Band 
Dritter Theil
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280 lu§ Mi luk

dem wasser Lützch meiner einöde zwischen hohett und rauhen ber-gen/ in dem Baßler Dißthum / ; stund von Basel/und eben so vielvon Pfirt. Ihre stiffcung und ansang fällst in das jähr 1124/ unddie regierung Kaysers Heinrich V/ wie auch Padsts Calirti II, dieAiffter waren drey Burgundische, theils Grafen / theils Freyherren/nämlich Hugo von Calmil, Amadeus von Neufchate! und Richardvon Montfaucon/ die erlaubniß und platz hierzu gäbe der Baßleri-sche Bischsff Bertholf Graf von Neuendurg und die bestätigungHumbert Ertz-Bischoffzu Besancon und Adaidero Bischoffzu-Ba-sel an. n;6 gegen liefferung eines Pfund Wachses an die stifft zueiner weyhung. So gäbe auch Kaystr Conradll seine bestätigungzu Straßburg / -ls äsro 28 maii n;9, und Pabst Eugenius seine zuDijon den 17 ml. 1147. Es solle 8. Bcrnhardus Aot zu Ciarevalsechsten geholffen haben den ersten grund-stein zu legen. Der ersteAbt hiesse «stephanus aus dem kloster Belleva!/ deine 12 Mönchenuntergeben/ und die kirch den 25 markn / kest^ Lnunc>zli<,n,s an.H24 seyrstch eingeweyhet/und erstdesagtem kloster Belleval/ alsein k'lis! miterworffen worden. Es hat dieses kloster in folgendenzeitcn mächtig zugenommen/hat auch noch ein eigen hauß, derLü-tzel-hsfgenannt / in Basel , zu Unter-Kastvögcen nach dem Kay-ser, sind an. n8o die Grafen vonHabspurg vom kloster erwähltund angenommen, in krafft deß vom Kaystr Heinrich V ertheiltenfreyheits-und bestätigungs-brief, bey welchem stammen auchverblieben, bis an. 1648 da das Elsas und Sundgow an den Königin Franckreich mithin auch das schutz-recht über dieses kloster ge-kommen. Ein jeder regierender und i-ckui.rrer Abt, ist gemeinlichauch Königlicher ElsaßischerParlammts-Rath. Des klosters >vaa-pen -st:eine rothe creutzweiß gesetzte krrcheiu weissem seid/umgeben mit einem blauen mit 12 güldenen sternen be-setztem dräust. i. l p 14. 4°. -ibbz;. sse Origiii.

Losaob. r.uceU. ksll!. 8LLI-. p. 19;.

Hinunter der Lützel nach, lincker handes des Wassers ligtRleinen-Lützel/ ein altes Cistertzienstr-Frauen-klösterlein ,welches Graf Oudelard von Pfirt an. n;8 gestiffcet bat. Eshaben sich aber nach der Hand die kloster-frauen nacher Schönen-steinbach gewendet und endlich den Dominicaner-orden angenom-men- Hernach hat Graf Caspar von Tdiersrein Chorherren vonder Regul 8. Angustini dahin gesetzet. Es kunte aber solches nebendem andern Lützel nicht aufkommen, sondern verarmete so sehr,daß es keinen ur^ren mehr erhalten mochte; deswegen BsschoffHeinrich zu Basel, solch klösterlein schon an. 12L4.de>: Prodstey zu8. Leonhart in Base! einverleibet hat, nach der Hand hat Abt Theo-bald II zu Lützel, solches dem 8- Lconbards-kloster abgetauscht. Esgehört heut;ü tag der stadt Solothurn samt dem darbey gelegenendorff, ist aber ein schlechtes wescn. urM. 6.1.1 p. 1;. oerm.

8rc. s>. 1. Cbrono Lopoßr. Longrsg. Sillcrc. 8, Nernk. p. IzL.

Lpicomc kskor. I-ucellenk

lützelburg/ eine alte ansehnliche Adeliche Freyhcrrliche undtheils Gräfiiche familie, welche in der Ober-Lausitz dieRitter-güterDoberschütz , Dudra, Lubaß, Nieder-Gnrick und Qvalitz besitzet-Ihren Ursprung hat sie aus Lothringen , allwo sie von langen zeltendas schloß Imljngen zu ihrem besitz gebabr. Daß sie auch noch imRheinlande llmire, istaufHiimdr. tab. vom Rheinischen Adel we-gen ihrer Vermählung mit andern ansehnlichen familien hin undwiederzusehen. In Schwaben hat sie sich auf den gütcrn Nirin-gen und Oberkirch auch ausgebreitet. Heinrich ist an. 1209 zuWorms , und ein anderer dieses namens an. 1; ;7 ausbem tkurnierzu Ingelheim erschienen. Hanß und Egenolph von Lützelburg,bey-genannt Boppape/baden 0.142; mit den Herren vonLichtendergim Elsaß streltigkeiten gehabt. Heinrich von Lützclburg, ein söhnEgenolphi, Ritter,war um das jähr i?2oFürstlicherLotbringischerStadthalter zu Saarburg , welche ciEge auch stiu jodn Fridrich,der an. 1;;; mit tode adgangen, besessen. Gedachter Fridrich warein vatcr Antonii, der anfangs Königlicher Frautzöfischer Obristerüber 2reqimenter geivesen, hernach aber an Hcrtzog Johann Wil-helms zuSachstn-Weymar hofgekvmmen,und nach dessen an.i; >;erfolgtem absterben von dcmCburfürstcn Angusto zu Sachsen zumStadtbalter über die Weymarische lande gesetzt worden; er ist alsoder erste gewesen, welcher sich aus Lotbringen in Ober-Sachsenniedergelassen. Seine söhne waren: 1) Ernst Christoph ausSaritzund Imlinqen , Hcrtzoglicher Lothringischer Cämmerer, welcherAntonium Il,Freyherrn von Lützenburg, der um das jähr i6;y alsFürstlichcrWurtcmdergischerHosMarschall und Obrister llmirct;ferner Ursuiam Catbarinam, (die eme gemahlin desCbur-Sachsi-schen gcheimden Raths und Cantzlers,Reinhard Dietrichs,GrasenvonTaude,worden,und an. 1694 versrorden)wie auchErnstFridcri-chen gezeuget,welcher noch an. 1717 alsFürstlicherWnrtembergi-scher Rath und Amts-Hauptmann zu Lausten, 7; iahe alt, gelebet;er bat seinen stamm in dem Würtembergischen, so noch den Adel-stand führet, mit unterschiedenen söhnen fortgesetzet, von welchender jüngste, Ernst Berlhold, im gedachten iahr die ci^rgc einesFürstlichen Würtembergischen Cammer-Junckcrs und Stallmei-sters bekleidet; von den löchtern ist n. cinegemablin Hiob Ernstsvon Bomsdorff/und nach dessen toddes Baron vonAlemanns wor-den, aber an. 1717 verstorben. 2) Fridrich Wilhelm zu Lützelburg ,der dem König in Franckreich kriegs-kienste geleistet, und an. 1564seine Vermählung mit Ursula von Landspergvor dem feinde gehal-ten, mit welcher er Anton Richard gezeuget, der nach seines vaterstod gebobren, an. iS;7 im 27 iabrseines alters verstorben und zuZabern in dem Franciscaner-kloster begraben worden; dessen söhn,Fridrich Wilhelm, Reichs-Freyberr von Lützelburg , ist an. 166;,als Kayserlicber Obrister, und Fürstlicher PaffanischcrRath,Land»Richter und Commendant in Oberbauß, verstorben, JohannWil-helm hinterlassend.. ;) Johann Wlgand auf Imlingcn, König-

licher Spanischer Obrister über 2 regimenter Curaßirer; desseneine tochker, Maria Margaret!,a,ist eine gemahlin des Chur-Säch-sischen geheiinden Raths - viic/roris und Gesandten, Freyherr»Heinrich von Friesen worden; der söhn aber gleiches namens,609,-tc noch um das jähr 1670 als Cbur-Sächsischer Eammer-Herr,Kncgs-Rath und Obrister, der vermuthlich ein vater gewesen desan. 1712 in Pommern commsnä-renden Königlichen Polnischenund Chur-Sächsischen General-Lieutenants,Antonii, Grafen vonLützelburg.

Von einem der gedachten ; söhne Antonii von Lützelburg, Wey«manschen Stadthalters, stammet auch Fridrich von Lützelburgauf Sareck ab, der Werner» auf Sareck gtzeuqet, welcher zu an-sang des 17 lsculi die cksrge eines Chur-Sächsischen Hof-Jäger-meisters bekleidet; dessen söhn Sebastian aufZschcckwch, Csur-Sächsischer Ober-Forstmeister, ist ein vater folgender 2 söhne wor-den: 1) Hanß Werners,HertzoglichenHolsteimschenCammer-Jun-ckers; 2) HanßGeorgens,Ober-Forstmeisters zu Zeitz , der auch voneinigen Heinrich genennek wird. mr rUcw.

clirun. 4 -IÄÜe^r Lnnsi. 8sx.

lützelstein / eine Graffchafft und sehr bestes schloß im Unter-Elsaß an derHerrschafft Lichtenberg geqenLothringen und dasWe-sterich gelegen, worzu es auch ein schlüssel ist. Das schloß soll Luzel-mann,welchen einige für Caroli FI. söhn ausgeben, an. 81; erbau-et haben,von welchem die allen Grafen von Lützelstein ihr geschlcchthergeführt. Gewiß ist es,daß sie schon in uralten zelten vorkommen,sintemal Conrad an-y;8 unter Hertzog Bcrchtvlden aus Bayern aufdem turnier zu Magdeburg gewesen. An. 1019 war Eberhardausbem zu Trier und Heinrich zu Augspurg. An. 11; 1 war,einer,Conrad, dieses stammes, Bischoss daselbst,und a».i;94 istHeinrichgar dekandt gewestn. Um eben selbige zeit war Bnrckhard Thum-Probsi und hernach gar DischoffzuSlraßvurg,worzu ihndascapi-tel wieder Wilhelin Grafen von Diest, crwähiet,welchen der Padstdazu befördert wissen wolle. Doch wich er endlich dem von Diest,und begab sich aufPädstliche zulaffung in den ehestaiid,wori»nen erJacob und Wilhelm zeugte. Diese haben viele hefftige kriegemit GrafSchaffrieden von Leiningen und denenvonOchftnstein ge-führt , besonders aber mit dem Pfaltz-Graf Ludwig, und dessenbrudcr Fridrich, als die schon damals einen theil an Lützelsteinhatten, einen harten gang gethan, welcher jedoch auf ihrer feitedergestalt unglücklich adlieff, daß Pfaltz-GrafFridrich an.1451 dievestung Lützelstein eroberte, woraus die Grafen mit genauer nothentkamen. Weil nun dieselben durch auscreibung derPsältzlschenamtleute aus dem der Pfaltz zustehenden anlheil an der GrmschafftLützelstein, den ansang zur feindseligkeit gemacht; so zogen diePfaltz-Grafcn, von denen das meiste land zu lehn gieng, wegen be-gangener kcionie dasselbe ein, und haben es bis auf diese zeit besessen.An. i;6o wurde es in der tbeilung zwischen Alerandri söhnen Lud-wig und Rupert diesem letzten samt der Grasschaffi Veldentz zu«geschlagen, der es auf seine linie verstummet,bis selbigen». 1694 mitLeopold Ludwig ausgegangen ist, worauf die sämtlichen Pfältzi.scheu Häuser wegen der erbfolge in streit gerathen. Die Cbursürstli-che linie, als die älteste,wolle nach dem rechte der erstgeblchrc erben,und nahm dieGrafschafftVeldentz/worinnen derKöliig invchwedenals Pfaltz-Graf von Zweybrücken bereits x-oildü,llncm er-griffen, mit gewalt in besitz. Dieser gründete sich aufbas testamentgedachten Leopold Ludwigs, worinnen er den König zum erben er-nennet. Sultzbach aber und Birckenfeld schützte» den nähern gradder sipschafftvor, und brachte Birckenfeld die fache an den Frantzö-sischen riibunsl zu Colmar , welcher alle Partheyen vor sich lud,undweil die andern dieses iorum McompciLNü cicclinirren, an. 169; vorBirckenfeld sprach. Ob nun wol dieser spruch an. 1697 durch denRyßwickischen frieden arr. 10 wieder aufgehoben und die partheyenan das Reich verwiese» wurden; so hieng sich doch Birckcnftid be-sonders wegenLützelsteinwieder an den hohen Rath zu Colmar,wel­ cher ihm auch an. 1699 die gantze Graffchafft zuerkannte, und dasurtheil in der Graffchafft pubiici-en liesse, worwiber aber sowolChur -PfaltzalsSchweden drydemReichc pwrcllirren-Endlich wol-le auch derBischoffvonStraßdurg iiach absterben des letztenPfaltz-Grafcn von Veldentz die von dem «sliffte zu lehn gehende; theilean der vestung Lützelstein als ein eröffnet mann-lebn einziehen, vor-gebend, es sen mir die abgestorbene linie damit belehnt worden. Eszeigte aber Cbur-Psaltz in einer ssclluLion, daß das gantze Pfältzi-sche hauß damit belehnet sey, weil selbiges, ehe es noch der Vel-dentzischen linie zugetheilet worden, dem Hause zugestanden.?^

in nor. sll iiilli. z>ac. Ii.,kvv.2rr. 10. L,irox>. 14 crc>. ?. i p.ä.48

prL-rcns I. r L I. 4. kill clii o». I. ; Lo?/i»F,k>o/. Llk.

ckion. püA. 8;8-

Nützen/lat. r.uxeng. eine stadt und amt in Meissen , zwischenLeipzigünd Weisscnfelß, 2 messen von dem ersten orte gelegen, unddem Hertzog von Sachstn-Mersebur^ gehörig. Den 6 »ov., an.i6;2 erhielten in dieser gegend die «schweben einen dciickwurdi-gen sieg wider die Kayserlichen, verlohren aber dabey ihre» KouigGnstaviim Adolpbnm. Vor der schleicht, die Kaystr Heinrich der I mit den Ungarn bey Merseburg gehalten, schlugen die Ungarn ihr lager, unweit von hier bey dem dorffe (skolen, neben dem wal-de der Skolzig gcneiniet, auf, davon man noch die aufgeworffenengräbe'N findet. ropogr. 8/ix. Nip. z>. rzr.

Lüxburg /(sihe Glücksburg.)

^hukin/sHeiiricns) ein Puritanischer Englischer Prediger, sonach der mitte des 17 iecuss lloriret: als die Preßbyteriainfche Ml-nistri an. 1662 ihrer ämtern entsetzt worden, traff ihn auch vis Un-glück, ob er gleich damals sich in Franckreich aushielte, alda erdis; jähr verblieben. Nach seiner rückkunfft in Engeiland, lebte er bey

M.Mas-