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umgeben lassen. Auf selbiger wohneten dazumahl noch et»«cve Tartarn; es schrieb aber die Groß.Fürstin deswegen an dieLartarische Königin , und bar, daß man diese leute weg beruffcnmochte, weil sie ein gelübde gethan , an dem orte, woihrewoh»nungen wären, eine Arche zu bauen, worinncn ihr auch aewillfah»ret ward. Es starb dieser Groß-Fürst an. 1492. Von seiner erstengemahlin Maria hatte er 5 söhne, von der andern aber nur einen,namens Gabriel, der hernach Basilius genennet wurde, und in der
Xluscv^v.cstron.
^.Kan oder Johannes Alexiewiz / Groß. Fürst in Rußland ,war der andere ,ohn Alexu Michaelowiz, gebohren an. iüS;. Alssem alieltcr bruder Fodor oder Theodorus Alexiewitz an. 1682 mitrode adgieng, war er zwar der nächste in der erbfolge; weil er aberblödes gegchts und Verstandes war, so wolte man ihn m ein klosterltosien, und leinen stieff>bruder Petrum aufden thron setzen. Hin«gegen bemuhcte sich die Prmtzeßin Sophia durch den FeldherrnGalyczm, daß man Johanncm zum Grvß.Fürsien, sie aber an-emer stelle zur ivurMchcn Regentm bestellen ivlle. Endlich, weilabsonderlich die Geistlichkeit Nicht gestatten wolte, daß der PrintzIvan Übergängen würd e, kam es bah»,, baß derselbe nebst seniemsiiM'druder Pclro zugleich aufden thron gesetzt wurde. Es währe,te aber dieses brüderliche regimcnt nur ü jähr: denn als an. 1Ü89die Printzeßin Sophia und der Feldherr Gallyzin eine neue conspira.Aon vorhalten, ,v machten die vornehmsten des Reichs den schlnß,das Petrus allein« regieren, Ivan ein privat leben M-rcn, Lrophiam em tlouer, Gallyzin aber nach Ebenen in das exilimn gehensolle. Es starb dieser abgesetzte Groß-Fürst an. >Syü , und hinter,ließ von seiner gemahlin Pro,covia, cmes Bojaren tochtcr, 5töch.ter, davon die 4teAnna, an. 1710 Hertzogs Friederici Wsthelmim Curland gemahlin, jahres darauf aber witlwe worden. 1'stesrr.Lurop. t. l).
^uba l, König von Numidien . Er war seines vaters Hiemp.salis (soein enckel des berühmten Masimffä war) ReichS«erde,und nahm Pompeji parlhcy ander Juliuin Eäsarem an, erschlügedieses letzter» General den Eurwnem mit allem vvlck, das er lindersich hatte, wurde aber hernach, da Cäsar seihst ankam, bey der siadtTvapsus in einer grossen schlacht, in welcher Juda 04 elephamenliehen einer ziemliche» Römischen macht unter Sciptone und Pelrejobey stch hatte,von ihnie überwunden. Weil nun keine Hoffnung war,bey selbigem gnade zu erlangen, beschlossen Juva und PetrejuSnach einer zusammengehaltene» Mahlzeit, einander selbst anfzucet.den. Da läge nun Juda, als jünger und srärcker, bald ob, undentleibte Pettujum. Hernach wollte er sich selbst durchstechen ; aberohne daß er stärcke oder standhasstigkell genug barzu hatte. Daherbefahl er einem semer knechten, ihne zu todten, so auch geschahe.Cäsar machte aus seinem Königreiche eine Römische Prvvnitz, undWar EMustiuS der erste Gouverneur darinnen. 4 c. 2.
in Lsetsre. in Uorup. Lc Lass. I.
cenotazrlliunr Uikslium. *
^uba II, König von Mauritanien, Jukä I söhn. Er wurdevon den Röyiern, da er noch ein kmd war, gefangen, und halffdes Julis CäsariS ttuumph zieren. Angustus ließ ihn zu Rom erzie.Heu, worauf er sich durch seme gelehrsamkeit und gcschickstchkeitberühmt machte. Er föchte für Augustam in der Aclischen schlacht,erhielte darauff von ihme seines valers reich, so da nachmals mitbeyden Maueuame», L-elsrieati und ImHrsns, welches reichdann weit besser war als das erste, vertauichet wurde; hernachschlüge Angustus noch ferner das land der Getuüer dazu. Angustusvermählte ihn mit Cleopatra, Antonu und Cleopatra tochtcr, auswelcher ehe PiolemauS gebohren wurde, weichen Castgulatödtete.Juda regierte ziemlich lang, Massen er erst unter Kayscr Tiberioim 6 oder 7 jähr dessen regierung verstorben. Seine «nlerthanmhauen ihne sehr lleb ; nur baß die Getuller aus einer besondere»ursach sich gegen ihne empöret, auch anfangs seme lriippen gcschla.gen, da aberAugustuö sie bald wieder zu paaren triebe. NachLactantio und Minucio Fester ist er von einigen gar nach seinemtode göttlich verehret worden. Er hat beschreibungen verschiedeneriändern verfertiget, als von Arabien, dem C. Cäsari zu gefallen,darinnen er die natürliche Historie des landes, dessen gewachsen,thieren, rc. lindersuchte, aber doch dabey vieler lcichtgiaubigkeitangeklagt wurde; ferners von den Assyrischen und Römischen aim.quiläten, auch eine Historie derer 1 'stercrorum. wormuen auchvon der Mustc gehandelt ward, endlich der Mahlerey und mahleren.Es werden noch einige Medicinische wercke, als vom gcwachie b.u-xllorbion, von den thieren VKviioloLis > und bann ein Critilchesoder Grammatisches buch von der verderbten reinigkeit der Grie.chischen sprach angeführet. 1.5 e. 11. 2; c. » Lee. I.
6. in Lsligeiis c. 26. 6-r//. l. ; 1 Le mvoce
IL-, /--«/'in /kce. I. l. be LIs Kellz;. m Occ. < 7 /-«.
^/e». ttrom. 1. >. 22. m
in Le , 6/r/re» I. ««r« »«- oc>
I),I. ; 1 I. 4 Lc 8. lle lull. 6rsec.
mein. lle l'Lcsll. lle? bell. lenr. *
"rubal/ ein söhn LamechS von der Ada, und ein bruder Jadals.Er war em erfinber der musicalischen instrumenlm, indem d,e hei.stge schrifft von ihm bezeuget,daß von ihm die geiger und Pfeifferhergekommen sind. 4-21.
^ubel-jabr, dername eines festes, Ist, nach ablaufroo oder sojähren feyerlich begangen wird. Den Ursprung muß man von denJsraelilcn herleiten, als welche auf Gottes befchl das 5° iahe alle-zeit scherten, welchen auch andere voicker sind. Wie denndie Römer alle hundert jähre nach erbauung der stadl Rom solennefchauspiele hielten, welche sie luäos ssculsre? nennet«», und mit
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grosser Pracht feyreten. Mach diesem haben die Päbste zum beste»der Römisaien Arche'diesclbiae unter der Christenheit einaefübret-Bomfacius VM verordnete zu erst dieses iubcl.iahr an. i roo undzwar dergestalt, daß es alle 100 jähre gehalten werden söffe. Cle mens VI schränckce es in ^ Urbanus VI in ;o, und Swtus V in2; jähr ein, worbey es biß daher verblieben. Ausser dem habe«die Padsie auch offters, so bald sie aufden Römischen stuhl erha-ben worden , wie auch bey andern aufferordentlichen qeieaenhel-teu jubetssahre gehalten. Ais an. 1542 schrieb Paulus u 1 deralei-chen, um glücklichen ausgang des Lonciin von Trident, aus. M.1554 schrieb Paulus I V dergleichen aus/ um Enqelland wieder zumschooß der Cathollschen Arche zu bringen : dergleichen that PauluSV an.iüi?, um Gott zu bitten, daß er die Cathollschen Waffen ruausrottung der Protestanten segnen wolle. An. -SrZ war umgleicher Ursache willen ein »ibestjahr promulgiret. Wenn nun emjubel.jahr gehalten werden soll, verkündiget solches der Padst durcheine bulle, iästes auch den oster. tag zuvor publiciren, und die bulleüberall herum schicken. Wann nun der abend vor Weihnachtenheran gekommen, so werden an einen, recht hohen iudel.jahre, wel»ches das heilige jähr genennet wird, folgende ceremomcn gebrau-chet der Padst gehet nach der 8. Peters-Arche, die heilige pfortezu eröffnen, welche zugemauert ist, und allein bey dergleichen ge-Icgenheiten aufgethan wird. So bald er dahin gekommen, klopfster mit dem goldenen Hammer, den er in der Hand hat, ; mahl anbesagte pforte, und spricht diese Worte: sporne mist, pons;ki«:, Lee. thut mir auf die lhür der gerechtigkeit, daß ich Hii>-!N ge-ben möge, den Herrn zu preisen, Psalm 1,8 v-19, worbey dann ei-nige qebete und collecten mehr gesprochen werden. So bald aberder Pabst sich wieder auf seinen stuhl gesetzt, fangen die mäurer andie heilige pforte von der innivendtgen feite nieder zu reisten, undist das volck indessen begierig die auügedrochene steine und kalck, alswelche sie vor heilig halten, zusammen zu raffen, und die ehemahlseingemauerte mellslllen heraus zu klauben. Wann dieses gesche-hen, kniet der Padst davor nieder, und werden verschiedene gcbetegesprochen, die koenicemlarü 8. Peiri aber waschen ihn unterdessenmit weih-wasser, darauf nimmt er ein creutz, fängt das re OeumIsullsinu? an zu singen, und gehet in die Arche hinein, die clcristyaber hinter ihm. Mittlerweile werden; Cardinäle als Legaten ab-geschickt , die andern heiligen thore, welche in den Archen 8. Io»hannis Laterancnsis, 8. Paul» und 8. Maria lvisjo, i? sind, mitgleichen cerewonien zu eröffnen. Des nächsten morgens giebt derPadst dem volck den seegen, und wird alsdann reicher ablaß erthei-let. Wenn nun das heilige fahr verflossen ist, werden die heilige»thore gleichfalls an dem heiligen weihnacht'abend ausfolgende artwiederum zugeschlossen : der Padst. nachdem er die steine und kalckgeweidet, legt den ersten stein, und darunter ir mit gold und silber-nen Medaillen angefüllte büchsen. Vor zeiten kamen aus allenEuropäischen gegenden zur zeit des jubel-jahrs eine unzähstche men-ge vvlcks nach Rom ; allen, heut zu tage kommen ausser den Italiä-nein ihrer so viel nicht mehr dahin, zumahl da dir Päbste besagtesPrivilegium auch andern iändern überlassen,lö daß man daheim ebenso viel ablaß bekommen kan, als zu Rom . Der Pabst BonifaclusIX hat bey vernünfftigen leuten sowohl seiner zeit, als der nachfol-genden schlechte ehre eingelegt,da er m seinem an.i ;yi ausgeschrie-benen )ubileo unter andern die Mayländer ver vilger-fahn aufRom befreyet, mit dem beding: Daß fle in Mayland zehen taglang fünf gewisse Archen besuchen, und dann zween brittdei! dcSgelds, so sie aufdie reist hätten verwenden müssen, bezahlten, wo-von er sodann einen detttheil vor sich, 2. andere dritte theile aber fürdie Arche 8. Pelri in Rom widmete; vornemlich aber dadurch,daß.r auf dezahlung der angedeuteten summ die vermittelst des Jubel-jahrs zu gemessen habende gnade mit ausgedruckten Worten Vene»leuten versprach, obschon sie weder eine wahre reu über ihre fünde»trugen, noch auch gebeichtet hätten. 6-^ Aili. iviiisn.!.; skl.sch
X. r;?l. llel giubileo. llicstisr. llel giubilev.
lle )ubilec». llejubilco. lle tettir.
>/i»^»lle juk>i!L0. snsleÄ. lle jubileir.
lle jubilei? X.oms novs. *
Isud/ Juda (Leo) eines Elsaßischen Priesters söhn, gebohrenan. i48r. Er studiere erstlich zu Schleltstadt, hernach zu Basel , all-wo er Zivinqlli nullehrjüngcr ward,und mit ihme vertraute Freund»schafft hielte. Er ward erstlich Pfarrer zu 8. Piff im Elsaß, fernerOisconu? zu 8. Theodor im Elsaß , und von dar begab er stch zuZwinglio nach Eiusiedlen, an dessen stelle er auch an. 1519 daselbstPrediger wurde. An. 1,22 ward er Pfarrer zu 8. Peter m Zürich ,half dem Zwingüo getreulich und eiferig reformiern, solle auchnach dessen tode sein 8uccetlor werden, welches er aber mit gutemglimpfvon sich ablehnte,äls es ihme von dem dasigen lvisgittrac an-getragen ward. Er hat viele von Zwinglü schrifften ins teutsch undlatein vertirt,bekam auch neben Butstngero in dem bekannten streitvom H. abendmahl vieles zu thun. Solisten wäre er ein guter1'Keologu?, mit einem fertigen gcisi und trefflichen jullicio begä-bet, auch kurtz gefast, wo es um eine predigt zuchun wäre. Un-ter andern schriffren; so er verfertiget, befindet sich; der grosse undkleine Züricher Catechismus; die H. bibel ins teutsch und lateinwohl übersetzt rc. //e/r,.
ck^>/Is/e^. vitÄk rkeol. ssESB ffitlor.crmc. V. 1 .!. 2 c. 21. *
"Juda/ der Patriarch, war Jacobs 4ter lohn, von der Lea. Erheycathele des Suha eines Cananiters tochter von Odollam, undmcynet Torniellus, daß er damahls nur i; jähr all gewesen, wie-wohl dieses nicht von allen angenommen wird. Als seine brüderden Joseph umbringen wollen, rietb er ihnen, solchen den vorbeyziehenden Jsmaelitcrn zu verkauffen. Nach diesem versprach erseinem vater Jacob den Benjamin aus Egypten wieder zu steifern,und erbot sich bey Joseph, vor denststugen knecht zu seyn. Als
Jacob