WMnr i. führte st» Mk AM nmg«/ die einen unterschiedzwischen der lehre Lutherr und Melanchthoms machen wollen/ nreden etwas frey auf/ weßwegen er verläumder/ und an '-«öseines amts entsetzet wurde. Darauf hielt er sich einige labre mxeivjig als erne vrtvat.person auf/biß ihm der ^».in.ttrsror d,sChurfürstechumSGuil. Friderrcus/zu einemLeid'^ico bestätiget/woraufer an.>;-r gestorben. orsr. 6-?soio r.urk°ro.
Lutorius priscus/ ein Römischer Ritter/ wurde durch ei»nenausspnichdcr raths am leben gestrafft / weiter/ (in Hoffnungeine ansehnliche Verehrung zu erhalten / dergleichen ihm vorherTiberius/dem er ern gedickt über den todt des Germania über-bracht/reichen lassen /) ehe noch einmahl der jüngere DrususMohn Tiber» gestorben / und da er nur gefährlich kranck lag /gleichwohl aufdrffen tod voraus verse gemacht/ ja solche bey glück,lich erfolgter gencsung des Drusi einigem frauenzimmer in dembausrdes P. Petrvnit vorzulesen kein bedrucken getragen / dasdann nachmals von dene/so das gedickt angehörk/die einigeViteütades Petronlt schwieget - Mutter nichts davon wissen wollen / dieübrige aber wider Lukorium zeugnus ablegten. TiberiuS ließ sichMchen aussprnch zwar in der that gefallen / stellet« sich aber dochdurch sein schreiben gegen den Rarh/ als ob ibme solche straffe einesfehler«/ der zuletzt nur in blossen Worten bestanden/zu viel dunckt«/gab auch zu verstehen / daß man zu sehr mir Vollziehung des ge.fällten Urtheils geeylek hatte. Welches dann eine ursach gewesen/daß der Rath die nachmals lang in Übung gebliebene wichtige Ver-ordnung mächte: kein zum todr verdamter sollte vor dem zehendentage hingerichtet werden/ welches zieht nachmahlen der KayscrLhevdosiusdiß auf dreyßig tage verlängert hat. i. z. 4-, 51.
Dr« I- 57. *
Lutry/ einstädtlrinamGenffer-seeimambtLausanne/ mei-nem schönen rebland / zwischen Lausanne und Vevay gelegen.BischoffBerchtold zu Lausane/ hat bey ansang des Xlll. JahrHunderts dir mauren darumb geführt. ES gehörte vor diesem ei»genen Herren/ die Majors oder Mayer von Lutry genannt / vonwelchen es an das BtsthumLausanue gekommen. Es wäre auch einPrrorat darinnen. An. 147s ergab sich Lutry an die stadt Bern /ward aber wiedergegeben- An. >481 haben etliche Davoyer undLausanner das städklein überfallen. Als auch an. 14^ die von Lu.try in mißverstandnus mit dem Bischoff gestanden / haben sie dasBischöfliche hauß übttfallen / und dessen ambkmann nebst etlichenandern erschlagen. WvrauffBern undFreyburq sich ins mit.tel gelegt/ die fach vertragen/ und dre von Lutry in eine straff von;;oo fl. condemnirct. An. >5;6 käme das städtlein mit dem übri-gen sie Vsutcis an Bern. /rbicge p. ;c>2. rä LN.
! 4 ««- *
Lütter am Barenberge/ ein Braunschwcig.Wolffenbütte-lischamthauß/ - Meilen von Goslar / so nach anzclge veraltenrullemm, sonst«» den Tempel Herren gehöret / nachgehend« habenes die von Schwicheld besessen / von welchen eS an da« haußBraunschweig gekommen ist. Der ort ist sonderlich durch denrvnllcicr-blen sieg bekannt worden/ welchen an. s^den 2/aug.der Kayserliche General Tilly wider die Dänischen troupen in die-ser gegend erfochten; wie denn damahls^tliche tausend Danen inAeses hauß r-riritt/ aber sich auf^'c^Mn ergebe» müssen. Dieserort muß nicht mit Lönigslutter vermischt werden/ wovon anseinem ort. Urunlvic. p. Ijo.
Lutterberg / eine alte Graffschafft in dem Chur-Braunschwei«gjschen Fürstcnthum Grubrnbagen. Die Grafen haben unter an.bernOsteroda von den alten Hertzogen zu Sachsen zu lehen gehabt.Der letzte/ Hermann/ starb an. i14;/ und kam dessen gebltl gutentheils an Heinrich den Löwen/ welcher damals noch unter der vor»nmndschaffl stund / von welcher zeit an es auch unter dessen nach.kommen/ den Hertzogen von Braunschweig/gebueden . ro.xoxr. Lrunlvic. p. 167.
Lutterloh/ ein Chur.Braunsckwrigisck dorf/nicht weit vonder Hauptstadt Zelle/welches merckwürblg/wessHertzog Luther oderLotharius/ der hernach Kayser worden/allhler gebohren seyn soll.Büntiug sagt/daß um dieser ursache'willm der ort von lhm befreist/und aller beschwerung entnommen worden; und als bey der regre-rung Hcrtzog Ernsten zu Lüneburg ein amkmann diese freyhettaufheben wollen / habe ein bauer sich darüber bey gedachtem Her-tzog beschweret / und nicht allein die bcstattgung der freyhett / son-dern auch ein ansehnliches geschenck erhalten.L«""L.srLunfcKvv.unäI-üneb. ckron. p. Z8;.
8 . Lutwinus / Ertz.Bischoffzu Trier/warein gebohrnerM-tzvg von Bradant oder Lothringen / und der vorgehenden Ertz-Bl-schoffs Basini schwester-sohn. Nach ansang des, 8 ^--u>./a s stme ge-mchlin mit lobe abgegangen / dauere er das kloster Mtstack / undward anfangs ein mönch/nachqehendS aber Abt darmnen.Endltcherhielt er dir Ertz-Biscköfliche würde zu RhermS und an. 7'8 zuTrier . Er starb an. 7-1/ und ward wegen ferner wunderwercke un.ter die Heiligen gesetzet. Sein söhn Milo soll sich zu den >etzterwehn«len beyden Ertz-Bißthümern gedrungen / und ^"stens dem krtegeund jagen obgelegen haben/ wie er denn auch um dre mttte des 8 lenr-cuii aufder jagd von einem wilden schweme Mdlet wowem Erwird aber von wenig srridenten unter die LnerisAenErtz-Blichonegesetzet. Von demselben hat der wald / welcher 4 messen von Tuerlieget/den namen Milowald bckommen.n"L-«.-l- v,r.,m,n ora.
kieli -a.I. z, c, 88 . LNl>L>. 1 rsv.L«ceü». 2 .L. l" csrri. /rrckisz»,
7rcv.
Luwiiierchal / ist ein thalgelend in der Graubündnerischm
§EsEm MEh-^anv^sen gelegen/ durch welcheadgeschetd n w,rd E«
sichdevCernekmit?ardurch rinnenden und
.iLMLNLL-ir-Nj» s
Eltz oder Äl-zonle/welcher hindurch fluset/Limssen vvaMe!.Sirist groß/und erne berühmte vcstung. Der gröste theil der stak» lieat
wr bik'an vÄ'übrige theil aber gehet den dcrg herun-du den zelten deS,Kayserk Ononis war/"n/leineS tore . welches von iOtffredv einem bruder Gott-A^"ms / durch Vergünstigung Bru.,o-nlS/ besagrcnKaysers bruder/ erweitert. Die gegcnd hat er von^d^wtrd ^E vo» 8 .Mciximin zu Trier durch rausch erworben /und wrcv dte Landschaffk/ darrnn es gelegen / in der deßweaenjähr 96; das Meckingöw genennet. ES» . ^ k "^ner.klostcr an diesem orte / wo der König in Böh.menJohannes/ des Kaysers CarvltIV vat<r/so an. 46 vonden Engellandern rn der schlackt bey Creffy erschlagen wurde / be-/ unddaraufu, das neue Münster/soderKayserCarolus V.den Mönchen angewiesen versetzet worden. Sonst siehetman auch an geistlichen gebauoev bas Asuller»cl>»ce>i.m und ver-schiedene schöne klrchen / gleichwie an weltlichen der Fürstlichepallast und dar prächtige raibauß merckivurdig sind. Der ehema»lrg« Gubernakor dieses Landes/ Graf Peter Ernst von ManS»seid / hat ausserhald ber stadl gegen morgen über dem waffer umdasjahr -572 einen prächtigen pallast bauenlaffen. Diese stadthat ln den zwischen dem Könige in Fravckreich und den Nieder-landen geführten kriegen viel erlitten. Der König Franerscus lließ sie an. 154- durch seinen söhn / den Heryo» von Orleans /einnehmen und plündern / dem sie aber Kayser Carolus V wiederentrissen / doch im jvtymdei! jähre wurde sie von denen Frantzosenauis ncue erodcrt/welche ist ausgleiche weise wie vormad träumt/aber an. 1^44 dcnSpünlern wiederum übergebe muffen.De> KönigmFranckreich nahm diesen ort an. eö84nach einer klirtze,-belage.rung den 4 jun. weg/und hat sie zwar nach dem Rißwickischenfrieden an die Spanier wieder ^»am-or/ aber bey letzterm Spa-nischen luc-cttions knege meistens Mit Frantzosen besetzet / damitvon selbiger seit« kein etnbruch von den hohen Allst, ten nachFranckreich geschehe/ biß sie endlich im frtedens-schluffc dem Kay-ser zugetheilet worden.Allhter hat das gerichl der gautzen P, vvintzseinen sitz/ von welchem man aber nacher Mecheln appelliren
kaN. ciescr. Neig. p. §17. ell. -rwlleioä. ic.4.
lll rcp. dtsmur < 3 c Nuxembourg. jaü. in iiiü.l-uxsmb. P..I; tg.
p.l4Z fcq. lo coaiwem.lle reb. 6»II. k. zür. Lopogi-.circul.
öurglinll. p. rz 5 eq. *
Luxembourg / (Hertzogthum) ist eine von den i? provintzender Nirberlanoe, welche gegen osten an oas Ertzstisic Trier gegenlüden an Lothringen , gegen Westen an Champagne und das LrtifftLüttig, gegen norden aber gleichfalls an letztgebachkes Grifft unddas Hertzogthum Limburg gräntzet. Es stgt in dem Ardenner-wal»de, jedoch ist es fruchtbar an wem, geträibe, und vielen etstn-gru»den, und begreifft r; städte, und i io8 börste unter sich. Man thei-let es in 2 quartiere oder gebiete, nemlich in das Teutsche und mdas wallonische quartier. Die Frantzosen besahen fonstMonk-mcdy, Zvoix und Thionville , Marvtlles, DanvillerS und ChevaN-cy le Chatel, als so viele krSvorees oder Land-Vogteyen nebst ihremzugehör,welches dannenhero das Frantzösifche Lurembonrg genen»net wwd; das übrige aber hat sonst der cron Spanien gehöret aus-ser Rodenmachern, welches dem Margrastn von Baden zustehestund ist dieses gantze Hertzogthum sowol von dein König in Franck-reich, als auch von Philippo V in Spanien nebst der GrafschajftNamur, dem damals in der acht lebenden Churfürsten von Bay ern eingeräumet,bis es endlich an. 171; in dem Utrechtischen frie-den en tsveur des Hauses Oesterreich an die General.iStaaten ab-getreten worden, doch mit der bedingung, daß der Churfürst vonBayern solche biS zu seiner rellirurion besitzen solle, und im Badi schen frieden an. 1714 ist dieses Hertzogthum auch dem Kayser zu-getheilet worden. Die vornehmsten städte ausser der Haupt-stadtsind Dastogne, Damvillers, Montmedy , Arlon , DiedenhostmVir-ton, Avoix, Marville , Echternach,Rodemachern und andere mehr.Hiernäckst werden zu diesem Hertzogthum gerechnet die Marg,arasschafft Arlon und Grafschafften Chiny, Alanden, Salm undlle I- «rocke, verschiedene Herrschafften und Probsteyen , wie auchdie Abteey 8 . Hubert. Die vornehmsten flusse davon sind die Mo sel , die Saue, Alzer, Senois, Prum,Our, Ourt und S-ere. Imübrigen findet man in dem gantzen lande noch viele r-kgwen vonden alten heydnischen Md Romrichen zetten, davon der SpansicheLouverneur zu Lurembonrg, Peter Ernst, Graf von Mansfeld, ei-ne grosse menge gestimmter, und hatte der Wiltheun vor, al-les ausführlich zu beschreiben, wiewol wegen scmes ersolgten wdeSnichts ans licht gekommen, undanictzo von seinem enckel, demsberrn von Ballonsseaur, noch im aufbehalten wird.war aber dieses land vormals nur eine Grasichafft, und hat Slg-fttdus oder G-Idertus, nach dem er das schloß Lucrsbnrg, oder ww!r es nennet, Liicilemdurg, wegen «einer bequemen tage von demkloster 8 . Mariminl ohnweit Trier an sich erhandelst zu den reitenKayser Olloms des grossen zuerst den titul eines Graftn von Ui-