Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

loa

lob

aufven Römischen stuhl erhoben werden. Er starb endlich nochvor dem jähr I2I; , in welchem sein buch , darinnen er eini je mey.nungen des Petri Lombardi angreiffet, aufdem t)nocio Q^reranen-n verdammet worden. Seine übrige schrifften sind: cie concorä.aveceris acnovi relbsmenk'l litzri V, die er aufbefehl der Pädste LnciIH. Urbaui III, und Clemcntis Ili verferliaet; commenraria in

Hiererniarn ?rc>pttecLm ; Psalterium cleccm cnorclrrum; commen-tsriL in ffelaiam propkersm; commenraria in nonnuüa capira^sum, -rtzacue, ^aettari-e Le iVlaiackise Proptzersrum, weichefthrifften insgesamt zu Venedig an. ms heraus gekommen. Wer«ter hat man von ihm commenrsrium in ^pocai/plin o. )okalmis;varicinis cie kummic L.c>MÄnis konüflcibus , welche Mit anmerckiiN»gen Paschalmi Regiselmi, Josephi Scaliqeri und Iohanms Ad.raSder heraus gegeben worden, wiewohl man sie viel vermehrterbey dem Wolfio lN seinen leÄicrnibus memoratzilitzub finden kan,wie dann, da sich mancherCopist in denen kiösteren die frevheit nah.me, zu solchen wunderbaren schrifften, was ihne die verwun>derung zu vermehren gut seyn bunckte, beyzufügen, die mann»scripten von dergleichen werckeu nothwendig gar sehr von einanderunterscheiden seyn müssen. Auf der bidliolhec zu Basel findet sichein solches exemplar mit gemahlden , darauß auch des Wolfii aus»gab sehr vieles tönte beygesetzt werdeu-Seme eommenrai-iainck^riilirevelarionein in Ltirtzream Lc lvkeriinum commenraria nebst cillt»gen andern propheceyungen sind in Italiänischer spräche zu Vene.big mit Anselmi Marsicani anmerckungen heraus gekommen. Al»leftineschrifften sind durch das Laleraiiensischet.'c>ncilmm an.iri;,wie auch durch das zu Arles an. 1260 und durch den Pabst Ale»xandrum I V verdammt worden. Gleichwohl hat sich ein Abt sei»nes ordens, namenS Gregorius Lande, gefunden, der ihn widerdiese deschulbigungen in einem zu Paris an. ,üLo ,n toi. hcrausge»gebenen buche vertheidigt. VkÄ» in iMo vlr«.knbi. lcupr. Litkerc. *

'Joachimus / (Georgrus) Kb«cicus zugenamet. Er war ge»boren den 16 febr. an.i;i4 m der L-chwäbiichen stabt, Veltkirchcngenannt, welche nahe an den Graubünderlschen gräntzen, unsernvom Rhein,ehe noch dieser flnß in den Bobensee fallt, lieget, und un»streitig zu dem alten Rhälia gehöret hat. Daher er dann auch denzunamrn LkMcus annähme- Er wurde em vortrefflicher tvl-aue-inalicur und Vrotcffor zu Wtttenberg. Er hielt des Copernici mey»nung von bewegung des erdbodens vor vernünfftig, reisete veshal»den zu ihm, und wurde ein öffentlicher Copcrmcaner; wie er dennauch Copernici schrifften nach dessen tode heraus gab. Er hat un»lerschiedliche wercke verfertiget, deren er in einem sendschreiben anPetrum Ramum Meldung thut. Darunter sind auch seine epke-rnenäer, nach der Copernicanischen fy'portteli, und der lractat clerloVtlMii rrmiißulorum. Ein Ungarischer Freyherr nahm ihn zusich nach Caschau, und gab ihm daselbst eine stude ein, die nur neuwar gebauct worden, worüber ihn der schlag rührte, daß er den 4dec. an. ijf-6 starb. in vü. pkilos. üerm. i^/s«,cie ina-

rkemar. cie psw«s illuttr. virorum. *

"Joad/ siehe Iojada.

'Foas/ Königin Juda, war ein sohnAhasiä, undsuccedirteseinem valer X. Xl. ;,; 7, durch rath und hülste des Priesters Jo>zadä. Seine großmutter Alhalia, ein weib von einer unnalürli»chen grausamkeit und Hochmuth, ließ allen Königlichen saamenumbringen, damit sie allein zu der regierung kommen möchte, bisaufden Joas, welcher durch die sorgjalt der Iosebetb seines vatersAhasiä lchwester und des Hohenpriesters Ioiadä eheiveib, mit fei»ner ammc 6 iahrim Hause deü Herren versteckt ward. Indem /tenjabre seines alters wurde er daraus geholet, und durch hülste desIoiadä auf den Königlichen thron gesetzt, Athalia aber umge»bracht. So lange Iojada/ der nach einiger meynung, welche dieWorte Christi von Zacyaria Barachlä söhn, so von den Jüden zwi»schen der hall und dem altar geröstet worden, hieher ziehen wollen,auch noch mit dem ander» namen BarachiaS soll geheissen haben,am leben war, und auf sein lebe eine aufsicht hatte, führte er sich sehrfromm aus, und that was dem Herrn wohlgefiel, indem der wah»re goklesdienst wieder eingeführt wurde. Als aber Iojada todtwar, folgte Joas den schmerchiern, ließ sich wieder zu der abgölte»rey verleiten, und lbat alle greue! seiner vorfahren. Da ihn nunIacharias, Iojada söhn, auf göttlichen befehl hiervon abmahnte,so ließ er solchen in dem Hofe am Hause des Herren töbten. Gott erweckte aber zur straffe wider ihn die Syrer, welche zwar mit we»nig mannschaffl in Iubäam und nach Jerusalem kamen, gleich,wol aber von Gott qcstärckl wurden, oaß sie an dem Joas straffeübeten. Nachdem sie von ihm zogen, und ihn in grosser krauet»heil liessen, machten zwey seiner knechte, einer em Ammonit, derander ein Moabit , einen bund wider ihn, und erwürgten ihn aufseinem bette in dem 40 jähre seiner regierung. Er wurde in derstabt David begraben, aber nicht unter der Könige gröber. 2 /k-F.

n legst. 2 ck/E,. 2; Lc 24. PcksttL. 2;,9 ancig.lull. Fckkrck»«,. ann-il. ver. reit. LttckcMr«, encstir.

bibl. p. 11;, *

^ob/ ein mann von unvergleichlicher gedult, soll nach eini»germeynung lvi. 2^29 Mohren seyn worden. Sein vaterlaiidwäre das lande Uz, so zwischen Edom und Arabien gelegen ist. Lstesetzen voraus, er wäre eben derjenige, dessen Sen. ;s,^; unterdem namen Jobabs gedacht wird, und welcher ein söhn L>cra vonBazra war, aus dem geschlechte Elau. Andere aber haltendafür, Job sey vielmehr aus dem geschlechte Nachor,vks bruderS Abrahams, weil Len. 12 gemeldet wird :Nachor wäre der vater des Uz gewesen. Dem sey nun wie ihmwolle, so ist doch biß gewiß, daß dasjenige, so in seinem bucherukhaiwi, sich würcklich begeben hak. Denn ob.wohl einige uD.

r'ob joc 92«-

ter den alten Jüden und Christen in der meynung gestanden

einevMabelgewesen, unddaherowäre >eineHistorien»?eme Parabel, von einem andern bloß zu dem ende erdichtet. r,„g

tt^iö'echeu//v'^ S-dultvorgestellt werbenmöA

tc, jo erhellet doch das gegenlheil aus heiliger fchnfft selbst,Massen Gott der Herr dessen beydem Ezech 14, 14 und Ävbi"-11 Meldung thut. Hierzu kömmt noch , daß in dieser tnstorren.mien der Personen , völcker und länder deutlich ausgedrückt wer»den »welches Hust in Parabeln nicht zu geschehen pflegt, andererUrsachen zu geschweigen. Sonst ist sehr wahrscheinlich dost ent»weder Job selbst ober e,nerauäst,,!en ft^?,'rhLr?on Lsem buche sey. Zum wenigsten ist gewitzt daß es bereits vor demPropheten Ezechiel , als welcher an dem angeführten orte auf vielegttchichte zielet, sich unter den Eanomschen büchern mit befundenzu welcher ze,t aber Jod elgenrüch geleber, ist unbekannt, weil soches der heilige Geist nicht offendahren lassen, auch die eitern undvorfahren des Jobs noch zwclffelhafftig sind. Doch ha, en Usse.nuv, Brougblonus und andere dafür, er habe zu den zeltenderEgyptlschen blenstbarkeit geledet, und sey zwischen Joseph undMojes zu seyen; welches insonderheit durch das höbe alter sodieser mann nach der fchriffl muß erreichet haben, sehr qläublicbgeinachel wirb. Von letncm wanbel bezeuget die heilige schafft,daß er schlecht, recht und gvttsfürchlig gewesen, und das böfe ae«meydec habe. Weil solches aber dem satan zuwider war, so klagteer ihn vor Gott an, er fürchtete ihn nicht aufrichtig, sondern thätesolches nur zum schein wegen der zeitlichen wohlthaten, so ihmGott erzeiget«:. Allein Gott wolle.diesen Verleumder zu schau»den machen, und deS Jobö bestänbigkelt in dem guten an den tagbringen, darum erlaubte er dem satan, ihm alles zu nehmen, aberseines lebenö zu schonen. Dieser Miete banuenhero es an, daßseine beerben vieh geraubel oder sonst umgebracht, auch seine kin»der durch em hauß, darinnen sie speijeteu, erschlagen wurden.Doch bezeigte sich Job bey diesem allen sehr gedulrig. Dieses ver»broß den jaian dermassen, daß er Gott ferner bat, er solle ihm er»laubnjß geben, den Job an seinem fleische anzugreiffen, ,chlugthu auch, aufzulassung Gottes, mit heßstchen blättern. Es ver»mehrte aber seine trübsasl sein eigenes weib und freunde , welcheihn ossi durch mancherley Vorstellungen von seiner gvttesfurchkabziehen wollen. Doch da er auch dieses gcdkilkig ertrug,erhörte ihn Gott endlich , und" gab ihm mehr, als er ver»lohreii hatte. Einige wollen, sein creutz habe 7 gantze jährgewähret; andere aber meynen, eS habe mir ein jähr gebau»rct , weiches aber vor gewiß nicht kan gesagt werden; in»gleichen auch dieses, wenn er eigentlich verstorben; indem etlichejagen, seinwd fty in dem 211 jähre ieines alterst. ,Vl. 25)9 ge»schehen ; etliche aber in dem2i7 lahre stines alcers, ,VI. 2,4;.

cle I). 1.18 c. 47. ttvariil. 2 cie psrjen,.

jobi. s/oops in cornmem luper lobum.

annal. ver. rett. in annsl.in ttiikoris lob. clemonttrsr. evangel. Lcc. O

"Job / ein Mahomctaner von Medina gebürtig, sonst Abu»Jov, ober Jobansari genannt. Er war ewer von des Mahometscvnsorten, wurde aber bey der belagerung der stabt Constantinopelso durch Jezib, deü Callphcn Moavias söhn geschahe, an. 67;ermordet. Man siehet dieses Jobs prächtiges grabmahl obnfemdem Hafen, an der mauer zu Constanlinvpelmll>'..o der neue Gros-Sultan von des Mufti Hand das schwerdt zu empfangen und eineneyd abzulegen pfleget, daß er die rellgion der Muselmänner und diegesetze lhrcsPropheten Mahomets beschützen wolle./ü,^, äe l'Lm-

pire Orromsn.

'Jocasta / Creontis, des Königs von Theben tochter, und Laiieheiveib. Sie war des Ocdip! mutier, welcher sie hernach un»wlisenttich henrathete, und mit ihr Polynicen und Etheoclem zeug-te. Als sich aber selbige m einer wegen der successiv» gehaltenenMacht einander selbst aufgerieben hatten, machte dieses ihrermultec Jocasia ein solch hertzeleyd, daß sie sich selbst enlleibete.

Ibebaill. ch:»eca a:äip.

^ocundus oder Jucundus / (Johannes) ein Dominica-ner von Verona gebümg. Er lebte zu ansang des 16 stculi-untcrdes Pabsts Leonis X und des Kaysers Maximillani l regierung,und war zugleich ein rbeoloZas, pbilosopbu; und pkilologur. Aufeiuer reise nach Rom erkunvigte er sich fleißig der basigen anttqui»täten m der srckireöiur , bilbhauer-kunsi und inscriptionen , wo-von er auch ein buch verfcrliget, und solches Laurentio von. Medi«ces dedicirie. Desgleichen schrieb er auch anmercklingen über denJulium Cäsarem, und war der erste, welcher die brücke, so die»,er Kayser über den Rhein schlagen lassen, in kupffer brachte. Aisersieh an. izc,7 zu Paris aufhielt, gab er das bau.wesen der so»geuaimtcn iiebe»zra»en.brücke,wie auch der andcre»Set»e<drucke,so man die kleine brücke heisset, baftlbst an. Budäus bekennet,daß Jucundus sein lehrmeisier in der bau-kniist gewesen, und mitihm oes Vitruvii bücher gelesen habe, über welchen amorem gleich,wie auch über Fronlinum er commemarios geschrieben hat. Auchgestehet Jul. Cäs. Scaliger, daß er von ihme vieles in den sprachengelernct habe, da sie sich beyde am Hof Kaysers Maxiimlianl I auf»hielten. kuom. illuttr. Dom. exercirsc. l 14.

in iniscellsn. c. 17. VM»-«. *

"kodar / ein ort und Marggrafschafft im Königreich Andalu»lusien, unfern Jaen , welche König Philipp I U errichtet hat- *

"kodelle/ (Stepbanus) ein Frantzösischer und LateinischerPötte, war von Paris aus einem adciichen geschlechce gebürtig,Herr von Lymodin genannt. Er stund mit unter der Poetischenqesellschaffl, welche von dem Ronsard Misstet und Pleias genen.«et wurde. Es wollen ihm einige zuschreiben, daß er der erste ge-

we>en