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ttllnw^s. 5 ämmern angelegt, welche auffnemderHerren iänder an-spräche mache«, und solche dem König zueignen mästen, unter demvorwand, daß dieselben vormals zu den ländereyen gehört, so dr»'cron Franckreich seit hundert jähren und drüder an sich gebrachtDie freyen ReichS-städte rm Elsaß wurden genöthigt, sich der bvr-mäßigkeit desKönigs vellkomen zu unterwerffen.Jnsonderheit wardiSSiStraßburg durch emlgcKonlgliche rmuppen unversehens um.ringet und auffgefordert, da dann der Rath und gröste theil derburgerschafft,weil man,sich von selten Teutschlands einer so schleu-nigen hülff, als wohl nöthig wäre, nicht getrosten konte, zur über-gab gezwungen, und also die stadt vom Reich abgerissen wurde.Luxemburg ward an. 1682 bombst,rt, weil die besatzung in dasFrantzösische gebiet solle gestreifft haben, und anderwärts erstreck-ten die Frantzosen ihre gerichtbarreit bis an die thore der Spani-schen städte. In Italien machte sich der König zu fürchten,indem er Casal käufflich an sich brachte, und die Teutsche be-satzung mit gemalt austreiben ließ. Mit dem Pabst fieng er wegender r-zrie verdrießliche Händel an, indem er das recht der einkünsslevon den entledigten Stifftern zu gemessen auf einige provintzen erstreckt wissen wolle, in welchen es nach der Meinung des Römi-schen stuhls, dem König nicht zukam. Als nun der Pabst sich hartdawider setzte,stellte derKönig 1682 eine Versammlung dergeistlich.keilamwelchezubestättigung derFrantzösischen kirchen-freyheit4Puncte vest fetzen muste,, durch welche des Pabsts gemalt und unbe-trüglichkeit sehr geschmälert wurde. Der König hatte geraume zeitbisher die mißvergnügten Ungarn weder die Oesterrcichifche regic-rung immer mehr und mehr angereitzt und sie in ihren gewaltlhä-tigkeiten gestärckt. Da sie nun 1682 sich um Türckische hülffe be-würben,unterließ er nicht,ihr verlangen bey der pfortc durch seinenGesandten zu befördern, dadurch endlich die Türcken bewogenwurden,den frieden mitdemKaysera. 168; zu brechen-Die so die»sein König in allem weitaussehende und ehrgeitzige ablichten zu-schreiben wollen, behaupten, sein geheimes absehen Hiebey wäredieses gewesen, daß er sich bey dieser gelegenheil auf den Kaiserli-chen thron schwingen, oder den Dauphin zum wenigsten zum Rö-mischen König machen wollte, wenn. Leopold, wie er gewiß vermu-thete, von den Türcken würde über den Haussen gemorsten seyn,unddie Teutschen bey ihm nothwendig würden müssen schütz suchen.Er war einmal als die Türcken vor Wien giengen, Mit einer star-ken armee an die gräntze von Teutschland gerückt, das ende der de«lagerung daselbst abzuwarten. Allein es liess auf Kayserlichcr sel-ten noch gar glücklich ab,und wollen einige anmercken, daß Franck-reich, obschon wider seinen willen, nicht wenig dazu beygetragen,indem solches eben zu selber zeit durch Verweigerung der beförbe»rungen, welche die damalige Königin in Polen , eine Frantzösin vongeburt, für ihre verwandtein Franckreich mit grossem er,er ge-sucht hatte , derselbigen freundschaffc auf einmal verschertzte, unddagegen eine ursach war, Saß solche, anstatt sie zuvor ihren ge-mäht von Oesterreichischem imcrcttL so viel müqllch abgezogen hal-te,dene nunmchro aufs crnstlichste antriebe,solchem in der obschwe»benden Türcken-gcfahr beyzustehen, und zum emsatze von Wien zueilen. Damals starb auch des Königs gemahliu, und mit seinenErcllen war indessen auch eine grosse änberung vorgegangen.Die Montespan hatte sein Hertz 12 bis 1; jähr nacheinander beses-sen, mochte aber nun nicht verhinderen, baß sich derKönig in Ki--ll-mnil-Ne <le Fontange, ein Cammer-Fräulein derHertzogin vonOrleans , verliebte. Diese zog darauf bald den König vollkommenan sich, daß er ihr einen eignen staat einrichtete, und zu ihrem un-terhalte monatlich loaoocr thlr. bestimmte. Sie starb aber baldnach ihrer ersten niederkunfft, und war der verdacht starck, daß ihrjemand zum rode beförderlich gewesen. Indessen verließ der Kö-nig mmmehro die Montespan gantz, und wendete seine liebe aufxullsw-llsMaintenon.Diefe war bey derMontespan bisherCam-merfrau gewesen, und durch ihren verstand längst bey dem Konigbeliebt worden, indem sie von jener öffters gebraucht ward des Ko-nigS driefe zu beantworten, auch meistentheils, wenn zwischen demKönig und der Marquise Unwillen entstanden war, selbigen wiederbeygelegt hatte. Nunmebro ward sie nach der Königin tod so mäch-tig bey Hof, baß sie in denen wichtigsten geschafften immer zu rathgezogen wurde, und wenig wichtige dinge ohne dieselbtge gescha-hen; wobey sie sich im übrigen für die erhaitung der gesundhettdes Königs und entfernung alles dessen, welches ihm allzuvrel Ver-druß hätte erwecken können, überaus sorgfältig bezeiget hat. Nach-dem demKönig seinobgemeldtes absehen aufTeutschland nußluv^gen war, wendete er seinen zorn wider die Spanier, denen er, nachderbombarbirung vonLuxenburg auchnochCortryckundDixmun-den,und endlich Lurenburg selbst durch eine förmliche belagerungwegnahm. Ob nun wol die Spanier ihm den krieg ankuudlgten,waren sie doch zu schwach und richteten einen zwantzlgrahrtgenstillstand mit ihm aufweichen mich der Kayser annahm, und warddurch selbigen den Frantzosen bis auf fernern austrag der fache al-les gelassen, waS sie feit dem Niemägifchcn frieden genommen hat-ten. In eben demselbigm jähre ward Genua von der Frantzosi»scheu stocke entsetzlich bombardirt, und diese Repubüc senothtgt,ih-ren Doge in person nach Franckreich zu schicken, der sich daselbstvor dem König demüthigen muste. Man brauchte zumvorwanbe,daß es die Genueser mit Spanien allzusehr hielten, und dieser eronill gefallen die anzahl ihrer galeren vermehret hatten. 2" ver thataber war Seignelai, derdieaufsicht über das ste-wesen hatte,Ur-sache daran, welcher sich durch solche fte-unternehmung über denLsuvoiszu erheben trachtete, worinnen er diesem zum verbrich vonderMaintenon gestärckt ward- An. 168; ließ sich derKönig vomüstr für die religiös bewegen, seinen Nefsrmirken unrerthane» ge»
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ihrer ftehheit zugeschnitten. -w " " 6 Vernichtung
Nantes öffentlich, ließ sie durm ^ nunmehr das eUisr vonlen,die den guten ^ von svlda-
auch die ersinnlichste matter an"tba^ «^° aufzehretrn, sondernbens zwinaen- und die sieb nickt ^ ^^^^ugnung ihreöqlM
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ltrh derselben begeben hatten, vorstellen ließ. Es ward" Ltrotzig geantwortet; der König habe sich nach niLLmwol aber andere nach seinem exempel zu richten. Dreier streitso welttaufftig, daß der König, well der Pabst durchaus nickt nack«dem Frantzösi,chen Gesandten gehör verstatte» wolEsten wegnahm. Diese Verbitterung kam wvhMös
'"an in Franckreich dem damaligen PabstelocentioXInicht gut war,als weicher demKaystrgrossenVorschubstucken zuerkennen gab, wie ihm »eldsten vorder aUjusthr anwachsenden Frantzösische» macht besstia
wehro war auch die zeit zu neuen auswärtigen kriegen gekommen,diellelchl bloß durch das vorhaben die Protestanten m^Motten,und durch eine gefährlichekranckheit,dieven Komg 1686 befallen, waren aufgehalten worden. Jetzt abermusten ,owol die Englischen Veränderungen, als dasjenige, was irrTeutschland vorging, zum neuen krieg anlaß geben. Er harte Ia-cobumll in Engelland bisher Milch geführt, und war es durchdre anschlag, welche dieser Konig zwar von ftlosten gefasst, aber dochauch von selten Franckreichs gar sehr darinnen gestärckt worden,und die alle auf Unterdrückung der Protestantischen reüqivn undder freyhett des volcks zielten,endlich inEngelland so weit kommen,daß der Konig mit seinen Unterthanen völlig zerfallen war. Deezweck Franckreichs mochte wol dabey, wie unter Caroli II regte,rung gewesen seyn, daß die Engelländer zu Hause stets was zuthun haben, und an seine Unternehmung nicht gevenckcn möchten.Allein 1688 rüstete sich der Printz von Oranien mit hülffe der Hol-länder so heimlich zur landungauf Engelland, baß der Frau Löst-sche Hof nichts eher davon erfuhr, als bis fast alles zu stände war.Bey dieser gelegen heit nun meinen viele, die ?»!»-- des Französi-schen hofS wäre eben nicht die beste gewesen, indem solcher, anstattnach ausdruch des Vorhabens auf Engelland denen Holländern oh,ne Verzug auf den leib zu gehen, oderivenigst seine grosse macht na-he an ihre gräntze rucken zu lassen, ( als auf welche beyde fälle siesich schwärlich in das so wichtige Englische unternehmen wurdengcmischet haben) gantz das widerspiel gethan, seine zahlreicherruuppen an den Oder-Rhein gesendet, und durch anfahung einesunnöthigen kriegs wider den Kayser und Teutschlanb den Hollän-dern vollkommene liefferung verschaffet, die vorhabende Unterneh-mung mit allen kräfften zu treiben. Wahr ist, daß man sich einesso schleunigen und glücklichen fortgangs, als nachmal der Printzvon Oranien gehabt, aufkeine weise versehen, und immer geglaubt,Jaeodus wurde sich wenigst einige jähre mit jenem herumschla-gen, undnuretwann mittelmäßige beyhülffenvvn volck und geld desbörsten, welche man ihm ungeachtet des Teutschen krieges zu zu-schickenim stand wäre. Zu dem so war man böse,weil derPrintz vonFürstenberg nicht hatte können Churfürst zu Cölln werben, undwolle auch des Kaysers glück in Ungarn steuren, allwo die Türckendurch dessen wassen fast zum frieden gezwungen waremSolcherge-Italt nahm derDauphin 1688 Philippsburg weg, und ward ausserderCöllnilchen fache zum vorwande gebraucht, daß der neue Churf.von der Pfaltz der Hertzogin von Orleans ihre anspräche streitigmache,und daß sich derKönig inFranckreich von feiten des KayftrSeines angriffs zu besorgen gehabt, wie aus dem zu Augsputg ge-schlossenen dündnisse zu erkenen sey. Und also gieng der krieg an,dererst 1697 durch den frieden zu Rißwick beygelegt worden. Franck-reich zog sich damals zugleich viele feinde auf den hals. Die erobe-rung von Philippsburg machte das gantze Reich rege, und desselbenentschliessungen wurden durch die darauf erfolgten unmenschlichengrausamkeiten und Verwüstungen in der Pfaltz beschleunigt, wel-che vom Louvois hergerührt und mit solchem Vorsatz befohlen wor-den, daß diejenigen Offwirer, so sich einiger Massen barmbertzig er-wiesen, ihre dünste verlohren. Nächst dem kündigte der König denkriea auch den Spaniern undHollänbern an,jenen wegen des Aug-spuraischen bündnisses und des Verständnisses mit dem Prlntzen vonOranien, diesen, weil sie zu der Englischen landung Wilhelmo lindzu der Cöllnischen wähl dem Prlntzen von Bayern so beförderlichgewesen. An Engelland bekam er einen gantz unvermiitheteN temd.Denn er hatte nicht gedacht, daß sich derstbauplatz daselbst sobaldverändern solte, als durch die erhebung Konig Wilhelms auf denEnglischen thron geschahe. Endlich erklärte sich an. MoHertzoq von Savoyen widir Franckreich, welchen ^ouvols durchseine bochmüthige beztigung aufbrachte, daß er dte vorschlagt der-rUiirren annahm. Ftanckreich muste sich stöHer gestM äusserer-deutlich aygrejffen, weil es mit so vielen feinden zu fechten hatte.Nirgends aber ward der krieg mit wenigerem nachdrucke geführt,als aeaen Engelland zum behuff des stÜchttgett Jacobs. EiMgLicbreidett bie urtach bem zu, weil biese züge vor den Seignelai ge-hörten, indem man stocken dazu brauchte, st> hatte sie Louvois ausalle weise zu hindern gesucht, wie>vol^ vielmehr zu glaube«, es sey