Band 
Zweyter Theil
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^^schlacht beyMila an. 1429, und starb an. ,444. Nach.

^machte Johanna das Königreich Renata vvnAnjou,des Königs Ludovic» bruder, der aber selbiges wider Alphonsuinmchl vermochte zu behaupten , und starb an. 14;; in dem ü; jähreihres alters, nachdem ,ie über so jähr regieret hatte»

Lönigin von portugall:

.. Johanna , Jnfantin und Regentin von Portugals . Siewur»ve an. i4?r gebohren. Ihr Vater war Alvdonsus V. König in Por-tugall, welcher so grossen ewm von ihr machte, daß er sie an. 1470,da er mit den Mauren krieg führte, als Regentin in dem Reichehinterließ, worein sie sich dermaßen wohl zu schicken wüste, daß siealles voick werth hielt. Als der König wieder zurück gekommen,begab »e sich in ein Dominicaner-kloster, Odivellas genannt, ohn-geachtet viel mächtige Monarchen um sie freyeren. Sie starb Mö-nch au. !4yc>. Amck».

Löniginnen von Spanien :

.Johanna, des Königs Henrici I V in Castilien und Leon an-dere gemahlin. Sie hatte von ihrem gemahl keine kinder, dahernahm sie Bertrandum von Cueva zum gehülffen, und zeugte mitdemlelben an. 1459 eine Printzeßin gleiches namens. Ja weil derKomg Heinrich diesen Bertrandum nachmals zum Grafen von Le»benna machte, wollen einige dafür halten, daß es mit des Königswillen geschehen. Henncus ernennte zwar diese Johannam zu sei-ner Nachfolgerin, allein die stände vermählten dessen schwester Jsa»bellam in aller stille mir dem Aragonischen Cron-Printzen Ferdman»Ob auch gleich Henricus die jüngere Johannam mit HertzogCarln von Berry, so König Ludwigs des XI in Franckreich bn>»der war, zu vermählen suchte, so starb er doch an. 1472 vor derVollziehung. Dahers als nicht viel vor sie auszurichten war, mustesie sick) in Portugall reliriren, und mit dem Königlichen tirul, densie führte, begnügen lassen. Die alte Johanna aber begab sich inrhr kloster zum heiligen Crcntz zu Samaren , welches sie gestifftethatte, worinnen sie an. 148 > verstarb, l. ,.

l. 2;. cb/Ie e!og. ller clsm. illuilr.

.Johanna / Königin von Castilien , war des Königs Ferdinamdk und der Jsadellä tochter, an. 1479 gebohren. Sie wurde mitdes Kaysers Maximiliani I Printzen, dem Ertz-Hertzoge Philipp»von Oesterreich , den 21 oct. an. 149L vermählet. Allein es schlugdiese ehe nicht zum besten aus, indem Johanna nicht gar wohl beyverstände und hefilich war, dahero Pbilipvus andere lieber, alssie hatte, welches dann nicht wenig beytrug, daß Johanna in ei-nigen Wahnwitz verfiel, welcher sich nach ihres gemahls kode, densie gleichwol immer gar sehr geliebet hatte, nicht wenig ver-mehrte , und biß an ihr ende continvirre. Als ihre mutter Jsabellaverstarb, verließ sie in ihrem testament, daß zwar diese ihre tochterdas Königreich Castilien erben, die verwalcungdes Reichs aber beyFerdinand» L-uliolico biß zu des enckels Caroli majorenmtät bleibensolle; allein Philippus mästete sich der regierung in Castilien an/starb aber darüber an. i Nach dessen tobe wolle zwar dieseJohanna die regierung in Castilien übernehmen, doch weil solchesviele Unruhen unter den Grossen machte, behielt Feroinandus dieVerwaltung von Castilien biß an sein ende. Nach solcher zeitwoltettdie meisten Spanier sie ungeacht ihrer Unfähigkeit wiederum zurKönigin haben, und so gar deswegen ihrem enckel Carolo V nichtschwören. Allein der Cardinal Lunenes dränge doch für Carolumdurch; jedoch so, daß, so lang Johanna lebte, selbige m allen Kö-niglichen Verordnungen neben Carolo, und zwar zuerst, gemeldetwurde. Ihre kinder siehe im arlicul ihres ehe-herren Philipp!«Sie starb an. 1 ^ in vlla Ximemi.

«L«, ärc»/«, I. 21. LNN. öelg. *

Ertz-Artzoginnen von Oesterreich t

'Johanna, des Kaysers Caroli V tochter. Sie wurde an Jo-hannts III Königs von Portugall Prmtzen Johannem vermählet,nach dessen tode sie um Sebastian», der nachmals König wurde,niederkam. Sie starb an. 1478. »nn. Le!§.

Johanna, des Kavsers Ferdinandi I tochter, wurde den r;sän. an. 1547 gebohren,und an.i;6z mit dem Groß-Hertzoge Fran«cisco von Florentz, Cosmi I sobne, vermählet. Sie starb aber an.r;78, und hinterließ ihre tochter Mariam Medices, Königs Henri»ci 1V von Franckreich gemahlin. Qsts elog. cles 0sm.

illullr.

Andre berühmte weibes-perstmen:

'Johanna/ Gräfin von Flandern und Hennegau , gebohren an.H9;. Sie war die älteste tochter und erbinBalduinilX, Grafenvon den jctztgedachten landschafflen, welcher an. i2c >;,als Con.ftantinopolitanischer Kayser,von seinen feinden hingerichtet worden.An. 1211 ward sie zu Parts mit dem Jnfanten, von Fernando,einem söhn des Königs von Portugall, Sancho I , vermahlt, nach.dem sitz vorher viel andere hohe freyer gehabt. Der FrantzöstlcheErb.Printz, nachmals Luvovicus VIII, nahm ihr vie städte 8amrOmcr und Aire, nöthigte sie auch, nebst ihrem gemahl, verzichtdarauf zu thun, ingleichen auf alles, was sein vater Philippus IIin dem nicht lange zuvor zu Pervnne geschlossenen frieden an Bal-Luinum IX abgetreten hatte. Dieses verursachte eines theils, daßvon Fernando bey seinen Unterthanen nicht viel gewogenheit fand,andern theils aber, daß er nebst seiner gemahlin an den Frantzosensich anfalle weise zu rächen suchte. In dieser letzter» abstcht schlös-sen sie ein bündniß mit dem Könige von Engelland Johanne. DieFrantzosen, so bald sie solches mne worden, thaten einen eiusallM Flandern, und machtest darinnen grosse progressen. Ob auch

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gleich denn und wenn von Fernands ziemliche Vortheile davon tma,so muste er dennoch , weil seine feinde allzusehr üderhund nahmen,sich an. iLi; nach Engelland retiriren. Von bannen kam er nochin eben demselbigen iahre mit einem ziemlichen succurs zurück, undthat den Frantzosen nicht geringen abdruch. An. 1214 trat der Käu-fer Otto >V Mit in das bündniß wider Franckreich / und den Le j>iidesselben jabrS kam es bey Bovines zu einer blutige» Macht, wo.rinnen die Frantzosen die oberhand behielten, und von Fernandoselbst gefangen ward. Man brachte ihn nach Paris , und seine ac-mahlin Johanna that ohne Verzug eme reise dahin,m durch einenfußsall bey dem Könige Philippo II seine sreyheit auszuwürckenAllein sie muste unverrichteler jachen sich zurück in Flandern bea^ben,allwo sie, weil mir Franckreich ein stillstand geschlossen war, it,ziemlicher ruhe und mit grosser klugheit die regierung führte, auchso wohl durch allerhand milde stifflungen, als durch andre zu ihreslandes besten gereichenden austasten sich beliebt »nachte. An. 121gsoll sie, nach einiger scribcnten bericht, Burchardum von Avesnco,mit welchem wider jhren willen ihre jüngere schwester Margamhasich vermählt gehabt, auf dem schloß zu Rupclmonde haben köpffenlassen. Das Fürstenthum Alvst, und einige andere örter entzogihr der Kayser Fribcricus II unter dem vorwande, daß sie nicht z'urechter zeit die lehen darüber gesucht- Als an. 122; der König Phi-lippus I l ,n Franckreich mit tode abgegangen war, that sie eine a»bermalige reise, um ihres gemahls loßlassung auSzuwürcken, zudessen söhne und Nachfolger Ludovzco Vi > I; sie kunte aber auch die-ses mal nichts erhalten. An. irrs kam einer zum vorjchein, welchessich vor ihren vater, den Kayser Balduinum, ausgab, und so gros-sen glauben bey den leuten fand, daß man ihn zu Valenciennes , zuRössel, zu Brügge , zu Couctray, zu Gent und an andern orten alSden rechtmäßigen Landes-Herren aufnahm. Die Gräfin Johan-na, welche anfangs diesen aufstand verachtet, demübele sich her-nach vergebens, denselben mit gemalt zu umerbruckco. Ja zuletzt,weil sie bey ihren Unterthanen nirgends recht sicher war, muste sienach Franckreich fliehen, und daselbst den König um hülste anspre-chen. Dieser schickte an den vermeynrcn Balduinum einen Herold,und ließ ihn, mit Versprechung eines sichern geleits, nach Compie-gne auf eine mündliche Unterredung einladen. Er kam auch, alSein Griechischer Kayser gekleidet, und mit einem prächtigen gefolgtwürcklich dahin. Weil er aber mit beantwort«»«; der vorgelegtenfrage» nicht recht halte fortkommen könne», so sahe er sich, so balder zu Valenciennes wieder angelanget, von seinem bißherigcn an-hange dergestalt verlassen, daß er aus furcht nach Burgundien sichretirirte. Daselbst nahm ihn Eberhard von Chastenay in verhaffkund überliefferte ihn vor 400 marck silbers der Gräfin Johanna-Nachbem er nun auf der folter gestanden, daß er ein belniger sey,namens Bertrand ober Bernhard, gebürtig von Rheims, so ließ siethu zu Ryssel öffentlich aushencken. Viel aber blieben beständigdabey, er wäre der wahrhafftige Balduinus gewesen, und bloß ausregiersucht von seiner leiblichen tochter zu einem so schmählichen lodverdammt worden. An. 1226 erhielt endlich die Gräfin Johanna-daß ihr gemahl, nachdem er-r jähr und ; monat gefangen gesesten,wieder auf freyen sich gestellet ward; worauf er zur banckbarkeißvor das mterells von Franckreich die Waffen führte. An. 12;; start»er zu Noyon an dem stein, und ward. ist dem zu Marguette von sei-ner gemahlin gestiffleten Cistercienfer. kloster begraben. Er hatteMit ihr nur eine emtzige tochter gezeugt, welche aber unvcrhcyrathetgestorben. Nachmals stund es daraus daß sie den Grafen Simonvon Montiert zu ihrem andern gemahl erwehlen wolle. Allein aufeinrathendesFrantzvsischendvfes vermählte siesich im oct.an.ir;?mit Thoma, Grafen von «savoyen, des regierenden Grafen Ama»däi >V jünger» bruder. Er ward von den Unterthanen seiner ge-mahlin sehr hoch geschätzt, zeugte aber kein kind mit ihr, und alsofielen ihre länder auf ihre abgedachte schwester Margarctbam, alssie im dec. an.1244 zu Ryssel mit rode abaieng. Ihr hinterlassenergemahl ließ sie, aufihr verlangen, zu Marquette bey ihrem erste»gemahl begraben. ^»»Ä/e^^eM»^,-pc>rLinsnue>8ue>rororr>.i<.llb. 8. annsi. Hannon. s Bertrand von Rheims.

Johanna , des Grafen von Revers und Flandern , LudoMtochler, m;d Johannis von Bretagne , Grafen von Montfort ge-mahlin , machte fich wegen ihrer tapfferkeit hoch berühmt. Den»als ihr gemahl, welcher nach dem tobe seines bruders sohns Johan«nis IN, des letzten Hertzogs von Bretagne , um die succeßion die-ses Hertzoglhums mit Carolo Grafen von B>ois,krieg führte, gefan-gen worden, und der Graf von Blois hierauf das gantze land ein-nehmen wolle, that sie ihm solchen widerstand, daß er nichts aus.richten konte. Vornehmlich machte sie sich in der belagerung vorr. Hcnnebout an. i;42 einen grossen namen. Denn als der Grafvon Blois die stadt attaquirte, that diese tapffecc Printzeßin, nach-dem sie zuvor ihr volck angefn scher, bey einem gewissen orte der stadt,so nicht belagert war, einen gusfall, und ungeachtet sie nicht weheals üo mann bey fich hatte, verbrannte sie doch viel feindliche Mte, ia sie qieng in der eyl biß nach Brest , oder wie einige sagen, nachAnray, kam mit einem starcken succurs zurück, und schlug sichwiederum durch in die stadt. Da endlich die besatzung an dem war,itck m ergeben, stieg sie aufeinen thurn, t,nd nachdem sie die Eng­ lische flotte, so ihr z» hülste kam, von weitem erblickte, hielt sie d>6Übergabe noch auf, und nöthigte den Grafen von Blois , sich nachgnknnffl der Engelländer, mit seiner ganyen armee zurück zu ziehen.Sie that nach diesem selbst eine reise nach Engelland, und bewogden König Eduardlim i U. daß solcher all. i;4; m Bretagne aus«üiea Da nun solcher den berühmten sieg bey Croissy wider Phi-tvvllM VI von Franckreich deformen, kam sie nebst ihrem söhn Mkiwiaem besitz des Hcrtzogthums Bretagne , welches noch eine lan»ae reit hernach dem banse von Montfort bliebe. recker-

eke- «le la kiance. cie kesnce r. n eol. 482 wM ^

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