276 tue
in der darauf angestellten eo,<Zjmorie wähl dieDanen 8 L»p>tui»reraufihre feite bekamen, welche des Königs bruder Carolo ihre stim-men gaben, okrimrte dennoch nach dem an. 170; erfolgten abster-ben des Bifchoffs der von den übrigen DonnHerrn erwähltecoschucor, Christian Augustus, aus dem Hause Gottorp . Dle Dä-nen , welche sich der stadt Eutin bemächtiget hatten/verliessen solchewieder / und endlich ward durch Vermittelung der Engelländer undHolländer an. 1706 ermeldterPrintz Christian August indem be-sitz bestättiget/ und derobgedachte vergleich durch den zwischen demKayser und Schweden an. 1707 geschlossenen Alt-RanstädttschenrrsÄsr von neuen bekräfftiget. Anbey ist zu mercken / daß vermögedes an.i667;u Glückstadl zwischen Dännemarck und Gottdorpeingegangenen Vergleichs nach abgang ber 6Bischoffe aus demGottorpischen Hause, die Königliche Printzen mit zu der wähl undzur sirernscion gelassen werden müssen. in Vsnssika öc
Lrxoni/l. IvlLnzfelcl. ckron. c. rzi. kol. 274.
lle reburpndl. ksnkerc. öc cle urbibus.
in cxercic» cke urkikus Lerwzni-e rk. 9?< ^ l^4» cornmenk. rer.
Lerm. I.p. ;y;. 5 eq, SerM. L in Kitt.
I,ubecen6. iisgoge sll kill:. Lksrtoneli Limkri« I'- 4 -
1/i/sr/ir. bekckrcik. 5 cklekvv. unä kioiii p. Z. c. 8. p. rrr.teg.in <ier rom . 10. p. 654. kegg- k'ücker-crkinec.
t. 4. p. 765. s-gq- öcc.
-Lübeckisch-recht. ( sihe Lübisch-recht.)
gilben / lat. Rubens . ist eine kleine stadt in dem SchlesischenFürstenthum Liegnitz / an dem wasser Kaltenbach , zwischen denstädtenLiegnitz und Großglogau,gelegen, welche von dem Schieß»schenHertzoge Doleslao an-1 - 7; mit mauren und graben umgebenworden. Das tuchmacher-handwerck Sor-rt sonderlich dalebst.Nahe bey diesem orte flehet man dierssnen von dem ehemahligenschlösse / welches einigen abgetheilten Hertzogen von Liegmtz zurresidentz gedienet / in dem dreißigjährigen krrege aber zu gründe ge-gangen. Vermöge der Alt-Ranstädtischen con vemion ist den Luthe-ranern allhier an. 1709 eine kirche und schule wieder eingeräumtworden.
-^übmau, ein schloß, städtlein und Herrschafft im Marggraf-thum Nieder-Laußnitz an dem Spree.wald und dem flusse Spree,oberhalb Lübben , wovon und von Calau Lübenau ungefehr einemeile liget. Es gehört Graf Fridrich Casimiren von Lynar, Köni-glichen Polnischen und Churfürst!. Sächsischen Cammer.Herrn,Rittern des Johanniter-ordens und Fürstlichen Sachsen-Merse-burgischen Ober-Amts-Rath in Nieder-Laußnitz . Ehemals ge-hörte es dem Adelichen geschlechte von Köckeritz, nachmals denFreyherr« vonSchulenburg ; seit an. 1620 aber haben es dieGra-fen von Lynar besessen. Der Hohen dieser herrschasist ist meist sump»sig, daher sich die Unterthanen mehr des garten-als acker-baues be-fleißigen , und dienet ihnen der Spree -fluß ihre gewachst mit gutemVortheil nach Berlin zu marckte zu bringen. Das städtlein hat an.1675 durchs feuer grossen schaden erlitten gehabt. Es sind nochverschiedene dörffer zu dieser herrschafft gehörig. ttsukEr.
mcrclcvv. ?. §» rickcige bcickrcik. »icr Okcr-unck tgiellcr-
I>si,s;nir!!.
Lübisch/ oder Lübeckisch-recht/ist zwar seinem Ursprung undVerbindlichkeit »ach dasimige, welches die freye Neichs-stadt Lü-beck als ein Reichs-siano in ihrem gebiete gesetzet; >veil aber dasansthen dieser stadt wegen ihrer mach! und Handlung zur see vor etli-chen gecu.i- sehr groß war,und dieHansee-städte fle als ihr oberhaupthielten, auch daselbst ihr sickiv angeleget hatten, so geschahe es, daßihre ordnungen von den Wendischen und an der nord-see gelegenenstävten, als ein stadt-recht angenommen wurde; wie denn selbigerviele, als Stralsund, Rostock, Wißmar und andere entweder diesefreyheit als eine degnadigung von ihren Herren sich aushaken, oderauch wider deren willen solches annähme,daher ein gemeines sprich,Wort entstandemdie städte könten mit demLübischen rechte,wie miteiner gauckel-tasche wider ihre obrigkeit spielen, von den ortenaber, wo solch recht eingeführet, saget man, daß sie mit Lüdischenrechte bewiedmet seyn. Den ansang dieser rechte setzen die bewähr-testen icrib-men in die zeiten Fridcrici Barbarossa, der die stadt Lü-beck zuerst in ihre freyheit gesetzet, mid weiset selbige von gemeldtemKayser ein llipiom- mit einem göldcnen siege! auf, in welchem ihrettsruren, und gemalt gesätze zu geben, bekräfftiget worden. Es istaber leicht zu vermuthen,daß ihre artickel immer nach und nach an-gewachsen; wie aus der unterschiedenen art der geschriebenen erem-plarien des Lüdischen rechts zu sehen ist. An. 1582 hat derRath zu-erst solches in eine gewisse form zu dringen beschlossen,und an.i;86durch den druck bekandt gemacht. Es soll in selbiges viel aus demWisbischem recht mitsein gebracht worden. Das ansehen diesesgesätz-buches ist noch heut zu tage in den Holsteinischen,Pommeri-schen, Mecklenburgischen, Preußischen und Liefländischen städtensehr groß, und ob zwar selbige nicht mehr, wie zuvor,in zweisselhaff-ten fällen nach Lübeck -pp-»ken börsten,so werden sie dennoch nachLübischem recht,wie solches insonderheit in dem rrli-unsi zuWißmarin obacht genommen wird, entschieden. Johannes Sibrandus, Pro-fessor in Rostock , hat ein buch -le jure publico civir»ris ttubecensk ge-schrieben: ingleichen bat 0. Lambert Steinwig,Bürgermeister undSynssicus zu Stralsund , einen comwcnrsrium darüber schreiben wol-len, ist aber darüber gestorben. Endlich hat DavidMävius,welcheranfänglich Professorin Greifswalde,hernach 8 ynllicri8in Stralsund und zuletztVicc-prLii^enr indem rribunsi zu Wißmar gewesen, solchearbeit auf sich genommen,und einen gelehrten commcotsrium sck ju-Lukeccnke in kol. herausgegeben. kcÄ. 10. Lo»rr»^. lle O.
I. L.c.rL, riv Veickbilflii c. Lo. iu cljss sei
lue
Ourburgli clironicon prusllL. Ksscirt- 6e librli juriz eömmuaü p. 27z.Lesvi«- inczuLtfionibus piLliwilirr. I öcr,
Lübschütz/oder Leobschütz / eine ehmals feine bevestigtestadtin dem Schlesischen Fürstenthum Jägerndorff, welche etlicherHertzoge zu Tropvau residentz, und des ansehnlichen schöppen«stuhls, so wol als des grossen korn-handels wegen berühmt ge.Wesen. Sie wurde an. 1416 von den Hußiten vergebens bestürmet,an. 1626 aber von den Dänen mit stürm erobert. An. 1642 mach-ten sich die Schweden havon Meister, und behielten sie bis an. 1649
Lcklek. ckron.
^.Üderitz/ eine von den ältesten Adelichen familien in derMarckBrandenburg, die sich auch im Lüneburgischen ansaebrcitet, allwosie im Fürstenthum Zelle das Ritter-gut Höhne besitzet. Conradwar an.i;88 Abt zu Nienburg m dem Fürstenthum Anhalt. Se-bastian wohnte an. 140; dem turnier zu Darmstabt bey. Arend,Chur-BrandenburgischerVogt zu Tangermünde,wlrd in dem siiff-tungs-brief des klosters zum Heil. Geist in Stendal , an. 1469 alszeuge, angeführt. Andreas, Abt zu Erfurt , gesegnete an. 1598 daszeitliche. Carl blieb an. 17091» einem treffen in Brabant als Preus-sischer Qbrister, welche -Karge Fridrich Wilhelm noch an.i7>r be-kleidete. An. i7l6war einer von Lüderitz FürstlicherHessen-Casse-lischer Minister am Preußischen Hofe. ckron. vurcll.
ckron. Luro^,. kams l. 8.
^.Üneburg/die Haupt-stadt des von ihr benannten Hertzoa»thums imNiever-Sächflschen cräyß an dem flußJlmenau, 7 meilenvon Hamburg,und -o vonLübeck, bat in der länge ohngefähr 14;»und in der drecke 900 schritte.Die,so den »amen dieser stadt von derRömischen göltinLuna oder dem mond herführen,welcher zu ehrenJulius Cäsar eine bürg hier gebauet,finden zwar einiaen schein dar.tun, daß die stadt zu zeiten einen halben mond mit in ihren waapenund muntze geführt, bedencken adcr nicht, daß Julius Cäsar nie-mals hieher gekommen. Eben so unscheinbar ist die Meinung de.rer,bic den »amen von dem lein oder flachs,der in der gegend wachst,oder von dem löwen,den die altenHertzoge im waapc» gefühm,her-leiten. Wil man ja etwas von dem Ursprung des namens glau-ben, so ist am wenigsten abiin-ss solchen mit Krantzio und Eccarden,von dem fluß, der jonsten Lüne nun Elmenau heisset, oder mit Sa-gittario von derSchlavischen--arion Linoncs herzuleiten,wider wel-che sich die Francken zu CaroliN.zeiten diesir bürg (so vermuthlichvon den Sachsen erbauet worden) bedienet. Doch dieses mag wolvon der bürg oder schloß seine richtigkeit haben; gleich wie auch dasklosterls.Michaelis sehr alt,und um das jähr 926 vonHertzvg Otten,Kayser Heinrich desvoglers vater erbauet worden.Die stadt sech-sten aber ist jünger, und wird derselben nicht ehe als bald nach denzeiten erstgedachtenKaysersHeinrich desvoglers gedacht,welchemallem ansthen nach diese so wol, als die übrigen ältesten städte deSdisseit Rheins befindlichen Deutschlands,ihren Ursprung zu danckenhat. Der erste, dessen gedacht wird, daß er diese stadt besessen, istHertzog Bernhard, Bennonis söhn, Hermann Billings enckel, un-ter dem a.101; eine grosse änderung der lufft und ein erden-fall sichallhierzugetragen haben sol.DiesesBernhardi söhn,Ordulphus,undenckel, Magnus, haben gleichfalls die stadt besessen, der letztere auchvermuthlich einen pallast hier gehabt. Diesem Hertzog Magno hatder Kayser Heinrich IV die stadt entrissen, ist aber von Magni vet-tcr,Hermano,gezwungen worden,selbige damals schon zimlich gros.st stadt wieder herzugeben. Nachdem dieser Hertzog Magnus ohneerden gestorben,kam Lüneburg mit dem gantzenHertzogthnmSach.sen an Luderum oder den bekandtcn Kayser Lotharmm, welcher esseinem eidam Heinrich dein stoltzen abtrat, von welcher zeit an diestadt gleiche K-L mit demHertzogrhumBraunschweig-Lüneburg ge.habt. Hier führen wir nur dasjenige an, was derselben ins beson-dere begegnet. AIs Kayser FridrichHeinrich den löwen aller seinerländer beraubele, blieb ihm doch Lüneburg , weil er diese stadt sei-ner gemahlt» zum leib-gcdinge gegeben hatte. Als 1189 dieserHer-tzogHeinrich die alte und damals mächtige stadtBardewick zerstört,hat solches sehr viel zur aufnahm der stadt Lüneburg beygetragen,welches gcleqenheit gegeben, daß einige gar die erbauung dieserstadt Heinrich dem löwen zugeschrieben.Wenigstens aber ist die sogenannte neue stadt von den ru^ikus des zerstörtenBardewicks er-bauet worden. Dieses enckel, Otto das kind , der erste Hertzog zuBraunschweig und Lüneburg , bar die stadt erweitert, bevestigt undmit mehr priv-l-Zwn versehen. Nachdem diese stadt zu einigermachtgediehen, hat sie sich nach und nach dem gehorsam ihrer Hertzoge zuentziehen gesucht,z.e.a. i z/r zerfiel sie mit HertzogMagnoTorquato,nahm den Kalckberg, von dem so fort, ein,welche vestung sie damalsruinirt, und den platz bis an. lü;6 besessen. Auch mit gedachtenHertzogs Magni söhnen bekam die stadt viel zu thun, weil sie demSächsischen HertzogenAlderto und Wenceslao anhieng,ja nach desletztemtod sich weigerte,wiederunterBraunschweigische bothmäßig»k«t sich zu begeben. Doch HertzogFridrich,der daraufKaystr wor-den, zwang die stadt durch eine schlackst bey Winsen an derAller,daßsie seinen damals gefangenen bruder, Hertzog Bernhard, mit 7000marck silber lösen, und für ihren Lands-Herrn erkennen muste; wiewol es auch nachgehends nicht an unruhe gefehlet, worüber diebürger meistens zu kurtz gekommen. Jetztgcdachtcn Dernhardi söh-ne,OttoundFridrich,bestätigten an. 14)9 den bürgern ihre freyhei-ten.An.1441 wurde die stadt mit guten thürmen vcrsehen.An.l447entstund eine gefährliche weitlauftigkeit zwischen der stadt und cleri»sey wegen abtrags der gemeinen schulden. Die letztem brachten esdurch hülffe einiger auftührischen bürger zimlich weit, bis sich derKayser dareingelegt, und an. 1456 HertzogFridrich den abgesetztenRath wieder eingesetzt. Doch die unruhe gieng bald anfs neue an,und wie es die stadt auch mit den Braunschweigischen Hertzoeen,