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scs erweckte gleichwol vielen Verdruß / zumal bey den Prtntzen vomgeblute/ ohne deren zuzrehung man die fach richtig gemacht hatte /und die dergleichen Vereinigung mit Spanien durchaus mißbilligten. Ob sich nun zwar die Mißvergnügten zum theil anfänglich aufvieles zureden und ver,prcchen bequemten/ so liessen sie sich doch ani6l4 von neuem aufbringen / weil man ihnen nicht alles möchtgehalten haben / deswegen denn der Printz von Conde / nebii demvon Mavenne/ Nemours und andern unversehens vom Hofe wengieng und ein m-mk-tt außgehen ließ / in welchem er sich über di eVerwahrlosung des gemeinen besten bep der gegenwärtigen reale--rung beklagte. Dieses femr soll der Marschall von Bouillon awe-blasen haben/ welcher^,ch dadurch bey der Regcntin nothwendigzu machen gedachte. So hak auch der Hertzog von Savoyen ins-geheim nicht wenig dazu beygetragen / welchen dir Regent«, erzör-net/ indem sie die Printzeßin/ dieHenrirnsIV seinem Prtntzenzugedacht hatte / tttzo an Spanien versprach / und den Spaniernzugefallen / sich des HertzogS seinen Unternehmungen in Italien bey der damaligen Mantuanischen erbfalls-sache widersetzte. End-lich mengte sich auch die cifersuchk einiger Damen mit ein/ denenes die Regentm mcht recht vorgelegt / und welche nun zur macheihre manner und lttbhaber gegen sie anreitzken. Wenn die Regeniinihre armee hatte brauchen wollen / wie es die Spanier riechen/würde der Printz von Conde nicht lange haben bestehen können.Ader ei war ihr vor innerlichen kriegen bange / und also verglichsie sich mit dem Prtntzen und seiner parchey noch in selbigem fahr.Der Hof versprach ln diesem verglich einen allgemeinen Rcichs-kagzuhalten /wodurch der Printz von Conde der Regentin ihre machtzu schwachen hoffte. Allein diese verzog die Versammlung/ bißderKontg im oct. dieses jahrs die regierung selber angctretten halte.Sie kome nunmehr unter bedeckung des Königlichen namens um sodiel sicherer alle gemalt brauchen / die ihr der junge Herr gern ließ/und durffke »im besorgen/ daß die Stände wegen der vergangenenzeit recheuschafft von ihr fordern würden. ES fand der Hof auchsonst Mittel / den eigentlichen zweck dieser versamlung gantz zu ver-rücken. Denn es wurden allerhand zwistigkeitcn unter den Ständenerregt / darüber sie der Verbesserung des regiments gantz vergaffen /und da sie dic hauptschrifft von ihren beschwerungen endlich über-geben hatten/ bewog man sie aus einander zu gehen/ ehe des Königsantwort darauf erfolgte. Solchergestalt ward durch diesen Reichs,lag weiter nichts ausgerichtet / als daß man Franckreich in ir xou-velncmcms eintheilte / und ist dtß die lctste allgemeine Versammlungder Ständen in diesem Reich gewesen. Das Parlament zu PartsWollesich zwar hierauf deS gemeinen besten annehmen/ und ließunterschiedene hertzhaffte schlüffe außgehen/ davor es aber des Hofesharte ziemlicher Massen empfinden mnste. Der König that hieraufeine reiß nach Gmenne/ seine Spanische braut daselbst abzuholen/aufweichen, zug der rest von dem schätz vollend verthan ward / denHeuricus lV gesammlet hatte. Der Printz von Conde nahm auchdaher so wohl / als von den unerörierten lanves-gedrechen Maß/eine neue armee auf die betn zu bringen/ und war diese unruh demHofe um so viel gefährlicher / weil der Printz auch die Rcformirtengrossen lhetls an sich gezogen. Allein die schläffrigkett seiner feindenmachte/ daß VcrKömg seine reiß ohne sonderlichen anstoß vollende-te/ und bald hernach im ansang des jahrs isi6 ward friede mit denmißvernüqlei, gemacht / und den Reformirten neue Versicherunggegeben- Es währte die ruh aber nicht lang. Dennnoch in demsel-ben jähr ließ der hofdrn Prmtzen von Conde lgesangen setzen / unddarüber ergriffen die grossen / so von seiner parthey waren / wiede-rum die waffen/zumahl/weil an dem gantzcn Handel der Marschallbon Ancre/ der alten Königin ihr licbltng/ hauptsächlich schuldwar/ der den allgemeinen haß des Frantzösischcn adeis und volcksWider sich hatte. Sie waren aber nicht im stand / sich gegen die Kö-niglichen armem lange zu halten/ und würden gar bald sinn über»Haussen aeworffen worden/ weil sich nicht das regimmt jahlinq ver-ändert hätte. Der König war bißher noch beständig unter semerMutter zucht und des Marschalls von Ancre gewait gewesen. Bey-de hielten ihn sehr kindisch. Er muste sich von dem Marschall/ derseine hanMgeldter unter sich hatte/ alle seine ausgaben und Vergnü-gung kaap zuschneiden lassen. Man schrmckte ihn / damtt er nichttkwan auß der schule lausten solle/ dergestalt ein /daß er nicht ausseine lustchäuser reisen / sondern sich allein in den garten der Thust-iertesbehelffm burfftt. Von regierungs-sachcn bekamcrMst garnichts zu wissen / und ob er gleich ernsthaffie geschafft nicht liebte /sonvernssetne zeit mitsperling fanqen/mtt btllard spielen und vielemkindischen zcitvertrelb zubrachte/ fühlte er doch auß allen umstandenwohl/daß er nicht genug König sey. Und dieses sagte thma-simneSsein ltedltng / der gerne selber theil an der regierung gehabt hatte /täglich vor/ wieß ihm / daß er nicht sein eigener Herr sey / machteihm seine mutkcr und den Marschall auffs äusserste verhaßt/erweck-te auch gar die furcht bey ihm / daß ihn die alte Konigm Mtt gisstauß dem weg räumen/ und seinen jungem bruder auf den tv, on si-tzen wolle. Ancre hatte sich in ansehung dieses Luines gar sehr be-trogen ; indem er deme weder chrgcitz noch fahlgkett genug zuge-traut/den Küntg/siinen Herren zu einigem großmüthigen m MUßaufzumunterm / oder deine die bcgicrd einzureden / dre lcgleulngeinmal selbst in die Hände zu nehmen; sonsten cr dmsiibigcn/ wsiso dielen anderen geschehen / längst wurde weggeschaffet haben. Al-lem dieser brachte nun den König auf den eittschiuß/ daß er vmMarchall an. 1617 den 24 aprtl tm Louvre todten ließ. Der Kvntgwar über der vollziehung dieses anschlags sehrfroh /.ließ sim tnj sen-sier sehen/ und ruffte öffentlich auß / daß er nun anfange Komg zuIwn / setzte sich auf sein billard und nahm daselbst dsi gluckwunjche
^ den gantzen tag die trummel / blsik das"'-acht- waffer-künst von feder-kielen/dame klein^vas dergleichen mehrwar. Die regierung aber kam tt-tük 5 ^?^ulnes/einen schlechtenmm,n / an Dieser verhütt^'"^rbrrst mehr und mehrwider seine mutier/ und der Königansilfften gegen sie sehr hark/indem er ihr ,im^ sientchksprechen wolle/ ihr mit birterkeit allenregierung entzog/daß sie endlich selbst um die erlaub,r» gehen / anhalten muste/ worauf man sie nachAW schaffn. Damit aber dem Konrg das Hertz von ihr nicktUmacht werden könte/ hatte man im staaks-rakh alle Wortabgefaßt/ die sie beym abschiede mit einander reden sollen. Durchwar auch der inerliche krieg geendigt jedoch ohne^i^aEluß/ weil es hetffcn solle/ die mißvergnügten hätten alleinvon Allere die Waffe!, ergriffen. Der PrintzvonCondeaber innsie noch im gefangniß bleiben / weil sich sonst a-Mires nicht recht fest zu sitzen getraute. Der König hielt hieraufeine jogenannte sNümdi/s Ne5 norsdics zu Ronen / auswclcker aberlsim besten des Reichs nichts beschlossen ward. Er änderte auch dsivlßyerlge Neigung gegen die Spanier / stunde dem Hertzog vonSavoyen / an dessen Prmtzen er seine jüngste schwcster vermählte/Ziemlich öffentlich bey / und brachte dadurch den frieden in Italien Zuwege / wrewoi er sich bald hernach von den Spaniern wieder ein-nehmen ließ/und zu ihren anschlagen mLeutschlans gantz stille saß.Indessen geriet!) er wegen seiner Mutter in neue sorgen / weiche an«i6iy Mittel fand von Biois zu entkommen. Es ward ein verglichMit ihr aufgerichtet / nach welchem man ihr zu ihrer Versicherungcliitge platz einräumte / und frey stellte / ob sie künffkig sich bey demKoiilg wieder aushalten und an staats-sachen theil nehmen wolle.Damals ward der Printz von Conde wieder auf freyen fuß gestellt/damit er allenfais der alten Königin das gegengewicht halten könte»Aber djß vermehrte eben dieser ihr mißtrauen / welches sie durchden letzten vergleich nicht verlohren hatte / Und weil Sie gewalt desa-Luines durch das gantze Reich vielmißvergnügte gemacht hattte / die stch alle unter dem vorwande / eine befferm,g des regimentszu erlangen / zu ihr schlugen/ so entstund / ehe man sichs versähe/an. i6r<-ein neuer krieg < der sich wegen Menge der Grossen/ diesich wider den hofvereinigt hatten / zimltch gefährlich anließ.. Al-lein der König kam seiner Mutter mit einer armee in persohn so ge-schwind auf den hals/ und nahm ihr a-ce. einen von ihrenfesten platzen / weg/ daß sie froh seyn Muste/ friede zu erlangen /welchesdenen von ihrer parthey etwas saner würde gewordenseyn/wenn des Königs tiedlmg nicht um sein selbst willen zum glimpffkgerathen hätte. Hingegen wendete der König seinen zorn gegen dieHugenotten. Denn die Spanier und der Römische hofhalten dena- Luines gewonnen / daß er dem Könige dazu riech / weil sie da-durch verhindern wollen/ daß dem Pfaltzgrafen und der »mc.n inTeuischland von Franckreich nicht gehoiffen würde. Der Händelgieng mit Bearn an / welches dem damaligen regierenden Hause ei-gen sind erbliches land/ und in welchem schon seit der kon igltt Jo-hanna von Albret zeiten der Reformtrke gotlesdienst allein wäre ge-trieben worden / zu selbiger zeit der kröne einverleibt ward; dabeyder König zugleich den Römischen gotttsdsinst einzuführen befahl/dieses wcrck an. lürs durch pcrsöhnliche reise nach Bearn durch-trieb/unb das land aller seiner ftcyhetten beraubte. Das machte dieandern Reformirten gemeinen stutzig / daß sie eigmmachttg eureversamlung zu Rochellc hielten / solche auch aufves KonigS besehlnicht aufheben wollen / sondern sich vielmehr zu gewalt,amer Ver-theidigung schickten. Das muste dem Hofe zum vorwande dienen /sie als rebelten anzusehen. Der krieg ward an. 162» gegen sie ange-fangen / der König gieng selbst wider sie zn fclve / und mre schwa-che und un-intgkctt machten seine Unternehmungen gut. Dem, aus-ser dem würden sie der unerfahmcheit des P-Luniks / der als Con-nestabcl die einrichtung aller kriegs-sachen hatte / letcht haben wt-derstchen können / dessen vorschlage dem rathe der dessen Generalesvorgezogen wurden / wie man sonderlich m der zwar sehr blutigen/aber doch von Königlicher seilen/ obwvi unter guttu Generalen/und mit den besten srantzösischen trouppeii / dannoch nicht verstau-big angesteltcn und geführten bclagerüng von Montaudan sahe/die der König auch mit schimpf aufheben muste. EHwmde M Me-selbe zeit auch seines lieblings a- Luines sehr überdrüssig / weil Wderselbe einige zeit her im höchmiithe verstiegen öätte/und nichtw-lin ski sorakäitia würden Konig zu vergnügen / als vor diesem.GletchwoblV
ien öffentlich mercken zu lassen / sondern beschwerte sich mir biswei-len aeaen seine vertrauten über ihn/ gegen die er ihn ie L», Luinesnennte. Doch gab er vor/ daß er beschlossen habe/ n, ^/Nonattn die.s/n sckwamm auszudrücken. Luines starb aber euer /uno da sicngder Printz von Conde an/ eine weile etwas bey hoft zu bedeuten,w krieatt auch dtt alte Königln wieder freyhert rn den staats-rachkomm n Cvnbe bercdcte den König noch zu emem fcidzuge widerd/^mitten/welches bekonimenhätten/we>! er ey
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