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Wesen welcher die -drantzösischen Verse nach art her Lateinischen
daß man selbige eben wie die ^eu'Mescalwicren mögen ,vwntii Alliiere inlches von dem Baissagen. L)ie>eo aocr iil gc.vlv,dÄ er tragödim und comödie» nach der alten artm Frantzomcheesvrache zu schreiben angefangen. Er war sonst zu der dichl-kunstunae. ie, i gesch ckt, und wüste mit unglaublicher geschwind,gke.lvme! 7 schmbcn,so baß er auch an seinen besten, comod.en undtraaödien niclil über zehen inorgen gearbeitet. Jin ubrlgen ist auchdie menge der versen , so er geschrieben, fast unzehlich i nassen erallein über das beginnen des Iulii Casaris, welcher mit hindanse»tzunq des verbotls, so der Römische Rath ergehen lMn, Mit sei.nem kriegsvolck über den fluß Rnbicon gesetzer , am die zehen tau.send Lonners soll verfertiget haben. Er war dabey ein guter redner,inglcichen in derbauckunst, Mahlerey, und andern wisseiischafftenwohl erfahren , verstund auch die kriegs.exercllicn wohl- Er starbjm julio an. i; 7 ) im 41 jähre seines alters, und nach seinem tobewurden einige seiner Poesien zusammen gedruckt- mbi.
cül^ut. r. i 1^7. /isrEt.
Leinens, t. z P.41Ü. ^/e»^«3Nki-UsilIer r, 2 p. 27. //«-/o. *Jodocus/ Mgrggraf in Mähren , wurde nach Ruperti todean. 1410 zum Römischen Kavstr erwchlet. Jedoch sagen tue scn»denlen, baß nichts besonders von ihm anzumcrcken gewesen als seingrosser barl. Er starb »ach ; monaten stnicr crwehlung, und sollgar nicht gecrönet worden seyn, weil er sich wie in allen andern,alsoauch in dieser fache verdrossen und sehr langsam erwiesen. Er wirdauch von vielen scridentcn gar nicht unter die Kayler gezehlct. Mu.tniö aber setzet sein ende an. 140;, und will, baß er gleich nachWenceSlai absetzung zum Kavstr sey erwählt worden, cM.
6erm. I rL. aan. U07. I. 7. tlws.
snn.8uev. p- zl. ü c.7.
Jodocus, ein bekannter Heiliger aus Franckreich, war desKönigs Julhael aus Bretagne söhn, und des Judichaels brudcr.Dieser sei» brudcr folgte zwar dem vatcr i» der regierung; doch,weiter derselben überbrüßig war, gienger m das kloster 6, Meenvon Gael, welches er Misstet hatte. Er überließ also die regle,rnng diesem seinem brudcr; selbiger aber halle eben so wenig de»lieben darzu, gieng heimlich nach Auranchcö, und begab sich uidie 8. Pclcrs.stadt ln der gegend Ponlhteu, astwo ihn der HertzogHaymon zu seinem Hofpredlgcr machte. Er retirirce sich hieraufin eine wüste, und bauele sich e»> berhauß nebst einer culsieblerey.Einige jähre darauf gieng er nach Rom, tam von dar nach Paris ,und kehrte daselbst in emeni geringe» Hospitale ei», wo heut zu tage8 - Jodoci kirche ist. Bey seiner rückkunstt legte er die reliquien,die er von Rom Mitgebracht, ni der 8. Martmickirche, welcheHaymon ohnfern seiner zelte bauen lasse», nieder. Er starb end»tlch in seiner euisiedlerey den i; bec. an. 6;z, oder wie Mabillo»nius will, ÜS8. vila 8. ^ocioci. LNN. Ueneäici.
kom. 2.
Jodutte/ wird vor einen Heyd Nischen abgott gehalten, waLaber eigentlich eine statue, welche Lvlharius, Hertzog zu Sachsen ,als er Kaystr Heimchen V besieget, an. m; zu Leecheiyeld beymWelphsholtz aufrichten lassen. Es war ein gcwassneler man»,derin der rechten Hand einen cs-tium . ,n der stucken aher JM s chilbmit einem welssen roß im rothen felde, als dem Sächsischen wa«pen, hatte. W>e nun dieses das denckmahl eineö siegeö war, wcl.chen man der göttlichen hülste zuschreiben wolle, lö ward der nap»me d'ancsuin -aljuiorium darbey gebraucht,woraus hernach die Uli«gelehrten und lhummcn leuthe sank Jodut gemacht, und den na«men dem bilde selbst zugelegt haben. Der Merßburgische BischostWerner zerstörte solches wegen dem dabey undcrlaustcndcn aber»glauben. 7 /^/mo/./.
0«^ in clitserlLi. acaci. Tc/,«e/r. äeictol. ver.tclisn. incol. *
Jocl / einer linter den 12 kleinen Propheten. Man weißt es.gemstch nicht, zu welcher zeit er gelebet , weil er solches in senierpropvcceyung nicht anzeiget. Es wird aber gemeiniglich davor ge.hasten, daß er zu einer zeck imt Hosea und Ämos gelebet, und dieVerwüstung des laiidcö, so durch die Assurcr solle geschehen, vonwelchen auch das Königreich Juda verderbet, aber wieder crrct.tet werden solle, vorher verkündigt habe. Er muß zu einer sol»chen zeit gelebt haben , da Gott der Herr das land mit cmcr dür.rcn zeit und grossen menge Heuschrecken , raupen und käfer beim.gesucht hat. Welches er als ein böses amen gufdie folgende vcr.Wüstung des landeS beutet, und deswegen zur busse vcrmabncl.
l euch 2. oKcina biblics. in encstiris
d,bl. ciemoolkrac, evang. prole^ornen. Lee»
Borger / eine Gräfliche familie in Oesterreich . HelmhardusJörger zu St- Georgen lebte an. i;oo, und hintcrstcß Herman.num und Johanne»?, dieser Conradlim und Bernhardum. Con»radus Jörger oder Gcorger lebte um das jähr 1,57, und hatte 4söhne, davon der dritte Helmhardus sein geschlcchi bis auf unserezelten forlgcpflantzet. Er lebte an. ivZi, und ließ nach sich vonDemuw Lehrpolier»,, Helmhardum und Johannen,, davon je.ner einen söhn Georgium, der ohne erben starb, duner ; söhneHelmhardum, Wolffgangum Jörger, Rittern , so an. 1417Friebericum den jungen,, Ertz Hertzogen von Oesterreich , in daSheilige land begleitete, und Johannen, hinterließ, von denen dererste und letzte eine eigene Ijlne ausgerichtet, allein des letzter,, st,,lie ist wiederum verlo,chen. Helmhardus wurde ein vater Lil.pranbi, dieser Wolffgangi Jöcgcrs, so von an. i;,; bis, <21Kaysers Marimiliaiil Lands. Hauptmann in Oesterreich ob derEnß geweien, hernach Kömqs Ferdliiandl Rath worden, lindan. 1 ;»4 verstorben. Mit Dorothea von Raungen hat er; söhne
1 ö
gehabt, darunter Christoph, Johann u»id HildcbrM ,angefangen, davon aber die erste und letzte schon wieder m,--,"bei, sind. Christoph Jörger, Freyherr von Tollet , stbM^'1570von dem Kayser Maximilians II aus eigenem anin.kOesterreich ob der Enß neu-aufgerichtete Obriste Erb. 9»»^^meister.amt vor sich und seine 4 söhne, welches auch bis .,,bey der Jorgerischen faunlie geblieben, da die Grase» von Mgau damit sind belehnet worden. Sein bruder JohannsFreyherr von Tollet , der jetzigen Grafen stamm.vatter, Ä"gemahlinnei, und unter,chjetene kinder, darunter vornedm, .mercken 1) Sebastianus Jörger , Freyherr von Tollet . Ä'Land.Hofmeister in ober-Oesterreich, der von Maria Naben,» >»tu,Johannen,Jörgen,, Freyherr«, derNiedec-OesterreichL,'landschafft Pra,«denken , nachgelassen, so mit Barbara FöwksmJohannem Marimilianum, Johanne,» Ehreiisried, Mann,.,Septunlum Jörger, Herrn in Tollet und Götzersdorff, «revb mvon Krcußbach, Erb. Land. Hofmeister in Ober.Oesterre,a> m,cher durch seinen söhn Andream Christianum ein vater werdCaroli Grafen Jörgers, der an., 677 in der schlachl bey Zenm ablieben, und eine von Töckely, des Frantz Esterhajy >vm,b , ,,,gemahlin gehabt, und Johannem Helffricum Jörger, Erb.LaOHofmeister m Ober-Oesterreich , gezcuget. Dieser hatte 4 aema .Iinnen und von der ersten Elisabeth Gräfin von Althan» JvbaummO-Nintinum, GrafJörger, Kauserlichen geheimen Rath, ssä,,,.mcrer, Stadlhalter m Nieder-Oesterreich und Ritter des M,,neu Vließ, von dem im folgenden arlicul. 2) Helmhard PraerFreyherr, war ein vatcr Caroli, welcher Carvlum HelmhMnnund Carolum Wilhclmum zeugete, und Georg» Wilhelm, C-nn.mer.Präsitenten beym Kayser Ferdinando II so mir FellachevonPolheim und Maria Anna, Barkholomäi Graf KhevenhiMtochtcr 4 töchter erzeuget, davon die älteste und jüngste an EmS.mum Herrn von Slahrenberg, Anna Maria, so an. 1687den, an Ferdinand»», Grafen von Rucbcr, und Anna N«au Herrn von Landau und an Herrn von Zuitzendorff vermahiige.westn. Und;) Wolffgang Jörger, Erb. Land. Hof,»eM j,,Oesterreich ob der Enß, Kayserlicher Cammer < Rath, obr,snrProviantmeistcr in Ungarn und Oesterreich, wie auch Barg-Vogtzu Weiß, welcher 4 gemadliniicn gehabt, und cm vater Hch„»hardi, dieser aber Georg,, Ludovici worden. Lermsn.
10p. kierrirrmk. ; p. 74. 7.-/,. s's'I/l-e/,»tlolleäksneL kilkorico genealog. p. ,8^274.
"Jörger/ ( Johannes Quinlinus) Graf von Tollet »nd Zag.ging, Freyherr,» Pollenbrin, und Kraisbach, Ritter deSM.ncn Vließ, Kayserlicher gehemier Conserentz. Raih, Eannnmrund Nietcr-Ocsierrcichischer Stadlhalter, einer von dcn vmmii»testen Ministern Kaysers Leopoldi , ein söhn Johanms Helstni,Freyherr«, von Jörger und Ettsabelha Grast» von Allhann, imgebohrm um das >abr,624, und ivurde »ach vollendete» lmel«nnp reisen Kaysers Fertinandi I Il und Königs Ferdinand, I V CM»mcrcr> blieb es auch bey dem Kayser Lcvpoldo, welcher ihnis;y den 9 avg. in den Grafen stand erhob, m seinen fernern dich.sten in wichtigen angclcgenhcitcn gebrauchte, und an. isz, Mgeheimen Rath ernennte. An. ,S87 den r; oct. wurdeec,mtcSGrasen Eonrad Baltbasarü von Slahrenberg stelle zum Lladihal.tcr der Unter. Oesierrcichischen lande bestellet, iind alselncheWdaraus der Kavstr z» der Ungarischen crönuiig Ertz»Hertzogsphi »ach Preßburg sich begäbe, hat er in dessen ad>vc,e»bcil dietödliche eiiicichtliiig nut den laternm in der stadt Wien gemMdaß alü der Kayser den rü ,an. folgenden lahrs wiedw zurüekgi»kommen, er die strasse», wodurch er gefahren, vermöge dieserneuen anstatt schön illiilmiiirt gefunden. An. 1689 wurde er«dem Kayser zum Ittmcix>L>-(lommii!rno bestellet, mu dem Liiräi«scheu Gesandten, wegen des angebothenen sriedens zu lracnr-n.Nicht lange hernach bekam er den RUlcr.orden des goldene» Blies,scs, lind wurde auch nachgehcnds i» den geheimen Co»iercntz'Mlhgezogen. Endlich starb er den 17 sebr. an. >70; im 8r »ihr seinesattcrö^ und hinterließ den rühm, daß er cm ausrichligcr undcni»stgcr Staats« lAiniiloe geivestu. Er hat 10m LLwcrckiz in dWhtiilcrlassen und zwar mit dem tilul I V Larr; es stnd aber die er«sten z theile niemals geschrieben, viel weniger heraus gcgcbcium.den. Er hat r gemahlumc» gehabt, Mariam Evam Anrmni,Frcyin von Königsberg , und Mariam, Grast» von hosenM.Die kinder erster ehe sind alle vor ihm gestorben, unter denen;»merckc» Johannes Petrus, Graf Jörger, sein ältester schn, mCavallier von ungemciue» qualilalen, welcher an. iM zu LMvo» lenies vaters gcweicucn Amtmann oder Regciiicn cischeM,vorbei,. Denn als dieser mördcr sich aus des Gras IbrgerS d»sten begeben, und nicht bald andere ihm anständige finden kmc,mcyiile er, daß ihn sein voriger Herr nicht guugsam recomMiNM'te, suchte sich also aufsolchc weise an ihm zu rächen, diißttm»bciislaiig empfiudc» solle; paßte atto bey der so genandlcnMchaclcr.kirche „1 Wien , diö der alte GrafJörger iml dnlemle'nein liebsten söhne dahin m die messe gefahren kam, da » dilsui,als er aus der kutsche stieg, nahe an icuiciii vater ersehenen, Mob er zwar sein Mium m der kirche suchte, ward er dochfcrl, lind lebendig gerädert, wobey er, liugcachletstincrmEdennoch darüber vergnügt war, baß er den GrafJörger loemdigct, daß er sich lebenslang darüber würde betrüben wW"'andere söhn starb als Obristcr eines ^aystilichen regm"» - > e>691. Die kinder anderer ehe sind Maria Joiepha, >0 anlt >Rüdiger», Grasen von Stahrmberg, Kavicrllchen MiM»Rath, Gcneral.Fcld. Marschalln, obristeii >ricgs^Eoimiieiioameii zu Wien und Ritter des goldenen BIlcjjce,may a». iö8y vermaylel, und bey dessen een i°1a>>. a». n .folgten absterben alü wiklib hmtcrtaffc» worden. Wmuil
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