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Lüttig / ( das SM) Anfänglich/nachdem zueinqana desandern l--uli nach Christi gebührt der heil.Makernus in Maer ae.gend zuerst das Evangelium gepredigt- ist dieses Bißthum ru Ton-gern gewesen,und hat nebst den beydenStifftern zuTrier und Cöllnnur einen eintzigen Bischofs gehabt. Vor den ersten absonderlichenBischofs zu Tongern wird der Heil.Servatius ausgegeben,welcherungefähr an.;ir daselbst soll eingesetzt worden seyn. Als nach-mals die Hunnen die statt Tongern gantz verwüstet, hat man dasHochstifft nach Mastucht verlegt, allwo es auch geblieben, bis end-lich an. 696 Dodo, dessen schwester Alpaidc eine concul-ia- ober ae-mahlin des Königs Pipini von Franckreich gewesen, den Bischoff8. Lamberkum ermordet, woran fdessrn Nachfolger,8.Hubertus,umdas fahr 70s den Bischöflichen sitz nach Lüttich rr-n-kriret, wiewslkrafft vieler alten Urkunden die Bischöffe, ungeacht des verändertenDs dannoch den namen der Bischoffen von Tongern geführt ha',den, bis ungefähr an. iooc> da ffe sich erst anfiengen von Lüttich mschreibe». 2 » den folgenden reiten hat dieses Grifft an macht! undreichthum dergestalt zugenommen, daß es noch heutiges taaes füreines von, den reichsten und mächtigsten ?-lUrt. Die dazu gehörigelandAafflen stvssen an dieHeryvgrhümer Vrabant, Geldern, 2 u-lich, Limdurg und Luremburg, ingleichen an die GrafschafftenNa-mur und Hennegau, auch zum theil anCbampagne. Die Bischöfevon Lüttich schreiben sich des Heil. Röm. Reichs Fürsten , Hertzogzu Bouillon, Marggrafen zu Franchimont, Grafen zu Leos undHasban. Als Fürsten desTeutschenReichs haben sie aufdieReichs-versammlungen ihren sitz auf der geistlichen banck, gleich nachdenen unter sich »Kehrenden Dischöffen vvn iBrixen und Basel ,und sik-rnirei, gleichfals mit den Bischöffen von Oßnabrüg undMünster, pflegen auch, gleichwie diese beyde, zu dem Westphäli-fchcn crayß gerechnet zu werden. Was das Hertzogthum Bouillonanbetrifft,so ist solches von dem berühmten Gottfried von Bouillon ,nachmahligem König von Jerusirlem, ingleichen von seinen Krä-dern, Eustachio und Valduino, an Obertum,Bischoffvon Lüttich,an. ivyü geschenckt, oder nach andrer Meinung, für 6020 marck,feines silbers verkauffet, oder versetzt worden. Soviel ist gewiß,daß die Herrn von drr Marck, Fürsten von Sedan, das recht zudiesem Hertzogthum sich zugeschrieben, und nicht nur der gesche-henen Veräußerung beständig widersprochen, sondern auch, durchtülffe des Königs von Franckreich, Henrici II, sich an. 15 5» in denbesitz davon gesetzt. Wiewol nun 7 fahr hernach, durch den zuChambray geschlossenen frieden, der Bischoffvon Lüttich die E.rmion erlangt,so haben doch nachgehends dieHerrn «t- i-Tour s'Au-vergne, als sie dcrHerren von der Marck rechte an sich gebracht,deroiirckion von neuem sich bemächtigt,auch durch Frantzösischen bey-land so viel ausgewürckt, daß an. 1678m dem 28 art.des Niemegi-schen fricden-schlusses derBisthoffvonLüttich dißfals in das pcricori-um verwiesen worden, wobey es auch, ungeachtet der von ihm den17febr.an.1679 zuRegensvurg darwider eingewendeten pror-K-ri-hat bleiben müssen. Ausser den beyden stählen Lüttich und Bou-illon,rechnet man noch rr andre mit mauren umgebene städte, wel-che zu diesem Stifft gehören, nemlich: Franchemont,Loos, Borch«rvorm,Tongern,Huy, Haffe!t7Dinant,Maseyk, Stockheem,Bilsen ,8.Truyen,Tbuin,Vifet,Varemie,Beringen, Herck, Bree,Peer,Ha-mont, Wney/Fosse undCovines. Nächst diesem zählt man inner-halb dieses Bißthums 52 Abteyen, und über i ros gecken oder dörf -er, worunter nicht wenig Baronien und Herrschafften sich befin-den. Die lufst in diesem Stifft ist sehr gesund, die läge desselbenüber allemassen anmuthig, und der boden, ausgenommen an dengräntzen von Lurembourg, so wol an garten.als feld-früchten un-gemein fruchtbar. Von zahmen Vieh, von feder>und vierfußigen-»vildpret, von fischen, von holtz und von andern beqiiemlichkeiten istein grosser Überfluß anzutreffen- Der wein, so daselbst wächst, istmittelmäßig. Aus vererbe wird sehr viel eisen und bley,ingleichemeine art von weissen marmor,und einegrossequ,»cicät von steinkoh»len gegraben. Esiigt auch in diesem «stifft,nur4 oder5 meilen vonder stadt Lüttich der berühmte gesund-und saucr-brunnen von Spa,ausser weichem noch in einigen andern gegcnden mineralische Wasserangetroffen werben.Das waapen des Bißthums zu Lüttich bestehetin einer güldenen faule, auf einem silberne» fuß, in einem rothenselbe. Die zahl der L-nnnico-um bey der c-rk-ör-i kirche belaufstIch bis auf sechzig, welche insgesamt ansehnliche einkünffte gemesistn; dannenhero mn so viel weniger zu verwundern,daß vor langenzelten auf einmal y Königs, 24 Hertzogs, und 29Grafemfohne sichm Lüttich sollen aufgehalten haben, und zwar grosten theils alsThum 'Herrn. Aufdem uralten insiegcl dieses StlfftS sind folgen-de Worte zu lesen: I.oeio KomariL eccleiiL unics , d. l.der Römischen kirche eintzige tvchter. Von an. 158° bis zu an-sang des r8 «e-uii sind zu Lüttich folgendeBischöffe gewesen:i)Er-' - - - - ^ ^erdinandus,Hertzog
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Kild.1. r». Kpitc. ^
lel» iciiier. L-Il. krsbznc.
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bis an. 1694";'";) Joseph Clemens, Hertzog von Bayern , bis an.;7-;; 6)14. Graf von Berges aus einem dauß, welches von 2°-banne von Gortingen, einem legicimicrten söhn Hertzog JöhanoiSIII, in Braband abstammen solle, und allbercit tm 16 ° dem
Stifft Lüttich zwey Bischöffe gegeben hatte, nemlich Cornmum -1-BergrS erwählet, an. 1; ;8 den 1 mark. verstorben au. i;4;, unsRvbertum,welcher den 7 may 15 5 7 an das Drßthum kommen,undden r6 jan. 1564 verschieden ist. c-r-l.
^olon. c- r rer. Qermsn. ell^ckn. c. 6. Ici. iu-
«ro. z>. ^rg«r. kam. Leim» I. zc.ro.
Witz, Stauchitz , rc. besitzet. In der Qbcr-sWer zcir in Oder-ErdmannsdorffaMig gemacht
tlchau,) U. O. und zu MEn. siund den ^
Georcko zu Sachsen in großen gnaden, und bekleidete nach^hends
RalhÄc sta?k>der;vonwel-
mannzuSenfften^cg,undeiÜErWo,KZA'Ad", Raths und Cantzlers worden, welche ehreo-steüen nebst
Ober-und Nieder-Sächsischen^ E Siegfried, der an. 1671 verstorben, eben-falls besessen. Gottlob üorirte an. 1700 als Königlicher Polni-scher und Chur -Sachsifcher Obrister. Gebhard auf Jüterbock,«.^.^'^'^"'^^^^L^VerOdrist-WachtmeisterundHan!mbal aufCrummenhennersdorff, Ober-und Nieder.Ulbersdorffrc.
k^ur-Sächsischer Amts-Hauptmann deräm-terHohnsteln,undLohmen,uub als Land-Cammer-Rath.Zu welcherR auf Falcken-und VvigZhayn als
^tlislsrHauptmglin zu Wurden gelebt, ^naut m or!s. Keicki. v.Lrführet auch Johann Siegfried v»n Lüttichau an- welcher anfangsder verwittrdren Churftirstin zu Sachsen Hof-Marfchall gewesen,und hernach Kvmgl.Damscher Oder-Berg-Hauptmann in Nor-wegen worden.Er ist a.154t zu Bragauoa verstorben,und mag einbruver des oben zuerst gedachten Wolffgangs gewesen seyn.
/k«r» chcarr. 8sx. p. >09. Lieiür. Isnä.ckroa. r>. zör.
»an. 8rx. procir. miso»
Lützau/eine uralte Adeliche famikie in dem HertzogtbumMeck-lenburg, so theils den Freyherrlichen ct,srs<k°r erhalten. Bucelinusmeinet, daß sie von den Scaligerts zu Verona abgestammet,und zuKayftrs Caroli iVI. zeiten in das Mecklenburgische gekommen.Siehat sich schon vor alters in ; Haupt-linien vertheilet:
Die erste hat den beynamenprietschter undSchwechau von rRitter-guter» dieses namens erhalte». Von derselben wird bey demLucei. zuerst kisrguLrr von Lützauin prietschier rc.an.ms ange-führet. Johann, ein urencket des vorigen, wurde ss. lii-oioZ. vo.«or. Dom-ll-ckLm zu Ratzeburg, und Probst zu Stettin . Seinbruder Berthslb, war ein Groß-vater Bertholdi ll, Dom-veck-nc»zu Ratzeburg ; undValentini,ber unter andern söhnenJoachimum,Hertzogl. Mecklenburgischen Obor-Jägermetstcr, unv Henneckenhinterlassen, welcher letztere Valentinum, Hertzogl. Mecklenburgi-fchenCammer-v>rcÄar-m. genüget, der seinen stamm mit 5 söhnenfortgepffantzet, von welchen Christian Hugo und Matthias Fride-ricus nm das jähr 1660 am Königlichen Dänischen, Magnus amHolsteinischen,undBertholdus amFürstl.Güstrauischcn hofgelebetJoachim von Lützau, ein bruder des vorgedachren Valentinhist alsFürstlicherMecklenburgischer hof-und land-gerichls-k^Lö-mohnekmder verstorben.
Die andere liniepflegtstch von ihrenRltter-güthernDuzow undDurow beyzunamen, und wird um das fahr izoo angefangen.Von derselben tiorirren gegen ausgang des 16 5ecuii i) Hartwig,Königlicher Dänischer Oder-Hof-Marschall, ein vater Friderici,FürstlichenHof-Marschalls zuHolstein-Sunderburg; r)Magnus,Hertzoglicher Mecklenburgischer Oberstaümeister, dessen söhn Hu,go, Königliches Dänischer Eammer-Herr worden. ;)Wipertus,ein vater Curtens, der den Freyherrlichen cKrrLüer erhalten, auchKayserl. Reichs-Hof-Rath und Abgesandter bey damaligemjährigen kriege in wichtigen -Liren gewesen. Er scheinet in Oe-sterretch seinen stamm fvrtgepsiantzt zu haben, wie denn Gottfried,Graf von Lützau, an. i ?°5 als Kayserlicher Cammer-Herr «o»r-te. Auch mag von ihm herstammen Maximiliana Magdalena,Fräulein von Lützau, welche an 171s an Fridrich Wilhelm, Für-sten zu Hohenzollern,vermählet,und nachgehends ^--t-melleHom-burg benennet worden. Zu diefer Kr-nciie gehören auch HenningUlrich von Lützau, Königlicher Dänischer Staats - Minister undDanebrogS Ritter an.1700; und 8- von Lützau, Königlicher Dä-nischer General-Major an. 1716. ^
Die dritte linie,so sich vondenRitter-gütemEckau unbHulsm.burtt keyaenannt, besitzet von alten zeiten her das Erb-Marschall-amt in dem Hertzogthum Mecklenburg. Sie wird ungefähr vmdas jähr 14°-- angefangen. Nachgehends abirren nach ansangdes 17LUI, 1) ValentiwKayferl. Obrister; 2) NicolausChrlstoph,anfangs Fürstlicher Holsteinischer, und hernach derKömgm Cbr«.stinä in Schweden Hofmarschall, ?)Hennecke, Fürstlicher Lune,burgischer Odrist-Lieutenanl;und andere mehr,welche ihren stamm
^An??684»°rirteAscheClaus vonLützau auf Liehst, inderOber-Lausitz gelegen, als Cbur»Sächsifcher«Cammer«Herr und Rittmei-ster ; zu welcher linie er aber gehören möge, kan man nicht sagen»
V-c«/«». kemm. k. 1.
Lünel/ ein fluß in dem Bißthum Bastl der hiuder der abteyLünel in dem aebürg entspringt, Rockenburg und beyde Lutzel vor-bey oberhalb dem städtlein Lauffen in die Briß sich ergießt. Er nah-
ret sehr gute foreüen. .
Lünel / lat. l-uc-ii- . eine herrliche und berühmte abtey Cister-tienstr-vrdrns,in Oberteutschland die erste und älteste. Sir ligr an