, Luqs/ < Franctscas von) war der ältere bruder des Cardft«als dieses namens, von welchem gleich hernach ein mehrers, vndwurde zu Madrid an. iz8->gebohren. An. 1600 begab er nch'ruSalamancatu die wcietät Jesu, und lehrete die ki-6olopssie g?aM-gehends verlangte er von seinen 8upcriorn, daß man ihm die juaendin dem ersten ansang der Zramm-cic zu unterrichten erlauben möcb-te. Dieses verrichtete er auch mit grossem steiß, doch muste er nach-qebends die iveoioZ.e vorzutragen übernehmen. Hieraufnahm ersich vor , den careclissmum und die Zssmioccic in Indien zu lehrenAllein als er in dieses land gekvmen, trug man ihm die prof-ssions^lkco>oZ-L zu Mexico und Santa Fe auf. Weil er aber niedrigerebedienunqcn haben wolte, entschloß er sich wieder nach Spanien zugehen. Allein es wurde die flotte, woraus er sich befand , von denHolländern angegriffen und zerstreuet, dardey er einen grossen theilvon feinen commcncLrift über die lummLmivcoi»ß,c»m desThvmäAnquinatis verlohren. Er wurde von der provintz Castilien nachRom geschickt, daselbst der achten general-versammlung der Jesui-ten beyzuwohnen, allwo er auch einige zeit verblieb, und so wohleinen censs-rem derer von den Jesuiten heraus gegebenen dücher,als einen Hoiogum des Generals abgab. Weil er aber sahe, daß«dadurch, absonderlich da sein bruder Cardinal worden, nur mehrund mehr in schädliche unruhe gesetzet wurde, gierig er wieder nachSpanien,und bekleidete die stelle eineskEoris bey zweyenEr starb an. iü;r den 17 dec. verschiedene schrifften hinterlassend,
als dasind: eommenezrii inprimam psrtLinS. chbom« 6c vco,Trinilsic 6ccngclis in r toi. in vol.; 6c trcisinenciz ,n genere, baprit-mo, constrmscione 6c s.eucbrrissiL in 4; lliicurlusprLvius s6 Tbcoto-ßiLnimorclcm ssvc 6c principiis nioislibu» sötuum NumLnorumin4 zgu-ellionez moraler 6e tscrrmencis in 4. Locnc/ vibl. 8. 255.
Lugo / (Johannes von) ein Spanischer Jesuit und Cardi-nal, war zu Madrid gebohrcn. Sein vater hielt sich meistens zuSevilien auf, daher sich auch der Cardinal von diesem orte schrieb.Ais er nur z jähr alt war, kunte er bereits gedruckte und geschrie-bene bücher lesen, und in dem 14 jähre seines alters einen lehr-satzim 6 -tpuriren behaupten. Gleich daraufwurde ernachSalamancageschickt, daselbst die rechte zu erlernen, da er dann, seines vatersabmabnungen ungeachtet, an. iüo; ben 6 julii indielaci-tät Jesutrat. Die kluioiopvic erlernte er zu Pampelona, und die TKeoioZlezu Salamanca , und als sein vater gestorben - theilete er, mit de°wiltigung seines bruders, die hinrerlassenschafft unter die Jesuiten zu Sevilien und Salamanca . Hierauf lehrete er die ktsslokipisse;jähr, nach welcher zeit ihm die Urologie zu Valladolid zu lehrenaufgetragen worden. Hierdurch nun erwarb er sich grossen rühm,so daß er nach Rom zu gleicherbedienung vocsrion erhielt, welche erauch/nachdeme er aufseiner dahin reise,welche er durchFranckreichgenommen, verschiedene gefahren solle ausgestanden haben , an,1621 antrat , und 20 jähr rühmlich verwaltete, weil er die ibcoio-ßMM lcKo>La,c.im von gründ aus verstünde,und also kurtz und deut-lich vorstellen kunte. Er gab auch aufbefebl 7 grosse voiumm-infolio von seinen schrifften heraus, darinnen er 6c incsrn,iione 60-
minicz , 6e tgccLmsnrä in genei« 6c 6e eucksrissis , 6e vircure 6c ta-«iLmemo posnirentiL , 6c jussikiL 6c jure, 6e virtuce 6ivin« 66ei und
andern, handelt. Das vierdte volunicn darunter schrieb er demPabst Urdano Vlll zu, welcher sich hierauf seiner in verschiedenenangelegenheiten nützlich bedienet, und ihn an. 164; dcni4dec.zumCardinal gemacht, da er dann den armen gar viel gutes erwiesen,und sonderlich durch freygebige austheilung des zu selbiger zeitnoch sehr raren und kostbaren Pulvers von Cbinchina, so die PP.Jesuiten erst ums jähr i6;c> ausPerou nachEuropa und nachRomgebracht hatten, viele krancke am fieder geheilet, gleichwie er auchbey seinem tobe, so an. 1660 erfolget, seine güter dem profeß-hausedec Jesuiten zu Rom vermacht. Er wurde, wie er es sechstenverlanget, zu den füsscn des Jgnatii Lojola begraben. t,,t,i.
ttiipcn. I0M. I. prg. ;;6. tnbt. tcri^l. Loc. )ctu zrLZ. 471, chgg.
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Lübbeke / eine stadt in dem Brandenburgischen FürstenthumMinden, welche merckwürdig, weil viel Adeliche geschlechter dawohnen. ?-er,F.' UI>6 sscLcs ßcogc.
Lüdben/ eine stadt in der Nieder-Laußmtz an der Spree,von der sie fast rings umstossen, ligr zwey weilen von Luckow und ebenso weit von Calau . Sie gehört dem Hertzoge von Sachsen-Merse-burq. Es wird der Libbemsche cräyß, so auch der Krumspreischeheisset, von ihr benennet. Der ort ist sehr alt ; fein Ursprung aberunbekannt. Etliche halten die Svevos Lygws vor ihre anbauer;andere aber die Lnzizer-Wenden , und 6sriv>ren ihren namen nachder Wendischen spräche von der hohen limmio» Aufdem schlössehat die Landes-Herrfchafft den sitz der regierung von langen jährenher verleget, gestalt auch die aller ersten Kayierl. Verweser, wieauch nachmalige Margqrafen und deren Voigte hier reli6,rt habensollen. Gedachtes schloß ist an. durch den damaligen Land-Vogt, Bohuslaus Felix von Lobkowitz, gantz abgetragen, »nd vongründ aus neu erbaut worden. An. lüööistaufder sämtlichenNieder-Laußnitzischen Stände verlangen an statt der ehemahligenLand-Vogtcy von Hertzog Christian zu Sachsen-Merseburg emeOber-Amts-Regierung eingeführet, und solche in diese stadt verle-get worden; es bestehet aber dieselbe aus einem Prandenten, zweyAdelichen und zwey gelehrten Räthen, welche zahl nachdem mitzwey versöhnen vermehret worden ; so sind auch zwey ln
solchem coließio. Von dieser regierung wird an das hohe land-ge-rjcht cppcNiret, weiches si>6icium König Ludovicus an. i zr6 ange-ordnet, und Kayser Ferdinandus I an. izz/ c»nll,miret bat. Svist auch an. iüü8 ein neues <d»n6llvrium allhier aufgerichtet wor-den , da sonsten em Lkchllliitconsr und folgends ein Oülcislsk des
Stlffts Merssen zur 6lrcÄion des kirchen w-a-ns
mtz allhier gewesen war. Die land ^ NFdcr-Lauß-
jahrlich zwcymay, allhier aebalüm 'md lmidgerichte werden
mannschaffrundOS
reglerungs-stadt insgemein gen n wird ^ ^
ropogr. 8-xon. wp. p. ,rz. 5eqc,. ? k>- 9 -
-^Uveck / lat. I-ubccs oder Qubccum. ist eine arog>
WundemN-edersächsischen cräyse, die vörnLstkum« äüm^ dem fluß Trave in dem Holsteinischen.
Den »rwrung ihres namens kan man so eigentlich nicht wissen'kudb'whet derstlbe aufdloftn muthmassungem sAen ist'^kaum zwey Teullche weilen von der Ost-see abgelegen, an welcher
stad ww ei« Hafen hat, Der fluß Trave umgwt die
gebt auch mitten hindurch,und trägt grosse schiftTravemunde , so der Lubeckische Hafen ist. Die stadt ist sehrund breite straffen, feine marckt Plätze undttcssen Unter den ktrchen sind die schönsten und präch-
t gsten der Dom zu St. Johannis .,nd St. Nicolai, die St.ffts-» ru unzrer lieben Frauen, nebst der St. Jacob und Peters--vlv-n spital samt der kirche zum heiligen Geist
aus dem geschlechte der Morgenweger und Mor-letker mit grossen einkommen gestifftet. Unter den weltlichen ae-bauoen prange! das rath-hauß mit dem «ccviv der havfte.flgbte.Das zeug-hauß ist mit allerhand kleinem und groben geschütz gar"'sdl venehen, und der waffer-thurm, vermittelst dessen das waffeeaus der Wageritz durch canale in die stadt geleitet wird, ist gleich,fals merckwürdig. Was die regierung dieser stadt anlanaet, so istftldige eme lange zeit unter Hertzog Heinrich dem Löwen zuSachsen, denen Grafen von Holstein Schaumburq, wie auch un-ter der cron Dannemarck gestanden, biß sie unter dem Kayser Fri.venco U zur Reichs-stadt gemacht worden, davon das aedächtnißnoch ander muhl-pforte daselbst soll zusehen seyn, von welcher zeitan die stadt durch eigene Bürgermeister und Rath regieret worden,^em übrigen kan man, wenn sie eigentlich erbauet worden, so genauNichtwissen. Einige melden, daß der König Godscbalck in Wen-den sie an. 1040 aufgerichtet; als sie aber von dem Fürsten Razo inRügen an. 11 ;4 zerstöret worden sey, habe sie der Graf Adolph IIm Hoüstein an. 1140 wiederum erbauet, und erstlich mit dem stadtrecht begäbet; als sie nun hierauf an. irz8 gantz verbrannt wor-den , habe sie Hertzog Heinrich der Löwe zu Sachstu wieder auf-gerichtet, und zugleich denDom daselbst gestifftet. Hieraufist sie an.n8r von dem Kayser Friderico I zum Reich gebracht,vonHeinrichdem Löwen aber demselben wiederum entzogen worden, woraufsie in Holsteinische und nachmahlsDänische Hände verfallen. Dochals sie unter den Dänen gar hart mit genommen worden,schickte siean den Kayser FridericumII eine gesandschafft, und bath ihn, baßer sie von diesem joch befreyen möchte, welches auch an. 1-27 sollgeschehen seyn. Die Dänen unterliessen zwar keine gelegenheit, diestadt wieder unter ihre botmäßigkeit zu bringen; allein sie richtetennichts aus, ja sie musien geschehen lassen, daß die Lübecker selbst inDannemarck einbrachen, und überall grossen schaden verursachten,und weil die stadt zu uuterschiedenen mahlen, absonderlich aberdas jähr 1276, grosse feuers-brunst erlitten, wurde selbige in demletzt gemeldten jähre herrlich wiederum, wie sie anietzo ist, aufge-bauet. An. i zzo riebedie pest unsäglich viel menschen auf, sv daß,wie Paulus Langius berichtet,in die 90000 persohnen daran gestor-ben. An. 1422 verfiel die stadt abermal mit Dannemarck in einenkrieg, welcher 1; jähr gewähret, der cron Dännemarck aber beyweitem nicht so schädlich gewesen, als derjenige, so sich a». r zo-angesponnen, indem derselbe nicht wenig beygetragen, daß Schwe»den vonDannemarck abgerissen worden. , An. izs; verbände sichdie stadt mit König Fridrich dem II in Dannemarck wieder KönigErichen in Schweden , da sie denn viele schiffe und kneges-leuteausgerüstet. An. 1629 wurde hier der bekannte Lubeckische frie-de zwischen dem Kayser und dem Könige in Dännemarck gcschlos-,en,vermöge dessen dieser alles in dem Holsteinischen wieder bekam,was die Kayserlichen eingenommen, doch mit dem bedinge,daß dieDänen hinsühro der Protestanten in Teutschland sich nicht we-lerannehmen sotten. Auch wurden hier an. 16; > zwischen denLchwe«den und Polen viele monat nach einander vergebene friedens-rrs/iLten gepflogen. ,
Was das Bißlhum dieses orts anlanget,so ist solches von KayserOtto dem I anfangs zu Oldenburg iu Wagnen gestMer, nachge-hendö aber an. n6; von Hertzog Heinrichen dem Löwen mit zulaffung Kayser Fribrichs des I Häher nach Lübeck versetzet wor-den, wiewo! der B.schoff sich offt zu Eutm ausgehalten , welchesauch noch heut zu tage desselben residentz ist. A». l c z-> hak cieiesStifft unter dem B-schosse Detloffvon Rantza» d-e Augsvurgucheconfellion angenommen- An. i;86 ward dec Hertzogs von Äot-torp dritter söhn, Johann Adolph, Ertz-B-schoffzn Bremen , zumBischoffallhier erwählet, und von solcher zelt an habende -"--gernsöhne der Hertzoge gemeiniglich diese6igmrs-c erhatten. ra an. '647bat dascapitul sich gegen das Gottorpsschebauß verbindlichge.macht, daß die sechs nächstfolgende Biichoffe aus demselben er-wählet werden sollen. Krafft dieses Vergleichs hat an. ^dr!«stian Albrecht, nachmals regierender Hertzog; An. 16Ü6 Augn-sius Fridericus die Bischöfliche wurde erlanget. Als aberden dessen leb-reiten wegen der wähl eines co-6,ur°!-is geban-d°lnv rde,s'chtce" dadimzubringen, daß gedachter
v ra e ci n öcht ttnw werden. Es ward aber derjeldc amnM allesti von demKayftrl-chen Hose bestätiget,und ob gleich