Band 
Dritter Theil
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Wilhelms undHenrico,verderbet hatt,so kam sie-,.1468 gar inKa«.serliche oberacht, welche aber nach bald erfolgtem vergleich wiederaufgehoben worden. Doch unterstund sich an. 148; die stadt,denenzu Hildesheim , wider ihren Bischoff, welchem der Braunschweia.sche Hertzog Heinrich der quade deystund, zu hülffe zu kommen;welche fache durch vernuttelung MarggrafIohannis vonBranden-bürg, der bald daraufChurfurst worden,und den die stadt a. 1484mihrem Schutzherrn erwählt, beygelegt worden. Dieses Branden-burgische schutz-recht soll,wie Cerniltus wil, bis aufbessert zeiten ae^dauret haben. Im ansang des 16 iecui, wäre die stadt bey nahe umihre priviieß-en gekommen, indem Hcrtzog Heinrich der ältere mBraunschweig,undHertzogHeinrich der jüngere zuLüneburg gewis-se vergleiche aufgerichtet hatten,vermöge welcher sie einander bey-stehen wollen, beyde Haupt-städte ihrer lande mit beraudunq derbisherigen freyheit sich gäntzlich unlerwürffig zu machen. Dochbeyde Hcrtzoge wurden darüber uneins, und al,ö kain die fache mihrem zimlichen Verdruß heraus; nach der zeit hat nichts desto we-niger die stadt sich immer mehr -ccc-mmoUiren müssen, sonderlichnach dem ;o jährigen kriege, indem sie nicht öffter als cr»mal,nem-lich a.r6;6,von denSchwedenmit -ccorll eingenomen,das folgendejähr aber wieder an ihren Hertzog Fridrich abgetreten worden.Dennan.;o leistete der Rath und die stadt Hertzog ChristianLudwigen den eid der treue. Dieser ließ das jähr darauf diemauren zwischen der stadt und dem Kalckbcrg, niederreißen,und diesen desto besser bevestigen. Nach dieses tod kam dre stadt anHertzog Georg Wilhelm zu Zelle, und von diesem an. 170; an dasChurfurstliche Haus Hannover. Die religion und stuvien dieserstadt betreffend, ist vor allen dingen merkwürdig das kloster 8.Michaelis. Dieses baLseinen Ursprung an. 780 oder 799,und also200 jähr ehe als die stadt genommen,da 8. Smbertusder erste Bi-schoffzu Verben der jimgfer Maria zu ehren eine capeüe aufdemKalckbcrg erbauen lassen. Hermann« Billing soll um das jähr 969oder 972 das eigentliche kloster dem ertz.enqel Michael zu ehrengestiffret, und zum ersten Abt Ludericum oberLinbericum gesetzt ha-ben. Seit an.i;7',da der Kalckbcrg zerstört worden, ist das klostersamt den cörpern Hertzvgs Hermannt B-llingi,Hertzog Bernhardsund anderer, die daselbst begraben, in die stadt vernmer gebrachtworden.In diesem kloster ist die derühmteLüneburgische gülde-ne tafel/welche von dem Kayser Otto II erstlich gemistet wordenseyn soll, nachgehends aber durch der Blllingischen Hertzoge ge-schencke mit vielen kostbarkeiten vermehrt worden, so daß dieselbewegen des vielen goldes,juwelen, perlen, sonderlich aber der reli-quien fast unscbätzvarworden.Doch diese tafel ist a.i6ü4vonMat-thia Reiniken zimlich bestohlen, an. 1698 aber von einer verwege-nen diebs-rvtce,deren Haupt der verschreyke und hernaey zuZell hin-gerichteteNickel List war,desgrösten theils ihrer zieve beraubt wor-den. Der letztere diebstal hat gelegenheit zu einer ausführlichen de»schreibung so wol der tafel, als des an derselben begangenen raubesgegeben. Das kloster ist auch sonsten von ansang her mit vieleneinkünfften von Versuche, zehenden und meyer-gücern begäbet wor-den. In diesem Adellachen iHtifft hat der Abt Herbord von Holledie Lutherische religion eingeführet; gleichwie in der stadt FridrichHennings und Urbanus Regius sich hierzu sonderlich gebrauchenlassen. Hertzog Christian Ludwig aber hat das kloster eingezogenund an. i6;z ein Fürstlich dloilegium und Rltter-.^llemr- dage-gen Misstet, welches an. 171; Johann Fridrich Pseffinger mitsonderbahren rühm lllrigixt. Sonsten hat an. 1471 dcrKayserFridrich dem Rath der stadt Lüneburg ein besonder p-ivllcgium ge.geben, daß er ein junllssch LoNcgium anordnen durffte, darinnen 2oder z voÄor-z die rechte erklären, und alle auf Universitäten ge-wöhnliche 2ÜU5 der juristen-fLculcät vollziehen sollen.

Was den etliche mal gedachten Ralckberg betrifft,so bat er sei-nen «amen, weil er aus lauter kalck-steinen bestehet, und ist an dernvrd-ftite der stadt gelege.Von der auf diesem bcrg erbauten bürg istanzunehmen,was anfangs von dem ursprungLüneburg gesagt wor-den.Auch ist schon erinnert,daß diese bürg an. 1)71 von den bürgernder stadt Lüneburg erobert und zerstört, an. i6z6 den Schweden und an. 16; 7 Hertzog Fridrich übergeben,auchsodannvon ihmtor-rlkclrt worden, so daß er nun aufs neue als eine ci»ll-»e angesehenwerden kan. Die qröste Nahrung der stadt bestehet in der sultzcvon der man Nachricht hat,daß sie schon zuHertzogOttonisHeinnchdes Voglers vaters zeiten, und also um das jähr 900 gangbar ge-wesen, und Kayser Lotharius hat schon dem kloster Komgsluthereinige einkünffte von diesem saltzgemacht.Als an.n?i hat Heinrichder löwe von Graf Adolph von Schanenburg zu Holstem verlan-get, daß er ihm die helffke von den stütz-quellen zn Oldesloh abtre-ten solle, welche den abgang des Lüneburgischen saltzes binderten.Als dieser aber sich weqerte, verderbte Heinrich dieOldesloblscheuquellen durch Hineinleitung süsses Wassers, wodurch die Lunebur»gische stütze desto mehr in aufnahm kam. Es I«gt diese stütze mder stadt und ist mit einer besondern maner umgeben, wird auchwohl bewachet, daß niemand hinzu kommen und schaden thunkönne.

Die stadt treibt auch sonsten guten Handel,daher sie ehemals un-ter diehansee-städte gehörte. Worzu ihr sonderlich dervorbeyge-bende fluß Ilmenau gute gelegenheit giebt, als auf welchem manmit zimlich grossen schiffen, jucken genannt, in die Elbe kommenkau. Es sind ferner zu Lüneburg schöne breite gaffen, marckt»unvwidere platze,6 wohl erbaute thore,4baupt und pfarr-klrchm,als8.Johannisdie älteste und vornehmste, wobey eine schlüe,8.Lamber-ti,8.Nico!ai,und 8.MichaeliS. Neben dem gedachten kloster ^Mi-chaelis sind noch r andere gewesen , das zu unsrer lieben Frauen,Zcanciscaner-ordens, und das heil. thal,Prämonstratenser »orbenS.

u diesen klöstern mag man auch den convem der sogenannlenKah--

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lands brüder rechnen. Das rath-hauß, und das gegen über stehen«de Hertzogliche resibentz.hauß, sind auch ansehnliche gebäude- DerRath dieser stadt, welcher unter Hertzoglicher Hoheit das regimentführet,bestund ehedessen aus lauter kLniciiz.seit an.;9 aber ist dieVerordnung gemacht,daß so wol dieBürgermeister als andreRaths-Herren halb aus den geschlcchtern, halb aber aus andern gelehrtenund vornehmen lenken genommen werden sollen. Dieübrigen einge«

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kagel-bruder ( unter denen die kauff-leute, gewanEmeider. facw.ten, gastgeber und andere vornehme bürger gehören) und endlichamte und gilben oder handwercker. Die vielen schiff« undtaäeEner gehören nicht unter die dürgerschaffk. 8?x°n 1.4 c'

lS. lls, kullu er>mvlog. in iMor. csp. r.

^''ct'uahl göttlicher regierung an der güldenen tafel zu-'^ ^7" M4bas dritte mal gedruckt worden, via.

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cier tträc l.unek. lo zellrnclcc r.llbeck IÜ68,8vo. in tzew neu-

verwebrkea regenr. ssal. p. 6or 5q.

Das Heryogthum Lüneburg / so fern es dem HertzsgthumAstunschweig, als die helffte von den gesamten Draunschweig-»nebukgsschen landen entgegen gesetzt wird,hat nach dem unterscheidstucke unter sich begriffen,von denen un-ttr dem arkickel Lraunschwelgrsch geschlecht gehandelt worden,Bermoge der dritten theilung unter des an. 1546 verstorbenenHer-tzogsErochl söhnen,Heinrich undWühelm,gehören zumLüneburai.scheu,die Mrsteuthumer Zell undHannover,so seit an. 170; zusam-men zur Chur -linie gehöre». Die gräntzen biesesHertzogthums sinddemnach gegen morgen dieMarck-Brandenburg, gegen mittag dasHertzogthum Braunschweig,gegen abend dieWeser und dieBißthü-mer Bremen und Verben,gegen Mitternacht aber dieElbe und dasHamburgüche und Lauenburgische gebiet,welches letztere doch auchan Luneburg gekommen. Die vornehmsten orte,von denen auch be-sondere artickel handeln,sind im Zwischen Hertzogthum,Lüneburg ,Zell, Nienburg, Harburg,Ultzen, Gifhorn,Burgdorff , Dauneberg,Hitzacker , Schnackenberg, Luchau, Dardewick,Ebsdorff, Weyhamsen, Gdrde, Doltau, L-tvershausen, Skivshorn, Diepholt, Hoya,und im Hannoverischen, Hannover , Herrndaustn, Calenberg,Neustadt, Wunstorf, Lockum, Grubenhagen, Eimbeck , Qsterroba,Hertzberg, Elbinqeroda wo der Blocksberg, Claußtdal, Saltz derHelden, Northeim, Götkingen, Münden , Haüermünd. Die be»fchaffenheit des landes betreffend, so ist dieselbe im eigentlich Lüne-burgischen oder Zellischen gar unterschieden, denn in der mitten istes unfruchtbar,und hat zimlich grosse Heiden und holtzungen,welchejedoch wegendes schiff-holtzes, so an die Hamburger und Hollän-der überlassen wird,und wegen des wildprets zu gebrauchen: rings-herum aber hat es sonderlich gegen die Elbe zu, wo die so genann-ten Marschländer sind, sehr fruchtbaren boden. Um dieser beschaf«fenheit willen haben die alten dieses land einem Münchsckopffvcr-glichen, der in der mitte kahl, rings herum aber mit haar bewach-sen. Die Elbe, Weser, Ilmenau , Aller und andere geringere gös-se bringen dem lande viele bequemlichkeit. Des Lüneburgischen sal-tzes, davon schon gedacht, und der bergwercke, die das sämmtlichehauß Braunschweig gemeinschafftlich besitzet, zu geschweige«.Sci-iprorcr Q-E-Ier üc brunkuicenie-. Luttebukgtsche Hertzoge/(sihe Braunschweigjsch geschlecht.

lüneburg/eine Adelichesamilie in dem Hertzogthum Zelle,welche daselbst Watllingen nebftandern gütern besitzet, und Ernt.stum von Lüneburg zum anherrnerkennet. Derselbe ist zu ausgan«ge des 16 lccuU von dem Hertzog Friderico zu Luneburg gezeuget,und der Iuncker von Lüneburg genennet worden. ^

Es ist diese familie zu unterscheiden von dem edlen ge,chlecht de-rer von Lüneburg zu Lübeck , welches mit Alexander« von LuneburgauSLiefland an. 1260 dahin gekommen,allwo erBurgermeister wor.den,welches amt auch sein enckel gleiches namens besessen.Iohann,ältester Bürgermeister daselbst,hat an. 14; 8 dre ansehnllchc gesand-schafft in Schweden und Preussen verrichtet, da der stillstand zwi-schen dem Köüig in Schweden und den PreußMen stabten getrof-fen, inqleichen die streitigkeiten zwischen dem König in Pole», demHoch-TeutstHmeister in Preussen und den Preuststben stadten bey-gelegt worden. Ein anderer dieses namens warAbgesimdter an denKayser Rudolvhum II aufdem Neichs-tag r» Augspurg. Um dasjähr 1670 »ori-te Heinrich von Luneburg auf Eckhorst, und Ale.xander auf MoryjYrberpeüstroß, Mißlugk und Trempeldorffrc.

Füraeren / Leilggeren/ ist eine Comenthurey Iohannlter«ordens,auf einer lustigen erhabenen ebne in der EydgenoßischmGrafschafft Baden gegen Klingnau über gelegen, worzu der or«den die guter an. 12)9 von denen von Heuffenstern erkausst.

^ Lüitbberkus/einLombardischer König, Cuniberti sohm weü-»> um das iabr Ebristi 701 kuccclll,te, aber weil er noch einjung kind war, ward er wieder von dem throne gesturtzet, Nachdem

wOnschafftM befördert. An. -s^wurde er an

den Braun«