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reich, Petro Pnteanv, Johanne Hottomanno, Th. Gottoftcdo ,Frontone Ducäo und Jacobs Sirmondo bekannt zu werden. Erwendete sich also wieder nach Landen, und durchsuchte fleißig seinebibliothec, die ihm anvertrauet worden. Unter den vielen ankom-menden fremden, funden sich auch damahls sehr viel Griechen ein,die er denn nicht allein mit einer sehr grossen civilird annahm / son.Lern mit so viel wohlthaten obligirt von sich ließ, daß ihn Monta-cukius nur der Griechen ihren Patriarchen zu nennen pflegte: undMecrophanes nach erlangtem Alerandrinischen Patriarchat sciuemWohlthäter dem Iunio sehr offce schrifftlichen danck abstattete.Dieser rühm machte Iunio nicht allein unter dem gemeinen mannein ansehen, sondern Jacobus I bediente sich seiner in Übersetzungder Englischen schrifften, st er in Lateinischer spräche seinem wer«che, welches dieser König verfertiget, einzuverleiben gedachtc.Nach-dem auch solches zum Vorschein gekommen, muste Junius den bey-den Englischen Universitäten es überbringen. Nach diesem bedien-te sich Job. Seldenus der hülffe des Junii, in durchsuchung der be-kannten öfl^morurn ^rumlellianorum, welche Thomas Grafvon Arundell durch Wilhelmum Pettacum aus Orient hatte nachEngelland bringen lassen, und hierauf böte sich die längst, gewünsch-te gelegenheit mit eignen schrissten sich hervorzuthun, dem Iunioan. Thomas Rowäus hakte von feiner Constantiiivvolikanisthenreist den sogenannten collicem/ilexanärinum der Griechischen bi«bei mitgebracht,welchen Carolus I, als damahls regierender Königin Engelland, der Königlichen bibliothec als eine sonderliche raricatzuwendete. Junius laa laa und nacht über diesem collice, andessen ende er die erste epistel Clemcntis an die Corinlbcr antraf, dieer denn fleißig durchsuchte, darüber mit Joh. Bois Llanonieo derkirchen zu Eli conferirtc, und solche an. i6;z heraus gab. Diesesreitzre Junmm an, daß er bedacht war, noch mehr dergleichendeuckmale der alten kirchen aufzurichten, darzu denn Wilhelm Land,der bekannte Bischofs, viel gelb vorschoß, die schrifften darzu giessenzu lassen. So kamen dann TkeopkvfaÄi cornirlerm.rius in episch->L5: csrena ürrecorurn Karmin in loburn: Lilbern Galion Lpilco-pi I-onclincnliz expotirio in canlienm cancicorurn curn ^Icuini in
iäem csnnculn cornpenllio, in einiger zeit nach einandern heraus.Dieser fleiß aber wurde unterbrochen durch die überhandnehmendeflamme der innerlichen kricges-unruhe, in welcher Iunio die schlüssfel zur bibliothec abgefordert, und er seines amts entsetzet wurde.Er arbeitete zwar an herausgedung der Griechischen bibel nach ob-gedachtem collice ^lexancliino, allein weil die collsüones so garwcitläuffkig, er auch die fehler in abgedachtem coäice nach seinemgutdi'mcke» emendiret, die gelehrten aber in Engelland die divel al-so wollen gedruckt haben, wie das marmlcripr sich befände, so wur-de der Verleger, Cornelius Baeus, anders sinnes, sonderlich daSeldenus ihm unter das gesiebte sagte: wo er Iunio folgte, fohoffte er, so lange zu leben, biß er ihn (den Baeum) mit seinembuche aufdem scheiter-haussen sehen würde. Junii gemüthe wurdealso durch solche vcrdrüßliche stillen und das herannahende alternicht wenig niedergeschlagen, dannenhero er sich zu erholen das-landleben bey feinem cydain, I. Alwodo, in der Provintz Esser er-wehlte- Nicht lange hernach aber wurde er von einer kranckhcitüberfallen, die ihn zwang sein lebe» den 7 sept. an. 1652 zu beschliessfen. lk7,. in vir. I^Lkricii lunii,
^uno, eine Göttin des reichthums und der weiber. Sie wirdvor des Saturni lochtcr von der Rhea Sylvia gehalten , und diePoeten sagen, daß ihr vater, seiner gcwobnheit nach, sie nebst ihrenschwestern bereits verschlungen gehabt, aus furcht, daß sie ihn nichtdermaleinst von dem throne flössen möchten; allein man habe ihmeinen lranck eingegeben, wodurch er genörbigel wordemssewe kinderwieder von sich zu geben. Sie wurde auf der insul <samos erzo-gen, soll auch daselbst seyn gebohren worden, wcßhalbe» ihr ältesterlempel daselbst befindlich war Nach vieler meynung hat der riefeEurymedon ihrer zuerst genossen, welches Jupiter nachdem ersah-ren, und sich deßhalben sowohl an dem Eurymedon, den er in dieHölle verflossen, als an dem aus diesem beyschlaff erzeugten söhnePrometheus , den er mit ketten geschlossen, gerochen hat. Mit ih-rem genialst dem Jupiter hatte sie viel zwistigkeitcn, wie sie dannsonderlich über desselben concubinen imer sehr eyffersichtig war, undsowohl ihnc selbst deßwegen offtmal hefftig anfuhr, als dessen keds»weiber und ihre kinder aufs heutigste verfolgte. Dahcro auchJupiter nach der poeten lächerliche» gedichten mehrmal zur thät-lichkeit schritte. Das übelste tractament, das ihr vomJupiter ie-mahlen begegnet, da er sie mit zwey ambossen an den beyden füssenzwischen Himmel und erden ausgehänget, hat sie sich selbst durch ih-ren zorn gegen den Hercules zugezogen. Und beynahe wäre ihr eingleiches wiedersah ren, als sie cmstenSdcn Jupiter durch ihre ca-reffen cinschläffertc, damit der Ncptunus indessen die fachen derTroianer verderben konle. Zu Carthago präsidirlen 16 damcn indenen spielen, welche alle9 jähr ihr zu ehren gehalten wurden : esbestunden dieselben in einem wettlauff, den die Carthaginensischcnmädgen in z Haussen anstelletcn, und der siegcrinncn preiß war einecrone von ölzweigen.Es ist bekannt,daß Jrivn sich in sie verliebet, a-ber aufveranstaltung de§Jupiters mit einer wolckeiydie der göttinJuno ähnlich sahe, zu thun gehabt, davon die Centauri gekommen.Jason stund besser bey ihr angeschrieben, es sey nun daß sie ihnwürcklich lieb gewonnen, oder baß es nur freundschafft und erkennt»lichkeit gewesen, daß er sie unter der gestalt einer alten stauen aufihre bitte über den fluß Enipeus getragen, und so gar einen vonfeinen schuhen darüber verlohren. Die alten sehen sie an als eineGöttin der heyratben, wie auch der schwängern und gebührendenweiber, uud nennen sie in solcher quälität tunonem pronubam ,lucivsm oder koipitsm. Weil sie auch über die müntze gesetzt war,nennte man sie lunonem Moneren», ausser andern zunamen, wel-che man ihr noch gab. Sonst wurde sie zu Argos, Lanuvio, Eist-
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thago und in vielen andern städten mehr absonderlich veneriret. Eswerden ihr; kinder zugeschrieben, welche sie aufeine sonderbare artsoll empfangen haben - Mars,, mit welchem sie durch blosse aurüh»rung einer blume, so ihr die Göttin Flora gezeigct, schwanger wor-den seyn soll ; Vulcanus , welchen sie von dem winde empfieng ;und die Hebe davon, daß sie salat gegessen hatte. Auch wird vor-gegeben, baß, als sie einsten den Hercuium an ihre brüst gelegt,selbi-ger so scharf angezogen, daß sie es nicht ertragen können, daher»habe sie die brüst mit gemalt zurück gezogen, daß die milch herumgesprützet, woraus denn die milch-strasse entstauden.Andere gebenauch den Tvpbon vor ihren söhn aus. Weil sie von dem Pariß nichtvor die schönste wolle geachtet werden, soll sie an der ftadt Trojazerstörung schuld gewesen seyn. Einige wollen, baß die alten dielufft darunter verstanden, daher allch gesagt wurde, daß Iris oderder regenbogen ihr böthe wäre. Von der Junone, mit dem bey»»amen Caprotina, (siehe Caprotma.) //EE.
TKrt.
inkcripc. sm.c.i p. 87.
^Junta/ ist ein Spanisch Wort, so von dem Lateinischen jün-gere herkömmt, und einen aus nicht vielen Personen bestehenden aussscrordentlichen Staats-Rath bedeutet, welchen ein König vonSvanien deßwegen setzt, damit durch dessen Mitglieder den gegen-wärtigen Reichsgebrechen abgcholffen ober den zukünffrigen vor-gebauet werden möge. Philivvus IV verordnete in seinem letztenwillen eine solche lunr», welche in wahrender mmderjährigkeirCaroli ll der verwitweten Königin bey der regierung bülflicheHand leisten solte; dergleichen ward auch an. 1711 nach absterbendes Kavsers Josephi, da seine stau mutter die regierung der erb»lande übernahm, ansgeriebtet, welche aus dieser Kayscrlichen stauinutter, dem Fürsten von Mannsfeld, Fürsten von Trautidn, Gra-sen von Seilern, und Grafen Wratislau bestünde. Bißweilenwird auch wohl das wort lunra von der versammkmg gewissser Räthe gebraucht, welche nur zu abhandluug einer abson-derlichen fache, oder von dem obersten Staats-Mimster, umihm an die Hand zu gehen, depulirt werden. «te c.
^«»-7 2.
/ Bischofsvon Cbartres, und deßwegen insgemein kv»Larnorenli; genannt. Er war von Beauvais aus Franckreich ge-bürtig. Seine eitern waren Hugo von Altnlo und Hilkemberga;Er war des Lanstanci dlscipuh wurde an. >067 der erste Ab! von 8.Quintin zu Beauvais, s) und an. 1092 Bischofs zu Chartres . b)Er wldcrjctzte sich dem Könige in Frauckicich, Philirpo !. als sel-biger a». 1092 feine gemahim Perlbam von Holland verließ, undsich mit Berlrada von Montfort, des Grafen von Anjou gemah»lin, vermählte, in welche eheschcidimg und andere vcrhcyralhung,weil sie den kirchen-gesetzen gantz zuwider liess, er durchaus nichtwilligen wolle, bevor der Pabst selbst die versiossung seiner gemah-lin würde vor recht befunden baden. Er halte sich durch seinegvtteösurchl und gelchrfamkeit in ein solch aufeheu gesttzt, daßman ihn zu seiner zeit vor ein orsculum hielt, und sich bey ihm fastin allen dingen raihs erhohlte. Dannenhero der König auf alleweise suchte, seinen beyfall in dieser fache zu erhalten. Es war abervergebens, und Ivo hetzte vielmehr den Pabst und alle Bsschöffein Franckreich aissdaß sie dem König zuwider waren. Dieser liesihn zwar durch den Grafen von Chärires ins gcsängniß setzen, undbrachte es auch dahin, daß Ivo in einem Loncilio 'zu Rheims an.1094, da sein tod-feind Nichcrius, Ertz-Blsckoff zu Sens, präsi»Lirle, angeklagt wurde, als hätte er die Königliche autorität ver-letzt. Er appellirte aber an den Pabst, und dieser nahm sich derfache so nachdrücklich an , daß Jvoui nichts Übels widerfuhr, c) Erstarb den 22 oder 2z dec. an. n 17 oder 16 im 80 fahre seines al»ters. 6) Es sind von ihm die Lanones LcclefiLkkici unter dem lllulelecremin ziisaiiimcn getragen, und sonst noch unterschiedliche bis-cher geschrieben worden, welche an. 1647 Johannes BaptistaLou-chet in einem grossen volumine heraus gegeben. Das gantze ivcrckbestehet in 2 theilen, das erste begreifst in sich die clecre-L, das an-dere 287 senb-schrclbcn, 22 predigten und eine cbronick. e) s) K-
ckron. »c! sn. 1067. K virs
8 . Kom-inse virA. 3p. D.-cöc,'. r. 11 spicil. d>) sniiLl. eccl. c.
1 l aä an. 1092 n. 2 kegg. Le in cririca r. 4 sä cl, L. n. Z.tegg.c) . - . I. 8 Lec. cl) crir. in
Lsron. r.4sclsn. n ,^n. 1; lcgg. e) cl. I. n, is legg. conk.b'lAtt, cle buk. I.»r. I. 2 c. 47. (7^2-e.
'Ivois/ lar. Lpoilux, oder Ivocüuni, eine stadt in dem Her-tzoglbum Lurcmburg, a» dr» gräntzen von Champagne, zwischenMonlmedy und Sedan, bey dem fluß Cheza oder Chicrs, gelegen.Man stgt, daß der namc von Jove herkomme, welcher in den al-ten zeiten einen tcmpel daselbst gehabt- An. 1022 hat allhicr derKayser Henricus II in gegcmvart des Königs von Franckreich, Ro-bert!, ein Loncilium gehalten. In den folgenden zeiten ist dieserort sshr befestigt worden. An. 1952 eroberten ihn die Frantzoscnz,und nahmen den darinnen commandirenden Grafen von Mans»seid, Petrum Erncstum, Louverneur des Hertzogthums Luren-bürg, gefangen. Durch den frieden, welcher an. 1999 zu Gra-resu en Cambresis geschlossen ward, kam Jvois wieder in der Spa-nier dotmäßigkeit; jedoch wüsten die mauren und festungs-werckegeschleifft werben. Zehen jähr hernach thaten die Frantzostn aufsneue grossen schaden darinnen. Die Spanier aber fortifictrten esnach der zeit wieder. A». is; 7 eroberten es die Frantzosen unterdem Marschall lle Chatillon, nach einer achttägigen belagerung.In eben demselben jähr machten sich die Spanier, durch einen un-versehenen Überfall , wieder meistcr davon. An. iü;8 thaten dieFrantzosen einen neuen, aber vergeblichen, versuch darauf. Weind«§ folgende jähr den 2 aug. muste es sich adermal an den Marschall