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Jacob seine linder aufvem tod-dette segnet, verkündigte er, daß derMessias aus dem stamm Iuva kommen würbe, Er hatte; söhne,Ger, Onan und Sela, und von seiner schnür Thamar , welcher erunwissend bevqewobnet,Perczund Serab. i S. ;8
>K»/;4««/. //er^eeeL^LL bittor.
^skrisrck.
Judah/em gewisser Rabbi, welchen die Jüden Lssibenu MK-^Läolcb, das ist, unsern heiligen Meister nennen. Er lebte unterdem KayserAnlontno, dessen freund und lehrmeister er, wie einigefürgeben, sott gewesen seyn. Seine lanbstteule geben ihm den Muteines Fürsten, und erheben den rühm seiner geschicklichkeit, heilig,kett, wie auch dessen grosses ansehen über die Massen. Er >M wel»eher die alle unter den Juden herum gegangene riallitiones von allenleiten her zusammen gelesen, und daraus die sogenannte JüdischeMijchna verfertiget hat. Die Juden börsten dieses scbmier.werckwohl der H. schrissr an die seile setzen, und die darum enthaltene rrs-chliones von Gott selbst durch Mosen und die Propheten herleiten.Aber neben deine, daß sich diese vorwendenbe r^ämon« oder saag,mähren durch ihre eigene abfurdität von selbsten widerlegen undalso das zeugnus und beweiß von einem gantz andern Ursprung mitsich führen, >o kan auch jeder vernünfftiger leicht urtheilen, wie we«nig man einer solchen lehre sicher seyn könne, welche etliche tausendjähr ohne schrisslen nur von mund aus unter den leuten solle herumgegangen seyn,und nach so vielen vorgegangenen Zerstreuungen,undbeschehenen abfallen und vcrderbnüffen des Jüdischen volcks inschrlfften verfallet worden. Er war ein sehr reicher mann, undsammlete der vor ihm gewesenen Rabbmen satzungen zusammen,woraus die Mischna entstanden. p. iüo. 8cbslckelec
HsklesbLls p. ;r. bibl. ttsobia. msgns p. 78.
Intiociutt. sct siittor, pttilosi Lbr. r>» 9; kegg. ä»»»s» bittor.crikic. V. 1 . *
Juda Lhiug, von Fez, ein Rabbi, so vor den gelehrtestenxeLmmsricuin Uiilcr den Jüden gehalten wird, als welche ihn auchinsgemein den Fürsten der tzesmmsricorum nennen. Weil er indem 11 Lculo gelebet , so hat dieses ihrer viel , sonderlich auch denk. Morinum, welchen Vvßius darinnen folgte, auf die gedan.eken gebracht, daß die grammaticalische disciplin nicht eher unterden Jüden aufgekommen. Allein Morinus hat sich genöthigt be«funden, diese meynung in seinem letzte» buche zu andern, und Si-mon citlret viel gksmrnsncor, die noch vor diesem Rabbi gelebthaben. Er har alle seine wereke in Arabischer spräche geschrieben,und unter andern auch ein herrlich wörter»buch, welches von denen,die es wollen gesehen haben, gelobet wird. bibl. tt.sbk>.
msgri. tt. ; p. 42. bitt. criric, V. 1 .
'Judas Jscharioth , Siinonis söhn, und ein Apostel Jesu Chri»stj. Sein gcitz erhellet sonderlich auch daraus, daß, als Maria denHerrn Jesum mit narben gesalbet hatte, er solches mißbilligte, weilman seinem vorgeben nach, aus diesem waffer viel geld lösen, und«§ den armen geben kdnnen; auf welchen fall er, der den fettethatte, solche gehofft unter die Hände zu kriegen. Er wurde auch vondem lasier des geitzes angetrieben, daß er mtt den Jüden handelte,den söhn Gottes m ihre Hände zu bessern, und bekam zu dem endevon den Hohenpriestern ;o silberlinge. Er befand sich mit bey.demletzten abendmahl des Herrn, welches er mit feinen jünger» hielte.Nach vielem verrieth er seinen Meister durch einen kuß, und mach»le, daß er von den Jüden gefangen wurde- Nachdem er aber feinegrosse übelthat erkannte, brachte er den Hohenpriestern daü geldwieder, erhieng sich aus verzweiffelung selbst, und weil er, wie mandafür hält, von dem stritte, daran er sich gehenckt hatte, loßgerisscnwar, fiel er aufdie erde,daß sein eingeweide aus dem leibe gicnggvie»wohl dieses letztere nur aus der ausschütlung des cingeweids, davondie schrissl auch meldet,von einigen gemuthmassct wird;
1 >>L. cle pernicie Lccsüi julls:.
marke ssucl«. *
'Judas / ein Apostel des Herrn, wird auch sonst Thaddälis undLcbbäus gcnennet, und war ein bruder Jacobi des kleinern, daherer gleichfalls unter die anvcrwandten Christi gezchlct wird- DieAvostel und Evangelisten thun allezeit absonderliche unterfchei«dungs-zeichen hinzu, wenn fie von diesem Juda reden, damit manihn mit Juda dem verräther nicht confundiren möge. Hierony.mus meldet von ihm, daß er von Tboma an Abgarum den Königzu Edessa, geschickt worden. Er soll auch das evangelium in Ära. dien, Syrien und Mesopotamien verkündigt haben, und zu Edessaeines sanfftcn todes verstorben seyn. Wiewohl andere melden, daßer zu Berythus, andere aber, daß er in Persien gelödtet worden.Dieses ist gewiß, daß er einer von den Aposteln gewesen, die sichverheyrathet haben. Er hat auch eine epistel geschrieben, welchesich unter den canonifchen büchern mtt befindet, und soll solchenach dem tobe der meisten Apostel verfertigt haben. /V/.»«/,. ic>,i;. z. 6. /§/,, 14. commenk. in ibtlsrrb»
L, 10. L«/ösr«/l. ; c. 2. tickte LNtiquik. spott, in vits jucl«.
"Judas Maccabäus, der dritte söhn des Mathatiä,eines Prie«sters von Jerusalem , aus dem geichlechte der Asinonäer. Er suc»ccdirte im jähre der stadt Rom 587 seinem vater, welcher ihn wegenseiner tapsserkeil und eyffers vor das aesetze Gottes seinen andernkilidern vorgezogen hatte. Durch hülste seiner brüder vcriagte erdie feinde, ließ die Jüden, welche ihrer vorfahren geselle unter demAnttocho übertreten hallen, umbringen, und reinigte Jubäam vonallen Heybnischen greueln. AIS Apollomus , der Hanptmann zuSamarien , den guten fortgang seiner waffen erfuhr, zog er mit sei»ner arme? ihm entgegen. Judas Maccabäus schlug »hn aber, und
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tödtete ihn nebst einer grossenfanzahl der seinigen. Er gewannauch den raub, und nahm des Apollonii schwerdr, welches er her»nach sein lebetaq führte. Seron, der Hauvtmaun in Eyria, dermtt einem grossen Haussen wider Judam Maccabäum zog, nnvsich an Israel rächen wolle, würde von ihm auch geschlagen. AISdieses Anliochus hörte, ergrimmete er sehr, und schickte Lysiam miteiner grossen armee inJudäam , welches bey denen , so bey demJuda waren, grosse furcht erweckte. Allein feine tapfferkeit mach»te den seinigen einen starcken muth, und nachdem sie sich durch einefasten zur schleicht geschickt hatten, wurden die feinde von ihnen indie flucht geschlagen. Da aber Lysias sahe, daß die seinigen geflo»hen, und die Jüden unerschrocken waren, zoaee hinab nach An»tiochien, ein neues kriegs-volck wider die Aden aufzubringen;mittlerweile zog Judas hinauf nach Jerusalem , und reinigte dashciligthum wieder. Er hielt auch daselbst mtt den seinigen das festdes neuen altars 8 tage, und opfferte daraufdrand-und danck-vpsser.Sie baueten auch feste thürme und mauren an das hciligthum, daßeS die Heyben nicht mehr einnehmen konte». Hierauf überwander die feinde feines Vaterlandes in unterschiedlichen schlachten, undthat ihnen grossen adbruch. Als Anttochus vernahm, baß seineGenerale durch die Jüden geschlagen worden, faste er den sthlliß,wider sie zu ziehen und sich an ihnen zu rächen. Aber er kam nichtzum zweck feines Vorhabens, sondern starb eines elenden lodeS. Ju»vas siegte auch wider den Bacchidem, Alcimum und Nicanorem,machte ein bündniß mit den Römern, und nachdem er bey unter»fchiedlichen gelegenheiten viel proben feiner tapfferkeit abgelegt bat»te, wurde er endlich in einer Wacht um das leben gebracht, welcheer mit 8°o mann wieder ein mächtiges kriegs.hcer hielte. D>e>esgefchahe im iahr der wett 179; ober ;794, m>d im jähr der stadtRom 59;. Simon und Jonathas, seine brüder, liessen seinen lcich»nam nach Modi» bringen, woselbst er mit grosser Pracht in fem vä-terliches begräbnüß beygesetzt wurde, das volck aber beweinte ÜMviel tagelang, iLrr t. 12 simg. /^«re//«,.
/,««»,. snusl. V. 1 .encttiricl. bibl. P.401
"Judas von Gamala / ersuchte durch bcystand des PharisäersZadock das volck, sich m Judäa zu empören, uuv wurde emHaupt unter einer gewissen stete bey den Jüden. Er nahm barzirgelegenheil von der schatzung, welche Cyremus, landpfleger mSyrien , auf des Kaystrs Augusti bcsehl eintrieb. Dann Judas sagte: diese schatzung wäre nichts anders als eine öffentliche ecklä»rung, daß man sie zur dicnstbarkeil bringe» wolle. Seine stcte,wie Joscphus meldet, kam in alle» stücken mit der stete der Pha-risäer übereilt, ausser daß sie behaupte» wollen: Gott wäre es al«lein, den man vor seinen Herrn und König erkennen solle. Siehatten eine, so grosse liebe zu der frcyhett, baß sie um selbiger willenauch die gröste marter ausstunden. l-b. 18 smiguir, Jall.
c. i Le r.
Judea/ oder Judaa , eine Asiatische landschafft in Syrien,wel »che auch unter dem namen Palästina bekannt ist. Vor zeiren wur»den sie genannt das land Canaan , und das gelobte land, aujetzoaber hcisset sie insgemein das heilige land. Zü alten zettcn wurdeunter Judea entweder das gantze gelobte land verstanden , und dabegriff es alle «2 stämme Israel unter sich, oder Judea ins beson-dere, da es nur den stamm Juda, Bemannn und Snneon nebst denstädlen Jerusalem , Bethlehem , Äscalon, Azot , Joppe, rc. in sichhielt, als welche unter dein eigentlich sogenannten Königreich Ju»da begriffen waren. Zu unsers Heulcuides zeitcn wurde dieseslanvin 6 theile unterschieden; ; lagen disseit des Jordans, gegen dasmittel-mcer zu, nemlich Galiläa, Samaria und daS eigentlich so»genannte Judea; und ; sagen ienstil dieses flusses, nenillch Tra»chonitis, Jluräaoder Pcräa und Jdnmäa. Nach Jostoln deschrei»bnngsind die grantzen gegen Mitternacht das borst Anuacb, sonstBorceos genannt, gegen mittag gehet es biß an das ArabischedorfJardan, und m der breite erstreckt es sich von dem Jordan bißan die stadt Joppe. Jerusalem liegt mitten darinnen. Diesesherrliche land ist über alle Massen fruchtbar, zumahl a» wein, öl /balsam und palmen, wiewohl es heur zu tage bey weitem nicht mehri» dem vorigen stände; Es wird in r r theile unterschieden, wovonJerusalem als die Königliche stadt mit ihrem bezirck das erste undvornehmste ist. Die andern 10 theile werden in eben so viel gou-vernernenkL lind ämter eingetheilet, als da sind Gophna, Acrabala»ne, Tamna, Lidda, Emaus, Peräa, Jduniäa, Engadi , Hcrodiottund Jericho; Jamnia und Jobba, deren gebiete biß an die be»nachbarlen länber reichen, »ferden in die,er emibeilung nicht mitbegriffen. Es wurde dieses land anfänglich von den Jebusilerttund Cananilern besessen, aber zu Iowa zeitcn kamen die Jsraelilcn/welche die Cananiter vertrieben, und das land nach und nach ein-nahmen. Nach des Josuä tobe wurde Judea eine zcillang durchRichter regieret, biß auf den Samuel, welcher ihnen auf ihr ver»langen aus Gottes beseht Saul , den söhn Kis, zum König gab/welchem David, und diesem Salomon folgte. Dessen söhn Ro»boam hielt das volck sehr hart, weßhalben 10 stämme wider ihn re«volttrten, und Jerobeam zum König erwehtten, die s stämme aber'Juda mid Benjamin, blieben unter seinem gehorsam. Daraufentstunden m Jüdea 2 Königreiche, eines von Jstae!, das andersvon Juda. Die Kömge von Israel reaicrten biß aufOstam, wel-chen Salmanasser von Äisyrien überwand, und nebst dem Israeli-tischen volcke mit sich gefangen hinweg führte. Gleiches unqluckbetraffnach ciiilger zeit die kindcr Juoa, indem NabuchodouoföLihren König Zedekiam gefangen nach Babel führte, und den tem»pel zu Jerufaieni zerstörte. Es müßen also die Jüden unter dickegefangenschaffl 70 jahrdauren, biß ihnen Cyrus vergönne»', in ihrland wieder zurück zu kehren. Anfänglich zwar war Zorobadcl ihr
Regen;