Band 
Dritter Theil
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- Ludovicus ii, der jüngere/ König m Ungarn und Böhmen ,Mblslar II ober IV undAnnä vonFoir söhn,wurde an.l?o6 ohnehaut gebohren, weswegen er so lange in ein lebendig aufgeschnittenschweln muste gelegt und erwarinl werden bis das rohe fleischachund nach ein haut bekam. Da er kaum L jähr alt war, ließ ihn derVater, um ihm die Wcceltioo zu versichern, an. 1508 in Ungarn,und j,n folgenden jähr in Böhmen cronen.Als er an. i? iüzur ü-cceMo»kam, stund er unter der vvrmundschaffl des Kaysers Maximiliani IundKönigs Sigismundi in Polen , und ließ sich an. 1517 noch ein-mal zu Prag crönen, wiewol er eigentlich diesen »Kum selbst ver-richtete, weil sich die Stände unter sich deswegen nicht vergleichentonten. Er muste sich aber der Türcken-kriege halber bald wiedernach Ungarn begeben, allwo der Türckische Kayser Solymannusan. izri Griechlschweissenburg wegnahm, und an. 1526 den ;saug. die berühmte schlacht bey Mohatz gewann, in welcher dieserjunge Herr samt dem kern desUngarischenAdels verlohren gieng,daer in einem Moraste elendiglich ersticken muste. Von seiner gemah.lin Maria, des KönigsPhilippi in Spanien tochter,so bis an. 1558geledet, hinterließ er keine kinder; sondern die Königreiche Ungarn und Böhmen , samt ihren zugehörigen landen,, fielen an seineschwester Annam und ihren gemaahl Ferdinandum I,Ertz-Hertzogvon Oesterreich . I. 8 rer. »unß. jo-v. i» clog. ann.

s6 Langn. Levv« monsrck. L: coronL isers reZni ktnng.nLirsr. 6s prL'lia s6 VlotiLtriuin , «8cc. p. 8-is. c.§. p,

z8/. L«Sr». epic. l. c. 11 p. 57, leg. Mr/ceL. 6cc. l I. 7 IcLt.c, r p. rzi. G

Lönige und Fürsten von Jerusalem / Napoli und Sicilien:

Ludovicus I, Hertzvg von An,ou, war ein söhn des Königsvon Franckreich, Johannis II und Bonä, einer tochter des KönigsIohannis in Böhmen , die ihn an. 1; ;s den 2; jul. gebohren; unddes Königs Caroli V bruder, nach dessen lod,an. i;8o,er bey wäh-render minderjäbrigkeit des Königs Caroli VI seines vettern die re-gierung über sich nahm; aber durch übermäßige beschwerungensich bey dem volck sehr verhaßt machte, ohngeachtet er sich in denEnglischen kriegen durch seine tapfferkeit grossen rühm erworbenhatte.Jn eben dem jähr r;8c> knrtz vordem lod seines brudersCaro-li V,nahm ihn d>e Königin in Sicilien und Neapel,Johanna I,auf rccammengrcion des Pabsts Clementis VII, welcher dadurch gros-sen Vortheil wider den Gegen-Pabst Urbanum VI zu erhalten hoff-te, zu ihrem erben an,weil er aber durch den tod seines brudcrs ver-hindert wurde,alsobald nachNeapelzu gehen, so eroberteinzwischensei» gegner Carolus von Durazzo, dein der König Ludwig in Un­ garn aus haß gegen Jobannam sein recht auf Neapel , so unstreitigwar, abgetreten, (uhr Johanna I , Königin in Neapel , und Caro-lus III, König in Neapel .) das gantze Reich, bekam Johannamselbst gefangen, und ließ sie umbringen. Ludovicus, ehe er noch ih-ren tod vernommen, nennte sich bereits König, und verlangte vonder Grafschafft Provence , die damals zu Neapel gehörte, die Huldi-gung , so ihm aber von den Unterthanen abgeschlagen wurde. Erließ hierauf den Königlichen titu! wieder fahren,und nahm solchenerst an, als er an. i;82 mit einer armee von 6000a mann, die erdurch das in Franckreich gesammlete, und von dem Pabst Elemen-te VII vorgeschossene geld unterhielte, nach Italien kam, und da-selbst den tod der Johannä vernahm. Der Graf von Savoyen,dem er Piemvnt, so sonst auch zu Neapel gehört, geschenckt, leiste-te ihm gesellschafft. Er bekam erstlich einige Plätze, die es widerseinen gegner hielten, ein; weil aber dieser aste gelegenheit zu schla-gen vermeldete, und solcher gestalt Ludovicum länger als ein jähraufhielt, litte die armee an Provisor Mangel, indem alles von Ludo-vico zusammen gescharrte geld dergestalt daraufgieng, daß er auchdie crone, so er sich zum voraus hatte machen lassen, verkauffen mu-ste, und ihm nichts als ein silberner trinck-becher übrig blieb; undendlich rissen auch die kranckheiten wegen der allzugrossen Hitze em,die ihn zuletzt selbst ergriffen, wie er dann ohne weitere Verrichtungden 20 sepr. i z 84 starb, und dadurch seinem gegner die crone ru-hig ließ. Von seiner gemahlin Maria, des Hertzogs Caroli vonBretagne tochter,hatte er gezeuget Ludovicum und Carolum,davonder erste, von dein der folgende articul handelt, den tttul eines Kö-nigs von Neavolis, der andere aber eines Printzen von Larento an-genommen. ÜL OLd/. IM. I4cspo!. out. 6e

Trance c. r p,; 18. UM. 6e krsnce t. r col.771 tg- comt.

6sprov. inrrocl. sci kill. Lsiol. VI.

ludovicusII,gebohren dcn7oct. an.i)77,tucce6ii-lesein^vater Ludovico I noch sehr jung, unter der Vormund,chafft fernerMutter Maria, einer sehr klugen Fürstin, welche gleich nach demtod ihres gemahls diesen ihren söhn von dem Pabst Elemente v itan. i;8? zuAvianonzum König von Napoli errennen, und lymdie invcstirur desselben reichen ließ , woraus bald alle stadte in Pro­ vence theils durch gute, theils durch gewalt, sich ihm unterwarf-fen. In Neapel aber ward er nicht ehe als an. - )86 ?em woCarolivon Durazzo, angenommen, da das gasitze Reich bis auf diestadtCareta des Caroli söhn Ladislaum, verließ. Als aber ami 9°derPabstBonifaciusIX,Ladislao die wvcMcur relchte,und ihm m tgeld beystunde nahm dessen parlhey zu, und obgleich Ludovicus mireiner mannschaffr nach Neapel kam, muste er doch, nachdemLavlSlaus Neapel und andere städte erobert, wieder vergeblich nachFrankreich zurückgehen, und das Reich seinem gegner uberlageri.Er machte aber a. 1409 ein bündniß mit denPlsanern undslorentttnern, desgleichen mir demPabst Alerandro V,der aufdem^o^mozu Pisg zum Pabst erwählt worden,und ihm die von Nea-

pel bestätigte und nahm hernach einen zug wider Ladlsiaum vor,trieb ihn aus Rom , und gewann an. 14 r» eine schlacht bey Nvccaiec-

lud

26^

wenn

Reich in seine gemalt b-kom?n^ ^le, würde er ihn nebst dem. gewartet, hatte er weder das Reu-b nom ibr

bis an den dr'tten ta» , P«cy erobert haben; da er aber

bekommen. Und 0 ae.chah es b "as Reich noch ihn

SHrEsWWN

^ vnNlzza kriege. Er war ein aufrichtiaer unb mildern-s, bwem so zarten gewissen, daß er gegen das ende iei-

dor aüe, die er etwa», beleidiget haben möchte, um Verzeihungbat- Er starb zu Angers den 29 apr. -4.7. An-4°°katteerM

Aragonien tvchterunbe?-^ch ihres Vaters Martini wd, mitfrommen/ Üiiien Nachfolger, Renatum den

/ Grafen von Mame, Mariam, des Königs

Franckreich,und Jolantham, des Hertzogs von Bre­ tagne gemahlm. L L«j>-?-»orrer« IM. I>Icsp. Sc

blff. cie prov. bist 6 c krsnce r. r col. 777 Ifig.798.89>

Ludovicus III, gebohren an. 140; den 24 sept. iuc«6,rte jetzt-gedachtem iciliem vater,und ließ sich durch des Pabsts Martini V,wie auchSsorzia verheissung inJtalien ziehen,JohannamII Kvni-n -» ssdr gee imo gvtilostPrtt.lzeßinwon dem thro-

ne zu sturtzen. Allem Alphonsus, Ksnlg m Aragonie» undSicilien,nahm Johannam in seinen schütz, weil sie ihn an svhncs stall anqe,nomen hatte, und Sforzia verglich sich mit ihm in der güke,daß al.so Ludovicus,ohne etwas auszurichten,wiederum zurücke gehen mu-ste. Doch eine zertlang hernach widerrief sie die mit Alpbvnso ein-gegangene rrsüsren, und säoprikte Ludovicum, ließ solchen alsoforlm Italien kommen, verschaffte, daß ihre Unterthanen selbigen vorihren cron-erben erkennen musten, und gab ihm das HertzogihumCalabna. An. 142; eroberte Alphonsus aufseiner rückreise in Ara-gonien Marsilien,Ludovicus aber undJohanna trieben dieSpanieraus Napoli,und an. 1429 gewann der König die schlachtbryAquila;weil er aber ein sehr schwacher und kräncklicher Herr war, starb ersehr frühzeitig zuCosenza den 4Nvv.a.i4;4,seinen bruder Renatumzum furcessore hinterlassend, weil er von Margaretba, des HervogsAmadei VIII in Savoyen tochter, keine kinder gehabt. coSEt-s

bin. dlespoj. öc bist. krov. LkL-rH- kill. Nskrsn.

ce. kÄtro l. 7 6c rebu; ^eik. Altonss

Ludovicus, ein König von einem theile Siciliens, war Petrrsöhn aus dem Hause der Fürsten von Aragonien , so von Petro IIIherstamnile, welcher sich mit Csnstantia, Manfred! deS KaystrSFriderici natürlichen sohns tochter,vermählte, um welcher heyrathwillen seine nachkommen auf diesesKönigreich P^r. n 6 on machte».Gedachter Ludovicus iuc«e6i> te seinem vater an. 1)42, und weil erdazumal nur; jähr alt war, nahm sein vaker unterdessen die regie-rung über sich. Er starb an. 1;;;, worauf sein bruder Fribericusder einfältige ihm luccsckrte. LL02,.,»annsi.

. Ludovicus von Durazzo,GrafvonGravina undMorona,Jo-bannis von Anjou oder Sicilien anderer söhn,welcher Caroli II deslahmen/Königs inSicilien,8ter söhn ivar, vonCarolo vonFranck-reich, Grafen von Anivu, des heiligen Ludovici bruder, hcrstam-mend. Er !'ucce6irle seinem bruder Carolo, Hertzvg von Durazzo und Lvuverneur des Königreichs Napoli, welches eben dcrselbigeist, welchen Ludovicus, Königin Ungarn , an. 1)47 hinrichten ließ,weil er vermeinte daß er seinen bruder Andream hatte erwürgenlasten. Nicht viel ungleicher gieng eS auch diesem Ludovico, sinke,mal ihm an.-für zu Napoli, auf der KöniginJohannä I anstifftenmit giffl vergeben wurde. Er zeugte mit seiner gemahlin Marga-retha, Roberti von 8.Qcverino,Grafen von Carigliano tochter,Ca-rolum, welcher der friede.oder kleine König von Napoli beyge-nannt wurde.

Ludovicus / von Larento, Philipvi söhn, und Caroli deslahmen enckel,vermählte sich an. 1)46 mit Johanna,Komgin vonNapoli und Gräfin von Provence , Caroli seines leiblichen nefttttochter. Man beschuldigte ihn, daß er an deS Komgs Andreä todmit schuld gehabt habe. Er gieng mit der Konigm nach Provenceals Lndovicus König in Ungarn seines bruders tob zu rächen kam.An. i z?2 wurde diese fache m der gute beygelegt. Ludovicus starbden 6 may an. i;6r. Man sagt, daß er den Ritter-orden s n°6»oder des knolens Misstet habe. Er hatte - tochter we che gantzjung starben L-Le»»/. kill. 6i dtsxoN. <Sc b>k. 6s

kwv. ( sthe Rnoten-Ritter.) .

Ludovicus/ Bsschoffvon ToulousestvarCaro iII,Kömgs von^keriifalem und'Stcilien anderer söhn. Ob er gleich ansehnlichelänLÄ dätte erben können, so gefiel ihm dennoch das kloster-lebenweit besser,als die unruhe,welche mit der weltlichen regierung pflegtverknüpffc zu seyn- An. 1288 muste er nebst ,einem bruder für sei-nen vater, we eher von Jacobo, dem König m Aragonien , war ge-s^ worvm , ei,ien g^ abgeben. Nach seiner zuruckkuiMnobm er den Franciscaner-bsk» an, worauf ihn Bomfaclus VIII' machte,und des geringen alters halben

? R st L aber be L,daLL stm D-scho^mk an dem

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csnonilirte ihn den 2Z M. «N. ^ s

III theil. ^