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schweig-Lüneburgischm Hof beruffen / daselbst die würde einesPredigers und General-Superintendentens anzunehmen / woraufrr an. >65; Abt zu NldbagShausen worden / und 2 jähr hernach zuWolffenbüttel gestorben. Seine schriffienscynd: äs ver > ;
vorschmack der göttlichen gute; harffe von falten; ; predigten/den rcgtcr-prcdiger-und hauß-stand betreffend; apposiolffchc aufmunterung/ oderepistel-postillc; rezenten-predigten.
ltiesero.
Lütkenburg/ eine kleine stadt in der Hoststeinischen landschafftWägern/ohmveit der ost-see gelegen/ hat ehemahls den Rantzo-wen gehöret / und ist an den Köntg in Dännemarck vcckaufft
worden. betcUr. v»n 8ct>tetvv. unä rtoUtb. ?. z. c.
«. ?. roy.
Lurtprandus / ein Lombardischer König / ku.ccäme seinemvarter Ansprando oder Arisprando um das jähr Christi 7 ; / undregierte; - jähr und 7 monare. Er war ein stiller und milder Herr/und hielt mil Carolo Martcllo fteundschafft / welcher grosse hoch.achtungvorihn hatte. Nachdem ihn der Herssog von Spoleto /Thrasimundus/ dadurch / daß er mit Godcschalco/ welcher indas Hertzogkhum Bcnevento eingefallen war/ iirbündniß gekret-ten/ aufgebracht/ergriff er wieder beode die Waffen und nöthigtesie/ daß sie ihre Zuflucht in des Pabsts Gregoni lll. gebiete neh«wen müssen. Als nun dieser ei» bündniß mit ihm aufrichtete /nahm Luitpranbus einige platze tu dem kirchemsiaaiweg / undrückte mit seiner armee biß nach Rom . Dieses jagte dem Pabst einsolches schrecken ein / daß er alsofort zu Carolo Martcllo schickte /und ihn um hülffe ansprechen ließ; well aber seidiger die mit Luil-prando gemachte treundschafft nicht gern brechen wolte/vergiich ersie beyderseits in der gute. Hierauf trat Luitvrandus mttGrcqo-rio in ein bündniß / und gab ihm einige abgenommene örrer wie-der/ nachdem er Thrasimundum bezwungen hatte. An 742 bela-gerte er Ravena / doch der PabssZacharias legte den streit bey/den er mit dem Exarch» hatte/ Er starb an. 74;.
Züli. I-oirib. in vic. ponr. L-rro». in 2nnat.
^uitprandus / ein 8ub,OlLconus ZU Toledo / so hernach Ois-«onus zu Pavla und endlich Blschoff zu Cremona wurde/ war Bc«rengarii ll. des KönigS in Italien Lecretarius/ welcher ihn an.94s in einer gesandschafft nach Constantinvpel zu ConstantinoPorphyrogenetha schickte. Einige zeit nach seinerzurückkunfft zer-fiel er mit Bercnqario/ so daß ihn selbiger von seinem ihm vorhergegebenen Btssihum Cremona verjagte/ wider welchen dieserhernach seine s>E'o-ioi;>., welches das dritte buch seiner Historieist/ schrieb / darinnen er absonderlich die tyranney des Beren-garii mit lebendigen färben abmahlet. An. ySz reiste er auf desKaysers Otwnis bcfehl zum andern mahl nach Constantinopel zuNieephoro Phoca / davon er die gesandschafft beschrieben. Seineschrifflen sind an. >640 zu Antwerpen in k>ic> mit des P. Hiero-nymi Higvera/ eines Jesuiten / und Laurcntii K>>mirLiäe?rL-toanmerckungen heraus gegeben worden. Was die ihm zugeschrie-bene Historie von den Pädsten anlanget / welche sich bey Formosoendiget / so urtheilen die gelehrten / daß eS seine arbeit nicht sey /wie auch keines von den stücken / welche zu ende seiner wercke mitbeygefüget sind/ noch die fabclhaffte Gothische ehronicke/ welchedie Spanier vor sein werck ausgeben. c. 527 6- 5 cr,p-,->
ecktet. in csrL>. öc in ckron. »n. 8y-. in snnat. < 7 rc-
mon. LL/Z-r/mi». <Zs Nittor. t.2k. >. r
c. 40.
Lüttig / die stadt / aufFrantzösisch i-'-ge, aufNiederländischLuyk/ und auf Lateinisch oder auch ucgta genannt.
Manmcynet/ sie habe thren Ursprung erst von derzeit 8. Lam-berti/ derzu ende des siedendengelebt / und bey bcsitzungdes Bistums Tongern gleichsam deren Tongrischen Dlschöffcn der-selbigen zelten zu Mastricht gewöhnet. Dann von dictcm ist gewiß/daß er allhier eine ansehnliche kirchen gebauck / und nachmalenselbst darinn begraben worden; von welcher zeit an erst Meldungvon einer stadt Lüttig zu geschehen ansängt. Der gahnie soll voneinem kleinem fluß/ aufLak., c§>a. welcher beydem dorf Anst)entspringt / und nahe bey Lüttig in die Maaß fält/ entstandenseyn / oder nach anderer meynung daher / daß eine Römische >-xton jn scldiacr gegend völlig erlegt worden; oder endlich / wieLipsius vermcunetvon bemalten Teutschen Wort > e-Mes. leuthenund duyk / dam / daß es einen dam der leuthen oder desvolcks solle angcdei'itet haben. Und wird diese letztere meynunqdurch die uralte schrcib-art gar mercklich bestärcket/ da die stadtin allen alten schafften und scribcnlcn/ von zoo jähren hernie änderst als l-enMcun. zu Latein ist genenennel worden / ebenwie von denen Riederländcren Lnttich / welche beyde aussprachendes Lipsii meynung eben so sehr bestärckcn/ als sie den zwen vor-hergehenden zuwider seynd. Es liegt diese stadt zwischen Mastrichtund Ramur / in einer unvergleichlichen angenehmen qegend /zwischen fruchtbaren tbälern / Hügeln und bergen / an der Maaß/welcher fluß durch seinen krummen lauf sie an der einen feite aufeine gedoppelte art umgiebt / und zugleich unterschiedene kleineinsuln daselbst sormirt. Es fallt auch der fluß Ourt / nachdem sichderselbe mit der Wcze vereinigt / bc» dieser stadt in die Maaß /welches verursacht/ daß m sehr vielen gaffen kleine bäche und mitfrischem waffer angefüllte canäle auch bey manchen Hausen, rechtereiche/ sich befinden. Über die Maaß gehet daselbst eine sehr schönebrücke/ ic pttnr iil-ut'genannt/ und die übrige kleine drucken sindgleichfalls sehr zierlich. Der um kreiß dieser stadt erstreckt sich aufemestarcke Teutsche melle.Dcr hoben / worauf man fte gebaut/ istsehr ungleich / und hält unterschiedene höhen in sich / von welcheneinige mit weinstvckendepfiantzet sind Ausser der lhum-kirche zu 8.
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Lambert / welche vvrtreflich schön/und mit einem sehr grossen schätzversehen ist/findet man daselbst 7 coiiogigr kirchen/worunter die zu8. Johannis vornehmlich zu mercken / hinmächst zr pfarr-kirchenund über 60 andre. Ferner sind allda 4 Adteyen vor manns-und; vor weibs-personen / nebst einer grossen anzahl von clöstern/welche ins gesamt sehr wohl stehen/daher auch einige diesen ort dasparadieß der Pfaffen genennet / fast alle Häuser sind von gehauenensteinen aufgeführt / und sehr viel derselben recht schön. Insonder-heit kan der Bischöfliche pallast/ wiewohl derseldigc nicht völligausgebauet/ vor sehr prächtig paßiren. Die stadt an sich sechsten istnicht fest; sie hat aber eine gute citadelle/ und das Carthäuscr-clo.sterwar vormals ebener Massen wohlforttficm; jedoch von dieserletztcrnhatman die festungs-werckc über emen Haussen qcworffen.Die emwohner werden vor sinnreich und bessert;!/ dabey aber vorunruhig und wollüstig gehalten. Man redet Frantzösisch daselbst/welchcsaber von den meisten auf ein sehr verdorbene und undeut-liche art geschieht. Das stadt-rcglment wird zwar durch Bürger-meister und Nalhsherren verwaltet-> allein es haben von langenzelten her die allda befindliche ;r zünfftesworunter die gold-schmie-bebjc vornehmsten/die Hufschmiede aber die ältesten) sich einer sol-chen gemalt! anqemaffet / daß ohne ihre einwilligung nichtswichtiges vorgenommen oder geschlossen werden dürsten. Mit ih-ren Dlschöffcn haben die emwohner sehr viel und gefärllche streillg-kclten gehabt / indem sie kelneswegeS von denselben / sondern ingeistlichen streillgkeiteuvon dem Ertz-Vtschoffzii Cöln und hier,nächst von dem Römischen stuhl/in westlichen aber von ihrer stadt»odl igkest / und von dem Relchs-cammer'gerecht / rrn wol-len/ wider welche versagung des gehorsams die Bifchöffe sich vonzeit zu zeit mit groffemnachbruck gesetzt. An. 1407 müsse wegeneines gefährlichen ausstandes der Bischofs / nebst den vornehmstenderstadt/ eniweichen; allein er nahm dieselbe bald darauf mitgemalt ein/wobey 2;c>ooLüttlger sollen ihr leben verkehren haben.An. ,464 und ln den folgenden 4 jähren erweckten sie grosse unruhwider ihren BischoffLudovienm von Bomben / wovon eben un.ter dieses Ludovlcl lllul das mehrere nach zuleßen/und welche denauffrührischcn ln der that sehr übel ausgeschlagen / Massen darü-ber die stadt nicht allein zu verschiedenen mahlen von CaroloAudace dem Hertzoq von Burgund eingenommen ; sonderenauch vornehmlich das letzte mahl/ da sie in so gewisser ZuversichtaufFrautzösische hülffe die Burqundischc bcsatzung ausgesagt/auch ihren Dlschoffzu Torigeren überfallen und gefangen 'genom-men / den Burgundern so sich eben damahlen zu Peronne aushiel-ten/ und den König von Franckrcich/ der sichlhme gar zu leichtanvertraut/ zugleich bey sich halten/ diesen letzteren zwange/mit ihme wider die Lustiger zu ziehen / auch nicht eher von der be»lagenma ab liesse / biß er die stadt erobert/ da dann was sich nichtmit der flucht gerettet / theils erschlagen/ theils in der Maaß er,säufst / die Häuser aber/ nur die kirchen und Wohnungen dergeist»lichcn ausgenommen / nachdem die soldaten in die 6 tage da ge,plündert hatten / mit feuer angestecket worden. Dessen ungeach,tet entstund an. >482 / mgleichen. jähr hernach / eure neue Un-ruhe/ welche aber der Erß-Hertzoq Martmiljaiius l. Mete. An.-6;6 ward diese stadt von dem Kayserllchen General / Johann ä-werrk, vergeblich belagert. An. 1648 verwehrten dieLüttlger/vornehmlich aufanstifften ibres Bürgermeisters / Jacob Hennet/ihrem Blschoff/ Ferdinands Prlntzen von Bayeren / Churfürstenzu Cöln / mit gcwall den eingang in die stadt. Nachdem er aberbald daraus uilttr dem General Sparr sich den wecgdurch krlegS-macht eröffnet/ zog er nicht nur die widerspenstigen zu gehörenderstraffe / wobey der odgcmcldtc Bürqermelstcr enlhauplel ward/sondern ließ auch an. 1650 eine citadelle zu Versicherung ihres gehör-sams aufführen. An. 1675 den 27 mart. legte der FrantzösischeGeneral / Graf ä'M-aä». eine besatzung in die citadelle/ nachdemder Coinmcndank/ Baron äs sie treuloser weise überge-
ben. Zu anfange des folgenden jahrs ließ sie der König von Frarick-reich schlelffen. An. 1680 erhub sich wegen erwöhlmig derobrigkeitlichen versöhnen/ und wegen anderer fache,, / ein neuerstreit zwischen denen von Lüttig/nndihrem Bischoff/Maximiliano/Hcunro Churfürsten zu Cöln/ welcher letztcreendlich an. -6-4 dm2i jul. durch hülffe der Frantzoscn / unter dem Grafan von ckoi-leu>, die unruhigen mit gemalt bezwäng/ und unter dem cum-mLnöoffes 6- , eine starcke garnison hinein legte/
dcn Blschoffvo» L-trasdurgaber/ Wilhelm Egon von Fürsim-berq / zum L>ladthaltcr ecnennle. Hleranf ward die citadellewieder aufgebauet / und noch stärcker defcstiact/ auch die Verord-nung gemacht/ daß hinführo nur 17 zünffte seyn / und die ge-ringern in nicht mehr / als / die vornehmsten aber in ;o Perso-nen/ nemlich >2 Edelleuten / 1; vornehmen Patriclis/ kauf-lerttcn/ und; handwerckern bestehen sollen. An. isyr. indemiun. bombardlrteder Frantzösische General/ ki-rc,»!- -ickoulle»,die stadt/ Zu anfange des Spanischen n>cc-M»ns krieas nahm derBlschoff/ Joscphus Clemens/Churfürst zu Cöln / Frantzösischegarnison ein. Doch die Armee der Myrten / unter dem Grafenvon Marldorugh / und unter dem Grafen bon ^rMo»e besetztenan. >702 den l; ocl. die stadt / eröffneten dcn 20 die r^-nckc-n vorder citadelle/ und eroberten sie den 2; mit stürmender Hand. Dieso genannte cbarrrouis »rrLijuirilei, sie den 2? / und bemächtigtensich derselben gleich dcn folgenden tagvermlttelst einer capiiulall0!i.An. 170; den-8 iun. machte sich der Churfürst von Bayern mitrlnem Irantzösischcii äc-r-rciicucic meister von der stadt/ wolle auchdie citadelle angrciffen; allein bey annäherung der Mimen armeeimierMtlordMarlborourgh meiste siedendes acdachten monatssich völlig wieder zurück ziehen. Nach dem Utrechttschen friedenward die citadelle ä-luoiirt/ und b« Holländer zogen lm apr. a».