Band 
Dritter Theil
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oben gewesen / aber nicht lange geblieben. Indessen hatte die Koni» land behielt / und sie blieben vermöge eine? geheimen Handels mitgin dem Cardinal Richelieu eine stelle im staars-ralhe zuwege ge» Savoyen Meister von Piqnerol / ov sie sich gleich gegen die Sper-bracht / wiewohl mit grosser mühe/ weil der König fast /inen na» nier anherschtg gemacht / diesevestung wieder zu räumen. Währen»türlichen Widerwillen gegen selbigen solle gehabt / auch iyne schon den lrieges und vornemltch in der kranckheit des Königs brach derseit des Marcchai ckAncre Zeiten / von deine er eine Creatur gewe- Widerwillen bender Königinnen und des Hertzogs von Orkans ge»sen/ sehr gehastet/ und für einen falschen mann gehalten haben, gen den Richelieu mit macht aus/ und brachte es die KöniglicheWie aber der Könia mit seiner gcmahiin und mit seinem bruder zer» immer endlich so weit / daß ihr der König sein worr gab / den Car»sie!/ und wegen dieser familien angelegenheiten seiner mukttr mehr/ dinal vom Hofe zu schaffen. Man meinet auch gewiß / es wurde sol.als jemals nöthig hakte / fand sie dadurch Mittel/ den Cardinal mi- ches geschehen seyn/ wo die Königin sieiß genug angewendet hättemcr mehr und mehr bey ihm anzubringen/ und an. 1624 ward zu verhinderen/baß Richelieu in während solcher zeit nicht zu ihremderselbe gantz nnvermuthetder vornehmste Minister. Von diesem söhn kommen wäre. Allein rndeme diese und ihre Crealuren sichhat sich der König die gantzc übrige zeit seines lebens gleichsam am schon über jenes entfernuny / als eine gantz gewisse fach / unter sichseile führen lassen/ wetterfest in den gedancken stund/ daß seine erfreuten/ und selbiges gerücht aller orten ausbretteten; ersähe derangelegenheiten mit des Carbinals seinen unaufiößlich verknupst Cardinal die qelegenheit/sich unangemeldet zu dem König zu schlci-wären / dieser auch / nachdeme er einmal das sienr-ruder in die chen / und wie er dessengemürhe völlig kanie; so muß! crdene durchHände gekriegt/ sich vergcstaltcn von allen geschästren Meister zu ma. ftjne Vorstellungen rn einem mahl gänyllch umzukehren / und diechen / und einen so grossen anhang an sich zu bringen gewußt / daß vorgcwescne Ungnade und stürtzung auf seine feinde/ eben da sieman seiner / wie gern man auch hätte wollen/ weder entdaren noch über seinen fall am meisten srvlsckten/ zu weltzcn; daher solcher tagauch leichtlich loß werden kontc. In verthat aber wurden von der bcn den lrantzoscn i-Homnee a-5 der tag der betrogenen oderzeit an zu erhöhung der Königlichen macht in und aussen des geäfften heiffet. Also bestätigte der König den Richelieu nicht nurReichs weil bessere und iiachtrucklichere mitlelergriffm/als man seit von neuem / und ließ die geheimste dienere der Königin seinen zomHcnrici des I V tode gebraucht hatte. Man war hauptsächlich dahin empfinden / sondern er ließ sich auch durch ihn und etliche angestel»bemüht/ baß des .Königs gemalt nach Möglichkeit empor ge! obm/ w gcwissenS - Räche verleiten / daß er bey geleqenheit eine reise nachund deßwegen die Grossen unterdrückt/die Acformittm gedämpffl/ Compiegne seine Mutter vom Hofe vcrwieß/ und sie zuletzt gar-und das Wachsthum der Oestermchtschen macht gehindert werden chigw / das Reich zu verlassen/ nach welcher zeit sich der König der»sötte. Diß alles ward zugleich angefangen/md odwoi der forrgang selben im geringsten nichts mehr annahm. An. iszi schloß derzimlich glücklich war / so geriethen doch diese viele und wlMge Frantzchische hof mit dem Könio in schweben ein bündniß / undHändel dem Reiche zu grosser beschwerung. An. -624 setzten sich dre verband sich gegen demselben / ihm zu dem Deutschen kriege jähr»Frantzosen in gesellschafft des Hertzogs von Savoyen und der Ve- lich 400000 thaler zu geben. Es war aber dennoch zwischen beydmnctianer den Spaniern in Italien und in dem Ballett» entgegen / Herren kein rechtes vertrauen / wett der Frantzösische Hof den Kö-rnn welches letzten ländlcins willen bißher schon viele vergebliche nig inSchweden lieber als einen sclaven gebraucht hätte/diescr abetHandlungen waren gepfiogen worden. Zu gleicher zeit stetigen die sich keinegesetze wolle vorschreiben laffen.Daher gabes iinerverdruß,Reformirlen neue Händel an / aber ohne genügsamen Nachdruck, sonderlich als die Schweden am Meine sehr glücklich waren / undDer Hof gab ihnen gleichwohl friede-6-6/ und verglich fich auch Ludovicus XIII unterschiedene Catholische Fürsten in seinen schützzu grossem Verdruß seiner Mitten milden Spaniern wegen des nehmen wölke / daran sich doch Schweden nicht kehrte. Diever -Vattclins. Dazu ließ sich der König durch den Cardinal bereden / drießlichkcitcn / in welchen bißher die Königliche famttie qewMwider welchen am hofcine parthcy aufstund/ davon des Komgs war/ Waffen nun auch den Hertzog von Lothringen . Denn weil fichbruder das Haupt war. Allein der König war von dem Cardinal so des Königs bruder zu ihm geflüchtet / und heimlich seine schwesteeeingenommen /daß er ihn nicht fallen ließ/ sondern mit seinem bcu» geheyrathet halte / nahm daher budovicus XIII geleaenheit ihmder und mit seiner eigenen gemahlin darüber in mißvcrständnlß ge» auf den hals zu fallen / zumal da derselbe imcr bedenckliche kriegs»riech / welches biß an seinen tod gewähret hat / inmaffen er sich von Mutigen anstellte. Er ward schon an. 16; 1 genölhlzt/deinKönigsbendcn einbildete/ daß sie chninein klosier stecken und einander Marsal zu übergeben/ undan. i6,r/daeranderunruhetheilqe»hätten heyrathcn wollen. Diß gab auch gelegcnheit / daß den gros- nommen / die der Hertzog von Orleans und der von Mommoren-sen dieflnacl mit macht beschnitten wurden/ indem ihnen der Ko- ci erregt / zwang ihn der könig/ als Mommorencibey Eastel»niq die bißhcriqen starcken »cnM,>cn entzog/ und einen guten theil Naudari geschlagen lind gefangen war/ abermals einige Plätze ein-der festen platze/ darinnen sie in den unruhigen zelten eingenistet zuraunten. Montmorcnci aber warb damals anfdes Cardinalshatten/ schleißen ließ. An. 1627 nahm der König diedclagerung unablässiges zureden enthauptet; als welcher nicht ohne gnteirder stadt Rochclle vor/ weil die stetige schwiengkett der Neforimr- gründ vorstcllete/ wo nicht an einem solchen grossen Haupt eintcn ihm ein dorn im fnffc war. Der könig ".,>E»<i>rte auf veran» exkmpel Nsrwtt wurde/ könte das Königreich nimmer zur ruhe ge«lassiing des Cardinais die belagerunq inpersohn/ und brachte sie langen/ sonderlich in einerzeit/ da der König ohne linder/ undim nov. iü28zu cnde/ dadenRockellern/ als sie sich ergaben/ih» der mrtthmassende Nachfolger der krön / Ludovici bruder/jeweilettrefrcvheiten genommen/ und insonderheit alle vcstungS-wercker ge- so leicht wäre zu bcwcgen/sich an die spitze der empörenden zu stellen»schleifft wurden. Es war dazumal der Frantzösische Hof mit dem Aber 16;; hieß es/ man dürffc dem Hertzogevon Lothringen nochEnqlichscheii zerfallen/wett der König in Engclland einige vorthei- nicht recht trauen/ und deßwegen gieng der König vor Ranci/le/ die er den Rvmisch»Catholischen bey seiner verheyralhung mit welche Hauptstadt ihm auch der Hertzog abtreten muste/ und »s,4der Frantzöstschen Printzekin versprochen / denselben nicht gehalten bemächtigten sich die Frantzosen vollend des gantzen landcs. Biß-hatte/ auch deren frantzösische bediente/ weitste aus unzeitigem her hatte stch Franckrcich der Schweden und Protestanten Meyfcr für die Catholische Religion sich bey dem Englischen Leutschland ausser einiger gcld-hülffe noch nicht mir rechtem ernstevolck sehr verhaßt gemacht/ iiiib vorncmlich bey diesem anlaß zu angenommen/zum wenigsten noch nicht mit den Oesterreichern öf-verschicdcnen malen zimliche Verdrießlichkeit zwischen denen beyden ftmlich gebrochen/ daran hatte den Cardinal die furcht einer ÜbelnKöniglichen gemahlen verursachet hatten. Deßwegen liess auch auslegungbeyden Nömisch-Caiholischen abgehalten/ die schon sowährender bclagcrungvon Rochclle die Englischcstottczwey mal über das bündniß mit Schweden schrien/ inmaffen denn des»in sie/ der stadtbcyzusprinqcn/ aber beyde mal vergeblich. Doch nigs beichtvater demselben einmal hatt darüber ins gewissen rede»weißt man gewiß / daß selbige noch zum dritten mal wurde wider» te / und verursachte/ daß der König gantz kaltsinnig gegen den Car»kommen seyn / und die fach mit weit anderm ernst unterfangen ha- dinal wurde/ welches jedoch nicht lange währete. Denn da stch Ri»den / wo nicht Buckingham / so damahlci! alles in Engclland re- ehesten bey dessen demerckung aufs land begeben / und indessen allegierte/ und bisher durch allerhand list dcsCardinals warcabge» fachen dem Könige selber in die Hände kamen / wusteer in nichts ci»halten worden / die fachen recht zu treiben / aber um endlich / da neu schluß zu fasscn/und bat den Cardinal inständig wieder zu kom-er sahe / wie man ihne gcäffet / gantz andern stnncs worden war / men. Gleichwol machte diß/ daß Richelieu lange anstund/ dem Ko»unversehens von einem mcnchcl- mordcr wäre entleibet worden nige zum kriege wider Oesterreich zuraihm/zumaldadic Schwe»Nach dieses tod ward -62z- zwischen beyden krönen fried. den nochnichtrechlailfdemseiletaiitzcn/unddaslandjenstitdcsgemacht. An. -629 zog der König im harten wiiuer bey sehr de» Rheins von Basel biß an die Mosel / welches die Frantzosen gernschwerlichcm weiter/ ungeachtet seiner baufälligen gesundheit/ dem gehabt hätten/ auch lieber vor sich behalten hätten. Allein >6,4Hertzoge von Mankua hi'ilßc nach Italien / auf welchem zuge er und z z gewonnen die fachen ein ander aussehen. Die Oestermchekbißwcilcn etliche meilcn durch den schnee im gebürgt zu fuß gehen schickten sich an/ als ob sie auch nur um des bißheriqm Vorschubsmuste. Er eroberte damals den paß von Susä mir gemalt/ und- willen / der den Protestanten gethan worden / mit den Frantzosenthigleden Hertzog von Savoyen die Spanische parlhcv zu verlas» als mit feinden handeln wollen. Der Schweden ihre fachen abersen. Die Svanicr huben deßwegen die belagern»«, von Casal aus / waren durch die Nördlinger -schlacht in einen solchen zustand gera»und liessen sich in friedliche Handlung ein/ wcßwcgcn der König then/ daß sie nothwendig durch fremde hülffe unterstützt werdennicht weiter gieng / sondern aufdcm rnckwegc den Reformirren in mustcn; so gaben sie es auch jetzund ein gut theil näher/ und tra»Languedoc und Guienne auf den hals fiel / und dieselben nöthigte/ ken den Frantzosen Philippsburg nebst dem / was sie im Elsaß Häk-kinen frieden von ihm anzunehmen / vermöge dessen sie in allen ih» ken / ab. Daraufentschloß der König / ihnen auch mit armem bey»reu platzen die devcstiqmiqs.wercke niedcrreisscn misten. Zu ende zustehen. Der ansang derftindscligkeit ward an. 16,4 mit dem mt-des jahrs/da dic Kayserlichcn und die Spanier den Hertzog von salz von Heidelberg gemacht/ und da >6;^ die Spanie: die stadtMantua abermals anfielen / ward der könig genöthigt / auch wie- Trier überfielen / und den dasigen Churfürsten Philip Christoph/der eine arme nach Italien zu schicken/ der er auch selbst biß nach der nun sich unter Frantzöstschen schütz begeben / gesanglich weg»Laon folgte. Diese armer nahm dem Hertzoge von Savoyen Pig- führten / muste diß qelcgenhcit zur ankündigima des kriegcs geben/nerol nebst einem grossen theil seines landcs ab/ weil er sich wieder zu dessen auMhrmig die Frantzosen auch bündnisse mit den Her»aiifdieSpanischeseitegelcncket hatte/ und rückte hernach weiter/ tzogen von Savoyen/ Parma und Mantua / inglcichen mit dendie von den Spaniern belagerte vestung Casal zu entsetzen. Aber da vereinigten Niederländern schlössen. Mit den Schweden aberka»die Frantzosen eben im begriff waren / das ftmdlichc lager anzn- men sie erst >6z8 recht zu stände/ weil dieselben sich immer vor dergrciffen/ stjfftetc Mazarin / dcrstch längst in diesem wcrcke bemühet Frantzöstschen Vereinigung fürchteten. Und solchergestalt stetigen siehalte/triedcn/welcher zu Chicrasco an. 16; i vollzogen ward. Die gegen die Oesterreichs inden Niederlanden/ Teutschland / Jta-Lraiitzoftn erhielten dadurch / daß der Hertzog von Mantua sein kien und Spanien an zu kriegen. Jedoch eben biedurch ward die