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Wn, und hingegen des Printzen sein voick in die stadt aufgenom-men. Diesem streit hat der Komg selbst mit bezeigung eines grosseneyfers und begierbe zugesehen. Die neigung der Pariser vor denPrintzen aber horte bald auf / weil sie des krtegs müde waren, da-durch ihre gantze gegend verwüstet ward , und der König eineallgemeine Vergebung deS vergangenen kund machen ließ/ auch dasParlament von Paris nachPvntvlse verlegte.Das vornehmste aber,Ms diesen Händeln ein ende machte / war die abermahlige entfer-nung des Cardinals, welcher sich gutwillig aus dem Königreich be-gab. Denn damit fiel dem Könige alles zu, und wünschte man ihnWieder zu Paris zu sehen, wodurch der von CvndL genöthigt ward,nach Flandern zu den Spaniern zu fliehen. Der König aber hieltseinen einzug den ri ott. i6zr wieder zu Paris . Indessen hattensich die Spanier dieses innerlichen krieges wohl bedienet / und denFrantzosen in Catalonien Barcelona,in Italien Casal, in Flandern Grävelmgen undDunkirchen wieder abgenommen. Jedoch machteder Hof bald anstatt, so wohl die reste von des Printzen seiner par-they zu unterdrücken, als auch den auswärtigen feinden mit meh-rrrem Nachdruck zu begegnen, nachdem vorher der Cardinal Maza-rin, den man niemals im ernste weggelassen hatte, wieder war zu-rück gerufen worden, welchen der König selber den ; febr. röz;einholte. An. iszq-denüjun. ließ sich derKönigzuRheims crönen,gieng hernach zu selbe wieder die Spanier, und eroberte Stenai,eine dem Printzen von Cönde gehörige vestunq an der Maaß, wvr-aufvon den Frantzo,en auch Arras mit grossem schaden der Spa-nier entsetzt war. Der König hielt sich auch in den folgenden jährenöffters bey oder unweit von den armeen auf, da er in allen gelegen,heilen viel muth und eine grosse begierbe, die kriegs-wissenschafftrecht zu begreiffen, gewiesen. Es sind auch die feld-züge biß aufdenPyrenäischen frieden vor Franckreich meistens glücklich gewesen,sonderlich in den Niederlanden. An. rüz? nahm Ludovicus XIVgrossen theil an der Kayser-wahl zu Franckfurt , dahin er eine an-sehnliche gesandschaffr schickte und durch dieselbe zu erhaltung sei-nes zwecks reichlich geld austheilen ließ, auch, seinem verlangendesto grossen, Nachdruck zu geben, in versöhn nach Metz reiste. Ersuchte aber entweder dieKayserliche crone vor sich selbst zu erlangen,oder doch zum wenigsten das haußOesterrcich auszuschließen,wes-halben der Churfürst von Bayern vorgeschlagen ward,der sich abernicht wolle bewegen lassen, aufdiese würde anspruch zu machen, obihm gleich der Frantzöflsche hoszu künfftiger behauptung solcher ho«heil mit volck und gelde beyzustehen versprach. Ob nun wohl derKönig in Franckreich Leopolden solchergestalt von demKayserthumnicht ausschließen konte, erlangte er doch so viel, daß er die Chur-fürsten vermochte, dem neuen Kayser durch die wahl-c-pttuisriondie Hände zu binden,daß er den Spaniern forthin keine hülffe leistenkunte, zu welchem ende Franckreich auch bald nach der wähl den sogenannten Rheinischen dund veranlaßte, und solchergestalt so wohlzwischen Haupt und gliedern in Deutschland wiederwillen ausstreu-te , als auch den gründ zu dem folgenden mißverständniß zwischenden beyden Oesterreichischen Häusern in Deutschland und Spanien legte. Zu folge eines mit dem Englischen prmeÄor, Cromwellen,geschlossenen bündnisses, ward an. i6z8 Dünkirchcn belagert, undnachher eroberung den Engelländern eingeräumet, worauf sich dieFrantzosen vieler andern vesten Plätze und des gantzen sirichs zwi-schen der L>ß, Iper und Scheide bemächtigten. Bey dem ende desseld-zugs, dem der König persohnlich beygewohnt hatte, fiel er ineine gefährliche kranckheit, dabey man ihn schon verlohren gab, bißihn ein fremder artzt durch eine brech-artzney zurecht brachte, wel-ches damals was neues warund vor ein verzweiffelt mittet gehaltenward. Bey dieser gelegenheit ward Mazarin nicht geringer Unvor-sichtigkeit beschuldiget, daß er den König zu Mardyck so lange auf«halten lassen, welcher an sich ungesunde ort damals mit kranckenund verwundete» soldaten sehr überlegt, und also noch gefährlichergewesen. Die jetzt bemeldte eroberung von Dünkirchcn und dasdabey durch die Frantzosen gewonnene treffen, nebst dem bey derKayser-wahl geschlossenen Rheinischen bunde, beförderten endlichden frieden zwischen ihm und den Spaniern. Der Frantzosischehofhalte denselben bereits i6;6 mit der bedingung, daß die Spa-nische inksmin an denKönig vcrheyrathet werden möchte,antragenlassen,und den ^s/guircl-Lionne deswegen mit einer eigenhändigenvollmacht von seinem Könige nach Madrid geschickt. Weil aberder König in Spanien damahls noch keinen Printzen hatte, undalso besorgte, sein Reich möchte durch die vorgeschlagene heyrathan Franckreich fallen, zerschlug sich diese Handlung unter dem ver-wand , daß man wegen des Printzen von Cond- nicht einig werdenkönte. Nunmehr aber hatten die fachen ein ander aussehen gewon-nen, theils wegen der obbemeldten enlkräfftung der Spanier,theilsweil ihnen indessen ein Printz gebohren worden, da sie denn keine sogrossen schwieriakeiten mehr über der Vermählung ihrer intsminmit LudovicoXI V machten. Dieser muste sich indessen, aufvcr-anstaltung des Cardinals stellen, als wenn er die Printzeßin vonSavvyen heyrathen wolle. Der Savoyischehofward zudem endenach Lion verschrieben, und der König, der sich leicht überall verlie-ben kunte, fand die Printzeßin von Savoyen sehr angenehm, daßjedwedes diese Vermählung vor geschlossen hielt. Aber ehe man sichsversähe, langte insgeheim der Spanische Gesandte Pimentel an,mit vollmacht , die Präliminarien , und sonderlich des Königs hey-rath mit der !nkl,nrin, zu schließen. Der Konig änderw daraufgleich, nach deSCardinalsvorschrifft,seine mine gegen dieSavoyer,»nd ließ sie mit grosser beschämung wieder heim reisen. Nachdemalles so weit mit Spanien richtig war, begab sich der Cardinal rmlun. i6;y nach dem orte der friedens-handlung, die auf der>o ge-nannten fasanen-insel gehalten wurde. Einer von den haupt-sach-nchsten Puncten war die Vermählung des Königs mit der in»ncin.
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König zu Annen Marien ' ^gen der liebe, d-e der
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A^öaltjam, daß, obgleich Mazarin vor seiner abreise die ManciniDarisweggeschafft, derseldige seineliebedochdurchMMiben^ und zuweilen z briefeauf einmal an sie schickte. Der"!?hule den Konig einmahl über das andre schriffllich vonuuf ^unte doch endlich kaum durch errequnq des/ö ^^l erhalten, daß derselbe nachgab» Solcheraesialtsogenannte Pyrenaischestiebezuausganqdesjahrs,6;s
Massen - vermöge dessen der König die Spanlstl,e i^nn„ hen.
Welche iedoch aufdie erb-folge in ihres Vaters Reichen ver-Sonst gewann zwar Franckreich auch dabm?ß^antze Arkois nebst verschiedenen Plätzen in den andern Riedes
wommlnn , lngleichen Perpignan , und die Grasschafft
Nouffillon. Gleich nach dem frieden that der König eine reise nach^ ^ Furstenthums Orange bey der minder,
I des Pemtzeu unter dem vorwand bemächtigte, daß zwi-schen den beyden vtrwutiveten Fürstinnen streitigkeiten wären, dieer vermitteln wolle. An. i sso holte er sein; braut aufden aräntzenvon Spanien selbst ab, und unterredete sich bey der gelegenheit mitftlnem schwleger-vater. Nach der rückkunfft des Hofes ward derCardinal Mazarm kranck. Der König besuchte ihn schlosst, undweil sie sich beyde Miteinander meistcntheils allein und lanqeunter.redeten, mernt man, es habe Mazarm dem Könige regierunqs-re-geln gegeben, die er nach feinem lvd in acht nehmen solle. Zum we-nigste hat er bemTellier zu diesem ende viel -lictirr,welches dem Kö-nige übergebe worden.Als nun dieser durchMazarins i66r erfolgtLtod, eine neue einrichtung in den geschäfftcn zu mache bekam, nahmer sich vor, und that es auch öffentlich kund, daß er forthin allein re.gieren und keinen kremier.Kckmiare mehr setzen, sondern die Reichs,geschaffte verschiedenen austheilen, und über sie insgesamt die auf.ficht selbst haben wolle. In diesem Vorsätze stärckte ihn der Staats-L-crersriui Tellier, der aufdiese weise selber mehr bedeutete, undauch seinen söhn den bekannten Louvois anbrachte. Weil aber zudieser einrichtung ein tiefferes einsehen der fachen gehörte, als derKönig bey so jungem alter, und da er zuvor mit Staats-sachennoch nicht viel umgegangen, besitzen konnte; meynten einige, daßdadurch der gewalt derer Staats-bedienten eben nicht viel vermin,deret, sbnderen ein jeder in dem so ihme zugetheilet worden, sich fasteben so vieler freyheit angemaßet, als vorhin Mazarin überhauptund in allen stucken genommen hatte. Auch mochte es hiedurchbißweilen geschehen, daß die regierungs-geschäffte ohne die gebüh-rende Übereinstimmung verwaltet wurden, und ein jeder in seinemamte that, was ihm gut dünckte. Allein wie dieses wohl so von ei-nigen hat wollen gesagt, und in die weit hinein geschrieben wer,den; also ist es von anderen mit vielen gründen wiedersprochenworden, und lasset sich insonderheit aus dem eyffer mit welchemdieser König denen geschafften allezeit abgewartet, und der begierbeso er bezeugte, denen haltenden Nathsweriammlungen richtig bey-zuwohnen, zimlicher Massen wiederlegen. Das erste, was derKönigvornahm, war die Verbesserung des finantzen-wesens, welches beyden langwierigen auswärtigen und innerlichen kriegen in grosseUnordnung gerathen gewesen. Es ward ein besonder gerichte an-gestellet, die untreu der finantzen-verwestr zu untersuchen und zu be-strafen. Der Ober-ausseher von den sinantzen /Fonquet, ward in-sonderheit zur rechenschaffc gezogen, und nach gemachtem Processezu ewiger gefangenschafft Einheilet, bey welcher gelegenheit desKönigs aufführung zu mercken ist, der sein abfthen gegen diesenMinister überaus heimlich hielte,demFouquet biß aufdie letzte stun-de sehr schmeichelte, und selbst eine reise nach Nantes anstellte, weiler sich besorgte, es möchte in Bretagne , wo Fonquet viele freunde,und sonderlich aufden dasigen lüften, die von ihm bevestigte insulBellisle, im besitz halte, wegen seiner gefangennehmimg Handel ge.den, die er durch seine gegenwart verhüten wolle, (sihe Fouguet.)Damit Man aber des Königs cassrer von den vielen schulden,dareinsie bißher gerathen, defreyen möchte, rieth Coldert, der nunmehr tueVerwaltung des finantzen-wesens bekommen hatte, dem Komge,daßer versöhnlich ins Parlament gehen,und sich daselbst von allen schul-den frey und hingegen vor den ersten gläubiger aller derer, die ihmschuldig waren, erklären solle, und dieses zwar in anschung derenÜbergrößen Zinsen, welche derKönig selbigen «^..„.wcemansie nennte, biß dahin bezahlt hatte, nun aber bechgt zu stv» glaubte,an dem capital abzuziehen« Sonst hatte Franckreich damadlsetll-che jähre nacheinander friede, und ward deswegen den untertha»nen auch etwas von den bisherigen auflagen abgenommen, und iMübriaen die zeit zu einsührung allerhand guter ordmingenin der po-liceyundzurvordere'tung aufdie künfftigen Unternehmungen an-aewendet Deswegen verbesserte man die zimllch verfallene kriegs-n cb und, weil der Frantzöflsche hofsowohldenKomg rn Engelland
die mit eigener Lnd dabey ^ anmerckungen und vorschlage.
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