/
M an. 164s mit bey der belagerung vor Arras , und r jatzr ber-iiach bey Perpignan . Hierauf wurde er zum General über die Kö-nigliche armee gemacht- und erhielt den 19 man an. 164? im 22jähr seines alters den berühmten sieg bey Rocrö«. Im folacndenjähr schlug er die Bayern in dem treffen bey Friburg den; und 5gug., und eroberte Phillppsbuvg, Mayntz und andere örrer An164; den; aug. gewann er die schlacht beyNördlingen,ünd erober-tem folgendem jähr Dynkrrchen. An. 1646 starb sein valter, wel.chem er so wohl in der wurde eines Königlichen Hofmeisters , alsauch in dem gouvernemei» von BurglMdkn , Breffe und Berry
iucce-lirte. An. 164? comm-n^i-te er die Königlichen rrouppen in. Catalonicn,allwo er bey der belagerung der stadt Lerida unglücklichwar-hernach aber das cgkeU Ager an den Aragonischen gründen er-oberte, und Constantin entsatzte. An. 1648 gewann er die schlachtLens in Flandern . Als gleich darauf die bekandte Paristschc Unru-hen vorfielen, da so wohl das Parlament als gantze volck den Car dinal Mazarin kurtzum von denen geschafften und aus dem Reichipeg haben wollen, erklärte sich der Printz großmüthig für den Hof,und versprach der Königin, den Mazarin wieder in die stadt einzu-fübren.Wor<rufer dann Paris blc>gr>irte,Charenton, so die Pariser mit einigen linien umgeben hatten,in angesicht dieser mit stürmen-der Hand eroberte, und sonst die stadt von denen meisten feiten der«gestalt einfperrete, daß sie endlich fast nach des Hofs willen einenverglich treffen mußte,und der Cardinal würcklich in beglcilung desPrintzen fast im triumph zurück käme. Welche that an dem Prin-tzen um so höher zu schätzen, als er kaum zwölff, die stadt Paris aber auf die hundert tausend mann in den Waffen hatte. Mein esentspanne sich gleich nach dieiem, vielleicht eben wegen grosse dergeleisteten gütthatmnd weil derPrintz allzuviel danck fordern moch-te, zwischen ihm und dem Cardinal ein zimlicher Widerwillen, wel-cher endlich, da Mazarin einmal bey der Königin alles vermochte,dahin ausschluge, daß der Printz nebst seinem druder, dem Prin-tzen von Conty, und dem Hertzog von Longueville, seinem schwagerden 18 ja», an. i6;o zu Paris in arrest genommen, und nach Vm-cennes gebrächt, von bannen ferners gen Marcoussi, und endlichNacherHavre 6- Gracegeführetwurde; allein sowohl die liebe ge«gen den Printzen,als der haß wider Mazarin , wie nicht weniger eingewisser zwischen dem Printzen und denen krunäsu^ heimlich ge-schlossener verglich machte bald alles wiederum reg,dergestalten,daßher Cardinal die unmüglichkcit vorsehend einem so grossen weiterju widerstehen, den schluß fasscte, denPrintzen im «amen der Köni-gin selbst wieder auf freyen fuß zu stellen,und für sich auf einige zeitaus dem Königreich zu weichen. Also kündigte er den gefangenenPrintzen am i z fedr. zu Havre 6s Grace ihre erledigung, selbst an,und dem von Conde ward kurtz hernach das Zouvsrncmcnr vonGuienne gegeben-Allein weil doch das mißtrauen allezeit fort wah-ren, und der Printz, wegen dem grossen gemalt, deü Mazarin alle-zeit bey hofhalte, als w-lchen epöbschon abwesend, durch ftineem-sendende rathschläge bestemdig fortfuhr zu regieren,sich besorgte,»»»neuem gefangen genommen zu werden; gieng er endlich auf einenhierüber empfangenen, wiewohl falschen bericht neuer dingen vonParis , allwo sich damahlcn der Hof auffhielte, hinweg ; welches sogleich zu einem neuen krieg anläß gab. An. den 2 just ließ ereine sonderbare prob seiner tapfferkeit in dem gefecht bey der Vor-stadt von Paris , 8. Antoine, sehen, und weiter mehr und Mehrvondemhofversolgt, seineparthey indem Reich sich vermindert,Mazarin hingegen wieder an den Hof zurück beruffen wurde, gienger in die Niederlande , allwo er den Spaniern gute dienste that,Nicht alleindurch den luccurs. den er in Cambray brachte, sondernauch durch diedie er bey dem entsatz der stadt Ätrasden25 aug. an. 1654 nahm. An. i6;ü nöthigte er die Frantzoftn vorValenciennes die belagerung aufzuheben, indem er das einte davorstehende lager, so der ^sreckri 6s Hocejumcourt Lomm-mrllrte, auff»schlüge; und an. 1658 den 14 jun. legte er eine sonderbare probseiner tapfferkeit in dem treffen bey Dvnkirchen ab ; obschon zu-letzt der sieg aufderFrantzösischen feite blieb. An. 165^, da detPirenässchk frieden geschlossen wurde, käm er, vermög dessen mFranckreich, und wurde wiederum in des Königs gnade auffge»nommen.An. 16S8 stund er bey dem König in erobernng derrKs-LomrL. ingleichen an. 1672beydemeinfallin Holland, allwoer im übersetzen durch den Rhein bey Tollfuys verwundet wurde/Und legte sonderlich grosse ehre ein in der berühmten schlacht beySeneff, den io aug. an. 1674. Bald hernach entsetzte er Aude.narde, conmkuirfe an. 167z viel zur erobernng Limbukg, und com--ii-n6irte nach des Turenne tod in Teutschland. Seine gemahnnwar Clara Clementia 6s Mailft, Hertzogin von Fronsac, mit wel.cher er Henricum Julium von Bourbon/den Hertzog vonEngmen,gezeugtt.Er starb ü. 1687 den i i decc zu Fontaineblean. Sem lebenist doppelt beschrieben durch Pierre Coste , unter dem tttul: b>llo,rs
6e l^ouir 6s kourkon II 6u nom ?rince 6s Lc>n6^. Lolognc cnsr g ^
und durch I- Brune unter dem tikiil: ^lemoire- pour 5srv>r L
! liiüoire cie L>oui§ kciuiiron ?rince <Üon6e > öoloßn« LNS 2 ! lerrs
UrnsLu i 69z in r theilen. *
Lildovims von Bourbon/ erstlich Graf , ^"iach HertzogsvnMontpenster, war Ludovici Printzen vonRoche-lur Ion, wyn,gebvhren den iojun. i; i z.UnlcrFrancisco I MdHennco 11 bedeu-tete er nicht viel, und ward weder bey hof noch bey der armee befür.deck,ausser daß15 z 8 Mönipensierzum Hertzogthum gemachtward,und daß er eine compLgmc gcns 6'Lrins5 zu commLn6l-en rrlegie-wc^che hindanfttzung nian dem haß gegen, das hällß Bouchon , wegendes cvnnellrkeis Carls vonBourbvn zuschreibt. Nichts desto we-niger ließ er sich in allen geleqenheiten wol sehen, und war stäts veyden armeen, wo es was zu thun gab, wie er sich dennm vsrtchMM
271
Unl^rAmchcoll^ worden;
raine, umihneinjmcbiäTrn ^
Navärra ulid Printzen von ^ ^ zu dem König von
ZstWMMWZ
n L d s LL'ß NEra wo älteste! Prmtz Ä gsd'KUm r HeZwnÄk ^rchgantz Franckreich werden solle
^ bauß Mompensier, trachtete auch, wie
°ernav 7 n^'^?''^' ymdern möchte.Bald nach der^buna Rberms zu der Königlichen sab-
Hertzog vonGuisedurchaus den rang^welll6,M.^Ä ^ anmaßte,woraus es zu grosserMnnÄD?'* glommen wäre, wenn nicht der König dem vonLotten hatte,vollend nachRbeims zu kommen,wor»mißvergnügt ward, auch nachqehenos, da der Hertzogund der Kömq ihm das cümniaENlchknur den fuchs keines Wegs recht dassliuch dem Hertzog zu einem voctheNyastlen ver«^alff. Hernach genekh er einst über diese fach mit demvon Revers m einen harten wort-wechsel, der deynah zu ei->ner öffentlichen femdseligkeit ausgeschla^en wäre. Zum wenigstenbewog den Hertzog von Mompenstec bleser Handel so wohl, als ousMißvergnügen über den Hof, baß er sich auf die letzre toll den Hugsnolten einiger maffen verband, denen er sonst so gehäßig gewesenwar, baß er m seinen kriegen ihnen selten die abaereveea veraleichoviell, und die gefangenen manns-personeN gemeinigiich tödrcn, dasfrauenzunmer aber verunehren ließ. Er starb aus seinem schloßCyamplgni den 2z sept.1582.Er war ein tapffererHerrwer ftyr vielauf,eme ehre hielt, aber geitzig und in seinen entschlüsselt unbestän-dig- der Catholischen religivn und deren Übungen war er unge-mem eisrig, und wolle sich Ludwig dem heiligen gleich stellen- abeerm religions-eifer bezeigte er viel grausamkeit. Anfänglich war erder ärmste Printz von gantz Franckreich, und verließ doch einensehr grossen rechlhum. Seine beyden gemahlinnen sind merckwür-big. Die erste war Iacvbiua von Longw'uie,welche theils an denFrantzöstschcn staats-geschäfften viel theil hatte, theils seine priv-e-angelegenheiten in guten stand brachte, und von der verließ er einenlohn Franciftum- Die andere, Cakharina von Güift, ist in den ligi-glichen handeln hekatidt.csj)rtLjttLS krsrrcvjz rom. z.
Ludsvicits von BoürVöjj / OräfM Söissönß- je. CärokkvönBourbon undAnnä vonMontasie söhn,gebvhren zuParisden 1 rmap an. - 604,ließ seine tapfferkeit in dem krieg wider dif Protestan-ten und sonderlich in dem treffen bey Nie in Pöitou sehen, und wasunterdessen, da der König in Bretagne teißte/ 6snsrs>-i->surcnLm:über die Königlichen rroux>psn und 6i-E> e des Staats - Raths.Rachgebcnbs an. lüöZgicllger mitdemKvnigvorRocheUe,undfoftgends iiiJtalieli-Än.lszc- c«mmsn6ule er die armer inChaMpagne^woselbst erin der schlacht beyIvoy 2oooCröaten sch!üg,ünd diestadkCordle mit ->cco-6 eroberte. Nicht lang hernach kam er in Verdachtsdamienhero ihm erlaubt wurde, sich Nach Sedan zu begeben, allwser 4 gantze jähr blich allein endlich wurde er dieser emsamkeit uber--drüßig,schlug sich Zu denSpantern unter dem Grafen von Lcimboy/und halffdenMarfchaUvonCoatillon unweitScvan den 6 ,ul.iS4rerlegen,wurde aber,da er den sieg allzuditzig verfdlgen wolle, Mit ei«Nem pistolemfthuß ebener Massen qelödtetzwiewobt aüdere debaupften, der ihn erschossen, wäre aus seinen eigenen leüthen, und diesenstreich zu thun bestellt gewesen. Er blieb unverheyrathehnnd hmter-ließ einen natürlichen söhn, mit namen Luddvicus Henricüs, Rit-ter von Soissons , Abt von Coussure, gebohre« z« Sedan an.1640, und legikimiret an. 164z, hat sich mich einen Printzen vonNeuf-Chatel genetiNet. * . . ^ '
Mdöviküs von Döürbdn / bet erste viestS namens, Graf
zuElermont und zu Sancerre, Dauphin von Auvergne/rc. genaimt
tard um oas rayr 1480,urw wurv
rathete znerst'Iohannam,die eintztge tochterBeraldi deslllHrafestvvnClermsnt und Dauphin von Äuvergne,von welcher er keine k>n-der bekommen. Am 1441 verband er sich zum andern mal mit Gas
w»7d,M«M7rLMM
"Lüvodiiü««°»s-mbsn, MB»so»«
f.nÄLL»L-»°S « LMM-