Band 
Zweyter Theil
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«aystr erwählet; obschvn er für sich weder lesen noch schreibenlmo >m gegentherl aus Anastasii geschicchce viele ansehulichePersonen vorhanden waren, welche den Kayserlichen thron gerneocmegen halten, So bald als er auf den thron erhaben worden,er die ins elend vertriebenen Bifchösse wieder zurücke, vertriebvlL ketzer, welche jener stelle eingenommen, befahl, baß man überoas Chalcebonenstsche concil-um halten solte, ließ einige unruhigeropffe,hinrichte», und gab sehr scharffe eäicke wider die Arianerheraus, welche hieraufden König der Gothcn, Tbeodomum umhulffe anricffen, der so dann den Pabst Iohannem il an. er; nachCoiii.auilnvpe! zu gehen nöthigte, um diese fache zu vergleichen,woselbst er von Iustino mit grosser freude empfangen wurde. Nach»dem er aber vernommen , daß die stad-t Antivchia und viele anderemorgcnlandilche statte durch em starckes erdbeden wären verderbtworden, legte er den Kayserlichen purpur und die kröne nieder, zogeinen ,ack an, und brachte viel tage zu, ehe er mit jemand ein Wortredete, so sehr gieng es ihm zu hectzen. Ergab hieraus zu derenw>eder-erba!iung grosse gelb-summen her, und änderte die namenAuazarba und Edessa rn Jusnnvpolis.Er ward von der PerserKönigCadade bekrieget, aus Verbitterung, weil damahl einer der LaznchenKönigen zu Constantinopel die Christliche religivn angenommen,und sich mit Iustino sehr genau verbunden hatte. Doch trüge Ju»stinus den grölten Vortheil davon, und thäte dem feinde durch lenieGeucralm Sittimunb Beiisärium, mit Verwüstung seiner lauddgrossen schaden. Nachdeme er alt und gantz abgemattet war, er»nennere er Iustimamim, seiner schwester-sohn, zu seinem üiccek-iore, und ikacb ohngesähr 4 monacc darnach den I aug. an. 527un y jähr seiner regiernng und im 77 jähre seines alterS, durch dasaufbrechen einer alten wunde, die nichl recht wäre geheylet worden.Seine regiernng wird blittg gerühinet, aiSdie so wohl dem gemei»neu wcsen als de rreligion nützlich gewesen,nur daß seine allzugrossescharffe oder vielmehr grausaw.keu gegen die ketzer nicht wohl kaugebilliget werden. rom.; annal. 1.4.

. Iustinus Ik, oder der jüngere / war Dulcissimi und Vigi»lamm, des Kaystrs Justimam schwesier, söhn. Er war anfäng-lich (.'uropaiarer. oder oberster Hosnicister, folgte über an. sei.nem vclter m der regiernng. Er hatte einen vetter gleiches namens,welcher eine acmee an der Donau commandirt, um der Barbarenelnsall zu verhindern. Mit diesem hatte sich Iustinus, ehe er zumKayscr erklärt wurde, verglichen, daß derjenige, welcher Kayserwerben würde, den andern zum vornehmsten bedienten des Reichsmachen solte. Allein Iustinus hielt sein versprechen nicht, sondernließ ibn vielmehr, nachdem er ihn nach Constammope! holen lassen,und von dar nach Alexandria gehen heissen, daselbst an. ?ü7 in sei-nem bette erwürgen. Gleichwie er auch die beyden RathöherrcnEtherium undAdvaum,hinrichten heß.West sich die armen stets beyihm beklagten,daß sie von den Grossen hefflig gedruckt würden, so be-stellte er einen Richter, mit gegebener macht, einen jeden, er sey,wer er wolle, auch so gar an seiner tafel, wo er es verdiente, anzu-fallen , und m arrest zu nehmen. Bald darauf wurde das Reichdurch d-e Avares, Longsdarden und Perser geplager, welches erdermasscn zu hertzen nahm, basier darüber im Haupte gantz per-rückt wurde. Von den Longodacdcn zwar kan man hier den nett-em Narscs nachsehen. D-e Perstre thaten anfänglich nicht mm-der schaden, mtt welchen der Kayser m krieg verfallen war, weilener die chgcnannrenPer,armemer gegen sie m schütz genommen,so daßdie Kayserm Sophia mit ihnen friede zu machen genvlhigct, undTidemis zum Kayser erwählet ward, um m währender kcanckheitdes Justlm das Mich zu beschützen. Vo» dem ferneren erfolgdes Persischen krieges, «b zuletzt noch ziemlich wohl ausschlug. sieheTiderius. Iustinus H. starb endlich an. 577, oder 78, nachdemer iL oder 1; iahr regieret hatte.

iustinus / ein Christlicher l'büofopku; und Märtyrer, lebte indem L tecuio. und war zuSlchem, nachmahls Neapolis, jetztNavoulousegenennet, qedohren. Sein vater hieß Priscus, undder groß-.valer Bacchius. Nachdem er eine zeit lang ein Platoni»scher?MIolophu5 gewesen, wurde er endlich wunderbahrer weise,durch den discurs und baS zurede» eines venerablen alten Manns,den er für etwas göttliches hielte, zum Christlichen glauben bekeh-ret, weiches er selbst m semcn ,chrifften erzehlei. Von derselbe«re>t an war er sehr eifrig in der Christlichen religivn, auch wegen»einer aelehrsamkeit bekannt, wiewohl er in der Hcdrastchensoracbe nicht viel gethan halle, auch es ihme an Historischer lindCrMscher wissemchafft ziemlich mangelte. Nachdem der KavlerAntonmuS eme Verfolgung erreget, verjertigre er eine schutz-schriffcvor die Christen wider die falschen aussagen dcrHeyden. Nach»qehends gab er noch eine andere fchntzsscyriffl heraus, vertheiölg.te wich die Christliche religio» w.oer den Cynuchen kkso,°?kumCreicentem, und einige andere mit großer tapsterb-ll, bmuchte aberdabm 1 keinem Unglück psrfolMl-inveetiven, und warne Cre,centtLukeucheü uumaPg-s und durchaus IMserhaff-eS leben ftyrLe be vor Dann dttler ward hieburch dergestaltc» erbittert, baherJusmmm dey.n Kayser verklagte, welcher dadurch M martyr.krsisi , e anmc indem er um das,ahr IÜ4 Mit dem schwerdle,oder, v e aL e wollen, nnt g'ffc hingerichtet worden, Aulser dengedacht n apologien haben wir auch von ihm seinen MaloZam mTrvvS e, einen gelehrten Juden , welchen ewige gelehrte nichtubue arund für den unter den Il'ben so berühmten Rabbl Larponda, en Äewol von anderen,ledoch ohne gründ, gezwe,stell wer-

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-»-«r. Qrne lsik.Iluer. scrlpr. eccleüatt. It.in snnauitrübuL eccis-

.'Iustinus/ ein Heydnischer gefchicht-fchreiber. Er lebte, wiees am wahrlcheinlichsten ist, zur zeit des Ankonini im 2 feculo,und veriaßte des Trogt Pompeji Historie in einem kurtzen begriffe,welches denn die Ursache seyn soll, daß des Trogt bücher verlohrengegangen. Er wird von einigen zur ungedühr vor des Trogt söhngehalten. Seine schreid-art ist noch ziemlich rein und nett, wie»wohlen er ohne zweiffel die meiste und beste redens.arten von Tro-gs Pompcjo entlehnet hat, sonst werben auch Justini wercke ins»gemein kurtze begriffe oder SurnmE der bücheren Trog, beyge-fügt, welche aber gar nicht des ersteren aufsatz zu seyn scheinen,äs bist. lbar. I, I c. ;r. !U hihi. ÜLf. p, 141 feczq. *

; war zu Rom , wenn man bey absterbe» einesvornehmen und hochverdienten Mannes, öffentlich die trauer an»,legte, so daß alle qerichte, und so gar alle qewöldcr um den marcktherum geschlossen waren. Gleiches geschahe bey andern grossenUnfällen, so dem gemeinen westn begegnet waren, auch nicht min»der bey glücklichen bcgebenhciten und sonderbaren freuden. bezeu-giiligen, an fest,tagen rc. äs tun. 8.0M.4, n.

äejure mrm. ;-ry. I. 100;.

Justus von Tiberias- Er war einJüde, des Pisti söhn/wuroe von seinem vateriande also benennet, und lebte im ersten ts-cwo. Er war bey den Jüden in sehr grossem ansehen, aber demJosephs sehr zuwider < worüber dieser letztere in seinen schrifftenleidsten klaget. Er hat eine chrvnic von den Königen in Juda ge-schrieben, und comlvenmno; von dem Jüdischen kriege, von wel-chen aber Josephus nicht zum besten urtheilet. bitt. I. 2

c. y. cLtal.

Justus/ Ertz'Bischoff von Lvon, war aus einer alten familiein Franckrcich, aus dem lande !e Mvarais. Seine eitern, welchesich zu Tournon aufhielten, thaten ihn unter des Pasebam, Ertz-Blschoffs von Vienne in Dauphins ansührung, bey welchem erauch dergestalt zunahm, baß Claudius, dessen Nachfolger, ihn zum/trcbiälLcono seiner kirche machte. Endlich wurde er Ertz'Bi'schoffvon Lyon , wohnte auch in solcher qualität dem zu VMenchan. ;?4 gehaltene» Loncllio dcy, und an. ;8r dem zu Aqmlciipwo»hin er von den andern Prälaten aus Franckrcich gesandt wurde,um deS Palladn und Lrecundiani, zweyer Ariauischen Bischöfe,irrthümer zu widerlegen. Nach seiner znrückkunfft trug sich einwunderlicher fall zu. Denn ein elmvobner von Lvon wurdewahnwitzig, schlug und.verwundete alle lente, die ihn: aufvcr gaffebegegneten. Weil er aber einige gute stunden m,t unter balle, re»lirrrte er sich, als man ihn greissen wolle, in die kirche. Derssckrrar daselbst batden Ertz'-Bischoff, ihn anszillieffern.es solle ihmkein leid wiederfahren , man wolle ihn nur ein wenig gefangen hal»ten, biß das volck wieder gestillct wäre, versprechend, ihn alsdenndem Ertz'Bischoffwieder zu überlasse». Justus lieffcrte ihn aus,muste aber erfahren, daß das volck zufuhr, den unsinnigen ausdes Magistrats Händen riß, und ihn jämmerlich hinrichtete.Dieses nahm sich Jnstns dergestalt an, daß er sich entschloß, allhjersichwcgzubegebcn, gieng also mich Marseille , und stgelte von darinEgMeu. Als er daselbst angelangt war, begab er sich unter diecinsiedler, wurde aber von einem fremblingc aus Lyon erkannt, undlebte daselbst biß zu ende des 4 teculi. Als die Lyoneser seinen wverfahren, liessen sie seinen leichnam aus Egnpten holen, und bcgrn»ben ihn in der kirche der Maccabäer, die nach ,hm benennet wur-de. Die Herren von Tournon aus Franckrcich wollen von diesemJnsto abstammen. Wannenheroihre erstgedohrnen mehrenkheilsden namen Justus führen. Sie haben die kirche L. Justi zu Lvongestlffcet , wormnen die ältesten von dem haute Touruvn dievornehmsten sind. In dem schlösse Tournon ist ein gewissesguartter, so man 8. Justi zu nennen pfleget, allwo er gedoh»ren seyn soll, wie denn auch der Cardinal von Touruvn in stibigersiadt dem 8. Justo zu ehren ein colleMum gestiffcet. ä-w,«,, L«

snn. ecclss.

11 ) 81^8 vIL6Ll.chI'r^b;v8,wurde von seinem Bißthnme Ur»gel in Catalonien also genennet. Er wohnte an. 521 dem andernOcmcillo zuToledo bey,und war zu seiner zeit in sehr grossem ansehen.

Er hat verschiedene stbrissren hinterlassen, als da sind: cc-mme-us.r,u8 fm c-wucn canricorum; und einige brieffe,doch an der zahlkaum drey die ächt sind, sie scrlpr. ecclet. c.21. äs

reb.üifp. I. s c. 7. tÄ2-s. *

-Justus s.Iuft.

-Juturna / eine Göttin oder Nvmphe, welche von den Rö.meni, und ttiMderheit von den weibS'persönen angebetet wurde;gestalt die weiber durch ihre hüiffe eine leichte nnd glückliche ge.burl, die jungfranen aber glückliche heyrathen zu erlangen hofften.Den namen selbst halte sie »juv-mäo von heissen. Es wurde gesagt,daß, weil sie eine über alle Massen schone jungfrau gewesen, Jupi-ter sich in sie verliebet, sie hernach, zur vergelttmg ihrer gegen»liebe, milder Unsterblichkeit begäbet, und sie in einen brunncn odervielmehr ui desselben Nymphe oder wasser-Gottin verwandelt ha-be. Dieser brnnnen Juturna war in Laliv am fiuß Numieus, un-weit Rom , dessen wasser man bey allen opffern, und insonderbeitbey denjenigen/ die man der Göttin Vesta that, gebrauchen muste,

als wo es verboten war, sich eines.andern Wassers zu bedienen.Bcmeldter brnnnen läufft in den kleinen ström Numlcum Einigefaaen, daß Juturna Danni tochter und Turm, des Königs der Ru.ttilorum, schwesier gewesen, welche, nachdem sie von dem Komge.Lalino geschändet worden, sich in dem flusse Numico er,auffet ya-

de. ^eE«^n«ä. 12. o^E l-b.tattor ;.

lLiVLbl>ik.lL. war zu Rom ein privatssest, welches man be.il theil. Nnnnnn-r gieng,