Band 
Dritter Theil
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!mn lun

zu Leyden tochter, sei« hauß. Denn diese gebühr ihm; söhne/ undeben so viel töchter. Von den letzter» wurde Rvsina an JohannemTbeodoricum,Grafen vonLöwenstein,an .i6i i vermählt.Unter densöhnen starbWilhelmus/Graf des heil. Röm. Reichs, an. 1578 deni may,ohne sich verbeyrathit zu haben.Sein bruderPhilippus aberhattezur gemahlin Catharinam, des Grafen Theodorici von Man-derfcheid tochter.Dieser gemahlin brüder Theodoricus undJoachi-mus stürben beyderseits ohne männliche erben zu hinterlaffenzdahe-roGrafPhilippus von berMarck im namen seiner gemahlinSleidenund Kerpen , als hinterlassene güter gedachter Grafen von Man-derscheid, mit gewaffneter Hand eingenommen. Ob er auch gleichhierüber von den mit-erben verklagt worden,behielt er dochSleiden;Kerpen aber muste er an. 16;? vermög eines cammer. Urtheilswiederum ablretten. Mit gedachter seiner gemahlin zeugte er Ca-tharinam undErnestum.Catharina wurde anPetrumErnestum vonGavre, Grafen von Fresin,vermählet. Ihr bruder Ernestus führteden titul eines Grafen von derMarck undSleiden,wie auch Herrenin Lumain; und starb an. i6;z. Er hatte 2 gemahlinnen. Die er«ste davon war Sibylla, gebohrne Gräfin von Hohenzollern , die ihnzum vatterIohannisFriderici gemacht.Die andere war ungleichenstandes, und gebühr ihm FranciscumAntonium, welcher an. 1680de«2l jun. verstorben,nachdem ihm von seiner gemahlinCatharinaCharlotta,Grafen JohannisErnestivon Wallenrod tochter,; söhnegebohren worden.Der älteste davon,JohannesBertholdusFrancis-cus,Grafvon derMarck und Sleiden,kam an. 167; aufdic well. ErwarObrister bey ber >nfsnr,riedes Königs in Franckreich, und starban. 1697 den l y ian. Sein bruder Ludovicus Petrus, Grafvon derMarck und Sleiden,Baron zuLumain,Herr zu Serain,Kerpen undSaffenburg,wurde an. 1S74 gebohren. Der dritte bruder, JuliusAugustus,so an. iS8c> das licht dieser welt erblicket, wurde Obristerdes Fürstenbergischen regiments zu fuß inFranckreich.

tiist. xenesl. krsnc. I. rz c. 6. r»b. dt. ?.

l.4 c.Ss-.ve-'srne» p. 1)84.

^umello/ lat. I.suw-»inu« rerritorium, eine landschasst indem Hertzvgthum Mayland, welche gegen morgen an das gebietvon Pavia,gegen mittag an dasLortoneslsche und Alessandrinische,gegen abend an Montferrat,und insonderheit an das gebiet vonCa«jal, ingleichen an die Herrschafft Vercelli , gegen Mitternacht abertheils an die Grafschafft Vigevano , und theils an das kcrriror.umvonMayland stdst. Die Hauptstadt darinen ist Valenza. Hiernächstsind vornehmlich zu mercken Mortara, Bremme, Borgofrancv,Frescaruvlo, kievc llcl L->iro und Lumello. Dieser letzte ort, vondem die gantze landschasst ihren namen bekommen, ist ein geringerstecken an dem flußGogna, allwo ehemahls dieLongobardischen Kö-nige bißweilen residiret. Von dem Herren von Lagnasco, bey derenfamilie dieser ort eine lange rett geblieben, ist er an die Grafen vonCkivelli gekommen. »» p. zzo. z;r.

^umnttsch/ sihe Lommntsch.

Luna/ eine göttin bey den Heyden, hieß auch Lucina, undman glaubte, daß sie den schwängern helffen und beystehen körne.Mehr stehet unter Diana. Man findet auch tunum v«»-» x-a.mLi. welcher unter diesem namen sonderlich von den Syrern undandern Orientalischen völckern geehrel wird, aus der ursach, weilin ihrer mund - art der name des mondes eben wie auch in unsererTeutschen spraach gencrir m-Kuiim ist. Indessen haben ße ihm ne-ben einem halben mond um das Haupt eben so wohl einen köchermit pftilen an die schultern gehänget,als die Griechen und Römerihrer Diana. -b-oi. xcm. >, 4. *

Luna/ eine alte stadt in Hetrurien, so wegen ihrer marmor-brückc berühmt war,deren Strabo,Plinius und TttusLivius geben«cken. Aus dem ruin dieser alten stadt,hat das heutige Sarzana sei-nen Ursprung genommen. Es ist auch ein gedürg dieses namensin Africa, zwischen Abyßinien und Monomotapa, desgleichen einanders in Portugall, welches Punta -i- Luna und Capo lle RoccaSintra genennec wird. (sihe Sarzana.)

Luna/(Alvarezvon) war i;88 zu Caneta in Aragonien geboh«ren. Sein vater gleiches namens war ein Herr von stand, der beyHeinrich III in Castilien wo! stund, die Mutter aber eine liederlichegemeine weibs-person, dadcr auch der alte Luna diesen Alvarumvor keinen rechtmäßigen söhn erkennen wolle, sondern ihn mit einergeringen summe gckds abfund. Es brachte es jedoch derselbe durchseine Verschlagenheit so weit,daß ee-Johannis II inCastilien liedlingward,und denselben nach seinem gefallen regierte. Allein er erhubsich dieses qlücks, mißbrauchte seiner gemalt, erregte einen krieg indem Reich, plagte die - bereicherte sich durch anderer Un-terdrückung, und nahm gcld von den Maurern, um die eroberungder stadt Granada zu verhindern. Die Qr-n-lcr p-^lcurirten eins-mals dem König ein buch, darinnen alle bösetbaten des AlvarezLuna enthalten waren. Er muste hieraufeinige zeit den Hof mei-den, der König aber rubele nicht, bis §r ihn wiederum ,ich hatte.An. 1441 nahm man den König halb und halb gefangen, daß er end-lich diesen Minister von sich lassen soltezA.'varez aber schlug mit sei-nen feinden und behielt das feld, da denn viel zum creutz knechenmusten. Letzlich als Alvarez einen neuen "-.bur auflegte, revoir-ttcToledo,und als derCron-PrintzHenricuS selbst der Stande partheywider den Alvarez annahm,muste endlich der Kv mg selbigen gefan-gen nehmen lassen. Es bat Alvarez nur,daß ihn dcrKontg noch ein-mal vor sich lassen solle; es ward ihm aber zur anMort: erwürbesich besinnen, daß er dem König selbst die regel gegeb en, daß er kei-nen gefangenen jemals vor sich lassen solte. Hieran, ward er an.14;; in der rei-Uen-Valladolid aus einem esel in der stad t herumge-führet,und vor ihm ausgeruffen: So werden die tyrannen auf

lun

befiehl des Rönigs gestrafft. Hernach ward ihm derkopssabae-schlagen und selbiger viel tag lang in einem decken ausgesetzt,um einebeysteuer zu seinem begräbniß zu sammlen,unerachtet er vordere fasteinen Königlichen schätz vor sich gesammlet. Viel sagen, er habeauch milder Königin,die er seinemHerrn vorher fast aufgedrungen,»n heimlicher liebe gelebt. So will man auch seinen fall des Kö-nigs geitz, der sich seiner schätze gern bemächtigen wollen, zuschrei.ben.Man sagt, daß, als er begierig gewesen zu wissen, wie es insemem leben gehen, und was vor eines tods er sterben würde, ihmvon einem stern-deuter gesagt worden, er würde zu Cadahalso ster-ben, welchesder name eines ihm zugehörigen ortS war, aber auchim Spanischen so viel heißt als einblut-gerüst/ in welcher letztembedeutung die Weissagung mehr als zu gewiß eingetroffen.^»-«- yt.

1»«- ^elc-. c. 47. l. ro. r, i> rr. vikL Llvsri sie

l.unr in lcvel»! ersÄs sxsink?opcri p. rr? lg.

funden/ l.on 6 inum 8 -snsilnorum, die Haupt-stadt in Schonen,nebst einer »nive-llrät, welche r668 von König Carldem XI gestiff-tet worden. Sie ist sehr alt, aber wenig torciücirt, jedoch wegenihrer Handlung berühmt, und hatte vor diesem ein Ertz - Bißthum,welches 6 Bißthümer unter sich gehabt, aber unter ChristiansIII an. i; ;6 abgeschafft, und an dessen statt ein Luperinrcnö-m da,bin gesetzt worden, der aber den titul eines Bischoffs beybehalten.An. 17--9 haben sich dieDänischen r-ouppen nach erfolgter landungdieses orks bemächtiget, aber ihn nachgehends wieder verlassen musssen.DerKönig Woldemarus III hat ihr um das jähr i;6o die frey-heit gegeben,daß ihre bürger undeinwohner durchgantzDänemarcklhr gew.erb ohne zoll treiben durfften. Die 8. Lorentz - kirch ist einsehr prächtiges gebäud,und jederzeit die Haupt-kirche gewesen. ?-».

ckorogr. Orn. clelcripr. Ozn. p. ror teg.

Lundenbcrg/ ein landlein in Schleßwig, m dem amt Hwsum an der kuste der Nordsee gelegen, und dem Hertzog von Gok-torp gehörig, degreifft z kirch.spiele,die aber in der an. i6;4ergan.genenNordstrander wasser-fluth sehr verderbt worden.vE^^v-r-L.

Leblclvv. k. r c. ir.

-Lundy / eine kleine insul an der küste der Englischen pwvmrDcvonsh,re, 14 Meilen von Hartland entfernet, ist nur r meilenlang, und r breit,aber mit seifen und klippen dermassen verwahret,daß man, ausser an 2 orten, niche hinein kommen kan. Man siehtallda noch heut zu tag ru-l-r- von einem alten ««Kellund von dercapelle 8. Helena. Vor diesem war sie angebauet, anjetzo aber istste nur eine Wohnung der see, vögel. Als der unglückselige KönigEduardus II von allen seinen Unterthanen verlassen war,und von sei-ner ergrimmten gemahlin verfolgt wurde, beschloß er, sich nebst sei-nem tsvoriienSpencer auf dieser elenden insul zu verwahren. Tho-mas Delamere,welcher diesesKöuigs leben beschrieben, gibt der in-sul anmuthige vieh-.wäyden,viel brunn-quellen und eine grosse men-ge see-vögel, woraus zu erhellen scheinet, daß sie damahls müsie be-wohnt gewesen seyn. Sie ligt bey dem ausfluß der Severne, indem canal von Bristol.

^uneville/ ist eine kleine mit wällen umgebene stad in Lothrin-gen, 4 weile» süd-wärts von Nancy , an dem kleinen fluß Vesvure,nicht weit von dessen Vereinigung mit der Mculre gelegen. DieHertzsge von Lothringen haben ein schönes schloß daselbst, allwoste zum öfftern rcllcHren, und zu ansang des r 8 k-cuii hat der HertzogLeopold Joseph eine Ritter- sc- 6 -mic allda angelegt. Es befindetsich auch an diesem ort ein anstbnlichStifft vorAdelich frauemzim-mer,welche daraus heyratden können,und deren Aebtißin allzeit vonFürstlicher ankunfft seyn muß. An. 1719 ist das herrliche, grosseund kostbare Hertzogliche schloß zuLuneville durch eine unversehensfeuers-brunst gantz in die asche gelegt worden,und viel tonnen goldswertb schaden geschehen.

I>D>MI.L,war beyden alten Römern eine zierratb, welche diekLkricil an ihren schuhen hatten, der sigur nach p-Ls-nrirte es einenhalben mond, und war um die knöchelherum, nicht aber, wtt vieigelehrte wollen, forne an statt der schnalle. «Ze re v-si. »,4-

eine höhle zu Rom,woselbst die wölffin denRs-mulum und Remum gelänget hat. kow. ver. s.».

I.DkLK.L^I. 1 ^, ein fest, welches zuRom den 16 sehr. demPa«ni Lycäo zu ehren gefeyert ward, und in Italien zuerst durch Evan-drum aus Arcadien, allwo man diesen Pan absonderlich geehret,wäre gebraucht worden. Man erinnerte sich derjenigen Historie,daß Romulus und Remus sich an dem ort, welcher Luperca»heißt, lustig gemacht, als ihnen ihr groß-vatter Numitor erlaubt,daß sie dahin eine stadt bauen möchten. Es waren aber die Luper»mehrentheils junge leute, welche an diesem fest nackend in der sta»herum liessen,und nichts an hatten, als das feil von den ziegen, wei-che sie gropssert hatten, aufweiche art auch der vorgemeldte Ab-gott Pan pflegte abgebildet zu werden.Sie hatten , coiiegis, kst-io-

-um, t^uinriiioruw und /uiioru-o, welche mitunter die Priester ge-rechnet wurden. Was aber rechte und ernsthaffte leute waren, diepflegten sich nicht gern darunter zu begeben; wie dann klar , vagbey diesem nackenden herum lauffen am hellen tag eben wenig g»-vi-ät oder ehrbarkeit hat können beobachtet werden, und daher Ci-cero den IVl. Anlonium so hefftig ausschicket, daß er, obschonBur-germeister,dannoch LupercuS bleiben wollen, und diese unehrvareausgelassenheiten unter währendem amt verübet. Diese liessen a>- ,

so in der stadt herum, und schlugen die leute mit peitschen, vornem-lich aber hielten ihnen die jungen weider die Hände hin, und ließensich mit dem ziegen - ftk drauf schlage», weil sie den Aberglauben

parken,