Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

^Ehatll'on ergeben, welcher die t'orl'iücmiones rasircn ließ. An.^Ss scheuchte der König von Franckreich dem Grafen vonSoiffons,«Lugemo Maurrtio, und dessen erben, Siestavtrind ttrevorenepstM^n öependentien von Ivois/ und zwar so, daß hinführo diesesstuck landes den tilul des Hcrtzogrhums von Carignan führen solle;wie denn solche schenckung den -r mart. des gedachten jabrs indem Parlament zu Metz eingeschrieben worden. r/,«-». bitt. iw.8- 10, ri. tiiK. cls chouiz Xttl eorn. 9. c?LE/r-

Jupiter / ist von den Heyden vor den grössesten aller götter, jagar vor einen vater der göccer und menschen gehalten worden. Erwird Saturni und Cybeles oder Rhea söhn genennet, welcher sichgegen seinen altern druder, den Titan/ verbunden, und verspro-chen / er wolte leine kiuder auffressen, auch solches so bald sie ge«bohren, würcklich gethan, zumal aber, al§ er von dem orsculc, per»nommen, er würde einsten durch seinen söhn des Reichs beraubetwerden, habe die Rhea nachgehends an statt des Iovis und an»derer linder ihm einen stein hingelegt, welchen er verschlucket hat.Räch etlicher meynung soll der name Jupiter so viel seyn, als ju-vLNL pmer, ein helffender Vater; aber es ist wahrscheinlicher, daßdas alte wort)ovizzu dem wort?Lwo gesetzt, und darausxarer worden sey, welches denn hernach in das Wort Jupiter ver»wandelt ist- Wahrscheinlich ist es auch, baß das wart Jupiterhergenommen sey von dem bekannten Hebräischen work .ftllova.Und einige gelehrte, die hier ebenfalls auf die Hebräische alterthu»me seyen wollen, vermeynen ferner baß durch den Jupiter ange»zeige: werde, der Hebräer Japhet, ältester söhn Noachi. Scher»riet also insgemein durch den Jupiter die höchste gottheic angedeu»ttl zu werben, wie sonst im Orient durch den Bel oder Baal. Baldnach seiner geburt soll er in der msul Creta bey dem berge Dicteober Jba (oder wie andere wollen, aufbcm berge Lyceo in- Arca»dien) auftrzogeu seyn, und zwar unter dem tu multe derCorvban»tum oder Curelen, gleich als wenn manovsserte, damit Satur»nus fti» geschrey nicht hören möchte. Zu seiner Nahrung muste diemilch einer zrege, Amalthea genannt dienen, welche als sie in dersladt OlenuS in Aelolia erzogen worden, hernach auch mitunterdie gerne gesetzt, und das Olemschc gcstirn genennet wurde. Auchwird vorgegeben, daß die tauben zugeflogen kommen, und ihmambi-olia, ein adler aber neAar zugebracht hätten. Die bienensollen ihm auch Honig zu essen gegeben, er aber vor solche wohlthatsie nachmahls mir einer golb-farbe begabt haben, da sie vorheronur eisensarbig mögen gewesen seyn. Zu saugammen soll er dieJihome und Neda, ja auch Thisoa und Hagno gehabt haben: aberder brunn Clcpsydra m Mcssenien, und ver fluß Lusius in Arca»dien hätten zu «einer reinigung und waschen dienen müssen. Dre al»ken haben ihm sehr viel namen gegeben, worunter der gemeuiestelnit ist Lraliiriiius, von seinem varer Sarurno. Cicero sagt, daßdrey dieses namens wären: allein andere, worunter auch Varro ,gehen noch viel wetter, und benamen ihrer ;oo, deren thaten nach»gevends dem sogenannten Iovi Cretensi sind zugeeignet worden.Diese alle nun gehören mu unter die ;oooo gölter der Heyden, wel»che einige denen allen zuschreiben wollen, wiewohlcnbey dieser er»zeyiung ohne zweissel viel Unrichtigkeit mit unterlaufft, und nochviele andere fehler sind begangen worden, als nur daß man aus de»neu meyreren beumnuugen einer person, deren man göttliche ehreund eigenschaffl zuschreiben wollte , verschiedene goktere gema»chel hat. Indessen verstehe» die Heyvmschm TKeoiogl durch denJupiter dasjenige wesen, so die well erschaffen, und ihn deswe»gen oder den leiter und führer der ttarcarum oder schick»

sale nennen. Dahcro auch die Griechen dem Iovi eine ttsmammit; äugen gesetzt, um damit anzuzeigen, daß er alles im Himmelaus erden und in der bvlle, oder auch die vergangen, gegen-wärtige und zukünfflige dinge wisse. Dtt Nomer aber sielleten ihnauf einen heltteubemern thron, in der rechten einen dreyfachen blitz,in der iincken einen sccpter haltend, nebst einem adler an der fette.Sonst wirb ihm auch eine güldene peitsche, die er soll gesuhret ha-ben, beygelegt, desgleichen auch em schild, welches von dem fellder ziegen Amaltheä soll zubereitet gewesen seyn. Mttdlas soll des»ftn bildniß gcschnitzet habe», welches hernach zu Elis »n Achaienaufgerichtet, un mit unter die? wunderwercke der weit gerechnet wor»den ist.Dassclbige wurde auch nachgehends mtt berg-zmober bestri.chen. Die Poeten berichten,daß Jupiter,naclwem cr jeiu iuannlichalter erreichet, seinen vater Saturnuni vom throne gestosseu,mid hnmit einer sichel der männlichkett beraubet; wie denn auch ^alur»nus selbst seinem vater dem Cölo eben dergleichen soll gethan haben,und sey solches bey Corcyra, die daher Dccpaue oder eine stchel ge»nennet worden, geschehen. Worauf er bas Reich der weit mtt sei»nen L brüdern in der msul Clarus gelheilet, so daß ^uplter ein Herr

S-MWZLZLZZ

te hervorgebracht haben. E ^^ZesichE)zu,c, D-a.

und zeugte mtt der Themls dtt Horas ooer w ^sm. Ja er such»

IQlz

. rup

Metis, welche dem Saturns eine-uach?. ?.K^^ wodurch er erstlich einen stein, her»

^ M b'c er ge'rcyrn gehabt, wieder ausgespien hat.kv «eh'vanger worden,Kabe er verschluckt, und

'A b'-e DÄlas hervor gekommen. Mit seiner koch»

^ gleichfaus ehebrack'getrieben. Die Leda, deS^nnadlin, hat er, nachdem er sichche ' ^'wan verwandest gehabt, zum fall gebracht: wel»

ssss oeun.r eyer gedoyre» , aus deren einem der Pollux und die He.6im ' dem andern Castvr und Clylemncüra hervor gebracht'7 auch Mit der Europa , des Agenoriö tochter, den^ Radamamus gczeugtt, welche er, als er sich in einenoA/u^uvaiidell hatte, aus Phönicier, entführet hak. Nicht zuandern, welchen er unter mancherley gestalt bey»haben,oll. Sonst hat er sich eines schönen jungen kna»Ganymedes , bedienet, welchen er, desto näher um sichzu haben, zum mundschencken der gotler machte. Von dessen tba»m, aber wird unter andern berichtet, daß er seinen vater denL-alurnus und die mutier Rhea oder Ops, welche von dem^ltan in bände gelegt worden, erstlich befteyet, hernachaver den vater mir ewem wollenen bände gebunden, dem gott Pluto m der Hollen zu verwahren übergeben hätte, nur damit eralleine regieren möchte. Nachgehends als der Rieft Aeqäou nebstandern Riesen, unter welchen Tvphöus, Briareus rc. ihn von derregierung vertreiben wollen, hat sie Jupiter mit domierkculm ver»lagt. Aufdeu Typhon oder Typhöus < der vor andern den Jupj.ker heraus gcfodcrt, daß er mit ihm wegen des Reichs streiteisssotre,hat er donner-keule Wessen lassen, und, nachdem er zu brennenangefangen, hat er den berg Aetna über ihn hergeftbt, aus wel-chem er noch fenr sperren soll. Jedoch haben vorher die Riesen,Briareus, Cottus und Gvgcs dem Iovi, wider die andern gölter,die geh gegen ihn verschworen hatten, beyqestanden, daher sie auchvom Hesiooo Hüter und beschützer des Iovis genennet werden. Erseihst abcr, weil er viel Könige in verschiedenen ländern gesetzt undbestätiget, hat die ehre erhalten, daß ihm vor andern der' schütz und

der gerechiigkeit < hat er hier und dar verordnet, daher es kommen,daß man ihm göttliche ebre zuerkannt dak. Zu dem ende ist ihmauch zu ehren das so genannte llecacomke, oder opffer von hundertstück viel) ftiner art, geschlachtet worden, und solches daher, weilinPclopsnncs ioc> städte waren, welche ihm ein solhancs opfferzuerst gebracht haben. Hierzu aber waren sonderlich ioo stück rind»Vieh, desgleichen auch ioo stück schaafe, und ic>o stück schweinegebraucht, und zu einer zeit gebracht, wiewohl ihm ju'edrm auchsonst Widder und schlangen pflegten geopffert zu werden. Der adleraber wird ihm um der Weissagung willen zugeeignet, daß er einstenwürde ein König werden, oder, nach anderer meynung, weitersich in einen adler verwandelt harte, als er den schönen Gauyme»denr in den Himmel hohlete. Und wie auch andern götkeru und göt»tinnen gewisse gliedmassen der menschen geiviedmet waren, also istdem Jupiter das Haupt zuerkannt und gehetllget worden. AIs manauch noch zu Sattirni zelten menschen, fleisch zu essen pflegte, zeigteJupiter, wie mau sich der cicheln bedienen solle, dahero auch dieeiche lbm zugeeignet und geheiligcl wurde. In der laudschaffr E»Virus ist ihm ein gantzer wäld, der sonst der Dodoneische oder Cbao->Nische Wald genennet wirb, gcwiedmct worden. Unter den bäu»wen aber bemerktet man sonderlich den mispelbanm,. der ihm zu«erkannt worden ist. So fehlt es auch nicht an festen, die ihm zuehren gehalten sind- Die ft genannte fcst.kage Diatta (welche auchOiipolia hiessen,) scherten die Athenienftr mll sonderbarer traurig,kell; hergeqen (Per wurde bas gastmahl des Jupiters zu Rom deni nov. und dessen feyertage den rz dec. mit grossem vergnügen ge-halten. Deswegen auch der beste und vornehmste kcmpel, worinman den Jupiter zu verehren pflegte, zu Rom im Lapaollo zu sin»den war. Sonst stehen die meisten in den gedancken, daß des Jo»vis alter name unter den Griechen nicht As,, sondern Abgewesen,daß Zaum in der Phönicischen spräche so viel hcisse,als ein den wer»been ergebener mann. Ein gewisser Zan regierte in Thessalien,nahebey dem berge Olympo, woraus die fabel von Jove kommen seynsoll. Aus dieser historische» crzehllmg erhellet nun insonderheit, daßJupiter von alten zelten her , da Könige als götter pflegte» vereh-ret zu werden, auch vor einen gott gehalten worden, sonderlich weiler vor einen Urheber des menschlichen lebens, und vor einen crfln.der vieler dinge gepriesen und angegeben wird. Ja, weil er auchzuerst darqethan und bezeugt haben soll, daß alles durch göttlicheVorsorge regieret werde, so wären deswegen die menschen auch zumgorresdimst angewiesen worden. Sehen wir nun hieraus den man-cherley verstand au, den Jupiter unter diesen fabeln haben soll, sofinden wir, daß er nach dem physicaiischen verstände bald die lufftbedeute, daher die namen Oium oder aer jm gebrauch sind; baldvor den Himmel selbst, bald'vor die sonne, bald vor die götterfthi-ckunq, bald vor die stele der Welt gehalten werbe, welche ftele, wennsie die himmlischen cörper gleichsam belebt, fluplier Ol^mplur ge»nennet wird; wenn sie aber in das untcrirrdische würcket, Jupiter8r>°u-i5, und in dem mecr Neptunus heisset. Nach dem Moral»verstände kdnnen die fabeln von Jove gleichfals aufmancherley bin«ge gedeutet werden, gestalt denn hiermit angezeiget wird , wie al»jer reichlbum gemeiniglich beneidet werde, und vielen hinterlistigenNachstellungen uiitcrworssen sey, ja offtermals mir vieler list undbetrug pflege erworben zu werden. Dann auch, wie auf eines Ko»niqs und Fürsten weißheit und unsträfliches leben, ein Überfluß anallerhand dingen und zeitlicher glück,ellgkeit erfolge. Ferner, wiederieniae, so der geilheit und bösen lösten ergeben, gleichsam in al»Mmmmmm; lerhanv