan. ;99 an. Die ersten 7 jähr lang hatte er friede, in dem 8 abchwurde er von den Dänen beunruhiget. Denn weil eS selbige ver»drvß, daß er der Engeländer alliantz der ihrigen verzog, und daß einstetiges bündniß zwischen den bcydenKönigen vonEngel-ulidSchott»land wider sie gemacht worden, so rüsteten sie eme flotte aus, um un»ter des Hags und Helvici commando Schottland anzufallen. Alssie etliche mal zurück geschlagen wurden, stellten sie sich, alS ob sienach Hause segeln wollen, kamen aber bald wieder zurück, und lan-deten zu Boin in der nördliche» gegend an,wohin Jndulphlis ihnenmit seinem kriegs-heere entgegen kam, und sich in eine schlachtest»ließ, da man dann aufbeyden feiten mit grosser tapfferkeil stritte,biß Graham und Dunbar mit der Lothiamschen mannschafft dieDänen in ei» grosses schrecken sitzte, und sie nöthigte, wiederanfihrc schiffe zu fliehen. Allein Jndulvhus, welcher sich gantz ent-blößt hatte, um die Dänen mit desto mehr geschwindigkeit zu verfol»gen, wurde aus einem schiffe durch einen pstil, oder wie einige sa»gen, von einem feindliche» Corpo getödtel, da er sewigeS mit ei-ner geringen macht verfolgte. bitt. 8 cor.
'Indult/ (Päbstlicy) also wird eine jedwede verwilligung ge«iennet, welche der Römische Hof, vermittelst absonderlicher bul«m, eintzelnen Personen, oder gantzen colleZiir und gemeinen, er»heilt, vermöge deren sie wieder die Verordnung der gemeinen rech»: etwas thun,oder erlangen können. Man pflegt dieselben in activ»nd in paßiv.indiille einzutheilen. Jene bestehen darinnen, daß ei«cr z.e. gemalt bekömmt, nach seinem gefallen gewisse geistlicheencbciL zu conftriren, und zu denselben jemand zu nominiren oderu präsinttrcn; dergleichen die Päbste ortentlicher wcise den weit»chen Potentaten, wie auch den Eardinäien, Bischoffen und andemPrälaten einräumen. Paßiv-indulle bestehen darinnen, daß z. e.incr gemalt bekömirit, die collation gewisser geistlichen beneficieli,der die nominatlon und Präsentation zu denselben, vor sich selbst o»er vor andere, so er dazu vorgeschlagen, anzunehmen. Diejenige- nilt dergleichen paßw-indulten versehen sind, werden Inclulmrn,Mist. Incstl»sre5, genennet. Gecrönte oder souverame hauptceileaen, in krafft der von dem Pabst ertheilten indulte, zu den con>sttonLl-beneüM.das lst zu Ertz-Bißthümern, Bißthumern undOrcyeip zu nominiren. Also hat der Pabst Leo X dem Komge vonrranckrcich, Franclsco I ein neues stdult, gegeben, betreffend dieominanon zu Ze-11 con6ckongl-beiie6cii5 IN den landschafften Bre»aane und Provence, welche in den concordalcn nicht mir begriffengaren Die Könige von Franckreich haben auch dergleichenor die neueroderte ländcr erhalten, gleichwie z. e. st anse»ung der Grafschafft Roußillon von Elemente IX geicbehen.Kit dem stdult der Cardiuäle hat es diese beschaffenheit, baß sie da»urch privilegirt werden, bcneücia reeulsn» und Lculsns zu behal»m, diesilbiak in coisimenclsm zu conseriren, oder aus solche art zu'ilkherl- Aaaaa« E'