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2- d-m«-i l»Wch wick/r», sMmkomme«,
war nichts wie man etliche 100 jähr blindlings geglauvet,als wenn^.orharius c>»xo solches durch ein besonderes gesetze in die schulenllerichtt von Italien und Teutschland wieder eingeführet habe,6>b welche fabel von Conringio und andern sonnenklar wiederlegetworden; sondern es fieng Icnerius, ein lLroteiloi- zu Bologne, aufemralhen der mächtigen GcäsinMathildisan,tue Römischen rechts«vucher um das jähr n i; wieder aufzusuchen, und öffentlich zu er«klaren, worinnen er denn so glücklich war, daß er mchtalicin vieliubvrer bekam, sondern es drang vieles recht mit gemalt in die ge«'kichts.slellen, und wurde allenthalben mit solcher dcgierde anqe«nommcn, daß man in kurtzen der Longobarbischen und Salischengesetze wenig mehr achtete. in l.otk>»rio,
>n cnron. I. ir. cle rG;no Imli« I. 11. cleOodkor.
Lononienk. c!e O. I. 0 . c, 21.
Weil nun die Teutschen im i; und 14 leculo häuffig nach Jta»lien zogen, allda die rechts.gelehrsamkcit zu erlerne», und hiedurchdie obern und niedern geeichte Tculschlandes mit lauter solchen per«fönen besetzt wurden, so des Iustinianischen rechts mehr als ihrerlandes.gesetze und silten erfahren waren, so geschahe es, daß jenesnach und nach eingeführet, dieß aber je mehr und mehr unterdrü»cket wurden, und nahmen die ersten um soviel mehrüberhand,nachdem die Teutschen Universitäten anlegte», und die rechts-pro-tellione; bloß den Römischen und Päbstlichcn rechten wiedmetcn.Endlich kam die fache um das ende des i z kecaü dahin, daß es inden Rcichs-gesetzen angeführet und als ein iu; ttibliciizrium, jedochden alten rechten, und gewobnheiten unbeschadet, angenomiiieliwurde, in cbron. d>f>irenk. ! 4 <7. 21. c!ü O. l .
Lei-rn c. ;r z;. L,cle 6eemrn. k-l.. ver. 8.0m. rc
juri; in rep. nokira orig. exsrc. 2. §. 12 l. 8 §. ro. //«,--
cle consulkmionibus Lc legibus §. 1;.
Austinianopotis, in Cilicien ; siebe Anazarbus.
Justinianopolis oder Iustinianäa/ ist eine stadt in derBnigarey, woselbst Kayser Instmianlis der ältere gebohren wur-de. Sie hieß vorzeiten Berma , und nach diesem Acris- Gedach«ter Kayier legte ihr,einen »amen bey, und machte sie zur Haupt«stadt von beyden Dacicn, Triballien, Dardanicn, obcr-.Mösicn undPannonien. Im übrigen wurde diese stadt Justinianaa die erstegenannt. Sintemal; örter diesen «amen führten, unter welchenJustinianaa die andere in ober«Mösten, und die dritte m Chaice«donia lag.
Justinmnusi- Griechischer Kayser, war des Sabaiii so!)»von Vigilantla, Kaystrs Iustini des ältern schwester. Er wurdevon diesem Kayser erstlich zum blobilMmo und hernach am r apr.an. ?r7zum Laelsre und gemacht, und folgte selbigem
nach einigen mvnaten. Er »ahm sich der rcgierung bald anfangssehr eifrig an, ließ die zerfallene kirche wieder in guten staub brin«gen , pudlicirte scharffe gesttze wider die ketzcr, und that viel zumbesten der Christlichen reljgjon. An. ;r? überwand er durch seine».General Belisarmm die Perser und Vandaler, und brachte dasGriechische Reich wiederum in guten stand. Nach diesem entspannsich eine gefährliche cmvvrung , welche Hypatius , ein pwncius,nebst dem Pompeio und Probo, so allerseits des Kaysers Anastastlvettern waren, mitten in der stadt Constanlinopel gcstifftet, dieHypalium aufden Kayserlichen stuhl fetzen wollen. Diese rcdellionwar so wichtig, daß Justinianus schon alles vor vcrlohren schätzte,und im begriffe war, den Kayferlichen pallast, als worinn er vondem rasenden volck umringet war, zu verlassen, wofernc ihm nichtvon der Kavstrin cm inuth eingesprochen worden. Endlich wur»den die rebcllen durch Belisarii und Narsttis tapsserkcit, welchemit wenig bewaffneten einen ausfall aus dem Pallast thaten, unvdas unbehertzte und schlecht beivassnetc volck in die flucht jagten,mit ertödung wohl ;oooc> menschen, die doch meist in dem gedrängerdrücket worden, gedämpfet, die rädelsffchrer aber empficngenihre verdiente strafe grad vordem pallast, darum sie sich unterstan«den halten ihren Fürsten anzugrciffen. Hieraus gieug der kriegmit den Vandalernan.;;; auf das neue an, welcher aber indemfolgenden lahre, nachdem die hanptstadl Carthago eingenommen,und ihr König Gilimcr gefangen war, geendigt wurde. Dochmachten nachdeme die More» in Africa^dlesem Kayser zu schassen,erschlugen auch zwey dessen Generalen Salomon und Areobindam,und wurden erst an. gäntzlich gestillet und unlcrsfoch gebracht.Er schickte alsdann Belisarinm wider die Gothen , welcher ihnenbald anfangs Sicilienund baraufeinen grossen theil von Italien abnahm,und der Gotben König Vitigcm zu Ravenna gefangen be-kam. AIs aber Bclisarnis aus Italien zurücke beruffen wurde,erwählten die Gotben Totilam zum König, welcher an. 547 Rom wieder eroberte, so aber Belisarms, als er aus dem Orient zurückekam, in dein folgenden jähre wieder einnahm. Totllas erhieltzwar nach r jähren die stadt wieder, und thäte, so lang er lebte,den Römern nicht allein grossen widerstand, sondern auch manch«mal mercklichen schaden, so vffk andere Generalen, als Belisariusund Johannes ihme entgegen gesetzt wurde»; Endlich an. 552ward auch Narses wider die Gothen gebraucht, und schlüge erst«iich Totilam in einem harten treffen. Hernach als dieser von denGothen selbst gerodet worden, wurde bald auch dessen NachfolgerTejas von dem Narsete geschlagen und umgebracht, und zugleichdaS Gothische Reich in Italien geendigct. Mit den Persern haltedieser Kayser auch viel zu thun. Und zwar so waren die Gothischenkriege ursach, daß ma» selbigen lange zeit nicht mit genügsamemernst widerstehen konnte, auch an.;; 1 bey schliessunq eines sünff«jährigen stMands selbigen einen gewissen lribut versprechen müsse.Die ser ward an. ?;5 gebrochen, weil die Lazier, deren König Gu«bates unrechtmäßiger weise wäre gelobet worden, sich aus vcrbit«terung an Persien hiengen. Doch hatte Justinianus das glück die
Lust
Perser in einer grossen Wacht mit verlurst zehen tausend Wann i»die flucht zu jagen, dcjänffligte auch die Lazier, nachdeme er diefalsche anklägere Gubazis zur straff gezogen, und diesem volck einesneuen König, namens Tzakhius, gegeben. Endlich käme ein völ»iiger frieden mit den Persern zum stand auf 17 jähr, an. 5Ü2. Auchwurde unter dieses Kaysers rcgierung der noch übrige rest der Hu«,ncn vollends aufgerieben, als sie einige zeit in Thracien und Wie»chenland durch streiffereyen schaden gethan, so, daß hernach dereafast nirgend mehr gedacht wird. Insonderheit aber hat sich derKayser durch zusammentragung der Römischen rechte berühmt gc»macht, worzu er von den gefchicktesten Männern in seinem Reicheio erwählte, durch welche der so genannte cociex luttmiMei» «n.
zusammen getragen wurde. A».z;; ließ er die cligstts oder psv-cleüL; aus den büchern ver Rcchtsgelehrten zusammen tragen, undbald darauf die mttiruriones, weiche ein kurtzer begriff aller rechteseyn sollen. An. n 4 ließ er den coclicem verbessern, und pudlicir.te an. ;4i die Novellen. Für sich selbst war er von schlechten liuciü;.dar bey sehr ehrgeitzig, und ließ sich durch seine gemahlm Thevös»ram, welche ein ausdund aller lasier war, zu vielem bdstu derlei»ten. Zuletzt fiel er in die steten der Eutychianern und AvrharwLo»ceten, uud starb den 14 nvv. an. 5 6;. LMFE. M««-
cle j uckiiii-mo, cleie»-
llo ssulkiniLni. /«?. spol. pro ffulkinisno.
lult. ortboäoxu;. 6« .»r,,»» äe orcu Le proZr. jurir civ, L««-cj« bitt. c!u blettoriLnikme. Leo. *
'Justinianus II, Lkmmmeml;, zubengmet, oder mit der ab'gefcynitlenen nase. Er folgte indem > L jähr seines alters an. S8;seiucin vater Constantino l?ogonLw. Bey antrittzstiner rcgierungbekam er einige Provrntzen wieder, welche die Saracene» bißherobeiepen, und nöthigteste, ihm einen jährlichen tribut zu gebe».Mein weil er solchen m fremder müntze nicht annehmen wolle,brachte er sie dadurch zum gäiitzlicben abfalle; thäte auch darin»sehr übel, daß er beym ftiedens.schlnß eingegangen, dre Msrnu»ten, ein sehr sircirdarcs volck vom bergeLibano, ailwo sie tißhewvornemlich ble Saracenen aufgehalten hallen, weg zu Mreu, undan cm ander ort z» sctztziizdaher dann bey erueuerimg des kriege:-,die»st ländere mehr als andere, denen ausälleu dieser Barbare bloß gefiel»lel morde; wobey auchIustinianus vvu selbigen eine ziemliche »rede»lag erliltcnzdech mehr durch schulde verSciavomschcn hülffs-voicke»reu ; auf deren lapfferkeit er zuviel vertraue?, und welche doch aufihrer fette schändlich ausriffen, als wegen seiner eigenen stldatcazaghafftigkeic, die auf ihrer feiten den sieg schon in Händen halte».Indessen hatte» nach diesem schaden die Asiatische Provmtzen vosdiesen feinden sehr viel zu leyden. Erhielt hieraufdm hvollna»guini-lexiLm zu Constanlinopel, welcher dem Padst Sergio nichtgefallen wolle, weshalben er ihn bey nahe gefangen nach Cousins»tinopel führen lassen. Seine gransamkeic, und die viele undharte grid-erpressungen machlen lhnebeyicderman verbaßkweshal»den Leontius an.ö94 ivider ibn rebeUirre,ihme die nast abschneidenließ und ihn veriagce. Leontius maßte sich hieraufder Kayser-wür»de an, wurde aber von Tiber, » Absimaro vertticben, und icuiernast gleichfalls beraubet- Diesen fiicß Justinianus durch hülssc derBilkgarcn um tas iahr7o; wieder vom throne, ließ dein Leoutto,der in einem kloster ttack, und Absimaro den kopffabichlagcn, demPatriarchen Callmico die, äugen aussteche», und viele vomehmeHerren hinrichten. Seine rachgierd wäre in dieser zelt fö groß,daß < als bey feinem emzug in Constanlinopel cm hcfftrges wetterenistandeu, und ihne bey solchem anlaß jemanden wärnete, ermöchte ein gelübde thun, allen seinen.semden zu vergeben, er imgegenthett sich selbst den greulichsten tob aim mischte, wo er einemdavon fchviim wurde. Er schickte auch würcklich Line Aotte in densogenannten Ohei-lonesumlLuriciem, allwo die cinwohuerr der stadtCherson , ihme aufbefehl Abstmar, sollen nachgestellt haben, wel.cbc alle erwachsene leuthe umbrachten, da der Kayser noch klageführe» dorffte, daß sie den jungen kindcren verschonet. Doch sollegleichsam durch eine göttliche strafdiest gantze siolte bey ihrer ruck»kehr durch ungewttter aufm schwachen mecr zu gründ gegangen,und über stebcutzig tausend mann dabey umkommen seyn. Nachdiesem war er gegen diefVulgaren so undanckbarffdaß er wieder siekrieg führte, wurde aber von ihnen geschlagen. Jedoch well ernicht aufhörte, allerhand grausamketten zu verüben, wurde er an.711 nebst seinem söhne Dbcrio von Phlllppcco Bardaue umge-bracht, oder vielmehr, als Bardanes schon zum Kaystc aufge«worffcn war, vo» einem gewissen Hella, beme er zuvor stiue staumit gemalt entrissen, um solche an seinen koch einen Indianer undsehr schändlichen kerl zu überliefferen, die kmder aber gar kodlschla»gen lassen, ebenfalls gelobtet.
Lontianririopol. *
Justinianus / Kaysers Jnstini des jünger» Vetter. Sophia,des letzter» gemahlin, hatte Tiberinm auf den thron erhoben, mhoffniing, ihn zu hcyrathen. Als sie aber sahe, daß er den tituläuZMKe seiner gemahlm zugelegt hatte, wurde sie darüber fö er-bittert , daß sie wider Dbermm eine conspiration anfieng, unv In«stinianum 4lim Kayser zu machen nichte. Allein Tlberms, anstatt an ihm sich zu rächen , gab ihn? allein einen freundlichen ver«weiß, pacdonirte ihn, und bediente sich seiner im kriege wider diePerser.
Justinopolis / die Hauptstadt in Histrien; siehe Aegida.
Iuftinus l> ein Morgenländischer Kavser. Er war von sehrgeringer ankunfft aus Thrakien , und wurde aus einem sau-hirtenein solbat, und nachdem er alle stuffcn der kriegs-dienste dnrchge«gangen war, auch ein General, auch nach des KaystrS Anastasiijode den s jul. an.;i8 von der Kayserlichen leib«wache gar r»m
Kayser