260 lud lud
wie ein jedes zu ändern und zu verbesseren wäre, nicht wenig beyge» ihm auch in Schweden an,und ward diese crone dahin gebracht,daß»ragen hat; wiewohl zu schlechtem nutzen seiner eigenen untertha- sie «eine Unternehmungen zu befördern versprach. In Teutschland«en. Die wsnl-ktiuren, die bißher gantz gelegen hatten, richtete hatte er einen grossen theil der Fürsten entweder völlig aufseine'sei,man mit grossem eyffer empor, wodurch Franckreich m stand re zutreten oder doch nemral zu bleiben bewogen, und zu dem letz-kam, sein geld im lande zu behalten, und das auswartrge hauffig kern war selbst der Kayserliche Hof nicht ungeneiat. In Holland an sich zu ziehen. In allen auswärtigen Staaten wurden die selber fehlte es ihm, vermvg der sogenannten LöwensteinischenFrantzösischen angelegenheiten dergestalt unterbaut, daß Franck- parthey nicht an Verständniß,dem man es auch zuschreibt,daß er diereich in ausführung feiner vorhadan , sich entweder ihres bey- Holländer so unberettet angecroffen,als er endlich loßgeschlagen;zumLandes versicheren kunte, oder doch ihre Hinderung nicht sonder» vorwand des kriegs brauchte man neben der überhaupt gethanenlich zu fürchten hatte. Es geschahen auch in diesen ruhe-,ahnen klag, daß der König mit der Holländer ausführung nicht zuallerhand dinge, welche das ansehen des Königs um ein grvs- frieden und ihm seine ehre nicht zuließe selbige mehr ungestrasftses vermehrten. Dergleichen war der rang - streit, der Mischen zulassen, auch gewisse müntzen samt ändern Satyrischenden Spaniern und Frantzostn 1661 zu Londen in öffentliche that- schrifften, die von privat - leuthen auf den Aachischcn friedenlichkeiten ausbrach, in welchem damahls die letztem den kurtzern und die rnpi-. -»„„r warengemacht worden, welche der gantzenzogen. Allein Ludovicus XI V brachte es dahin , daß fern schwie, Repubüc schuld gegeben wurden. In der that aber war der Konigäer-vater durch seinen Gesandten zu Paris das vorgegangene ent- auf sie erzürnt, weil sie durch die rnpi-- -»i^- sein glück widerschuldigen und eine erklärung thun ließ , daß seine Gesandten Spanien gehemmt, und Louvois, den er zinn Kriegs-Secr-rsrio ge-forthin sich enthalten sollen, mit den Frantzösischen zugleich bey macht, wüste ihn in diesen gedancken meisterlich zu erhalten, weilöffentlichen gelegenheiten zu erscheinen. Hernach zerfiel er an. er m,einer bedienung nicht müßig seyn, dem Colbert gern ver.iüü2 mildem Pabste, weil die Corfische wache zu Rom sich an dem druß machen, und dessen sorgen durch Verursachung grosserkriegs-Frantzösischen Gesandten vergriffen. Da zwang derKonig den an- kosten Haussen wolle. Im jähr 1672 brach also der König in persimfangS zimlich eigensinnigen Padst zum verglich, indem er ,ym mit einer starcken armee in die Niederlande ein,undnahminkur-Avignonemzog,nnd eine armee an dieJtalianischcngrantzen rucken tzer zeit wegen ihrer schlechten Verfassung; provintzen weg. Wieließ.Das HertzogthumLorhringen erlangte er um eben dic,elbe zeit groß und schnell auch dieser fortgang der Französischen Waffen, sodurch ein besonderes -spric« deS damal regierendenHertzogs Carott ist sich doch darüber um so weniger zu verwunderen, weil sich sästIV, welcher aus einem gefaßten ungcgründeten neid und argwohn kein einiger ort widersetzte, und die Übersetzung des Rheins wegengegen seines druders söhn und längst bestickten Nachfolger, den un- des furths, den man gesunden, wegen der trockenen jabrs-zeit undverqleichlichenCarolum V vonLothringen,Franckreich sein gantzes wegen schwäche der Holländer, die an der andern feite stunden, garHertzogthum freywillig anbot, und deswegen zuParis einen rr-er-c nicht gefährlich war, ob wohl die Frantzostn dieses vor eine von denauffrichtete, der jedoch wegen verschiedener darinn enthaltener und verwegensten Unternehmungen ausgeben. DerKönig hielt sicheinenicht recht erfüllter bedingnussen nie zur Vollkommenheit gediehen, geraume zeit in Utrecht auf,und that daselbst alles,was einem Her»wol aber soviel gewürcket hat,daß derKönig unter solchem vorwand ren vom lande gehört. Aber hier hemmte sich auch ssin glück, und,670 ihn des gantzen landes noch bey seinem leben beraubte.Endlich ob er gleich in der provintz Holland auch schon verschiedene Plätzebrachte esLudovicus XIV auch soweit,daß ihm derKönig inEngel- weggenommen, kunte er doch nicht zeitlich genug Meister von Am-land den wichtigen hafenDünkirchen vor z Millionen verkauffte, da sterdam werden, und da den folgenden winter der Hertzog von Lu-doch das blosse allda vorhandene geschütz und kricgs-geräth ein meh- xenburg sich dieser stadt bemächtigen wolte, machte ihm ein jählin-rers währt gewesen seyn solle; wodurch dann Franckreich sich ges thau-wetter den anschiag zuschanden. Der König nahm zwarden Spaniern und Holländern sehr furchtbar machte. Bey allem an. 167; Mastricht noch 1» person ein, weil aber die Holländerdem ward in diesen ruh - jähren der Pracht und lustbarkeiten nicht ihre riuickn geöffnet hatten, konte er nichts weiter wider sie vorneh-vergessen. Der König legte damahls mit unglaublichen kosten men, und ward vielmehr genöthigt, am end des jahrs alle ihnendas berühmte Versailles an,allwo er hernach seine beständige wol^ abgenommene örter, biß auf Grave und Mastricht, zu verlassen,nung nahm,weil ihmParis in ansehung des auffruhrs verdrießlich weil indessen Spanien und der Kaystr nebst dem grösten theil deswar, daß ihn in seiner jugend von da zu entweichen genothigel. Reichs, und selbst einige von den bunds-genvssen sich mit denHol»So stellte man auch allerhand prächtige lustbarkeiten an,welche von ländern ivider ihn vereinigt hatten. Der krieg gieng solchergestaltden Ministern mit steiß unterhalten wurden,damit derAdel aus dem in Teutschland, in den Niederlanden , in Catalonien und in Si-Reich nach hofgclockt, sein geld daselbst zu verthun veranlaßt und cilien, allwo Ludovicus XIV die auffcührische stadt Meßina nn.also genöthiaet würde, des Königs feiner gnade zu leben. Um eben terstutzte, zugleich an, und ließ es sich wegen menge der feinde zim-dieselbe zeit ficng sich auch seine liebe gegen die Valiere an,die rr,un» lich gefährlich vor Franckreich an, zumahl da bald hernach auch dergeachtet des Verdrusses feiner gemahlin und vieler Hof-leute eifrig König inEngelland von seincmParlamcnt genöthigt ward, mildenund mit sicher zärtlichkeit fortsetzte, daß er sie einst in person aus Holländern fried zu machen. Allein der König wickelte sich glück-rinem kloster wieder abholte, dahin sie wegen ihrer Verfolgungen lich heraus, weil er mit volck und geld so sparsam nicht war, als dieentwichen war, sie zur Hertzogin machte, die Königin selbst ihrcnt- Missten, an ihren Höfen seine verrälher hatte, durch die er alle an«halben zuweilen hart anließ, sst Valiere.) An. isoz hetzte Ludo- schlüge voraus erfuhr,undalso,weil er ohnedem immer zeitlicher alsvicus XI V öie Engelländer u. Holländer in einander und versprach seine feinde im selb war,ihre Unternehmungen mcistentheilS vernich-zwar den Holländern, ihnen beyzusteben, ließ aber seine flotte nichts ten kunte.Er war also in diesem krieg weiter nicht unglücklich,als daßthun, und die hülffzu land war so schwach, daßsie denselben be- 1670 Bonneingedüßt,167; Turenneblieb,Crequigeschlagen,Trier schwärlich war, ohne nutzen zu bringen. Gleichwohl wolte der Ko- eingenommen,und «>1.1670 Philippsburg von den Missten erobertnig durchaus Mastricht davor haben, und wegen der lubilöstn, die ward. Hingegen erhielten die Frantzostn nicht nur in verschiedenener zu geben versprochen,ward ihnen eine rechnung gemacht,vermvg treffen Vortheile, sondern stenahmen auch den Spaniern die krsn-welcher der Staat dem König noch eine grosse summ schuldig cNe-com-s. und in benNiederlanbenCambrai,Valenciennes,Cond -,blieb. Sein zweck war gewesen, daß sich beyde unter einander Mern und andere veste Plätze ab. Endlich wüsten sie auch bey derschwächen möchten,damit er in seinen ablichten aufdieSpanischen Niemägischen friedensehandlung die karten so wohl zu mischen,daßNiederlande desio weniger Hinderung fände. Ob nun wohl der ftie- sie die Holländer und Spanier von den übrigen biuids-vcrwandtende zwischen ihnen zeitiger als eS Franckreich wünschte,;» Breda ge- trennten,die denn an. 1678 einen besondern frieden schloffen,woraufschloffen ward, unterließ er doch nicht, an. 1667 den lang vorgehab- 1679 auch der Kaystr und das Reich folgen müssen. Dännemarckten einfall in die Spanischen Niederlande unter dem vorwand zu aber und Cdur- Brandenburg, welche bis zuletzt aushielten, sahenthun, daß dieselben zufolg dem in denen Niederlanden üblichen sich genölhiget fast gesätze vonLudwig XlV anzunehmen, und ihrenjure llevvlutionss nunmehro nach seines schwieget - Vaters tob seiner vertrag zuFontainebleau und 8. Gerinain zu machen.Durch diesengemahlin zukämen, und ließ er sich davon um so viel weniger abhal- frieden gab der König den Holländern alles wieder,und schloß nochten, weil seine Mutter gestorben war, die bißher den fricdens-bruch dazu eine» handlungs- rr-Nsc mit ihnen. Den Spaniern räumtemit Spanien noch immer gehindert hatte. Er gieng selbst zu selbe er Siciiicn und Catalonien ein,behielt aber die k^nck- OmcL undund trafkie Spanier gantz unbereitet an,weil er den Hofbiß dabin die besten Niederländischen Plätze. In Teutschland bliebFreyburgbeständig versichert hatte, daß er währender Minderjährigkeit ihres sein, und den Schweden seinen bunds - genossen halffer mit ehrenKönigs keine feindstligkeiten vornehmen wolle. Die besten Flan- aus dem gedräng. Währende» krieges, 0,1.1674, hatte der cb--derischen platze giengen im ersten feld-zuge an den König über, und vMssr -z- Rohan mit denen feinden des Königreichs, sonderlich1668 ward auch die gantze lss,ncsse- cumre weggenommen. Man mit Spanien gefährliche corrcihni-cicin gepflogen,und so wohl einemeint, daß diese geschwinden eroberungen schon vorher durch das auffruhr in der Normandie zu erregen, als den Holländern etlicheFratzösische geld ziemlich erleichtert gewesen. Weil aber gantz Eu- ste-plätze in die Hände zu spielen versprochen; wiewohl ohne daßrova »rosse äugen darüber machte, Engelland, Schweden und Hol- vernünfftige leute bey ihnen die geringste tüchtigkeit,noch auch cini-land die bekandte «richte.-ilisn- deswegen schloß, und Ludovicus ge anstalten haben bemercken können , welche zulänglich gewesenXI V noch nickt alles gegen sich in Harnisch bringen wolte, machte wären, ein so grosses werck bey der damaligen macht des KönigSer in Aachen frieden, in welchem er die krancsse-com^ wiedergab, auszuführen, und daher geglaubt, das absehen dieses CKevLllierdasjenige aber,was er in Flandern eingenommen,behielte. Damals wäre nur dahin gegangen, unter solchem vorwckid ein stuck gelbs,war der König mit der neuen liebe der kl^utte lle Montespan be, dessen er auch höchst denöthiget, von Spanien abzuzwacken. Dochschäfftigt, welche ihn seit an., 666 der Valiere abspenstig gemacht wie dem alleim so kam die fach an den tag, und verlohr der ckev».halte. Er war ihr zu gefallen 2 mahl aus dem selbe nach Hause ge- u«r stimm kopffdesweqen. Man mercket an, daß in der gantzen re-reißt, und nach dem frieden war die fache keine Heimlichkeit mehr. gierungLudovici XIV dieses das eintzige erempel sey,daß eineStan,(sibe Montespan.) Er sann aber auch bald nach dem Aachischcn des-person wegen beleidigterMajestät das leben verlohren, und auchfrieden aus einen neuen krieg,und beschloß dieHolländce anzugreif, diesem würde der König verziehen haben, wenn ihm nicht Louvoisfemworzu er etliche jähre nacheinander anstatt machte, und zuför- angelegen, an ihm ein erempel darzustellen. Nach dem frieden ließderst die ">?>- - sM-nr trennte, indem er durch seine heimlichen pra, sich derKönig sehr angelegen seyn,seine gräntzen zu verwahren, wcs-cticken in Engelland,die ermit entsetzlichen geld-summen unterstütz- wegen er überall die herrlichsten vestungen anlegte. Er behielt auchte, den Englischen Hof bewog,heimlich ein bündniß wider die verei- von seinen völckern den grösten theil aussen deinen,und von den ab-wgten Niederlande zu schliesset,. Eben dergleichen künste giengen gedanckten die Officjer im sold, wodurch ersich zu neuen kriegen de.,