»L über die gedachte insirl bestellet. Er starb an. r§6; «nd hinter-ließ Iohannem Baptistam,welcher an. 1698 mit lvd abgieng,nach-dem ereweneintzrgen Printzen gezeugt,der ihm an. 1700 in dem an-dern jähr seines alters in die ewiakett nachgefolget, mithin diesesgeschlecht beschlossen^« denn dasFürstenthumPiombino an des vor.gedachtenJ»hannisBapttstäschwester,AnnamMariam,gefallen,so«ls eine Nonne den 27 nov. 170» gestorben, da die andere schwesterOlympia esaeerbet, und ihrem gemahhGregorio Buoncempagno,Hcrtzog zu Sora, zugebracht. ,«--1,. Lui, ?. ».
so hieß das hauß,darinnen sich die zl-lliswr-, zuRom«nd in andern städren aufhalten und ex-r-.-en musten. Sie wohn-ten jeder in einer absonderlichm zelle, und ihr vorgesetzter hieß nSie hatten auch einen «-llicum. der fle, wenn ihnen etwasjustieß, curirte. Kom. ver. z, 7. I2Z.
-Ludwell/sWilhelinus) ein bekandter Rechts-gelehrtcr,wurdezu Elhingen in Preussen an.i 589 den 2» nov. von vornehmen eitern«edohren. Nachdem er den gründ zu den wissenschafften auf demstjner gedurts - stadt geleget, gieng er nach Königsberg ,und blieb daselbst anderthalb jähr, die rechte zu lernen. Nach dieserreit gieng erwieder nach hauß, und bald darauf nach Zamoseie inPolen , allwo er; gantze jähr verblieben, um die rechte gründlich zufassen,da er dann von ÄdrianoRomano,einemDomherrn zuWürtz-burg, gar viel gutes empfieng. An. i6n begleitete er die Elbing »-schen Deputirten aufden Warschauischen Reichs-tag, allwo demChurfürsten Iohanni Sigismunbo zu Brandenburg da» Hcrtzog-thumPreussen zu leben aufgetragen werden solle. An.isi; gieng ermit einigen untergebenen Edelleuten nach Morst,allwo er nebst derrrchtsgelehrsamkeit auch die ptiiioiopkie getrieben. An-1019 erhielter erlaubniß, in-oliegiii ftlbsten zu lesen, da er denn unter andern»8 llilpuracionei über die inllicuriones juttr, wie auch einen cowmci»-»»rium über die ss-ttüriL des Wesenbeeii verfertigte. An. 16; l wur-de ihm die proLllion des jurir fcullLlir aufgetragen, worauf er nochin dem besagten jähr die voÄor-würde annahm, und an 16)4 diexrokeiUoaciii inUirurionulii Imxerirlium, auch Nach einem fahr derx,nöeÄ»rum und endlich des collicis bekam. Inzwischen gebrauch-ten sich viel vornehme Reichs - Fürsten, und absonderlich die stadtNürnberg seines ralhs. Er starb endlich an. »66; den 12 sept. ver-schiedene schriffren hinterlassend, als da sind ausser oben gedachten:
»ommenrsriu» io inlticurione; impcrisler, elc lLgulsr juri» smigui;«oinmentsriuz sll rir, oblizriionibus LsAionibuz; lrSÄrcum <lrvltiiru, voluncLiiblli; ixnypkkjuri» tcuclrli,; procellu« ju-
«Zicurü; ersÄscu» teullsle« v^rü. ja z>rogrLWmrrr. 7>«-
in rkeLkro.
Ludwig/ (Gottftied) ist an. 1670 den 26ocr. in der Ober-Laußnitz in dem dvrff Baruth , ( allwo sein vatter Priester wäre)gebohrcn worden. Den gründ zu seiner nach der Hand erlangtengrossen gelebrtheit, hat er in der schule zu Bautzen von an. 168; ge-legt, und hernach sich an. 1689 aas die Universität nacher Leiptziggewendet, allwo er sein ibme von der natur zugelegtes rrlcm tref-ilch angewendt, Uiid aN. 1691 deN8"lluu, in?tiiloii,xbi»
erlange». An. 1694 wurde er e<u>r-eeor der schule zu St. Nicolaiin Leiptzig. An. «696 keSor des H.nnebrrgischen L>mn-6i zuSchleusingen , allwoer bis an. 171; gestanden, da er zum vireLo-»r des Hcrtzn lichen Coburgischen L)-w„Liii beruffen worden, wor-auf er an. »7 >4 den 6r»llum vo6tors>ein IN rbcoloxis, aufder Uni-versität zu Alldorff angenommen, nachdeme er vorbero eine viipu -rLkinn.llc >sin e Isnqwnis 2nre «li UVILNN gehalten hatte. Er hat sichdurch viele gelehrte schrifften herfürgetdan, weiche theils in demdücher-faal, theils auch von ihmc selbst in feiner «Utori» xector.8ct"-uiinxcnii»m , wie auch «n dem gelehrten Eoburg , so an, 1718heraus gekommen, angeführt werden. Über dieses sind nach derHand, in der gelehrten weit erschienen. Lo,nmem,cio in
Lreckiclew üe _li»»mrl lpecirrim Lrecln«i>rium. ellit. »n. 1710. L»cr-eiiSkHicolog I^illoric«. in k-nsricvrui» <_kriltu« in nobi« Lc. eclir.»n. >71». Oiüenrrio in !6eniori»in -illilvi inrezi-i. eclir. 17»; §s warder ansang von seiner im sinne gehabten Kirchen-History. Irene
1.uclier»n». liignNL lllullr. 6>lnnzgi Lrlimie Lotzuxz. chc. Ex hat
aber an. 1^24 den 21 apr. fein leben beschlossen,
6nn»>. 7:4 num XX ;> 9 . ^
Ludwigsdurg / ist ein kostbarer pallast des HertzogS vonWüttemdcrg, drey stunden von Stuttgard und eine von Hoben-Asperg. Anfänglich war nur ein kleines lust-gebäude dahin gesetzt,und ist man nicht willens gewefen, ein so m»zni6<zue, werck auszu-führen, biß man endlich daran so viel gebessert gehabt, daß man vorxathsam befunden, etwas rechtes daraus zu machen. Doch setzenalle diejenigen, to den pallast gesehen,daran aus,daß er nicht gar zuwohl gelegen. Indessen ist es eines von den kostbarsten und präch-tigsten gebäudcn in Teutschland, denn es ist durchaus mUliv. Diezimmer sind künstlich KucK-turr, davon die grösten dilder kostbar ver-guldet und mecsiiillret. Die camine sind alle von marmor. Derkostbaren gemählden und schildereyen zu geschweigen.J» der oberner-xe des haudt - gcväudes ist das winjrruren'zimmer, darinnenviel kunstreiche arbeit. Der Hcrtzog Eberhard Ludwig , von wel-chem auch der ort den namen erhalten,hat den ort zu seiner ordent-lichen restdentz genommen, und nebst dem pallast viele kleine gast-höfe, zu dewirtbung derer, so beym Hose zu thun haben , anlegenlassen, hat auch den eimvobnern die pri vücxis zu einer rechten stadtverschaffet. Der fasanen.garten ist ausser streit einer der besten inTeutschland, und ligt vor dieses vieh sehr wohl.
Ludwigsdurg/ ein lust-schloß und cammer-gut des HertzogSvon Sachien-Memungen , unfern Coburg in Francken, bey demdorf Ober-Laurer und dem Wasser Lauter, so in die Jtz fällt, auf ei,»em berge gelegen. Es Hot sonste» die Lauttrdurg geheissen, «nd
haben es die Edelleute von Luter besessen, so aber abgestorben sind.HertzoaErnst Ludwig von Sachsen-Meinungen hat das alte schloßabgerissen und dagegen ein neues setzen lassen, welches er nach sei.nem namen die Ludwigsburg genennet. c<-nk. «E cokmxif.
ckron. p,g. 107.
Lueg/ Crainer. Iamma / ist l) ein berg-schloß, welches m
dem innern theil des Hertzogthnms Crain, so mau Poick nennet,gelegen, und; weilen von Laybach entfernet ist. Es führet den tituleiner Herrschaffc, und ist nach abgang der Herren und Burggra fen dieses namens, in unterschiedliche Hände, letzlich aber an dieGrafen Cobentzel gekommen. 2) Ein in Unter-Crain, eine weilevon Rudolphswenh, gelegenes schloß, welches gleichfals eine Herr-schafft »st, und den Baronen Brenner zustehet. An beyden orten sollkine curieute grvtte zu sehen seyn. ellre lles tteruoN.OLin.
l. 4. L lo.
Luegev/ oder von Lueg/ (Erasmus) ein berühmterräu-ber. Er war aus einem allen Adelichen geschlechtin dem Fürsten »thum Cra»n entsprossen, und setzte sich anfangs an dem Hofe desKuylers Friderici M durch seine tapserkeit in grosses ansehen.Nachdem er aber daselbst das Unglück gehabt, den damaligen Erb.Marichall von Pappenheim an. 148; zu entleiben, r°riri>re er sichauf sem stamm-hauß Lueg, welches in dem gedachten Fürsten-thum Crain aufewem >0 hohen und jähen felsen lag, daß ein einzi-ger mensch gegen eine sehr grosse menge sich mit leichrer mühedarinnen wepren kunte, worzu noch die,es kam, daß es wegen derumliegenden wildniß mst keinem menschen bekannt war. Anstattdaß Lueger hätte zu frieden seyn sollen, an diesem orte verborgenund sicher zu leben, trieb er nicht nur vor seine eigene versöhn stras-sen-raud daraus, sondern gab auch den feindseligen Ungarn aller.Hand anschläge zu grossem Nachtheil des landes. Der Hauptmannzu Tuest, Caspar Räuber, empfieng deswegen von dem Kaystrli-chen Hofe befchl, ihn levcndig oder todt zu liefern. Da nun endlichderselbe sein raud-nest ausgespührt, und die unmüglichkeit gesehen,mit gemalt ihm beyzukommen, bloguitte er das schloß init einigermannsaffc. Doch da er schon eine geraume zeit davor gelegen, ver-rohr er alle Hoffnung, ihn auszuhungern, weil Lueger durch einenheimlichen unlerirrdischen gang so viel proviam bekam, daß er öff-tecszur br-vs-i- die in dem lagerdamit rcK» >tte. Endlich aber ver-rieth ihn sein cammer-diener, aufdessen anzeigung der HanptmaimRäuber die bey sich habende stücke nach dem heimlichen gemachmit solchem lucc-ls richten ließ, daß er durch zwey abgeschvsftne ftl»ftn-stücken darinnen zerschmettert ward; worauf gedachter cam,mer-dicner das veste berg-schloß übergab. Es geschahe dieses zu aus«gange des jahrs 1484, und durch diesen fall soll das geschlccht derervon Lueg gäntzlich erloschen seyn, indem ErasmuS von Barbaravon Tlchernembl, die er allbereit an. 1441 geheyrathet hatte, keineleibes-erden hinterließ. ^2,4/07 ckre Uc-Mgrii. cirin 1 4. c. 7.
kol.;r;. Liinsi. Iib. i. sll an. 14.8). Lä«!
xel ?. r. I e;. c.70. ko>. 440.
Luetenberg / Luttcnberg/ eine feine stadt in Nieder-Stey-ermarck, an» flusse Mur gegen die Ungarischen gräntzen, hat gute»wein-wachs.
ls. 06 ^!ssOi teutsch Lauts / eine von den vier MayländischenLandvogtcyen und zwar die gröste, »nassen in seidiger biß 100 Pfarr-kirchen befindlich. Sielst an. i;i2 von dem Hertzvge von May»land, Maximilians Ssorlia, an die Xll ersten ort der Schwei-tzer, wegen der von denselben geleisteten hülffe, überlassen worden,welche alle zwey jähr -irei-nsriv^ einen Land-Vogt dahin schicken.Der beste ort in solcher xrLkccdur, welcher gleichfals Lugano heilt ,ligt an einem grossen see, welcher daher i> ttsgo lli Lugano genennet»vird. Er hat seine llru-cion zwischen dem u-go m-Moi-s und demComo . Etliche meynen, er sey vor alters mit dem erstemvereiniget und nur eine pfütze oder i-cune davon gewesen, daherauch nachgehend- durch Verwechselung der buchstaben die jetzigebenennung soll entstanden seyn. In der länge hat er ungefähr an-derthalb Teutsche mcilen, und wo er am breitesten ist, etwan; vier-tel meilen ; eS gehen aber unterschiedene 6nu8, sowohl oben alsunten, von ihm in das land hinein. »»
z>. »70, ;s». ibigue l,ävv. in nor. *
Lugatz/ oder Lugos / ein ort in Ober-Ungarn , an den Sie-bendürglschen gräntzen, bey dem fluß Temes, zwischen Temeswar und Karansebcs, allwo an. 169; den 21 ftpt.zwischen einem Kay-serlichen corpo. unter dem General Veteran» und der Turckischenarmce eine sehr blutige »Luv,- vorgegangen. (sihe Raransebes.)
^.ugdus/ einer von den alten Königen der Gallier,,welcher swnem vacer Narboni nachfolgete. Man hält davor, daß er die stadtLyon gedauet habe,welche daher von »hm l.uL<iuauai genennet wor-den. l. memoirer 6» Qsuler r. iz.
Luggaris. (sihe Locarno .) . 4.
-Lugo / lat. r.ucu8 wugulli, l'urri, ^ugutti und 6r- 8»prisn^, »steine stadt und Bischöflicher fitz in derSpaniscdenprovintz Gallina,unter dem krtz-Bischvffvon Conivostell am flusse Minho. Es »steine alte stadt, deren schon Plinius und das sogenannte »em-rrnumLnronini gedencken. Die daselbst beflnblichen däder find noch b!»ll-cc» sehr berühmt. Das erste Onriiium zu Luqo wurde an. e°»gehalten, dessen zweck war, die gräntzen der Bischöflichen»n ordnung zu bringen. An. ;?2 wurde ein anderes daselbst gevai»ten, aufwelches St. Martinus vonBraga 84 ausdenGriechifthei»synocti- genommene und insLateimsche übersetzte capilel oder »no>n«, gleichwie auch viele, so er aus den theiln-der Lateinischenkirchen gezogen, überschickte. Einige sagen noch von einem drittenconciiio welches an. 6io daselbst soll gehalten worden seyn.llc priai. rollröd. Lo«i!»
^ Hugo/