Band 
Dritter Theil
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Amer aufdes stchtzigiahrigenIohannis,Hertzogs von Berrycheyla-ser mit der zwölffjährizen tochler desGrafen von Bretagne befand,und mir diesem brautigam in einen wort-wechsel über die lehn kerr'schafft von Boulogne gerieth, die er seines orts sich als Grafen vonFlandern zuschrieb, da es hingegen der Hertzog läugnete, ereifertesich dieser letztere dergestalt,daß er seinen dolch nach ihmwarff, wo-mit er ihn so sehr verwundete, daß er den .dritten tag sterben mnsteSeine tochterMargaretha,welche anPhilippum den kühnen/sber-tzog von Burgund , vermählt war, tuc^i-le ihm in Flandern , Me-cheln,Revers UNdRhetel. 60/rE tritt, cics Seizneursct'LnZm-ir.tsieLsrL/ tritt. krxnce rom , 2 p. 49/, ;io, ;>r, ^,7.

Lardinäle/ Bischösse und andere geistliche Personen»

Ludovicusvon Lothringen/Cardinal von Guise, Ertz-Bischofs zu Rbeims,war Francifci, desHertzvgs vonGuise,so in derbelagerung vonOrleans gelödtet wurde,undAnnä vonEste söhn,undHenrici I, des Hertzogs von Guise bruder.Er K-cc--ke seinem Vet-ter Carolo, dem Cardinal in dem Ertz-Bißrhum Rheims, war einsehr ehrgeiziger Herr, und einer von den vornehmsten ligisten, wel-che unter dem falschen vorwand der religion die Frantzösische mo»mechie über den Haussen zu werffen suchten. Als der König Heuri-cusHI des Hertzogs von Guise anschlüge so gar schädlich erkannte,ließ er denselben an. i?;8 zu Divis hinrichten. Zu eben derselbigcnzeit wurde auch dieser Cardinal sein bruder nebst dem Ertz- BischofsPetra a Espinac zu Lyon,so gleichfalls einer der vornehmsten ligistenwar, gefangen, und den tag nach des Hertzogs cxecmion gelobtet»Man findet in dem brief, welchen der König an den Cardinal vonJoyeusenachRom geschrieben,datz derCardinal von Guise sich öff-ters verlauten lassen, er wolle nicht eher sterben, als bis er den Kö-nig bescheren und in ein kloster gestossen haben würde.^-».cc>r.

;jm> cle Is morr lle XI. <is Luise, In!i. lles Lsrlirusux.

i. 9? L-c-

Ludovicus / Hertzog von Vendome und Cardinal, ein söhnCasaris, Hertzogs von Vendome, welcher Henrici IV natürlichersöhn war, den er mitFrancisca von Lothringen,Hertzogin vonMer-cöur, gezeugt hatte, gebohren an. 1612. An. iLzo gieng er mitdem König Lndovico XIII in Savoyen , und diente nach seiner zu-rückkunffc als voiontsirm Holland, allwo er an.;i derschlachtbey Ryffel beywohnte. An. i6z§ war er in der schlackst bey Avein,an. iszs in der belagerung der stadt Corbie , an- i6;y vorHesdin,und an. 1640 vor Arras , in welcher letzten belagerung er verwun-det wurde,da er die linien soi-ci^n wolte. An. i6;c> schickte ihn derKönig als Vice RL in Catalonien . An.l6;6nahm ernebst dem Her-tzvg von Modena Valenzia am Po ein. An. i6z i vermählte er sichmit Laura Mancini,desCardina !sMazarini base,mit welcher erLu-dovicum Iosephum,Hertzog von Vendome, und Philippum,Groß-von Franckreich des Malteser-ordens, zeugte. An. i6;?den 8 sebr. starb diese seine gemahlin, worauf er in den geistlichenstand trat,und von dem PadstAlexandro VII den 7 mark. an. 1667zum Cardinal gemacht wurde. Worauf er nach r jähren zu Air inProvence den 6 aug. an. 1669 gestorben.

Ludovicus / Bischofs zu Lüttig / war ein söhn Hertzogs Caro.!i I von Bourdon. Seine wähl geschahe an. 14? V und fand c-r beyden Lästigern eine unerträgliche degierdezu herrschen. Anfangsgimg er einen gelinden weg / nachdem es aber dadurch immer är-ger ward/ solle der könig Ludovicus XI in Franckreich an. 146;schirdsmann seyn; er bezeigte sich aber so parthemsch / daß der Bi-schvffnicht damit zufrieden war / sondern seinen sitz nach Mastnchtverlegte/ und das gantze Stifft in den dann that / welchen bann sowol Padst i-iu, II als Paulus II bekräfftigek. Es kehrten sich aberdie Lustiger daran nicht/ sondern erwählten an. i464Marcum/Marggrafen von Baden/ zum Bischoff. Bey dessen etnzugewardie sende der Lustiger so groß / daß sie allenthalben Ludomel waa-pen herab rissen / und wer demselben nur den titul cmeS Blschoffsbeylegte / der halte gleich das leben verwirckck. Es stunde aber demneuen Bischofs Marco das verfahren der Lustigerm vielen dingenn'.chr an/ und weil er leichte den schlimmen ausgang voraus Wenkvntt/ so machte er sich an. 1465 bey belagerung des stadtlemS Fat-ckendurg aus dem staube / ließ auch so gar seinen grossen schätz rmstiche/ damit seine flucht desto verborgener blieb. Unterdessen hakteLuvovicuS bey dem Hertzoge Philippo Bono in Burgundten unddessen söhne Carolo dem kühnen/ hülffs-völcker erhalten/ welchean. 1466 vor Lüttig gtengen; es kam aber bald daraus zu einemvergleich/ welcher hauptsächlich darinnen bestund / vaß dle Luttt-ger sich ihrem Bischösse Ludoviconnterwerffen/ an Burgundi nzooooo/ an den Bischofs aber 10°°°° gülden bezahlen/ und aneverjagte roiiruiren sollen. Es hatten aber die Burgundrer nur denrücken gewendet / so traten die Lustiger aufdie Hinterbeine/ undbegehrten den Vischoffnicht in die stadt zu lassen; wfll auch vielewohlhabende bürgrr bey diesen aus der siade gewichen

waren / so entstund eine rotte / welche sich dle allttrten vom grünenMelke nemirtcn; deren absehen war/ der ausgelrcstencn lamilienthr haab und gut an sich zu bringen. Hleraufkam der Bmgmidi-sche Priutz Carolus noch in voracdachtem 1ahrezuman d cni malem das Stifft / und machte zuerst die feste stadt Dmant dem erdbo-

dm gleich/ nachdem die einwvhnec theilsundergestvffen/ theils

aber in die Masse gemorsten waren / dlv auf wemgc/ die steh mirder flucht gerettet harten. Die Lustiger versahen sich h craus nlchlSgutes / und wurden deßwegen in einem auflanffe mime von oenradelsführern niedergemacht; aber der vornehmste RmoUeHmwar entwischt. Die Bnrquiidier rückten auch vor dw stadt LUsttg /durch vermtktelung deS Grafen von 8. Paul abcr wtstde del' M'.M everglich mit derselben anfgerichtck. Es strfftete glctch vatanfvolgrdachler haupt-rebelie Naso eine neue unruhe an/ und wmoe mr

lud

" '"?^^Llffcn / und die stadtgraben ausfüllen ; 4) deni Hertzoge^00000 gülden / künftig aber alle jähr Mdmb"Olen, V die vornehmsten aus dem rathe und der bürgerschafft/.^Uchwrdec den Btschoffempörck / mit weib und kindern aus der/ und ü) dem Bischösse aufs neue huldigen undthm allen erlittenen schaden ersetzen selten. Die neue regiments-ver-Lulkigrrn nicht allerdings recht anstehen - esJadeit sich deßwegen nr kurtzer zeit bey die zoooo einwohner an»

^vhm/ darunter auch gedachter Raso gewesen/ und weil mit»Aw"ie der Konrg m Franckreich mit dem Hertzoge Carolo inBurgundten rn rmwlllen gerathen war / so fanden sich an. 14S8 et-liche kscadronen verlauffener Frantzosen in Lüttich ein / die schrienauf allen gaffen-. Es lebe der Nomg in Franckreich! Damitkamen die verjagten wieder in die stadt/ die Burgundische besä.tzung ward heraus gejagt / die maurcn wurden mit grosser ae-schMnbigkktk wieder gebauet/ und mit einem wvrte die stadtin denstand gesetzet sich zu wehren. So bald Hertzog CarviuS von diesemtumultr Nachricht erhielt / schloß er zu Peronns in aller stille mitdem Komge m Franckmch einen srieven/ und nahm sich vor/ dierebellische stadt endlich unter das ,vch zu dringen. ' Weil auch derKvnig m Franckreich beschuldigt ward/ als wenn er Lustig aufsneue aufgehetzet hätte / so behielt er denselben als einen gefangenenbeych / und nöthigte ihn / daß er mit ihm in versöhn vor gedachtestadt ziehen mnste. Der BifchoffLudovicus lebte unterdessen tnitsci-nen a-itiLrsmen zu Longern in freuden; in einer nacht aber warder von einer parchey der Lustiger unvermmhet überfallen / undnebst dem Pabstlichen Nuncio gefangen nach Lüttig gebracht. Alsnun Carolus zum letzten mal mir 100000 mann vor die stadt rück-te / ward Ludovtcus loßgclaffen / welcher hieraus zu dem Hertzog/mit welchem er geschwister-kmd war / ins lager zog / und eine vor-bitte vor die stadt einlegte; allein weil Carolus einen schwur beydem H. Andrea gethan / daß in Lüttig kein stein auf dem andernbleiben solle/so ward der ort bestürmet/ und aufs erbärmlichstedarinnen gehanset. Diejenige / so sich aufgnade und ungnade er»geben hatten/lwurden auf schiffen nachMastrichl geschickk/es warenaber die schiffe mit fieiß durchlöchert / daß sie alle ersauffen müssen.Ludovicus regierte nach diesem noch 14 iahr / und ward an. 148«von Wilhelms/ Grasen von der Marck/ in einem scharmützel er-schlagen« 1cri^>t rer. Ueoci. L««//»«» in Iib. r rer. ,-cacI»

Niti. kpitc. I^cocl.

Ludovicus von Granada / ein Dominicaner / war am i;o4zu Granadagedohren/ sein vattr aber war aus Soria gebürtig.Er wartn dem Hause des Grafen vonLcndilla amerzogen/ beydem er durch eine gar sonderbare degebenbeit bekannt worden.Nach diesem nahm erden orden des heiligen Dominier an / da ihnseine Verdienste zu den höchsten bedienungen erbudm. Die Königevon Portugall und Spanien bezeigten durch ihr vertrauen zurgnüge /was sie vor -Kim von ihm machten. Sems becedsamkertwird als gründlich und christlich heraus gestrichen. Er erhielt zuGrauada so wol wegen seiner predigten als schrillten vor allen denpreiß/ inmaffen die gelehrten die leisten, bewundern / und andach.tigc seelen sich damit trösten sollen. Der Padst GregonuS XIII.unterdessen regrerung seine bücher bekannt worden / hat dem Eo«selbst das lob ertheilet/ daß er durch «-i-rung derselben den mcnscyenmehr genutzet/ als wenn er todte aufgewecket/ und blinde jeyendgemacht hätte. Er hat dir geistlichen ehren-stcllen allezeit ausgeschla.gen/ und hingegen seinem berühmten freunde/ Dartholo-mäv -ie Xi»rr7ribus > das Ertz-Bißthum Braga m Pormgallanzunehmen befohlen.Er starb an. i c 88 den ? - dec. Teme orden^drüder erwehnrn seiner in ihren schrillten gar offt. Wrr huben auchsein leben / welches bey seinen in unterschiedene sprachen übersetztenwercken voran gesetztt ist.

Ludovrsi/ eine ansehnliche familic, welche aus den vornehm-sien aesthlechkem zu Bologna feinen urjprnng gehavr,, und von^tobänna, Königin in Reapolis, unter den Adel ihres Königreichs

äufaenomenworben.AieranderLubovici bestieg an.lüri,uMerdem

namei Greaorii XV,den Päbstlichen studl.Vem bruder,DonHo-' r söbnenüLurovlciis warCarbmal -

Nsckmm an .6?r erfolgten tob denIesmten em -Mum von

stenthumPMK

an. 1 6z 4 diestsFürjte»tyu 1 n v n o,» i?rantrosen, in dem dama-